4. November 2013

Kochen wie Gott auf Mallorca – eine Froschreise mit kulinarischem Akzent (19. – 26.10.2013)

Reisebericht von Ludger V.
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Vent-i-Mar in Can Picafort, Mallorca

„Malle“ hatte ich mein Leben lang gemieden, aber da ich im Oktober noch einmal Sonne tanken wollte und zweimal in Griechenland zur gleichen Zeit Pech mit dem Wetter hatte, entschloss ich mich zu dieser Reise, wusste ich doch als „Goldfrosch“, was ich etwa an Aktivitäten dort zu erwarten hatte. Bzgl. des Transfers, des Hotels, des Essens und des Ortes Can Picafort verweise ich auf die beiden Reiseberichte aus dem Juni 2013.

Als ich im Hotel ankam, wurde ich überraschenderweise nicht von Frosch-Teamern, sondern von der Hotelleitung begrüßt… Im geräumigen und schönen Appartement hörte ich dann plötzlich die Bundesligaberichterstattung bei Sky, aber nicht aus meinem Fernseher, sondern durch die geschlossenen Scheiben vom gegenüberliegenden Restaurant heraufdröhnend. „Bienvenido en Can Picafort, Mallorca!“ dachte ich nur. Übrigens sind sämtliche Versuche mein Spanisch aufzufrischen von meinen Gesprächspartnern gleich im Keim auf deutsch oder englisch erstickt worden.

Biken und Wandern

Einige schöne Wanderungen und Biketouren, teilweise als Gast bei der „Bike spezial – Gruppe“, habe ich unternommen. Am Sonntag ging es mit den Spezialbikern zum Pic de Inca und anschließend durch den Naturpark Albufera. Am Dienstag stand dann Pollenca auf dem Programm, von wo aus wir dann durch ein sehr schönes Tal zurückfuhren. Die „Genusstour“ am Mittwoch zur Ermita La Vittoria brachte mich dann beim Anstieg wieder auf den Boden Malles zurück, als nämlich unser MTB-Guide, der etwas vorgefahren war, in einer Kehre stand und aus seinem am Fahrrad befestigten Ghettoblaster „Anton aus Tirol“ schallte. Als wir auf dem Rückweg dann auf der dunkelblauen Strandpromenade von Alcúdia direkt am Strand entlang fuhren, war dieser Fauxpas jedoch vergessen. Und schön war auch die Nachmittagspause an der Finca Son Serra. Zum Biken bleibt noch zu ergänzen, dass die Fahrräder in einem desolaten Zustand waren und sich manche Abfahrt morgens durch kurzfristiges Flicken verzögerte. Während in anderen Frosch-Destinations die Bikes sehr regelmäßig gewartet werden, rosten sie hier offenbar nur still und leise vor sich hin.

Garten-der-Finca-Son-Serra

Garten der Finca Son Serra

Gewandert bin ich am Montag mit der Gruppe zur Ermita de Betlèm; nach dem Abstieg hat mich die Farbenpracht und die Ruhe des Ortes Betlèm absolut überzeugt. Am freien Donnerstag bin ich dann allein oberhalb von Vittoria zu einem schönen Gipfel mit traumhafter Aussicht aufgestiegen.

Aussicht

Aussicht oberhalb von La Vittoria

Sonstige Aktivitäten

Neben dem froschüblichen Rahmenprogramm (Zumba etc.) gab es in Kooperation mit einem Adventure-Veranstalter noch weitere Angebote. Einige Teilnehmerinnen waren von der Canyon-Tour „Torrent de Parais“ sowie vom „Coasteering“ (Springen von Klippen, Abseilen, Schwimmen in einer Höhle) begeistert. Eigentlich wollte ich tauchen, aber 100 Euro für einen Tauchgang waren mir dann doch zu teuer und auch der Schupperkurs wäre nicht preiswerter gewesen.

Nach den sportlichen Aktivitäten stand bei fast allen Gästen „Beaching“ auf dem Programm und die „Kolonie der Frösche“ war am Strand aufgrund der gleichfarbigen Handtücher gut zu finden. Dort konnten auch kleine Kunstwerke besichtigt werden.

Sandkunst

Sandkunst

Das Highlight: Kochkurs mit Rudi

Am Donnerstag bot der Chef und Koch des Hauses einen Kochkurs für sechs Teilnehmer an, weitere konnten anschließend mitessen. Rudi ist definitiv ein Meister seines Fachs! Ab fünf Uhr wurde geschnippelt und vorbereitet. Die Speisenfolge:

  1. Pochiertes Trüffelei mit Blattspinat und gebeiztem Lachs
  2. Gebratenes Seezungenfilet mit Wirsing-Morchelrahm
  3. Châteaubriand – im Ganzen gebratenes Rinderfilet mit Sauce Bearnaise, Bohnen und Pont-Neuf-Kartoffeln
  4. Zabaione mit Erdbeeren

Und das Ganze für 25 Euro! Abgesehen davon, dass der Hilfskoch versehentlich die seit einer dreiviertel Stunde köchelnde Saucenreduktion entsorgt hatte und Rudi dann improvisieren musste, hat alles gut funktioniert und wir haben eine Menge gelernt und vor allem Spaß dabei gehabt.

Trueffelei

Chateaubriand

Trüffelei, Châteaubriand

Fazit

Die Landschaften im Nordosten Mallorcas haben mich absolut überzeugt. Besonders zum Fahrradfahren ist die Insel sehr geeignet, allerdings offenbar mehr zum Rennradfahren als zum Mountainbiken. Jedenfalls sind wir fast ausschließlich über Asphaltstraßen gefahren man sah kaum Mountainbikefahrer.

Das Wetter war mit 25 bis fast 30 Grad und Sonnenschein angenehm sommerlich. Da das Hotel Vent i Mar maximal ca. 30 Gästen aufnimmt, war die Gruppe überschaubar und so kam es in dieser Woche zu einer wirklich guten Kommunikation und Stimmung.

Malle ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Ein Gedanke zu „Kochen wie Gott auf Mallorca – eine Froschreise mit kulinarischem Akzent (19. – 26.10.2013)

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