2. November 2012

Korfu: Super Urlaub! Mückennetz und Bargeld nicht vergessen!

Reisebericht von Suschi (Korfu vom 25. August bis 9. September 2012)
FROSCH Reiseziel Sportclub Korfu, Griechenland

Zunächst ein paar Tipps/Infos:

Bargeld: Die Geldautomaten funktionieren selten. Also lieber von vornherein genügend Bares mitnehmen.

Mücken: Wer nachts gut schlafen will, sollte sich ein Moskitonetz mitnehmen. Es gibt zwar vereinzelt welche in den Zimmern, aber nicht überall, und kaufen kann man sie vor Ort nicht. Haken sind über den Betten vorhanden.

Zecken: Ich habe mir bei einer längeren Wanderung eine Zecke eingefangen. Wer anfällig ist, sollte sich vorher über ausreichenden Schutz informieren. Es scheint aber kein ausgesprochenes FSME- oder Borreliose-Risiko-Gebiet zu sein.

Ohrstöpsel einstecken. Nachts ist es im Ort sehr laut. Von irgendwoher schallt fast immer Musik.

Handtücher: Der Handtuchwechsel war bei uns recht unregelmäßig. Zusätzliche eigene Handtücher sind deshalb von Vorteil. Denn gerade durch den ganzen Sand sind sie schnell dreckig.

Flüge: Wir hatten einen frühen Hin- und einen späten Rückflug gebucht. Das war perfekt, weil man dadurch fast zwei Tage mehr hatte. Insbesondere für alle, die nur eine Woche bleiben, ist dies empfehlenswert (sofern möglich). Den fehlenden Schlaf durch das frühe Aufstehen kann man auf den Liegen am Pool oder Strand nachholen.

Handgepäck: Etliche Mitreisende hatten Pech: Ihre Koffer waren beim Hinflug am falschen Zielort gelandet, so dass sie den ganzen ersten Tag in Agios Georgios in voller Montur auf ihr Gepäck warten mussten. Also Schwimmsachen, kurze Hose und Sandalen für alle Fälle ins Handgepäck stecken.

Temperaturen: Ende August war es mit über 40 Grad fast unerträglich heiß. Einige Mountainbike-Touren mussten deshalb auch abgesagt werden. Schon eine Woche später war es aber erträgliche zehn Grad „kühler“.

Gäste: Das Gros der Gäste war bei unserer Reise zwischen 30 und 40 Jahre alt, die Bandbreite reichte bis etwa Mitte 50. Während unseres Aufenthaltes waren deutlich mehr Frauen da als Männer, die Woche davor soll es umgekehrt gewesen sein. Die meisten waren alleine angereist, nur wenige kamen mit Partner oder einem Freund/einer Freundin.

Zum Urlaub: Die griechische Gemütlichkeit ist ansteckend. Schon nach kurzer Zeit will man nicht mehr das komplette Sport- und Ausflugsprogramms abarbeiten, sondern zwischendurch auch mal am Wasser herumliegen: bei Erdbeermilchshake oder Frappé von Mario an der Bar, bei chilliger Musik und bei guter Unterhaltung, weil sich im und um den Pool eigentlich immer etwas tut. Zwei Wochen war ich mit einer Freundin im Hotel „San Georgio“, mein erster Sommerurlaub mit Frosch. Ich hatte – auch dank der sehr netten und engagierten Teamer – viel Sport (Volleyball, MTB, Wandern, Schwimmen), viel Spaß und Erholung. Für einen Surf- oder Kitekurs, wie ursprünglich ebenfalls geplant, fehlten am Ende die Zeit und der Wind.

Der Ort Agios Georgios ist keine Perle der griechischen Hochkultur, sondern eine Aneinanderreihung von Hotels und Restaurants entlang einer Straße am Meer. Viele Häuser sind nicht fertig gebaut, und wer sich ohne Haxenbruch fortbewegen will, geht lieber auf der Straße als auf dem Bürgersteig. Das ist jedoch egal, weil man sich – sofern nicht auf Tour – am Strand oder auf dem Hotelgelände vom „San Georgio“ aufhält.

Die Hotelanlage vom „San Georgio“ mit viel Rasen und Bäumen ist gepflegt, Beachvolleyballfeld, Tennisplatz (Achtung: Brandblasengefahr beim Barfußspielen!), Tischtennisplatte und Slackline befinden sich gleich hinter dem Pool. Der ist groß genug, um darin ein paar Bahnen zu schwimmen, wird aber meist zum Sich-treiben-lassen auf „Poolnudeln“ (wurstförmigen Schwimmhilfen) genutzt.

Das Hotel selbst ist bis auf die Wasserarmaturen in den Bädern modern, mit kostenlosem WLAN im Foyer. Die Zimmer sind relativ groß, ohne Fön, dafür mit Kühlschrank, der bei uns jedoch ein Eisschrank war. Einen Steckdosen-Adapter braucht man nicht. Unter einem Moskitonetz lässt es sich auch unbehelligt schlafen. Trotzdem war ich am Ende des Urlaubs mit Stichen übersät. Vermutlich kommt der stete Moskito-Nachschub vom nahegelegenen Korission-See. Die Reinigung der Zimmer ist hingegen stark verbesserungsbedürftig. Und wenn die Klärgrube am Haus voll ist, kann es übel riechen. Da haben es die Leute aus den anderen beiden Frosch-Unterkünften „Dio“ und „Paradise“ besser. Deren Anlagen sind übrigens auch sehr schön, die Zimmer haben zum Teil sogar einen besseren Mückenschutz, dafür sind sie aber weiter vom Meer entfernt.

Bis zum Frosch-Strand am Ende der Bucht dauert es vom Hotel aus zu Fuß etwa 20 Minuten, von „Dio“ und „Paradise“ noch mal knapp zehn Minuten mehr. Zwar sind am Strand ein bis zwei Zelte aufgebaut, aber die Schattenplätze darunter sind schnell weg, zu Beachbar (sehr zu empfehlen!) und Klo muss man ein Stück laufen. Neben der Wassersportstation gibt es zwei Beachvolleyballplätze. Der Sandstrand ist dort recht breit, das Meer am Anfang recht lange flach.

Wer sich abends nicht selbst in Bars (z. B. im „Almyra“), am Strand oder auf den Zimmern beschäftigen will, kann das Frosch-Programm in der „Mangobar“ gleich gegenüber vom Hotel nutzen. Dort essen die Hotelgäste täglich um 20 Uhr, die beiden anderen Häuser an einigen Abenden ebenfalls. Gute Stimmung herrschte bei den Disco-Abenden, anders bei den Spiele-Abenden: Da war fast nur der Kicker gefragt. Großes Lob: Die Köche in der „Mangobar“ nahmen Rücksicht auf Lebensmittel-Unverträglichkeiten. Die Cocktails an der Bar dagegen waren eine Enttäuschung.

Anschluss findet man recht schnell durch die Sportkurse, das gemeinsame Essen und am Pool. Bei einem zweiwöchigen Aufenthalt tritt auch der Erholungsfaktor ein, allerdings muss man damit rechnen, dass ein Teil der Gruppe schon nach einer Woche wieder abreist und man sich auf neue Leute einstellen muss.

Zum Sport: Wer sich sportlich betätigen will, kommt auf Korfu voll auf seine Kosten. Das Angebot ist so breit, dass für jeden etwas dabei sein dürfte. Ich war mit meinen Kursen/Touren vollauf zufrieden. Auch von den anderen Angeboten habe ich nichts Negatives gehört. Lediglich das Schnorcheln soll mangels artenreicher Unterwasserwelt nicht sehr interessant sein. Und das Surfen stand und fiel mit den Windverhältnissen.

Das einwöchige Volleyballcamp bei Gabor mit drei Gruppen für Anfänger, Fortgeschrittene und Cracks dagegen nicht, weil es auf dem relativ windgeschützten Beachplatz am Hotel „San Georgio“ stattfand. Es war sowohl lehrreich, als auch sehr lustig und wurde am Ende sogar mit einem Überraschungssieg beim Turnier gekrönt. Wobei man sagen muss, dass es nicht immer nur auf die perfekte Handtechnik ankommt… 😉 Die Trainingszeiten erforderten allerdings eine Überwindung: teilweise morgens um 7 oder 7.30 Uhr. Dies war aber wegen der großen Hitze und des heißen Sandes zu späterer Stunde nötig. Selbst Langschläfer stimmten schnell zu, nachdem sie das kaum durchzustehende Schnuppertraining in der Mittagshitze am Strand mitgemacht hatten. Und: Es gab sogar schon ein Wiedersehen mit einigen Mitspielern bei einem Auffrischcamp in Deutschland!

Wenn man noch die ein oder andere Wanderung, Mountainbike- oder Besichtigungs-Tour mitmachen wollte, die fast immer um 10 Uhr starteten, wurde es eng. Sofern möglich, wurde aber beim täglich neuen Festlegen der Volleyball-Trainingszeiten auf die Ausflugswünsche Rücksicht genommen.

Da es in den drei Unterkünften jeweils einen Mountainbike-Guide gab, wurden fast jeden Tag zwei oder drei Radtouren für verschiedene Schwierigkeitsgrade angeboten. Fahrräder waren genügend da, außer bei der Schnupperrunde. Man brauchte also kein Festbike. Die Guides (Daniel, Sascha und Christian) waren alle sehr geduldig und erklärten Anfängern wie mir die Schaltung so lange, bis man sie begriffen hatte. Und da ohne Drängeln auf alle gewartet wurde, ging auch niemand in den Olivenhainen und auf den Bergen verloren. Zwischendurch gab es bei diversen Platten außerdem Einführungen in die Materialkunde. Schön waren alle Touren, zu den besonders lohnenswerten Zielen gehörte aber die Traumbucht von Notos Beach.

Weniger Technik, dafür mehr Kultur (aber immer noch Sport) boten die mehrstündigen Wanderungen. Unterwegs mit Wander-Guide Kathrina erfuhr man zum Beispiel, dass die Götter eine Sichel hatten ins Meer fallen lassen, aus der dann Korfu entstand. Und dass die heutigen Griechen auf stärkere Geschütze setzen: Die Patronenhülsen, die überall auf Waldwegen herumliegen, seien aber kein Grund zur Beunruhigung. So jage man auf Korfu Vögel…

Übrigens: Eine Zusatzkrankenversicherung kann sich auszahlen. Ich hatte mich bei einem Fahrradunfall verletzt und musste in einer Klinik in Korfu-Stadt behandelt werden (die Verständigung klappt auf Englisch gut). Die medizinische Versorgung auf der Insel hinkt allerdings der deutschen etwas hinterher. Zum Glück waren schon gleich nach dem Sturz viele helfende Hände um mich herum, die mich super versorgt hatten! Vielen Dank noch mal an Teamer und Mitreisende! Die Blessuren sind mittlerweile verheilt. Helmtragen lohnt sich!

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