26. November 2011

Korsika – Porto Pollo – 17.09.2011-01.10.2011

Reisebericht von Diana Tacke (diana.tacke at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportcamp Valinco auf Korsika

Nach einem wunderschönen Österreich-Urlaub den ich mit Frosch in diesem Jahr bereits verbracht hatte, zog es mich ein weiteres Mal in die Ferne. Diesmal sollte es in die Sonne gehen und schnell hatten ein paar Freunde und ich uns in die Bilder und Berichte vom Korsika-Abenteuercamp verliebt. Also kam es das ich zum ersten Mal mit einer ganzen „Truppe“ in den Frosch-Urlaub flog.

Wir starteten am Samstagmorgen in Köln und nach nur läppischen 90 Minuten Flugzeit betraten wir französischen – pardon: korsischen – Boden. Glücklicherweise ist der Flug wirklich schnell vorbei, denn der Service von Germanwings ist katastrophal. Ich muss in knapp 1 ½ Stunden nicht unbedingt mit  einem 3-Gänge-Menü verpflegt werden, aber das man nicht mal ein Getränk bekommt, geschweige denn ein dröges Sandwich, das ist schon wirklich erbärmlich. Naja so ist das eben mit den Billig-Fliegern.

Leider verlief der Rest der Anreise ebenso bedauerlich und das ist wirklich der Einzige – aber große – Minuspunkt bei diesem Urlaub gewesen. Nach dem kurzen Flug waren wir alle noch recht entspannt leider sollte sich das bald ändern. Schnell war auch der Frosch-Fahrer/Bus gefunden und eine Mitreisende die glücklicherweise fließend französisch sprach und somit zwischen ihm und uns vermitteln konnte. Wir müssten noch auf einen anderen Flug warten, würden aber gegen halb zwei abfahren und zwischendurch noch einen Pausenstop einlegen. Soweit so gut. Aus unerfindlichen Gründen verschob sich die Abfahrtzeit dann um weitere 15 Minuten. Auch gut, so sind die Südländer eben. Dann begann die 5 ½ stündige Fahrt…. Normalerweise dauert die Strecke wohl eine Stunde weniger, aber wir hatten noch eine andere Reisegruppe an Bord, die zwischendurch ausstiegen, plus die Frösche die den Segeltörn gebucht hatten. Und zusätzlich hatten wir einen Busfahrer der jeden…ja, ich meine EINFACH JEDEN Menschen auf Korsika kannte. Egal ob man an einer Ampel stand, sich durchs Verkehrsgewühl in engen Gassen quetschte oder einfach nur eine ruhige Straße entlangfuhr, er kannte jeden, er hielt bei jedem an und er sprach auch minutenlang mit jedem. Somit wurde er auch begeistert bei unserem Pausenstop von sämtlichen Cafe-Gästen begrüßt. Während wir feststellen mussten, dass es außer Kaffee, Wasser und gefrierbrandigem Eis am Stiel  dort nichts zu kaufen gab (2 Wasser und ein Eis ergaben mal eben 10 Euro, da verging einem ja auch fast alles). Wir kamen letztendlich um 20 Uhr abends am Camp an, müde, gereizt, ausgehungert und total unentspannt. Lange Fahrt = okay, aber so hätte das ja nun wirklich nicht ablaufen müssen, finde ich. (Leider gestaltete sich die Rückfahrt ähnlich, diesmal zwar kein redseliger Fahrer, dafür ein Pipi-Stop in der Pampa – obwohl ein hübsches Cafe nur 200 Meter weiter lag –  und die richtige Pause erneut bei dem überteuerten Cafe der Hinfahrt. Hier ist Selbstversorgung angesagt!)

Zu unserer Freude hatte man im Camp mit dem Essen auf uns Neuankömmlinge gewartet, also wurden nur schnell Bettwäsche und Schlüssel verteilt, alles aufs Zimmer geworfen und dann zum Barbereich zurückgeeilt. Und da kamen wir dann auch zum ersten Mal mit Friedhelms köstlichem Essen in Kontakt. Und die Qualität der Mahlzeiten sollte auch in den nächsten zwei Wochen nicht weniger oder gar schlechter werden. Wer mich kennt, weiß wie mäkelig ich beim Essen bin, aber bei Friedhelm hatte sogar ich nichts zu beanstanden. Allein schon die Salatdressings waren so köstlich, dass man sich manchmal daran schon halb-satt gegessen hat. Jeden Abend gab es Salat- oder Vorspeisenplatten mit Unmengen leckerem korsischem Baguette, ein Hauptgericht für Fleisch- und Pflanzenfresser und nach der obligatorischen Teamer-Ansprache noch ein feines Dessert. Ich kann es nur noch einmal sagen: Friedhelm – falls du das jemals liest – du bist der Koch unserer Herzen!! 🙂

Auch das Frühstück war reichhaltig und lecker: Baguette und dunkles Brot von einheimischen Bäckern (sowas schmeckt wirklich nur in Frankreich so besonders  gut!), verschiedene Sorten Müsli, Wurst, Käse, Marmelade und ein paar Mal die Woche Ei-Variationen. Super fand ich auch, dass man die Möglichkeit hatte, sich Lunchpakete für den Tag zu machen, besonders bei den Tageswanderungen hat mich das mittags immer sehr glücklich gemacht. J

Das Camp an sich ist sehr hübsch. Zwischen vielen Palmen, Bäumen und blühenden Pflanzen verteilen sich die Bungalows und Mini-Villen. Die Bungalows sind einfach, aber zweckmäßig: Betten, Beistelltischchen, Schrank, kleines Bad. Aber vor fast allen Fenster hängen Moskito-Netze und jedes der Häuschen besitzt eine kleine Terrasse mit Tisch und Stühlen, auf der es sich gut relaxen lässt. Und auch wenn manche Leute immer was zu beanstanden finden, ich finde die kleinen Holzhütten jedenfalls sehr charmant (und würde sie immer wieder buchen).

Am nächsten Tag begann dann endlich der richtige „Urlaub“ für uns. Da alles wieder frosch-typisch war und ich niemanden langweilen möchte, gehe ich jetzt mal nicht minutiös auf jede Tour und jeden Programmpunkt ein. Fast jeden Tag gab es eine Bike- bzw. Wandertour von unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, dazu noch das Programm von Martin von „Montemar-Outdoorsports“, dass u.a. Canyoning, Klettersteig und alpine Wanderungen umfasst.  Ich habe sowohl Frosch-Wanderungen mitgemacht, als auch Klettersteig und „Wackelstein“-Wanderung von Martin und kann alles nur wärmstens empfehlen. Vor allem der Klettersteig wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben; ich gebe zu: da bin ich etwas naiv rangegangen, hatte gar keinen Schimmer was so ein Klettersteig überhaupt ist und mir dämmerte das alles auch erst, als ich bereits im Gurtzeug steckte und meinen Karabiner schnappen ließ. Trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht (auch wenn es manchmal nicht danach aussah)! Ebenso die Wackelstein-Wanderung und der Abstieg in einem aufziehenden Gewitter, beides waren außergewöhnliche Erfahrungen für mich und ich möchte Martin für seine tolle, lustige und hilfreiche Führung und Anleitung danken!!

Das Camp ist definitiv kein Partyziel, trotzdem kam niemals Langeweile bei uns auf: SUP-Action, Picknick, Quizze, Cocktailabende und Kickerturniere um nur ein paar Aktivitäten zusätzlich aufzuführen. Ansonsten gibt’s auf der Terrasse noch eine kleine „Bibliothek“  und eine recht große Spiele-Sammlung zu entdecken und so endete mancher Abend mit dem Poltern von Jenga-Steinen oder auch „nur“ netten Gesprächen der Mitreisenden. J

Trotzdem sollte man sich an Tagen ohne Programm (z.B. An- u. Abreisetag) auf Extrem-Beaching einstellen oder eigene Wanderungen/Biketouren überlegen, da Porto Pollo so klein und alles andere sehr weit entfernt bzw. schlecht zu erreichen ist.

Korsika ist einfach wunderschön und unglaublich vielseitig. Fels- und traumhaft schöne Sandstrände, glasklares Wasser, Gebirge (in denen man im Winter sogar Skifahren kann) und unglaublich viel grün, es ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei und ein Urlaub reicht bei weitem nicht aus diese schöne Insel kennenzulernen!  Porto Pollo ist ein reizendes kleines Dorf (mit sogar 2 Zentren, jawohl), aber viel erwarten darf man nicht: Waschsalon, Supermarkt, Internetcafe, Andenkenlädchen und ein paar Cafè’s – für einen ruhigen Urlaub reicht das definitiv, ist aber halt ein Dorf. Auch wenn das Wetter noch toll Ende September war (warm und sonnig, aber nicht zu heiß), für die meisten Korsen ist die Saison vorbei und nach und nach schließen die Läden.

Die Teamer waren – wie man es von Frosch kennt – ebenfalls engagiert und jederzeit bei Fragen ansprechbar. Ein besonderes Dankeschön möchte ich hier noch an Campleiterin Ali loswerden. Zum ersten Mal in einem Frosch-Urlaub hatte ich Probleme mit meiner Zimmernachbarin (immer die Gefahr bei geteilten Doppelzimmern und diesmal hatte es mich erwischt), aber Ali half wo sie nur konnte und am Ende war eine Lösung gefunden. Das hat mir wirklich den Urlaub gerettet, vielen Dank für deinen Einsatz, liebe Ali!

Als letztes ein kleiner Tipp: Wer sich für Korsika interessiert, sollte nicht am falschen Ende sparen und auf jeden Fall 2 Wochen buchen. Gerade Martins Touren sind immer total schnell ausgebucht und bei nur einer Woche hat man womöglich einiges nicht mitmachen können oder ist geradezu in Urlaubsstress verfallen.

Mein Fazit für  diesen Urlaub und auch dieses Frosch-Ziel ist: ich bin einfach begeistert. Es war eine tolle Zeit, die leider viel zu schnell verging.  Sport, Abenteuer, Erholung, nette Leute, gutes Essen – alles war dabei. Ich kann Korsika nur wärmstens weiterempfehlen!!!

Viele liebe Grüße auch noch an meine lieben Mitreisenden, ohne euch wäre es auf jeden Fall nur halb so schön gewesen: Lorsi, Jan, Schnappi, Sarah, Sabine (es war sooo schön ruhig mit dir, du weißt schon was ich meine ;-), Tobias und Steffen!

Ein Gedanke zu „Korsika – Porto Pollo – 17.09.2011-01.10.2011

  1. Marion

    Hi Diana,

    klingt verheißungsvoll, was Du da über Korsika schreibst.

    Schade nur, dass Du am Ende Deine ehemalige Zimmergenossin denunzierst. Kann sein, dass es als Kompliment an die organisationstüchtige Ali gemeint war.

    Auch wenn ich den Grund Eure Probleme nicht kenne (Dein Verweis auf die sooo schön ruhie Sabine ist jedoch ziemlich eindeutig), könnte ich mir vorstellen, dass eine Person mit ziemlich rotem Kopf Deine Zeilen gelesen hat. Auch wenn Du keinen Namen nennst – mindestens die von Dir aufgezählten Mitreisenden wissen, wovon Du redest und wen Du gemeint hast.

    Wenn man sich ein Doppelzimmer teilt, nimmt man entweder Oropax mit oder versucht, wie Du es getan hast, eine andere Lösung zu finden. Jeder will sich im Urlaub erholen. Aber keiner will zu hause den Urlaub revue passieren lassen und dabei via Internet eine Ohrfeige kassieren.

    Salut, Marion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere