5. Dezember 2014

Kreta 2014 – eine „Premiumwoche“ im Oktober…

Reisebericht von Ingrid Hagemann
FROSCH Reiseziel Frosch Sportclub Dimitra in Almyrida, Griechenland

…und genau die erwischten wir! Das Wetter war für genau diese Woche Mitte Oktober einfach fantastisch und ließ keine Wünsche offen.

Aber der Reihe nach!

Abflug aus Düsseldorf über Wien – wie immer schon am Flughafen Ausschau haltend nach möglichen Fröschen und pünktliche Landung in Chania.

Ankunft im Hotel: Schnell waren die Zimmer verteilt, eingeräumt und wieder verlassen, denn die Sonne lockte uns an den Strand – und der lockte fortan täglich bei traumhaften Temperaturen.

Auch wenn der Ort Almeryda nicht unbedingt zu den beschaulichen schnuckeligen Postkartenorten mit weißen Fassaden und blauen Fensterläden gehört: der Strand bot einen netten Ausblick auf kleine Inselchen und war, zumindest in der Nachsaison, angenehm leer. Liegestühle und Sonnenschirme konnten genutzt werden, ohne dass direkt freundlich abkassiert wurde. Ganz am Ende des Strandes stand ein umfunktionierter Wohnwagen mit einem Außerhaus-Verkauf leckerer kühler Getränke. Griechen, Frösche und einige wenige andere Touristen genossen hier beim Mythos und anderen usotonischen Getränken immer wieder gern den Sonnenuntergang. Später dann am Abend lohnt sich vielleicht nochmal ein Abstecher im „Captain Jack“, eine skurril-schrullige Kneipe in Strandnähe, vom Flair her anzusiedeln zwischen Karneval und Kiez voller Überraschungen…Jamas!

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Das Dimitra-Hotel liegt zentral und strandnah. Pool und Garten laden zum Relaxen ein, die Slackline führte mich allerdings schnell zur Erkenntnis, dass es sicher Einfacheres gibt als über ein gespanntes Nylonband zu balancieren. Die Bar war immer besetzt, sei es durch Diane mit dem sensationellen Namensgedächtnis, oder durch den Kühlschrank, aus dem man sich tagsüber bedienen konnte. Das Essen war wirklich hervorragend: Tzasiki am Abend und Joghurt mit Honig und Nüssen am Morgen standen u.a. täglich auf meinem persönlichen Speiseplan, auch wenn beides in ihrem (Fett-)Gehalt eher unter „Hüftenstolz“ zu verbuchen war. Wir konnten alle Mahlzeiten draußen auf der Pool-Terrasse einnehmen – teilweise war es um Mitternacht noch warme 22 Grad! Frische Waffeln und Kuchen an Nachmittagen sowie ein perfekter Grillabend mit einer beeindruckenden Auswahl seien hier noch lobend erwähnt.

Zu den sportlichen Aktivitäten:

wie immer alles optional! Keiner muss, jeder kann mitmachen beim Wandern, Biken, Kajak fahren. Das allabendlich vorgestellte Programm für den nächsten Tag erwies sich als abwechslungsreich, was sicherlich der fantastischen Landschaft Kretas, aber auch dem Engagement der Teamer Silvane und Nico geschuldet war. Einfachere Spaziergänge durch Olivenhaine wie auch durchaus anspruchsvolle Klettertouren wie z.B. durch die Dictamosschlucht wechselten sich ab. Die ambitionierten Biketouren führten uns immer wieder an wunderschöne Orte der Insel: zu Steilküsten mit starkem Wellengang, zu langen „downhills“ von fast 15 Kilometer Länge und zu netten, schlichten Tavernen auf Dorfplätzen oder direkt am Meer für verdiente Zwischenstopps.

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Ein weiteres Highlight der Woche war die Wanderung durch die Samaria-Schlucht, berühmt als die längste Schlucht Europas. Die 16 km lange Wanderung beginnt in einer Höhe von 1250 m und führt hinab durch die Schlucht bis zum Libyschen Meer, wo ein Boot die Wanderer nach Chora Sfakion bringen (Busparkplatz). Erstaunt war ich über einige Besucher schon: auf teils bis zu den Haarspitzen in hightech -Bergausrüstung gekleidet, als ginge es auf den K2, folgten leicht bekleidete BesucherInnen in erstaunlich saloppem Schuhwerk (Flipflops, Ballerinas, Stoffturnschuhen…) in der anfänglichen Polonaise bergab. Diese Menschenschlange verlor sich dann aber gottseidank im weiteren Verlauf der Wanderung. Im Sommer ist es laut Berent, unserem Wanderguide, brechend voll und brüllend heiß, so dass nicht selten kreislaufgeschwächte Wanderer auf Eseln aus der Schlucht heraustransportiert werden müssen. Im Nachhinein erfuhren wir, dass wir den letzten Tag erwischt hatten, bevor die Samariaschlucht für dieses Jahr geschlossen wurde. Einsetzender Sturm an den nächsten Tagen machten eine Begehung unmöglich, da die Boote nicht mehr fahren konnten. Aber wer Premium bucht…

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Fazit dieser Reise: Kales diakopes!
Sehr empfehlenswert im Herbst für eine wohltuende Verlängerung des Sommers mit guten Sportangeboten und Aktivitäten in traumhafter Landschaft !

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