29. August 2013

Lesbos im Juni 2013

Reisebericht von Kati
Frosch-Reiseziel: Hotel Aphrodite, Lesbos

Neugierig gemacht durch den Erfahrungsbericht eines Goldfrosches und die positiven Reiseberichte auf der Froschseite entschied ich mich dieses Jahr für einen Urlaub auf Lesbos. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellte!

Lesbos ist eine schöne, bergige und größtenteils grüne Insel. Die teilweise sehr urigen Orte, wie z. B. Skala Sikamineas oder Molyvos, mit ihren kleinen Häfen und toll gelegenen Tavernen sind sehr reizvoll, der Tourismus hält sich noch ziemlich in Grenzen.

Das familiengeführte Hotel Aphrodite liegt sehr schön und ruhig an einer quasi eigenen Bucht mit Steinstrand. Die Zimmer im Haupthaus sind groß, modern und mit kleinem Balkon und kostenloser Klimaanlage ausgestattet. Ich fand es zwar etwas hellhörig, scheine da aber wohl auch ein bisschen empfindlich zu sein ;-). Zur schönen Hotelanlage mit Pool gehört auch eine Strandtaverne, die malerisch direkt über dem Meer liegt und ab mittags geöffnet ist. Wir haben dort 5 x pro Woche zu Abend gegessen und dabei den Sonnenuntergang genossen. Ein Traum! Als dann auch noch Delfine zu sehen waren, war der Urlaub schon perfekt. Das Abendessen war immer sehr gut, landestypisch, mit reichlich Auswahl und Abwechslung, das Frühstück war auch sehr ok. Das englischsprachige Hotelteam war immer sehr freundlich und engagiert.

Hotel-Strandtaverne1

Hotelbucht

Im Hotel Aphrodite machte die Froschgruppe nur einen kleinen Teil aus, der Rest der Gäste war international. Während meiner zwei Wochen waren wir nur ca. 15-20 Frösche im Alter von Anfang 30 bis Ende 40. Die allermeisten davon waren Alleinreisende.

Die drei Teamer Chiara (Wandern und Fitness), Jürgen (MTB) und Oli (Wassersport) waren sehr nett, engagiert und professionell. Mit dem Mountainbike bin ich nur ein Mal gefahren (eine an sich schöne Küstentour nach Skala Sikamineas, ein traumhaftes Örtchen). Konditionstechnisch habe ich das Bergauf und Bergab entlang der Küste ganz gut hingekriegt, aber nach einem Fahrradunfall vor ein paar Jahren habe ich leider Angst, steil bergab auf Schotter zu fahren, und so war ich recht viel mit mir, dem Fahrrad und den Bremsen beschäftigt und konnte gar nicht richtig die Landschaft genießen. Für Mountainbikefans ist Lesbos mit seinen vielen Bergen und Schotterwegen sicherlich toll, ich habe mich aber dann aufs Wandern konzentriert. Und die Wanderungen waren auch allesamt sehr schön. Oft starteten sie im Nachbarort Petra (mit Taxitransfer, der aber sehr günstig war), um von dort aus besser ins bergige Hinterland zu kommen oder an der Küste entlang zu wandern. Neben den schönen Ausblicken gab es auch viel in der Natur zu entdecken. So haben wir z. B. sowohl Land- als auch Wasserschildkröten gesehen. Auf einer Wanderung wurden wir spontan von einem Hundepärchen begleitet, das wohl auch Lust auf ein bisschen Auslauf hatte J. Sehr lustig. Die Wanderungen endeten übrigens immer mit einem leckeren Tavernenstopp.

Drei-Kloester-Wanderung2

traumhafte-Tavernenausblicke

Fitnesstechnisch wurden von Chiara ab und zu Nordic Walking-Touren angeboten und viel Yoga, da sie auch ausgebildete Yogalehrerin ist. An Olis Wassersportstation, die aufgrund der bequemeren Liegen und des schattenspendenden Baumes ein beliebter Froschtreffpunkt war, konnte man sich mit Windsurfen, Katamaransegeln, Kajak fahren, Schnorcheln oder Stand Up Paddling vergnügen. Letzteres haben ein paar von uns ausprobiert, was anfangs für viel Erheiterung und Wasserkontakt sorgte ;-). Praktisch war, dass man sich dort kostenlos Wasserschuhe ausleihen konnte, um besser ins Meer zu kommen.

An zwei Abenden der Woche wurde außerhalb gegessen, was eine gute Gelegenheit war, mal eine der zahlreichen, idyllisch gelegenen Tavernen in Molyvos auszuprobieren. Ein wöchentlicher Tavernenbesuch wurde dabei von den Teamern organisiert und war mit dem „Captain’s Table“ direkt am Hafen und „Betty’s“ in der zweiten Woche sehr gut gewählt. Auf eigene Faust haben wir sehr lecker im „Tropicana Platanos“ gegessen, einer schönen Taverne, die an einem großen alten, mit Platanen bewachsenen Platz liegt und manchmal auch traditionelle Livemusik bietet. Mein Tipp: Viele verschiedene Vorspeisen mit mehreren Leuten bestellen und teilen! Überhaupt ist das nahe gelegene Molyvos ein sehr schöner Ort, der einen mehrmaligen Besuch lohnt. Tagsüber kann man durch die alten Gässchen bummeln und abends z. B. in der Pirates Bar einen Cocktail trinken, in der coolen, am Meer gelegenen Congas Bar abtanzen oder auf dem nächtlichen Nachhauseweg oben an der Burg einen Absacker mit Blick aufs Meer nehmen und mit etwas Glück der Livemusik lauschen. Das von Frosch angebotene Abendprogramm im Hotel beschränkte sich auf zwei wöchentliche Welcome- und Farewell-Abende mit Musik und Ouzo an der Surfstation, die je nach Art der Gäste eher ruhig (1. Woche) oder auch tanzlastiger, wenn man denn wollte (2. Woche), ausfielen. Ich fand das völlig ok so.

Molivos-Hafen

Oktopusse-beim-Trocknen

Da Lesbos doch recht groß ist, lohnt es sich durchaus, mal einen Mietwagen o .ä. zu nehmen, und andere Teile der Insel zu erkunden. Wir sind z .B. zu dritt in den landschaftlich ganz anderen Westen gefahren und haben uns den „Versteinerten Wald“ und den Ort Skala Eressou angeschaut.

Insgesamt war das für mich mal wieder ein sehr schöner Urlaub mit Frosch. Meiner Meinung nach lohnen sich zwei Wochen erst so richtig, da man dann die richtige Balance zwischen Aktivität und Entspannung erreicht. Lesbos und Frosch bieten auf jeden Fall genug Möglichkeiten dafür.

Skala-Sikaminias-Kapelle

Bergdorf-Lafionas

Kueste2

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