24. Juni 2013

Mallorca – Die Insel der Radfahrer

Reisebericht von Christoph K.
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Vent-i-Mar in Can Picafort, Mallorca

Wie schlecht das Wetter im Mai in Deutschland und insbesondere in den Bergen sein kann, hat dieses Jahr deutlich gezeigt. Vorsorglich hatte ich mich daher für den Urlaub an Pfingsten für ein Ziel entschieden, das für Sonne, Strand und Palmen steht. Raus aus dem kalten und regnerischen Deutschland und nach knapp 2 Stunden Flug begrüßte mich die Insel mit 20°C; relativ kalt für die Balearen zu dieser Jahreszeit, jedoch verglichen mit Deutschland deutlich besser.

Mallorca kannte ich bereits von 2 Urlauben, in denen ich die Insel auf dem Rennrad erkundet hatte. Dieses Mal wollte ich die Angebote von Forsch nutzen um einige neue Ecken der Insel beim Wandern bzw. Mountainbiken zu entdecken. Der Ort Can Picafort konnte mich nicht erschrecken, da ich dort bei einem meiner früheren Urlaube bereits übernachtet hatte. Es reiht sich ein Souvenier-Geschäft an das Nächste, genauso die Strand-Bars und die Resaturants mit sehr deutscher Speisekarte. Vieles wird von deutschen Auswanderern betrieben, und die Spanier in der Gastronomie- und Tourismusbranche haben sich mindestens Grundkenntnisse in Deutsch angeeignet.

Der Transfer vom Flughafen zum Hotel wurde auch in anderen Reiseberichten schon als langwierig und wenig komfortabel beschrieben. Für Mallorca scheint das jedoch die Regel zu sein, denn auch bei meinem vorhergehenden Urlaub mit einem anderen Reiseanbieter war die Tour die gleiche. Auch hier wurde Can Picafort als letzter Ort angesteuert. Trotz der guten Autobahn, die quer über die Insel führt, dauerte der Transfer daher gut 2,5 Stunden.

CIMG8584

CIMG8596

Das in dieser Woche angebotene Bike-Spezial-Paket hatte ich nicht gebucht, konnte aber vor Ort eine einzelne Tour buchen, die ein Highlight zu werden versprach: Rund 80km mit einem Anstieg von 7,9km zum Kloster Lluc. Die Anfahrt wurde überwiegend auf geteerten Straßen zurückgelegt, die in der Regel aber verkehrsarm waren. Aufgrund der Größe der Gruppe (16 Teilnehmer) gab es viele Stopps und die Erwartungen an die Geschwindigkeit unterschieden sich entsprechend stark. Da es zeitgleich zu den Bike-Spezial-Touren nur an einem Tag eine leichtere Tour im Angebot gab, war das auch nicht anders zu erwarten.

Der Anstieg zum Kloster Lluc war viel befahren, und zwar vor allem von Rennrad fahrenden Urlaubern. Wer den Berg in vollem Tempo fuhr hatte dabei gute Chancen, den ein oder anderen auf einem teuren Carbon-Rennrad zu überholen. Nach einer Pause im Cafe am Kloster Lluc ging es dann abseits der viel befahrenen Straße bergab. Für das Mountainbike, ein Hardtail mit mechanischen Felgenbremsen, sowie mich als eher unerfahrenen Mountainbiker eine echte Herausforderung! Größtenteils ging es steil bergab über Fels und loses Geröll – wobei es überraschenderweise weder einen Defekt noch einen ernsthaften Sturz gab. Vor den schwierigen Stellen warnte Bike-Guide Max die Gruppe und gab einen kurzen Crash-Kurs zum Thema Fahrtechnik. Die Rückfahrt verlief wieder überwiegend auf geteerten Straßen und enthielt eine weitere Pause in einem Cafe in Pollenca. Insgesamt war die Tour damit für jeden auch konditionell gut zu überstehen.

CIMG8890

Zwischen Radtour bzw. Wanderung und Abendessen blieb meist noch genügend Zeit für ein Bad im Meer und in der Sonne. Bei starkem Wind bot die geschützte Dachterrasse eine gute Alternative. Den Pool hätte sich das Hotel aber sparen können. Mit 1,5m Wassertiefe und nur wenigen Quadratmetern Wasserfläche konnte man darin eigentlich nichts machen außer sich kurz abkühlen. Da die Temperaturen aber insgesamt nicht hoch, und der Pool außerdem permanent im Schatten der Hotels lag, war das nicht notwendig.

Als Alternative zu den Angeboten von Frosch bot es sich an, die Insel mit einem Mietwagen zu erkunden. Nach unkompliziertem Buchungsprozess – natürlich in deutsch – stand der Kleinwagen nur 12 Stunden später bereit, und das, ohne eine Kreditkarte zu hinterlegen.

CIMG8815

Das Abendessen im Hotel Vent-i-mar war vom ersten bis zum letzten Tag gut, die Portionen aber etwas zu knapp bemessen für alle, die den ganzen Tag aktiv waren. Es wurde jeweils nur ein Gericht pro Abend angeboten, lediglich als Vegetarier konnte man zusätzlich etwas „Grünzeug“ ergattern. Das Frühstück wird im Katalog ebenfalls etwas zu üppig angepriesen – die Woche über gab es kaum Abwechslung und die Produkte stammten überwiegend aus einem deutschen Discounter.

 

Insgesamt eine sehr schöne Urlaubswoche!

Ein Gedanke zu „Mallorca – Die Insel der Radfahrer

  1. Manfred

    Ich kann nur dem Schreiber zustimmen. Nach der Rückkehr am gestrigen Sonntag aus Mallorca muss gesagt werden, dass das Hotel sehr sauber und die Zimmer außergewöhnlich ansprechend gestaltet sind. Das Essen ist sehr sehr lecker und mit viel Kunst angerichtet, jedoch manchmal könnte es einen Nachschlag geben.
    Transfer: wie oben beschrieben. Eine Katastrophe.

    Zu den Bikes ist zu sagen: wir hatten auf einer Radtour gleich zwei platte Reifen zu beklagen. Zum Glück ist nichts passiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.