7. November 2013

Mallorca – Windmühlen, Wasser und Wolkenbilder

Reisebericht von Grit Jonczyk
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Vent-i-Mar in Can Picafort, Mallorca

Anreise: Unsere Mallorcawoche begann am Stuttgarter Flughafen bei grauem Nieselwetter. Am Flughafen Palma de Mallorca angekommen, suchten wir vergebens nach dem „Frosch-Schild“ und unserem Shuttle nach Ca`n Picafort. Hätten wir das Kleingedruckte auf den Reiseunterlagen gelesen, wären wir gleich zum richtigen Schalter gelaufen, der uns dem entsprechenden Bus zuwies. Der Transport zum Hotel hat ca. 1 Std. gedauert, je nach Bus kann es aber auch bis zu 3 Stunden gehen.
Tipp: Auf dem Rückweg zum Flughafen haben wir uns gleich ein Taxi geteilt (ca. 65€ gesamt), um uns die lange Herumkurverei im Bus zu ersparen.

Im Hotel begrüßte uns die Frosch-Mitarbeiterin Willtrud, sagte  uns etwas zu den wichtigsten Dingen und übergab die Zimmerschlüssel. Wir rissen als erstes die Balkontür zum Meer auf und genossen die Aussicht auf Strand und Meer. Dann hieß es nur noch, ab in die Sommerkleidung, schließlich waren es fast 30 Grad und raus zum Strandspaziergang. Es war herrlich das Wasser und den Sand an den Füßen zu spüren.

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Am Abend gab es das erste gemeinsame Abendessen auf der Terrasse mit Meerblick. Die Vorfreude, die kommende Woche immer an der frischen Luft essen zu können, war ein großartige Vorstellung. Bei einem leckeren 3-Gänge Menu lernten wir die Teamer Djenka und Angelo, sowie die anderen Frosch-Gäste kennen. Die Zimmer waren bis auf 3 Betten komplett ausgebucht. Nach dem Essen und einem gemütlichen Drink mit Meerblick schliefen wir bei Meeresrauschen ein.

TIPP: Wer bei Geräuschen empfindlich ist, sollte Ohrstöpsel einstecken. Mindestens genauso wichtig zum Schlafen ist ein Mückenstecker. Die Viecher haben nicht nur uns die 1. Nacht gekostest.

Etwas unausgeschlafen haben wir trotzdem das Frühstück bei Sonne und Meer genossen. Etwas irritierend war lediglich, dass ständig Jogger beim Frühstück an einem vorbeiliefen; man gewöhnt sich daran ;-). Schließlich sind wir ja später auch noch sportlich unterwegs. Nach der Stärkung gab es die Infotrunde der Teamer und im Anschluss eine Schnupper-MTB-Tour bzw. –Wanderung. Fahrräder gab es ca. 20 Stück, für unsere Gruppe reichte es aus, wenn man aber ganz sicher ein Bike möchte, sollte man das Festbike reservieren. Die Qualität und Pflege der Bikes habe ich an anderen Frosch-Zielen allerdings schon besser erlebt.

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Moutainbiken: Bei der ersten MTB-Runde wurde ein wenig die Hotelumgebung und der nahe gelegene Albufuera Nationalpark abgeradelt. Es war für den ersten Eindruck ausreichend und auch für Mountainbikeanfänger locker zu schaffen. Von anderen Mitreisenden habe ich gehört, dass diese sich eine etwas intensivere MTB-Einführung gewünscht hätten, nicht nur rund ums Rad, sondern auch zum Mountainbiken an sich. Wir hatten Glück, denn ein erfahrener Mountainbiker gab allen, die wollten, einen halbtägigen Crash-Kurs zu den Mountainbike-Grundlagen. Die normalen Touren beliefen sich von 30km bis 60km pro Tag mit variierenden Höhenmetern. Die Mittagshitze sollte man nicht unterschätzen und immer viel zu trinken mitnehmen. Man kann natürlich auch auf eigene Faust biken gehen, besser aber nur mit Radkarte, sonst kann man sich leicht verfahren. Angelo bietet auch intensivere Mountainbike-Touren an, wenn es entsprechend Interessenten gibt, die Touren sind insgesamt länger und haben mehr Höhenmeter.

Wanderungen: Den nächsten Tag hatten wir uns für die Wanderung  mit Djenka entschieden, die uns in Richtung Norden nach Cala San Vincente führte. Mit dem Taxi (Hin- und Rückfahrt, ca, 15€ pro Pers.) wurden wir am Ausgangspunkt abgesetzt. Von dort aus ging es  2,5 Std über Berge and Buchten vorbei zu einem malerischen Aussichtspunkt. Es gab zwischendurch noch eine kurze Höhlenbesichtigung und ein Zusammentreffen mit wilden Ziegen. Die wohlverdiente Mittagspause verbrachten wir in einer Bucht und einer Bar. Man konnte Baden und etwas zum Mittagessen. Djenka bot der Gruppe auch die Möglichkeit zu einem Cliffjump an. Es wurde von einigen genutzt, aber man sollte schwindelfrei sein, denn es geht ca. 8 m in die Tiefe. Laut der Bilder muss es aber sehr lohnenswert gewesen sein. Die Mutigen voran! Nach einer enspannten Mittagspause ging es mit dem Taxi wieder zurück zum Hotel.

Den Nachmittag verbrachten wir, wie fast jeden Tag am Strand. Direkt vor dem Hotel genossen wir Sonne, Sand und die Erfrischung im Wasser. Der Strand an der Promende ist immer eher überlaufen; wenn man es etwas ruhiger und einsamer mag, sollte man den Strand einen Kilometer Richtung Alcudia entlanggehen, da dünnt es sich immer weiter aus.

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Hotel und Umgebung: Das Hotel ist klein und modern mit perfekter Strandlage und zentraler Ortslage. Direkt daneben befindet sich eine Einkaufsstraße, wo man vom Spar-Markt, Souvenir-Shops, Burger King, Klamottenläden und Bars alles findet. Die Preise für Wasserflaschen varieren sehr stark. Hier kann man ruhig mal ein paar Meter die Einkaufstraße hochgehen, da direkt am Strand alles überteuert ist.  Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet und je nach Buchung hat man Meerblick oder zur Seite hinaus auf andere Gebäude. Die Handtücher werden einmal pro Woche (Mittwoch) gewechselt. Es gibt auch ein extra Strandhandtuch (und für alle Damen, einen Fön). Der  Hotel-Fahrstuhl bringt einem  in die 5. Etage zu einer wunderbaren Dachterasse. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick. Zum Hotel gehört auch ein kleiner Pool, den wir allerdings erst am letzten Tag entdeckt haben, weil er sehr versteckt liegt und im Vergleich zum Meer vor der Tür, nicht so einladend wirkte. Es gibt auch eine Bar, die bis 23Uhr geöffnet hat. Das „Nachtleben“ an der Uferprmomenade ist eher aktiv, das heißt es gibt jeden Abend bis 23/24Uhr Musik und aufgrund der Promenade viele Geräusche und Meeresrauschen. Da gilt, entweder mitfeiern oder Ohrstöpsel.

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Frühstück und Essen: Das Frühstück ist gut und ausreichend, ein wenig mehr frisches Obst wäre schön gewesen. Es wäre auch praktisch, wenn man sich vom Frühstücksbüffet einen kleinen Snack für mittags mitnehmen könnte, das war hier aber ausdrücklich nicht gewünscht, schade. Zum Abendessen um 19Uhr gab es immer 3 Gänge, einen Salat als Vorspeise, ein Fleisch-/Fischgericht sowie eine vegetarische Variante und ein Dessert. Das Essen war schmackhaft, wobei meine persönlichen Lieblingsabende der Grill- und der Tapasabend war. Einzig nicht so gut waren die alkoholischen Mischgetränke wie Mojito, Aperol Sprizz, Hugo usw. ,geschmacklich fand ich die nicht besonders gut. Das Personal vom Service und der Bar waren sehr freundlich und zuvorkommend. Es gibt einen freien Abend (Donnerstag), wo man privat essen gehen kann; dafür gibt es viele Möglichkeiten. Die Teamer geben auch gern Tipps.

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Sonstiges: Parrallel zu den Tagesaktivitäten (MTB und wandern) gab es einmal pro Woche Streching und Zumba. Ein Gast bot netterweise auch mal eine Stunde Yoga an. Alle diese Stunden fanden auf der schönen Dachterasse statt; Isomatten wurden von Frosch zur Verfügung gestellt. Beachvolleyball stand ebenfalls auf dem Programm, weitere Spiele und Badeutensilien (Sonnenschirm, Bälle, …) kann man sich bei Frosch umsonst  ausleihen. Abends gab es nach dem Essen immer wieder verschiedene Aktivitäten wie Gruppen-Ratespiele, Musik-Quiz, Fotoabend oder eine Nachtwanderung. Am letzten Abend waren wir Kickern, Billardspielen und ordentlich abtanzen in einer Disko in der Nähe.  Über den Anbieter „Experience Mallorca“ wurden neben den Frosch-Events auch Climbing, Cannoying, Cliffjumping und Reiten als Ganztages- oder Halbtagesausflüge angeboten. Wir haben es nicht genutzt, aber Teilnehmer fanden z.B. Climbing ganz gut. Uns haben die Preise ein wenig abgeschreckt (55-75€).

Resumee:  Alles in allem war die Woche auf Mallorca sehr abwechslungsreich, lustig, sportlich, entspannend, musikalisch und genussvoll. Die Teamer waren nett und engagiert, das Hotel und das Essen gut und das Wetter hervorragend. Wie man es bei Frosch kennt, war die Gruppe bunt gemischt, Singles und Paare in unterschiedlichen Altersgruppen, mit verschiedenen Berufen und Interessen, was zu spannenden Gesprächen führte. Mallorca ist besonders für Strandliebhaber  und Radfahrer (bes. mit eigenen Touren) zu empfehlen.

Tipp: Unbedingt probieren solltest du das Frozen Joghurt Eis in verschiedenen Varianten, mmmhhhh zum Dahinschmelzen.

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Ein Gedanke zu „Mallorca – Windmühlen, Wasser und Wolkenbilder

  1. Klaus

    Ich war für 2 Wochen in der ersten Oktoberhälfte da und kann den Bericht im Wesentlichen bestätigen. Ein paar Ergänzungen: Der Bustransport dauert meist deutlich mehr als eine Stunde, ein echtes und häufig beklagtes Manko. Im Frühjahr soll es neue Räder geben. Das Abendessen, von einem leidenschaftlich Koch (und dem Besitzer des Hotels) zubereitet, war sehr gut!

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