23. Oktober 2008

Mein Urlaub mit Frosch-Sportreisen

oder auch: Zeltlager für Erwachsene
oder auch: Mein witzigster Urlaub
oder auch: Mein sportlichster Urlaub
oder auch: Mein Party reichster Urlaub

Reisebericht von Manfred Scheben [manfred.scheben at t-online.de]
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Pontos, Sarti – Griechenland

Heute Morgen habe ich meine Sportschuhe angezogen, es war noch Sand in den Schuhen. Dass erinnerte mich an eine sehr schöne Zeit in Sarti auf Chalkidiki (Griechenland).


Am Donnerstag, 11.09. ging es mit dem Flieger ab in den Urlaub. Schnell war der Flug vorbei und die Sonne lachte mich an, als ich den heiligen Ort in Augenschein nahm. Die Begrüßung von Frosch fiel kurz aus und es ging ab zum Bus. Dort kam ich direkt ins Gespräch und ich konnte feststellen, dass ich mit Stephan, Matthäus und Roman nette Mitstreiter für die nächste interessante Woche gefunden hatte. Nach der Busfahrt (90 Minuten) ging es ab zum Hotel. Kurz wurde uns mitgeteilt wie hier alles abläuft und schon sollte es schnell auf die Zimmer gehen. Der letzte Satz der Teamleiterin Marlen hat mich dann doch etwas nachdenklich gemacht: Sie beschrieb die Benutzung der Toiletten. Jeder solle doch das Toilettenpapier nach Benutzung in den Mülleimer werfen. Ihr werdet keinen weiteren Kommentar von mir darüber lesen ☺ . Der Koffer wurde in das Zimmer getragen. Ich hatte ein halbes Doppelzimmer gebucht und war gespannt, wer mein Mitbewohner für die Woche war. Er war aber nicht da. War wohl schon beim Essen, dort trieb es mich dann auch hin. Ein leckeres kalt-warmes Buffet war aufgetischt. Dem Körperbau des knuffigen Kochs zu urteilen, hatte er bereits vorher schon reichlich von all den Speisen probiert.
Nach dem Essen ging es an die Bar am Pool. Hier war man direkt im Gespräch. Das Frage-Antwort-Spiel ging meistens mit den Fragen los: „Wie oft hast Du schon bei Frosch-Reisen gebucht? Wo warst Du schon? Was machst Du morgen so sportlich? Ich war Neuling und somit schnell zur Kaulquappe degradiert. Nachdem ich mich bei allen die bereits eine Woche da waren durchgefragt hatte, wer bei mir auf dem Zimmer liegt, war es, glaube ich, der letzte der es dann war. Ulli, ein netter Zeitgenosse der doch schon etwas älter als ich war. Er war hauptsächlich zum surfen da. So gegen 02.00 Uhr war ich dann müde und sehr gespannt, was der nächste Tag so bringen würde.

Erkenntnis des Tages:
Wie löse ich mein Problem der Benutzung der Toiletten?

Am nächsten Morgen wurde ich um 06.00 Uhr durch das Dampfstrahlgerät des Greenkeepers geweckt. Um 08.00 ging es zum Frühstück. Es gab sogar Körnerbrötchen, sehr lecker. Auf dem Programm stand eine kleine Wanderung nach Sarti. Hier erfuhren wir einiges von den Bewohnern, welche auf dem gegenüberliegenden Berg „ARTOS“ wohnen. Dort leben
ca. 2.000 Mönche und keine einzige Frau. Es gibt doch noch Plätze, wo die Welt noch in Ordnung ist ☺. Am Nachmittag ging es an den Strand. Relaxen war am perfekten Sandstrand angesagt. Der Kurs BMW (Bauch muss weg) konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mein Interesse wecken. Geduscht ging es zum Abendessen. Der Wunsch vom Grillteller von Stephan und mir war leider kein Befehl. Wer war Stephan? Stephan hat 3 Stunden im Flieger neben mir gesessen und hat nicht einen Ton von sich gegeben. Jedoch stellten wir danach schnell fest, dass wir auf einer Wellenlänge lagen, auch wenn er Düsseldorfer ist ☺. Nachdem Essen wurde uns immer das Programm für den folgenden Tag von den Teamleadern vorgestellt. Doch zuvor war erst mal die Kennenlern-Party am Abend angesagt. Nun lernte ich Marion, Jessica, Michaela, Stefanie, Diana, Katrin und Gisela und Steffi kennen. Sehr lange unterhielt ich mit den Nordlichtern Heike und Michaela, die mir mehrmals mitteilten, dass die Mädels vom Norden am meisten vertragen. Nach teilweise witzigen Dialogen fiel ich nach einigen Bieren und auch dem ein und anderen Ouzo müde um 02.30 Uhr ins Bett.
Erkenntnis des Tages:
Nordlichter können doch nicht viel vertragen……………….die Bestätigung folgt am nächsten Tag.

Am nächsten Morgen hat mich der Greenkeeper etwas länger schlafen lassen. Um 07.30 Uhr trafen sich 6 wagemutige Jogger zum morgendlichen Auslaufen. Ich stellte fest, dass die anderen nicht so lange auf der Piste waren. Ich entschied mich für die kürzere Laufstrecke und es ging mir gut. Frisch gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück ging es zum Beach. Zwei leckere Biere zur Mittagszeit nahm ich gerne zu mir. Ich sollte es noch bereuen, es war mir aber zu dem Zeitpunkt nicht bewusst. Um 15.00 Uhr stand die erste Biker-Tour auf dem Programm: Schwierigkeitsstufe 3 von 5. Ziel war die Joghurt-Bar, wo es den besten Joghurt weit und breit geben soll. Die Biker-Touren interessierten mich doch sehr. Schnell war ich auf dem ersten Berg, auf dem letzten Platz. Bis hierher hatte ich arg zu kämpfen. Hätte ich doch nicht die 2 Bier getrunken………….dachte ich mir. Da ging gar nichts mehr. Ich kämpfte und sah die 50 kg Körperchen immer weiter von mir wegradeln. Mein „Twelve-Pack“ war da nicht sehr hilfreich. Auch der Song: „Man müsste noch mal 20 sein“ ging mir nicht mehr über die Lippen. Exitus, ich war am Ende. Der Hausberg hatte mich fast besiegt. Völlig ausgepowert erreichte ich die Zugspitze und war völlig außer Atem. Ich hasse Hausberge…………Meine Technik war völlig falsch. Steige niemals aus dem Sattel und schalte sehr früh runter, wäre die bessere Variante gewesen. Mit Verlaub, ich war erschöpft. Das Ziel habe ich dann doch erreicht. Man hat natürlich das Glück, falls sich die Gruppe verfährt, dass man als Letzter auch schnell wieder an der Spitze sein kann. Dieses Glück wurde mir zwei mal beschert.
Auf der Rückfahrt meldeten sich, nach dem leckeren Joghurt, noch Seitenstiche, so dass ich nach dem sportlichen Teil meines Tages nicht von Höchstleistungen berichten kann. Die Seitenstiche gaben mir den Rest. Die Abfahrt des Hausbergs stimmte mich wieder froh. So schnell war ich bisher noch nicht gefahren und es hat mir dann doch noch den nötigen Spaß für diesen Tag gebracht.
Nach einem leckeren Abendmahl, den Grillteller gab es leider noch nicht, aber die Chevapcici (Fleischröllchen) waren sehr lecker, spazierten wir nach Sarti. Am Strand setzten wir uns in ein lauschiges Lokal und es wurden nette Gespräche in Angriff genommen. Gisela alias Antonia aus München fragte mich, was uns Männer denn so interessiere und ob ich ihr einige Fragen stellen könnte. Immer her damit, aber mehr als die eine Frage, ob wir Männer eher Badeanzüge oder Bikinis gerne sehen, konnte sie dann doch nicht von sich geben. Die Frauen sind doch sonst so neugierig. Nun wurde die Location gewechselt und es ging zu Georges Pub. Eine über 70-jährigere, jung gebliebene Legende legte dort Platten auf. Von außen sah die Bretterbude sehr witzig aus. Drinnen sah es anfangs auch ganz nett aus. Bis ich nach oben schaute und dachte, „wenn es hier nicht rein regnet“…ich sah 1000 Spinnweben und sagte mir, „hier wird nur aus Flaschen getrunken“. Zu aller Begeisterung legte der DJ dann ein Trompetensolo hin….sehr schräg und laut. Es war sehr heiß in dem Laden und da ich tagsüber bereits genug geschwitzt hatte, zog ich es vor, die letzten Stunden an der Poolbar im Hotel zu verbringen. Und wieder war es 02.00 oder 03.00 Uhr als ich zu Bette ging.

Erkenntnis des Tages:
Sport ist Mord und Bier steht bestimmt nicht auf der Dopingliste.

Sonntag war der erste Tag an dem ich bis 09.15 Uhr ausgeschlafen habe. Frühstück gab es, Gott sei Dank, immer bis 10.00 Uhr. Dann ging es schon wieder los. Wandern über Stock und Stein, Ziel war die steinerne Meerjungfrau. 10 km ging es auf und ab, auch hier wurde viel gelacht, aber es war auch ein wenig anstrengend. Stephan, mein Trainer war heute mit mir zufrieden. Nachmittags war wieder beaching angesagt. Gut erholt trafen sich Matthäus, Stephan und Roman an der Pool-Bar zu einem leckeren Bierchen. Das Thema des Gesprächs waren Anmachsprüche. Gewinner war Roman mit „Hilf mir mal, wie kann ich so eine Frau wie Dich ansprechen?“
Zur Freude von Stephan und mir wurde der Abend zum „griechischen Abend“ auserkoren. Die Frage nach dem Grillteller machte schnell die Runde. Das Essen kam dem schon sehr nahe und es war auch wieder sehr lecker.
Die Griechische Tanzgruppe zeigte uns am Abend die traditionellen Tanzarten und sie animierten fast alle zum Mitmachen. Dieser Kelch ging an mir glücklicherweise vorüber. Mein Respekt erhob ich, als ich unseren Kellner Elias perfekt Sirtaki tanzen sah.
Meine Nordlichter waren an diesem Abend auch wieder aktiv und wussten sich dieses mal zum richtigen Zeitpunkt (so gegen 00.00 Uhr) zu verabschieden. Zur gewohnten Zeit steuerte ich mit einigen Ouzos intus mein Bett an.

Erkenntnis des Tages:
Ob mir der Spruch was bringt?…..“Hilf mir mal, wie kann ich so eine Frau wie Dich ansprechen?“

Am Montag ging es wieder auf das Mountainbike. Ying Yang Tour und es war eine Tour mit einem Schwierigkeitsgrad mit 2 von 5 Sternen. Den ersten Berg nahm ich in Augenschein. Bei dieser Tour hatte ich den Sattel richtig eingestellt, schaltete ich zum richtigen Zeitpunkt, und blieb ich im Sattel sitzen. Der Rest Ouzo in meinem Körper bereitete mir keine Schwierigkeiten und so bezwang ich den Berg mit Leichtigkeit. Man lernt doch immer noch dazu. Und Letzter war ich dann auch nicht mehr. Auf der Rückfahrt legten wir einen Stopp in Sarti ein. Hier waren wir auf der Suche nach dem richtigen Lokal in dem wir unseren wohl verdienten Grillteller zu uns nehmen wollten. Es reichte mangels nicht vorhandener Knete nur zu einer Gyrostasche. Heute lud die Sonne nicht zum Beaching ein. Unser Vorabend-Bier genehmigten wir uns trotzdem an der Pool-Bar. Ich glaube, mein Trainer war heute mit mir zufrieden.
Abends zog man sich bei der Bad-Taste-Party schräge Klamotten an. Ehrlich gesagt, ich hatte keine Lust dazu und schaute mir das Spiel aus der Ferne an. Nach einer Stunde traute ich mich dann doch in die „Höhle des Löwen“. Zum Glück gab es keinen Türsteher (du kumms hier nisch rein) und ich wurde doch etwas belächelt wegen meines einfachen Outfits. Ich fand mich später dann auch auf der Tanzfläche in netter Begleitung. Ein netter Abend endete nach einigen Ouzos zur gewohnten Zeit.

Erkenntnis des Tages:
Kann man ohne Ouzo leben? ☺

Am Montag konnte mich mein Trainer nicht zu einer harten Wanderung animieren (du Versager). Ich hatte die Teilnahme wetterabhängig gemacht und die Sonne lachte mich derartig an, dass heute Power-Beaching auf meinem Programm stand. Meine Sonnenbrille überlebte leider den Tag nicht und ich hatte auch den Eindruck, für meine Haut war ich wohl etwas zu lange in der Sonne. Die Nordlichter animierten mich dann doch noch etwas Sport zu treiben. „Aqua fit“ im Pool und ich war schon in der Bewegung. Mit 15 Frauen lief ich im Wasser um mein Leben. Es war dann doch nicht meine Welt und der Anstrengungsfaktor war nicht hoch anzusiedeln, war ich doch die Bergetappen mit dem Mountainbike gewohnt. Witzig war es aber trotzdem. Am späten Nachmittag entschloss ich mich mit dem Mountainbike los zuradeln, um mir eine neue Sonnenbrille zu kaufen. Leider hielt diese nur einen Tag und ich setze hiermit eine Sonnenbrille auf den ersten Platz meiner bald zu schreibenden Liste für die Weihnachtgeschenke.
Abendessen war dieses Mal auswärts. Nett saßen wir mit 8 Personen in einem einfachen Lokal am Strand. Hier ging es uns gut, bis der Regen kam. Es dauerte etwas aber schließlich mussten wir unseren Platz an der frischen Luft aufgeben. Wir gingen rein und wurden prompt zu einem ……..Ouzo eingeladen. Die Griechen sind doch nette Leute. Etwas später erreichten wir die Beach-Party, die wegen des schlechten Wetters an der Pool-Bar stattfand. Das gab der Stimmung keinen Abbruch und das griechische Nationalgetränk wurde oft in Richtung Himmel gehoben. Mit einem Lächeln auf den Lippen bin ich zur gewohnten Zeit müde ins Bett gefallen.

Erkenntnis des Tages:
Auch ein sportlich nicht so aktiver Tag ist ein guter Tag.

Mittwoch, letzter Tag für sportliche Aktivitäten. Mein Trainer meldete mich zur Kajaktour an. Der Name Matthäus und auch Roman fiel zum ersten Mal bezüglich Sportaktivitäten und sorgte für Verwunderung bei den Teamleadern. Sekundenschnell stellten Stephan und ich fest, dass unsere Koordination für diesen Sport nicht ausgelegt war und wir waren auf dem letzten Platz. Wir versuchten es mit Leichtigkeit und auch mit Gewalt aber die Wellen waren stärker. Müde und abgekämpft erreichten wir die Hulahula (oder so) Bucht. Nun setzte uns Blitz und Donner matt und wir warteten eine Stunde auf die Rückfahrt. Auf dieser konnten wir uns um einen Platz verbessern, aber, die größte Freude war dann doch, dass wir das Ziel erreicht hatten. Mit einem leckeren Bierchen musste ich mich dann auch schweren Herzens am späten Nachmittag vom Strand verabschieden.
Bei der Abschlussparty fiel mir der Abschied von vielen interessanten und netten Menschen sehr schwer. Es war eine erholsame, spannende und ereignisreiche Woche für mich und ich hatte eine Menge Spaß. So hatte ich mir den perfekten Urlaub vorgestellt. Viele Ouzos gingen über die Theke und es wurde doch etwas länger als sonst. Ich muss wohl um 04.00 Uhr ins Bett gegangen sein. Um 06.15 Uhr wurde ich dann von der perfekten Welle geweckt. Mein Wecker hatte bereits zweimal geklingelt und ich hatte es ignoriert, in dem ich einfach wieder ins Land der Träume fiel. Doch Ulli schaffte es (hier noch einmal ein Dank) mich auf die Beine zu bringen. Meine Zähne rüttelte ich mit der Zahnbürste wach. Schnell wurde alles eingepackt und wir trafen uns an der Pool-Bar. Leider nicht zum Ouzo. In der Ferne hörte ich meinen Namen. Stephan und Roman hatten durchgemacht um noch mal Tschüß zu sagen. Vielen Dank!
Vielen Dank an alle, ich hatte viel Spaß mit Euch (auch ohne Grillteller)

Manfred

Witzig war auch noch, als wir beim Abflug am Flughafen ankamen und uns zum einchecken anstellten, dass eine wild gewordene Gruppe von griechischen Rentnerfamilien sich bei uns vordrängelten. Der eine Opi haute mir dann 3 x seinen Koffer in die Wade. Ich sage Euch, ich war zum ersten Mal unentspannt im Urlaub. Im Flugzeug habe ich dann noch Sabine aus Köln in den Schlaf geredet. Ich wurde vom Flughafen abgeholt und hatte tierischen Hunger. Es wurde ein Lokal ausgesucht und ich habe noch lecker gespeist und Stephan, stell Dir vor, es gab………………………keinen Grillteller. Den müssen wir noch zusammen essen. Würde mich freuen.

Erkenntnis des Urlaubs:
Immer wieder fahre ich als Single in Urlaub mit Frosch

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