30. August 2008

Mljet Lädt Jeden Ein zum Träumen

Reisebericht von Mirjam Grave & Simone Kirschenmann (simone_kirschenmann at gmx.net)
FROSCH Reiseziel Süddalmatien – Insel Mljet

Die in den vorhergehenden Reiseberichten beschriebene Naturschönheit von Mljet hat auch uns nicht unberührt gelassen. Die wunderschöne Landschaft mit ihrer Vielfalt und Farbintensität hat unseren Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.
Da unsere Beschreibungen der Insel sich mit denen der anderen Berichte ziemlich genau decken würden, haben wir beschlossen den Fokus mehr auf den Sport und den geselligen Teil der Reise zu richten, denn auch diese sind in unseren 2 Wochen nicht zu kurz gekommen.

Mljet war wohl für jeden von uns ein unbekannter Fleck auf der Landkarte und niemand wusste so recht was uns dort erwartet. Doch scheinbar war die Neugier so groß, dass die Mitreisenden sogar aus den entlegensten Teilen Deutschlands (Hamburg und Berlin) die Strapazen auf sich nahmen und bereits 10 Stunden vor Abflug in Richtung Köln/Bonn Airport aufbrachen.
Nach pünktlichem und reibungslosem Flug nach Dubrovnik, wurden wir freundlich empfangen und dem richtigen Bus zugewiesen, der uns nach einer über 2-stündigen Fahrt in den Hafen von Trstenik auf der Halbinsel Peljesac brachte. Dort wurden wir vom Captain der legendären SALDUN (Hotelboot) mit den Worten begrüßt, dass wir noch einen kleinen Augenblick auf weitere Gäste (VIP) warten müssen. Weil sich der „kleine Augenblick“ aber 1 ½ Stunden in die Länge zog, konnten wir es uns im gemütlichen Hafencafé auf Kosten des Hotels gut gehen lassen. Während der gemeinsamen Wartezeit nutzten wir die Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen (auch ohne die Anleitung von „Animateuren“ möglich) und stellten schnell fest, dass wir auf eine unkomplizierte, offene und humorvolle Gruppe gestoßen waren. Der Grundstein für eine tolle Woche war gelegt, auch wenn bei der Überfahrt nach Mljet manch Gesicht bei heftigem Wellengang quälende Züge annahm. Diese entspannten sich aber schnell wieder, als wir von zwei gutgelaunten Fröschen direkt am Anleger des Hotels in Empfang genommen wurden.

Das Hotel Odisej bildet charmevoll, im Stil der 80er Jahre erbaut, den Mittelpunkt des quirligen „Örtchens“ Pomena. Von der Restaurantterrasse hat man durch die idyllische Lage direkten Blick auf romantische Sonnenuntergänge über dem Meer, was auch den Hungrigsten zu einer melancholischen Pause zwischen den einzelnen Gängen veranlasste.

Wie schon ganz treffend im Katalog von Frosch beschrieben, handelt es sich um ein einfaches Hotel, welches aber bezüglich Sauberkeit und Vielfältigkeit (abwechslungsreiches Buffet) den Bedürfnissen eines jeden Gastes gerecht wird.

Die Hauptaktivitäten auf Mljet sind gekennzeichnet durch Biken und Hiken. Nach den jeweiligen Schnupperkursen am Montag, ist der persönliche Würfel für die favorisierte Sportart gefallen. Die Verteilung war relativ ausgeglichen und so machten sich jeweils die Hälfte der Gruppe zum biken oder wandern auf den Weg.

Beas liebevoll durchgeführte Wanderungen führten uns z. B. hoch zum Montokuc, entlang der Klippen mit Naturrutsche und in das idyllisch gelegene Bergdörfchen Govedari. Laut Uli waren die Bike-Touren für jedermann/-frau zu schaffen. Nach unserem unbedarften Mountain-Bike-Anfänger-Verständnis klang dies sehr überzeugend und so schwangen wir uns frohen Mutes täglich um 10.10 Uhr auf die Bikes. Während der Bezwingung des Hausberges (8% Rampe) machten sich erste Zweifel über den eigenen Fitnesszustand bemerkbar (obwohl gut trainiert durch Tennis und Joggen). Diese Zweifel bestätigten sich, als wir uns mitten auf dem insgesamt 4 km langen Anstieg mit 9% und 10% Rampen wiederfanden. Da konnte auch der von Uli immer wieder gerne gezeigte Froschteich am Übergang der beiden Rampen die Anstrengung nicht mildern. Am ersten Tag noch von Uli den Berg hinauf geschoben, ging es doch täglich auch mit der Fitness bergauf. Der schnelle Trainingserfolg stachelte unseren Ehrgeiz an und steigerte den Spaßfaktor um nicht messbare Prozentpunkte, wodurch die Schmerzen an Po und Beinen schnell in Vergessenheit gerieten. Die Pausen, die in der ersten Woche noch häufig durch Stürze hervorgerufen wurden, konnten in der zweiten Woche für wunderschöne Stops an der Odysseus Grotte, dem Meer und den Seen genutzt werden.
Verletzung ist ein gutes Stichwort, welches sich konsequent durch den gesamten Urlaub zog. Sowohl bei Bodenkontakt beim biken (Schotterpiste), als auch bei harmlos erscheinenden Wanderungen und herausklettern aus dem Wasser, werteten wir die bislang sehr niedrige Unfallquote unserer Teamer extremst auf. Aber auch hier agierten Bea und Uli stets kompetent und zuverlässig und hatten die Situation jederzeit im Griff.


Die Beach-Bar des Hotels – im Froschmund auch Beas Balcony genannt – war eine hervorragende Location, um nach anstrengenden Touren das wohlverdiente Feierabendbierchen (1. Woche Bierchen, 2. Woche Gin Tonic oder Campari-O) zu zischen. Aufgrund des von uns schnell erreichten Stammkunden-Status, reichte schon bald ein freundlicher Blick, um wenige Minuten später das erfrischende Getränk vor uns stehen zu haben. Aber war es wirklich unser Blick, oder war die Anwesenheit von Bea ausschlaggebend?

Zeitweise Getränkeengpässe hinter der Bar wurden durch das stete Engagement der Teamer kompensiert, die es im Gegensatz zur Beach-Bar-Crew (BBC) schnell raus hatten Nachschub im Hotel zu organisieren.
Die Atmosphäre war geprägt durch Billabong-Shorts (am Anlegetag der Schiffe mit australischen Gästen) und permanenter Beschallung mit kroatischer Musik (Nicoletta wir vermissen dich). Diese etwas eintönige Musikauswahl fand nur durch den Live-Gig der von uns so benannten „Pomena-Boys“ eine Unterbrechung. Die 4 Cousins (die ganze Insel ist miteinander verwandt) und ihr Manager gaben unter Gitarrenbegleitung und dank Martini geölter Stimmen und Blicke alles, um uns die Vielfalt des kroatischen Liedguts näher zu bringen (alle Lieder drehen sich um die Schönheit Dalmatiens, die Liebe und das Meer). Die „Pomena-Boys“ beherrschten nicht nur die Beach-Bar, sondern waren auch anderen Orts präsent. Als Abklatsch der Dalton Brüder saßen die 4 Cousins in Reih und Glied mit Bier und Kippe auf dem Balkon ihrer Pension, direkt an der Hauptstraße von Pomena City und beobachteten täglich das rege Treiben der Großstadt.

Neben den Naturschönheiten der Insel ist es sicherlich auch Beas und Ulis unerschöpflichem Engagement, Humor und Einsatz zu verdanken, dass wir alle einen unvergesslichen Urlaub hatten, was für manch einen sogar Anlass genug war, den Urlaub spontan zu verlängern.

Vielen Dank für die tolle Zeit!

Mirjam & Simone

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