1. August 2011

Montaione, Toskana 10. – 17.07.2011

Reisebericht von Alexandra Babeliowsky (alexandra.babeliowsky at osnanet.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Fattoria San Antonio in der Toskana

Flughafen Pisa – 36°, Frisur hält, aber ich frage mich auf dem Rollfeld, wo die Luft über dem Asphalt wabert, wie ich mich hier noch sportlich betätigen soll…

An der Villa Flicaia angekommen erfüllt sich die romantische Vorstellung eines toskanischen Landgutes (s. Bild). Die üppigen Hortensienbüsche unterstützen den Charme des Gebäudes, an dem leicht der Putz abbröckelt und das vom Grafen Antonio Filicaia noch persönlich bewohnt wird.

Der gute Eindruck vom Essen, mit dem unsere 10köpfige Reisegruppe empfangen wurde, konnte sich dank der Kochkünste des Kochs JerĂ´me die ganze Woche über mühelos halten.

Am Montag folgte dann die übliche Einführung in den Umgang mit den Mountainbikes. Der Bike-Guide Schoko hat die Tour so gewählt, dass sich gleich die Spreu vom trainierte und mutigen „Weizen“ trennte, denn dort unterschätzen laut Bike Guide viele „Frösche“ das hügelige Gelände, die zahlreichen Anstiege im Zusammenwirken mit den auch für toskanische Verhältnisse hohen Temperaturen. Selbst die geübteren Fahrer hatten Respekt vor den Schotterpisten.

Die Wanderungen, von denen ich berichten kann, führten zum Teil über ausschließlich sonnenbeschienende Wege, zum Teil aber auch durch Schattenspendende Wälder und sind gut machbar. Ein reichlicher Wasservorrat ist allerdings notwendig.

Und eine Packung Autan sollte im Gepäck sein, denn die toskanischen Mücken sind flink, hartnäckig und unbestechlich ;=)

Die Wanderungen führten uns teilweise in sehenswerte Städtchen, so zum Beispiel in das sogenannte „Manhattan des Mittelalters“ San Gimignano. Es ist eine alte Handelsstadt, in der der Reichtum der Familien an der Höhe der ehemals 72 Geschlechtertürme abzulesen war.

Auch die alte Etruskerstadt  Volterra ist sehenswert. Dort kann man Souvenirs aus dem mineralischen Gips Alabaster für die Daheimgebliebenen kaufen. Die Radfahrer unter uns sahen eher in der Überwindung der ca. 600 Höhenmeter auf der kurvenreichen Straße eine Herausforderung. Wer im Zentrum von Volterra nicht das schon mehrfach preisgekrönte Schokoladeneis probiert hat, hat wirklich was verpasst.

Die Fahrt nach Florenz lohnt sich, wenn man sich für Stadtgeschichte, Skulpturen und Museen interessiert. Allein für die Bildergalerien in den „Uffizien“ müsste man schon einen zusätzlichen Tag einplanen. Manche scheinen jedoch schon allein wegen des marmornen Hinterteils der berühmten David-Statue von Michelangelo dorthin zu pilgern.

Die knapp 3stündige Stadtführung war dank der Stadtführerin  kurzweilig und informativ.

Abkühlung von den sportlichen und kulturellen Aktivitäten fanden wir in dem kleinen, gut gepflegten Pool am Haus.

Das Abend-Partyprogramm fiel etwas mager aus, mag aber auch an der kleinen Gruppe und ihrem Temperament gelegen haben. Der Filmquiz hingegen war spitze. Und auch sonst hatten wir viel Spaß. Die Lektüre „Kabale und Liebe“ trug ungewollt dazu bei. Für den mitreisenden angehenden Abiturienten war sie anfänglich eine schnöde und zähe Poollektüre. Im toskanischen Ambiente  und mit szenischem Spiel hatte die Tragödie dann aber doch noch hohen Unterhaltungswert (Insider).

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