Pelješac

19. April 2018

Pelješac: Die Heimat der berühmten kroatischen Weine

… wilde Felsküsten, viele Strände, sauberes Meer und Berge bis auf fast 1.000 m Höhe: Das ist Pelješac – die längste der dalmatinischen Halbinseln im Süden Kroatiens.

Bereits in der Antike war die Halbinsel besiedelt. Erst von den Illyrern und Kelten, dann kamen die Römer und ab dem siebten Jahrhundert auch die Slawen. Pelješac ist aber auch die Halbinsel der unerschrockenen Seeleute: Das Umschiffen der zerklüfteten Küste mit ihren Felsen und der rauen See war seit jeher nur etwas für die mutigsten der Kapitäne.

Im starken Kontrast zu den alten Seefahrergeschichten stehen die malerischen Küstenorte und die üppige Natur. Denn die süddalmatinische Halbinsel ist auch stark bewaldet: Unter die grünen Oliven-, Pinien- und Feigenbäumen mischen sich Buchen und Eichen.

Pelješac

Doch Pelješac ist auch eines der wichtigsten Weinbaugebiete Kroatiens. Die Halbinsel gilt als Hochburg des Mali Plavac – des „kleinen Blauen“ – und die Weinbautradition kann bis auf die Illyrer zurück verfolgt werden. Ob diese das gleiche Verständnis von Wein hatten wie wir heutzutage, ist natürlich schwer zu sagen – doch Untersuchungen zeigen, dass bereits in der Eisenzeit Weinreben auf Pelješac wuchsen. Mit den Griechen und später den Römern wurde der Weinbau schließlich richtig ins Rollen gebracht. Vor allem die Rotweine sind inzwischen außerhalb Kroatiens bekannt. Meistens sind diese sehr dunkel und alkoholreich, die Aromen erinnern an Kirschen und/oder Brombeeren.

Mali Plavac – der „kleine Blaue“

Mali Plavac (oder Plavac mali, wortwörtliche Übersetzung „kleiner Blauer“) ist eine alte, autochthone Rotweinsorte des südlichen Kroatiens sowie der südlichen kroatischen Inseln. Aus ihr wird nicht nur der berühmte Rotwein Dingac hergestellt, sondern auch die Weine Plavac, Pelješac oder Postup.

Die Hänge der stufigen Terrassen, auf denen die Weinreben angepflanzt sind, sind zum Teil sehr steil – man erkennt schnell, wie mühsam die Arbeit eines Winzers auf Pelješac sein muss.

Die Wege über den Bergkamm sind beschwerlich – jahrelang mussten die Winzer diese auf sich nehmen. Die wichtigste Unterstützung beim Transport waren daher trittsichere Esel. Diese trugen die geernteten Trauben in Körben und zieren noch heute viele Winzerlogos. Erst 1973 wurde ein Tunnel von Potomje nach Dingac gebaut. Er wirkt fast wie selbst gegraben und die Durchfahrt kann schon mal abenteuerlich sein.

Dingac

Er ist wohl der bekannteste kroatische Rotwein und das kommt nicht von ungefähr: Er war der erste, damals noch jugoslawische, Qualitätswein, der bereits 1961 die geschützte Herkunftsbezeichnung und das Prädikat „Kakovostno Vino“ – herausragender Wein – erhielt.

Dingac wird an der Südküste Pelješacs auf steiniger Lage angebaut. Die Anbaufläche ist streng begrenzt und die Weinlese muss per Hand erfolgen, da die Hänge zum Teil so steil sind, dass sie nicht mit Maschinen bearbeitet werden können. Das Gebiet – gerade mal 26 Hektar – zeichnet sich durch eine hohe Jahresdurchschnittstemperatur aus und gehört zu den ökologisch saubersten Gebieten.

An die 14 Winzer und Weinbauern teilen sich diese besondere Lage direkt am Meer. Besonders die Windverhältnisse und die Neigungswinkel der Hänge zur Sonne machen den Wein so charakteristisch.

Postup

Auch der Postup ist ein kroatischer Qualitätswein. Er wurde 1967 mit dem Qualitätsprädikat Vrhunsko vino (dt. Spitzenwein) und ausgezeichnet und zählt mit dem Dingac und Weinen aus Hvar zu den bemerkenswertesten Rotweinen Kroatiens.

Seine Herkunftsregion grenzt unmittelbar westlich an die des Dingacs. Auch er wird sortenrein aus spät gelesenen, zum Teil bereits angetrockneten Trauben der Rotweinrebe Mali Plavac gekeltert.

Wer sich selbst einmal von der Qualität der kroatischen Weine überzeugen möchte, kann dies in unserem neuen Sportclub auf Pelješac, der Villa Antonio, überzeugen.

In den Sommerferien bieten wir übrigens auch Familienreisen in diese wunderschöne Region an. 

 

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