11. Juli 2006

Reisebericht Erlebnis- und Abenteuercamp Korsika

Zum Frosch Reiseziel Erlebnis- und Abenteuercamp Korsika

Auf Korsika wollte ich schon seit Jahren mal Urlaub machen. In diesem Jahr konnte ich meine Schwester überzeugen, für eine Woche mit mir dort hin zu reisen. Alleine wollte ich nicht los, weil ich der Meinung war, dass es immer gut ist, einen guten Freund an seiner Seite zu haben.
Nach diesem Urlaub weiß ich aber, dass man auch prima alleine reisen kann. Im Frosch-Camp, bzw. schon auf dem Transfer zum Frosch-Camp, lernten wir nämlich bereits einige Leute kennen, und schon am ersten Abend kannten sich fast alle.
Mit meiner Schwester verbrachte ich dann kaum Zeit gemeinsam, weil wir uns täglich für unterschiedliche Aktivitäten entschieden und uns so fast nicht sahen.

Flug und Transfer
Wir starteten früh morgens in Düsseldorf und landeten in Calvi, wo wir von Ina mit dem Bus abgeholt und nach Porto Vecchio gefahren wurden. Den meisten Teil der Fahrt habe ich leider verschlafen, sonst hätte ich mir die Insel schon ein wenig ansehen können. An einigen Stellen berichtete Ina von Besonderheiten oder der Geschichte der Insel, so dass man schon auf der Fahrt ein wenig kulturelles Programm geboten bekam.

Das Camp
KorsikaAls wir nach etwa 2,5 Stunden das Camp erreichten, trafen wir uns erstmal im unglaublich idyllischen und gemütlichen Restaurant, wo wir mit einem leckeren Baguette und Getränken verpflegt wurden und dann in unsere Bungalows eingeteilt wurden.
Das Camp liegt inmitten von alten Korkeichen. Hängematten zum Relaxen sind aufgespannt und überall sind bequeme Sitzgelegenheiten eingerichtet. Zum Strand ist es nur ein kurzer Fußweg. Obwohl man uns sagte, der Strand sei nicht der schönste (was im Vergleich sicher richtig ist), kann man dort abends und nachts wunderschöne Abende bei Wein und Kerzenlicht verbringen. Schwimmen kann man dort auch (sofern es der Terminplan zulässt…).
Die Bungalows sind für diese Art von Urlaub einfach perfekt. Obwohl es draußen unglaublich heiß ist, heizen sie nicht übermäßig auf. In unseren Bungalow hat sich keine einzige Mücke verirrt. Und die Betten sind extrem bequem.

Zu den Mücken: Wenn auch nicht im Bungalow, draußen gibt es auf jeden Fall genug davon! Man braucht unbedingt ein gutes Mückenspray, allerdings nach meiner Erfahrung nur abends und nachts.
Die sanitären Anlagen sind absolut in Ordnung. Die Duschkabinen kamen mir sogar ziemlich luxuriös vor, denn man konnte sich nicht nur vom Duschkopf, sondern auch von den Seiten berieseln lassen.

Das Essen
Morgens gab es ein Frühstücksbuffet mit frischem Obst, Käse und Aufschnitt, Marmelade, Baguette, Croissants, Müsli, Joghurt, Kaffee, Tee in verschiedenen Sorten und Orangensaft.
Abends gab es ein reichhaltiges Drei-Gänge-Menü, man konnte wählen zwischen fleischhaltigen oder vegetarischen Gerichten. Alles ist liebevoll auf den Tellern angerichtet und schmeckt prima.
Getränke werden extra berechnet. Die Rechnung wird immer für den ganzen Tisch zusammen aufgestellt. Dabei sollte man sich merken, was man getrunken hat und dies auch bezahlen. Es kam vor, dass einige Gäste Trinkgeld gaben. Als alle bezahlt hatten, war aber manchmal kein oder zu wenig Trinkgeld mehr da, weil eventuell jemand nur das zahlte, was noch fehlte. Das war dann natürlich schade.
Man hat die Möglichkeit, sich abends für den folgenden Tag für wenig Geld ein Baguette zu bestellen, wahlweise Tomate-Morzarella, Schinken oder Korsischen Schinken. Wer nicht Vegetarier ist, sollte in jedem Fall den korsischen Schinken ausprobieren!
Bier ist teuer, war aber natürlich vor allem bei den Deutschland-Spielen (WM 06), für die im Restaurant ein Fernseher aufgestellt wurde, nicht zu vermeiden.
Der Wein ist erschwinglich und lecker.
Ich habe zwischendurch nicht einkaufen müssen, es gibt aber einen riesigen Supermarkt, der mit dem Fahrrad gut zu erreichen ist, und einen kleinen Markt ganz in der Nähe, wo man das Nötigste kaufen kann.

Ausflüge und Sportangebote
Tja, mit den Ausflügen und Sportangeboten hatte ich so meine Probleme. Nicht etwa, weil sie nicht gut gewesen wären – im Gegenteil. Ich habe aber leider den großen Fehler gemacht, nur eine Woche zu buchen, und das ist definitiv mindestens eine Woche zu wenig. Jeden Tag gab es verschiedene Angebote: Mountainbike-Touren, Wanderungen und Angebote der Firma Montemar. Für mich war bis auf die Entdeckungsfahrt am zweiten Tag nach Porto Vecchio und einer weiteren Mountainbike-Tour durch das Landesinnere und dann zu einem Traumstrand klar, dass ich die Montemar-Angebote nutzen wollte, aber es tat mir manchmal schon sehr leid, weil ich dann nicht mit Moni wandern konnte und auch die Offroad-Tour mit Jürgen verpasste, von der die Teilnehmer viel Positives zu berichten wussten. Abends sah ich mir dann neidvoll die Fotos meiner Schwester an, und meine Schwester bestaunte ebenso neidvoll meine Aufnahmen…
Selbst für einen reinen Strandtag hatte ich keine Zeit, obwohl ich den noch gerne untergebracht hätte, aber die Angebote waren einfach zu verlockend und ein kurzer Ausflug an einen Strand oder an Gumpen oder Flüsse war sowieso immer im Programm enthalten.

Abenteuer mit Montemar
KorsikaIch nahm an drei Ausflügen der Firma Montemar teil, die von Ina betreut wurden. Der erste Ausflug war ein Klettersteig auf einen kleinen Berg, der einige Herausforderungen zu bieten hatte: Man musste am Klettergurt und am Klettersteig-Set gesichert an einer Seilbahn den Abgrund überqueren, auf einer mongolischen Brücke balancieren und ein Stahlnetz an einem Überhang erklettern.

Der Klettersteig war sehr gut gesichert. Da ich vorher schon einige Klettersteige gegangen bin, kam mir dieser recht einfach vor. Dennoch habe ich jede Minute genossen, weil es einfach schön war mit den netten Leuten, und weil ich doch einige Besonderheiten wie die Seilbahn und das Netz noch nicht kannte und ich damit auch zu kleinen Adrenalin-Schüben kam.
Das Sicherungsmaterial war neuwertig. Als einem Teilnehmer der Schuh versagte, reparierte ihn Ina beinahe routiniert mit Klebeband.

Korsika

Zum Ausflug nach Corte kann ich nur sagen: Unter keinen Umständen verpassen! Rein in die Wanderschuhe und auf in eine der schönsten Gegenden Korsikas! Wandern, planschen in glasklaren Gumpen, Stadt anschauen, korsisch essen gehen und sachkundige Einblicke in die Geschichte der Stadt gewinnen! Mannoman, das war einfach toll!

Korsika

Und dann noch die Canyoning-Tour. Früh am Morgen ging es los. Ina brachte uns im Bus zum Canyon. Dort wurden wir mit Neopren-Anzügen, Helmen und Gurten ausgerüstet.

Korsika

Anschließend folgte der Anstieg, und dann ging es los: Wir rutschten, kletterten, sprangen, schwammen und seilten uns ab, und das in einer der beeindruckendsten und schönsten Landschaften, die ich überhaupt je gesehen habe.

Korsika

Nach all den Ausflügen bekamen wir von Montemar eine Foto-CD mit tollen Bildern von unseren Touren. Die Touren von Montemar müssen extra bezahlt werden. Ich bin der Meinung, dass sie ihr Geld absolut wert sind und wenn es geht, solltet ihr sie nicht verpassen.Insgesamt war es ein genialer, leider etwas zu kurzer Urlaub. Ich kann ihn nur empfehlen und ich würde gerne noch einmal wieder kommen.
An dieser Stelle auch noch mal ganz herzlichen Dank an Moni, Jürgen und Ina, die alles prima organisiert und uns damit eine wunderschöne Zeit bereitet haben.

Anne Ring

3 Gedanken zu „Reisebericht Erlebnis- und Abenteuercamp Korsika

  1. hartmut

    Danke Anne für diesen Bericht. Ich habe lange überlegt, aber nach dem ich jetzt Deinen Bericht gelesen habe, ist die Entscheidung gefallen: Ich fahre im Mai zwei Wochen nach Korsika.
    Tschüs

    Hartmut

  2. Anke

    Hallo Hartmut,

    ich habe gerade gelesen, dass du im Mai 08 in Korsika warst. Ich bin ein wenig neugierig wie es dir gefallen hat.
    Ich habe vor im Mai diesen Jahres dort hin zufahren. Meine Frage an dich oder an alle hier: kann ich dort auch als Alleinreisende hin zu fahren. Ist meine erste Reise allein oder empfehlt ihr mir eine andere Reise von Frosch.
    Gruß Anke

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