21. August 2011

Reisebericht Bad Hofgastein

Reisebericht von Diana Tacke (diana.tacke at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Parkhotel in Bad Hofgastein

Nachdem ich bereits als Kind von meinen Eltern zum Wanderurlaub in Österreich gezwungen wurde (und es hasste), dachte ich mir: „Du bist ja schon groß – und das „Wandertrauma“ muss überwunden werden.“
Und es sollte eine gute Entscheidung gewesen sein!

Gebucht habe ich – wie immer – über das Internet, einziger Unterschied zu meinen bisherigen Froschurlauben war die Selbstanreise. Doch auch dieses Thema löste sich nach kurzer Recherche im Netz ganz leicht. Fliegen mit Transfer und allem war mir zu kompliziert und zu teuer, Autofahren zu anstrengend und die Deutsche Bahn bot für meine Reisetermine das „Europa-Spezial“ mit einem wirklich günstigen Preis und einer sehr guten Verbindung an. (Und das Beste: es gab nicht eine Verspätung auf der gesamten Hin- und Rückfahrt, ich weiß: kaum zu glauben…)

So startete ich am frühen Samstagmorgen ein wenig müde, aber doch recht entspannt meine Reise nach Bad Hofgastein. Pünktlich um 15:30 Uhr kam der Zug im Ort an, ein Taxi stand sofort bereit und genauso leicht identifizierten sich die ersten Frösche untereinander mit der typischen „Du bist nicht zufällig auch ein Frosch?“-Frage.

Das Parkhotel liegt mit dem Auto nur ca. 5-10 Minuten vom Bahnhof entfernt und dort wurden wir direkt von Hausleiter Holger begrüßt , erhielten die Zimmerschlüssel und bekamen die ersten wichtigen Orientierungsinfos (Essenszeiten, wie komme ich am schnellsten ins Dorf etc.).

Es stellte sich heraus, dass sich für diese Woche (Saisonbeginn im Parkhotel) lediglich 7 Frösche angesagt hatten, es versprach also ein überschaubares Grüppchen zu werden.

Als nächstes wurde das Zimmer bezogen. Ich hatte – wie auch schon in vorigen Urlauben – ein geteiltes Doppelzimmer gebucht und auch diesmal wieder viel Glück mit meiner Zimmernachbarin! 🙂 (Danke liebe Alexandra!!)

Die Zimmer in Bad Hofgastein sind vielleicht nicht unbedingt traumhaft schön, aber zweckmäßig und man ist ja ohnehin die meiste Zeit unterwegs. Unser Balkon ging zur Straße hinaus, was manchmal etwas laut war, mich persönlich aber auch nicht groß gestört hat. Lediglich eine Steckdose im Bad hat mir gefehlt (gab es wohl nicht in jedem Zimmer) – wir sind doch Frauen und müssen mit Fön- und Glättwerkzeugen hantieren können…

Später erkundeten wir noch zu dritt den Ort und deckten uns im dortigen Supermarkt mit Getränken und sonstigen Vorräten ein, bevor wir wieder im Hotel einkehrten und es uns im Wintergarten gemütlich machten. Beim Abendessen lernten wir dann auch die Guides, das Servicepersonal und die restlichen Gäste kennen. Bei der überschaubaren Anzahl ging zumindest das Namenmerken schnell. 😉

Der Rest war eigentlich Froschtypisch. Am Sonntag gab‘s die MTB-Einweisung und die Schnupperwandertour. Die Bike-Tour wurde mangels Teilnehmerzahl kurzfristig abgesagt und da es sowieso in der Woche nur 2 Biker gab, wurden die Touren meist recht flexibel von Art und Umfang her bestritten.

Leider kann ich sonst zu den Bike-Touren nicht allzu viel sagen, da ich selbst nur mal testweise eine Stunde durch die Gegend radelte und dann fand das mein „Bike-Soll“ damit erfüllt war.

Die Schnupperwanderung führte an der Ache entlang zum Höhenweg und zur Gadauner Schlucht und dauerte etwas über 2 Stunden (150 hm). Am Montag fuhren wir dann mit dem Bus bis Böckstein und wanderten von dort aus nach Sportgastein. Hatte uns Sonntag noch Nebel und Nieselregen begrüßt, so kam Montag endlich die Sonne heraus, da machte das Wandern direkt doppelt Spaß. Mittags kehrten wir auf einer Alm ein, aßen und tranken etwas und während einige dann gemütlich zurückwanderten, fuhr der Rest der Gruppe mit dem Bus zurück nach Bad Hofgastein.

Da meine Wanderschuhe wohl noch nicht richtig eingelaufen waren und meine Füße drohten mich umzubringen, habe ich die Wanderungen am Mittwoch (Schlossalmwanderung) und Donnerstag (3-Gipfelwanderung) nicht mitgemacht. Alle die teilgenommen hatten kamen aber total begeistert wieder und die Fotos die ich gesehen habe waren ein Traum.

Ich brauchte damit aber einen Plan B für mich. Nach ein wenig Recherche in den „Aktivitäten-Ordnern“ von Frosch und der Qual der Wahl war eine Auswahl getroffen und wir fuhren zu zweit nach Taxenbach um dort die „Kitzlochklamm“ zu besichtigen (ca. 40 Minuten mit dem Auto entfernt). Ein superschönes Naturschauspiel das bei diesem Rundgang geboten wird. Anschließend ging es nochmal ca. 20-30 Minuten weiter nach Zell am See (wo ich mir einen ordentlichen Sonnenbrand holte – ja, manche fahren dafür nach Malle, aber das geht auch in Österreich!). 😉

 

Ansonsten kann man aber auch unglaublich viel in der näheren Umgebung unternehmen: Bad Gastein mit seinem Wahrzeichen – dem Wasserfall mit einer Fallhöhe von 341 m – ist recht nah, unzählige Wander- und Spazierwege, Minigolf, Beachvolleyball, Badesee, die Alpentherme im Dorf und sogar das Geocachen haben wir spontan ohne große Vorkenntnisse ausprobiert.

Auch sonst haben die Teamer – wie immer – alles gegeben um uns zu unterhalten. Kickerturnier, Spieleabend, Nagelcup (wie gut das man bei Frosch zu nichts gezwungen wird und sich so getrost auch mal „verweigern“ kann), Cocktailabend (Axel, die Caipi‘s waren super!!!) oder auch mal „nur“ ein Österreich-Quiz, um nur einiges zu nennen.

 

Für das Essen möchte ich mich nochmal bei Köchin Kim bedanken.

Das Frühstück bot viel Abwechslung, Brot, Semmeln, verschiedenes Müsli, Wurst, Käse, Marmelade, frisches Obst, alles schön angerichtet und man konnte sich sogar noch die Pistenbrote für den Tag zubereiten.

Abends gehörten Suppe, Salat, Hauptgericht und ein superleckeres Dessert zu den Menüs. Nachschlagmöglichkeiten gab es eigentlich auch immer, speziell für die Vegetarier wurde Fleischlos gezaubert und am Mittwoch gab es auf der Terrasse abends ein oberleckeres Grillen.

Lediglich einmal wurde auswärts gegessen, was mir persönlich nicht gefallen bzw. geschmeckt hat. Aber ist halt auch immer Geschmackssache. (Im Zweifel einfach die Pommes bestellen, damit kann man nichts falsch machen und gerät nicht in Versuchung dem Nebenmann alle vom Teller zu klauen…) Alles in einem fand ich das Essen sehr gut, habe sogar einiges gegessen das ich früher nicht mal ausprobieren wollte (Blumenkohlcremesuppe oder Tafelspitz) und siehe da: es schmeckt ja doch. 😉

Super fand ich das das Essen komplett „Bio“ bzw. aus der Region ist. Die Milch kam also wirklich von glücklichen Kühen. Für ein Stadtkind wie mich ist das schon toll. 😉

Die eine Woche verging jedenfalls viel zu schnell und ich war wirklich traurig als ich wieder abreiste. Es war eine tolle Zeit und ich habe mich nicht eine Stunde gelangweilt.

Außerdem  kann ich sagen: mein Österreich-Wander-Trauma ist überwunden. Ja, ich bin sogar fest entschlossen bald wieder dort einen Urlaub zu machen. Habe es immerhin nicht geschafft einen originalen Kaiserschmarrn zu essen – wenn das kein Grund ist?! 🙂

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