5. Oktober 2007

14 Tage Cefalù – Sizilien im September

Reisebericht von Gunther Haschker (Gunther.Haschker at de.cpm-int.com)
FROSCH Reiseziel Sporthotel Kalura, Cefalù, Sizilien

Für unseren inzwischen 9. Frosch-Urlaub haben wir uns mit Cefalù wieder einmal ein Ziel in Italien ausgesucht, da sich die Beschreibung im Katalog und die entsprechenden Reiseberichte auf der Frosch Homepage sehr interessant und abwechslungsreich angehört hatten.
Das Fazit vorweg: Es hat sich absolut gelohnt!!! Neben einem sehr schönen Hotel und einem sehenswerten Städtchen gab es zahlreiche Wander- und MTB-Touren sowie Ausflüge, die man auch gut kombinieren konnte. Die Gruppe war sehr lustig und die Anekdoten zahlreich – doch genug der Vorrede, hier die Details:

Nachdem wir Samstag sehr spät im Hotel eingetroffen sind (01.00h), gab es noch einen kleinen Imbiß und dann ging es auch schon auf das Zimmer, welches sehr schön und geräumige war. Am nächsten Morgen stand dann das erste Frühstück auf der traumhaften Terrasse an (ca. 40m über dem Meer, Palmen, freie Sicht auf Wasser und Berge) und die gewohnte Einweisung durch die beiden Teamer Silvia und Klaus auf dem Programm. Das Programm für die erste Woche war, steigerte sich aber in Woche 2 deutlich!

Sizilien

Nach der obligatorischen Einweisung in die MTB´s ging es nachmittags per pedes nach Cefalù, wozu ein ca. 25 minütiger Fußmarsch notwenig war (man gewöhnt sich schnell daran). Das Städtchen ist wirklich sehenswert und bietet neben einigen Altertümern zahlreiche Geschäfte für die Damen, eine sehr ansehnliche Promenade mit entsprechendem Sandstrand, Eisdielen mit super Kaffee und Spezial-Eis sowie den Hausberg „Rocca“, der weithin sichtbar und eine Besteigung wert ist. Leider haben wir es wegen des vollen Terminplanes in 2 Wochen nicht geschafft!!!

Der Montag brachte die Einsteiger-Tour mit den MTB´s nach Lascari (ca. 15km, leicht), wo wir einen echt „chilligen“ Strand mit Liegen und Sonnenschirmen vorfanden – sehr geeignet zum entspannen. Auf dem Hin- und Rückweg ging es durch Cefalù, was mit dem MTB allein schon ein Erlebnis war! Abends ging es geschlossen zum auswärtigen Pizzaessen in ein nettes Restaurant am Meer. Schön gelegen, aber mit 20 Leuten leicht überfordert – trotzdem lustig.

Sizilien

Am nächsten Tag stand dann die erste Wanderung auf den Pizzo Carbonara auf dem Programm sowie die erste etwas anspruchsvollere MTB Tour (25 km, 500 Höhenmeter). Beides sehr zu empfehlen, obwohl etwas anstrengend – aber wer möchte im Frosch Urlaub schon auf der faulen Haut liegen? Das abendliche Wasserballspiel bracht extremen Spaß und einige Fußkranke, da wir im flachen Wasser gespielt haben und das den zarten Füßen wohl zu viel war.

Dass es in Sizilien auch schlechtes Wetter gibt, zeigte sich dann nachts mit einem ziemlichen Unwetter und dem Mittwoch in grau und aufgewühlter See. Trotzdem konnte man den Tag mit einem ausgiebigen Stadtbummel genießen und Kräfte sammeln für den nächsten Tag, denn da ging es auf den Ätna.

Aufstehen um 05.00h, Abfahrt um 06.00h, Ankunft am Ätna auf 1.900m gegen 09.45h – so sieht Urlaub mit Frosch eben aus…
Nachdem wir unseren Guide Andrea getroffen und dieser die teilweise mangelhafte Ausrüstung der „Frösche“ optimiert hatte, ging es auch schon mit der Seilbahn auf 2.600m und dann mit Jeeps auf 2.900m. Danach stand Fußmarsch an – mitten durch erkaltete Lavaströme und Aschefelder auf 3.253m (Höhenmesser von Klaus). Wir waren heilfroh, dass wir vorgewarnt waren und alles an Klamotten dabei hatten, was ging, da es sehr kalt und teilweise extrem windig war. Trotzdem hat sich der Trip auf jeden Fall gelohnt, da die Aussicht sensationell, die Erläuterungen von Andrea detailliert und trotzdem super verständlich und letztlich der Abstieg im Expresstempo ein absolutes Erlebnis war. Im Sprinttempo senkrecht nach unten durch elend lange Aschefelder, Schuhe voller Staub und Steinchen, Klamotten und Gesichter dreckig, aber ein Spaß ohne Ende. Der „downhill-run“ endete wieder auf 1.900m (bzw. kurz davor bei einer „stacheligen Zwangspause“….), von wo wir mit dem Bus dann wieder Richtung Cefalù starteten. Gegen 21.00h waren wir dann dreckig und müde aber zufrieden wieder im Hotel.

Sizilien

Am Freitag stand dann eine leichte MTB-Tour nach Castel di Tusa auf dem Programm, wo wir ein „Kunst-Hotel“ besuchten, in dem jedes Zimmer von einem anderen Künstler gestaltet wurde. Teilweise durchaus bewohnbar und auch bewohnt, waren einige Zimmer doch eher als Kunstwerk zu sehen. Trotzdem oder gerade deswegen sehr lohnenswert.
Bei der abendlichen „farewell-Party“ hieß es dann Abschied nehmen von einigen Fröschen, aber man sieht sich ja immer 2x im Leben – insofern bis bald an alle!

Den An- und Abreisetag gestalteten wir in Eigenregie mit einem Besuch in Palermo. Kurze Zugfahrt und danach mit Hilfe des Stadtplanes durch die Stadt. Botanischer Garten, Kathedrale, Kapuzinerfriedhof sowie viele weitere Sehenswürdigkeiten und diverse Märkte machen Palermo zu einer durchaus interessanten Stadt, wenn auch der Verfall und die teilweisen Ruinen den Gesamteindruck trüben – einen Besuch ist es auf jeden Fall wert.

Den Sonntag nutzten wir zum Entspannen am Strand von Cefalù und einem ausgiebigen Spiel Wasser-Volleyball. Mit einer entsprechenden Truppe ist eigentlich alles lustig. Viele Grüße an dieser Stelle an Alexandra, Christina, „Igelnasen“-Heiko, Carsten, Britt und den Rest der Frösche aus der ersten Woche.

Sizilien

Montag stand dann wieder Lascari auf dem Programm mit einer Party Beach-Volleyball.

Dienstag gab es für die Mountainbiker eine recht anspruchsvolle Tour nach Pollina (Anfahrt auf 780m in 11,5km) und anschließendem Pizzaessen auf der Luogo Marchese, wo man sich mit den Wanderern traf, die die Valle Grande Tour hinter sich gebracht hatten. Die Luogo Marchese (Tenuta) ist übrigens die zweite Destination von Frosch in der Gegend. Ca. 12km von Cefalú entfernt und eher etwas für die Freunde gepflegter Ruhe…

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Mittwoch ging es dann mit dem Boot zu den Inseln Lipari und Vulcano. Ziemlich touristisch aufgezogene Tour mit Inselrundfahrt auf Lipari (es gab keine Heizdecken…) und Besichtigung der Altstadt sowie der Möglichkeit, auf Vulcano den Vulkan zu besteigen. Sollte man sich nur antun, wenn einem Massen von Touristen nichts ausmachen J. Vielleicht gibt es hier die Möglichkeit, die Inseln alternativ zu erkunden – die Jungs von der Segeltour (seid gegrüßt) hatten da mehr Glück.

Donnerstag stand ausnahmsweise mal „relaxing“ auf unserem Programm, da für Freitag die „Monster-MTB-Tour“ nach Castelbuono, Isnelli und Gratteri anstand. Gute 60km mit ca. 1.200 Höhenmeter müssen erst einmal bewältigt werden. Mit 45km und gut 400 Höhenmetern habe ich an diesem Tag die leichtere Abkürzung gewählt. Der Abend bracht dann für uns leider schon wieder den „farewell-abend“ und den Abschied von den gewonnenen Freunden, mit denen man einen sehr abwechslungsreichen Urlaub verbracht hat.

…die 2 Wochen sind eigentlich zu kurz, um alle Angebote zu nutzen (Flussbettwanderung, Besteigung der Rocca, Grotten-Wanderung, Barcer Trek etc.).

Insgesamt kann man Cefalù auf alle Fälle empfehlen. Das Hotel ist sehr schön und das Essen sehr abwechslungsreich. Der Strand ist zwar mehr oder weniger eine Betonplattform, hat aber auch seinen Reiz (und der Sandstrand in Cefalù ist ja nicht so weit), zumal um die nächste Klippe ein ruhiger und gepflegter Kiesstrand ist. Die Wanderungen und MTB-Touren sind zahl- und abwechslungsreich, was für Paare gute Alternativen bietet. Lediglich die Touren der externen Anbieter lassen etwas zu wünschen übrig – kann aber auch an der Nachsaison gelegen haben. Für die Läufer gibt es leider nur zwei Möglichkeiten: Links oder rechts um die Rocca herum, bis an das Ende der Promenade und wieder zurück. Nur morgens zu empfehlen, da es durch die Stadt geht.

Viele Grüße an Silvia und Klaus sowie alle „Frösche“ (wir sehen uns wieder!!!) und ein kleiner Tipp zum Schluß: Nicht überall hinsetzen!!!

Sizilien
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4 Gedanken zu „14 Tage Cefalù – Sizilien im September

  1. Klamotten Joe

    Oooh-bei den Bildern will ich auch gleich wieder in Urlaub! Wo wir hier schon keinen Schnee haben. Wieder nix halbes und nix ganzes …. dann lieber in den Süden 🙂

  2. Michael

    Kann Gunther nur beipflichten, die Reise lohnt sich wirklich! Ich war letzte Woche (27.09. – 04.10.08) dort und und bin absolut überwältigt.
    Leider habe ich den letzten Satz (nicht überall hinsetzen) wohl nicht gelesen, 350000000 Stacheln in meinem allerwertesten, tat weh war aber irgendwie doch Lustig.

  3. mischa

    vielen Dank für die Infos.
    Ich fliege am 16.Mai.09 dort hin für 2 Wochen und bin extrem gespannt!
    es grüsst
    Mischa

  4. Siciliano

    Auch nach dem siebten aufeinanderfolgenden Jahr in Cefalu und dem Parco delle Madonie verliert diese Gegend ihren Reiz nicht. Empfehlenswert fuer Mountainbiker vor allem die laengeren Touren ins Hinterland.

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