15. September 2004

… und ab in den Sommer!

Reisebericht von Sybille Lütje (billiebee at arcor.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Il Tempio in Marina di Casal Velino, Cilento – Italien

Sommer 2004 in Düsseldorf, welcher Sommer? So langsam ging mir das Wetter echt auf den Keks, das Bike ruhte im Keller, der Regenschirm tat häufig seinen Einsatz… und wieder ein versautes Weekend. Eine Woche Urlaub hatte ich noch nicht verplant, hm, da frag ich doch einfach den Chef, ob ich in einer Woche eine Woche Urlaub nehmen kann – vielleicht – und er hat „ja“ gesagt.

Kampanien

Wetter.com sagte am Montag und Dienstag noch nette 25 °C für nächste Woche in Düsseldorf voraus, doch Mittwoch sah das dann deutlich düsterer aus, dafür in Kampanien 34 °C. Also ab in’s Internet, noch ein Platz frei für Kampanien. Mein Anruf bestätigte einen weiblichen Platz und da Faxen schneller ist als Internet (erstaunlich, ja), hatte ich nach einer Stunde meine Buchungsbestätigung.

Das Ticket holte ich dann Samstag vor Abflug direkt am Flughafen ab und saß kurz darauf u. a. mit vielen Ischia-Rentnern im Flieger. Zwölf Frösche waren wohl auch darunter, die erkannte ich dann am Gepäckband am orangen Kofferanhänger.

Raus aus dem Airport und endlich Sonne, Wärme (Hitze), dunstig-blauer Himmel und ne zweistündige Fahrt in’s Hotel. Das leckere Abendessen befriedigte meinen knurrenden Magen und die alten und neuen Frösche, die Teamer und das Blue Soul Team meinen Durst nach Kommunikation.

Zur Ferienzeit, die ja nun wohl war, waren wie anscheinend immer üblich, ziemlich viele Frauen und besonders Lehrerinnen auf Ferienfahrt. Das machte sich dann bei den Aktivitäten deutlich bemerkbar. Aerobic (großes Lob an Tanja) war gut besucht und mir hat besonders Tae-Bo viel Spaß gemacht, Step und Bodyshape war aber auch nicht zu verachten. Jedenfalls nicht von mir, auch wenn vereinzelte Teilnehmerinnen meinten, dass (zu viel) Bauchmuskeltraining schaden würde, grins. Noch besser besucht war dann noch der Hotel-eigene Beach. Man konnte auf Klappliegen relaxen und war von Sonnenschirmen gegen den Sonnenbrand geschützt. Und wer Lust auf nen Salsa-Kurs hatte…

Kampanien

Genial war, dass man in alle Sportarten, sogar Flaschentauchen (im Pool) reinschnuppern konnte. Der Sonntag war der reine Schnuppertag, fing an mit Surfen, dann gab’s Kat, Tauchen, Wandern, Biken und Aerobicen. Als Surf-Neuling war ich dann fleißig dabei gegen den Wind Richtung Meer zu kreuzen, was ja bekanntlich gar nicht so einfach ist. Alle anderen hatten schon längst ihre Boards wieder in’s Surfcenter getragen, da hing ich noch ganz allein an meinem Rigg und versuchte den Wind ins Segel zu bekommen, um wieder an den Strand zu gelangen. Nach ner Weile kam dann David von Blue Soul raus geschwommen, um mich zu retten. Ich durfte dann vorn auf dem Board Platz nehmen und wurde – echt ohne großen Aufwand – zum Strand gesurft, so muss Surfen sein!

Windsurfen war dann ja nun wohl nicht das Richtige für mich, aber egal, ich war ja eh zum Biken gekommen. Die kleinsten Scott-Bikes hatten genau die richtige Größe für mich und sogar die Sättel waren sportlich und bequem (für mich, unter den Frauen war das nicht die allgemeine Meinung). Die kleine Schnuppertour durch die nähere Umgebung (ist schon recht hügelig da) und Marina di Casal Velino war einigen doch schon zu heftig, dass wir bei den weiteren Bike-Touren auch nie die maximale Teilnehmerzahl erreicht haben.

Kampanien

Biken war trotz der Hitze (32 °C oder mehr) anstrengend genial. Wenn wir erstmal die Asphaltstraßen verlassen hatten und uns auf Schotterpisten in die Bergdörfer aufmachten, tat die Anstrengung nur noch gut (die richtige Erholung zum Bürojob). Oben wurden wir dann mit leckerem Eis für 50 Cent die Kugel oder nem Kaffee Shakerato belohnt. Raoul, unser Guide, konnte vom Biken nicht genug kriegen und nahm diejenigen die wollten, spätnachmittags dann noch auf private Touren mit. Da ging’s dann wirklich in die Pampa oder auch einmal einen (wasserführenden) Flusslauf rauf, dass wir uns mit Spaß so richtig verausgaben konnten. Schade, dass wir keine Kamera dabei hatten, die hatten wir daheim gelassen, Schiss gehabt, dass sie baden geht.

Durch die ganzen Bike- und Aerobic-Aktivitäten, war ich abends dann doch schon recht zeitig müde, dass ich nächtliches Partytreiben nicht so vermisst habe. Abends gab’s mal Infos über Kampanien (Film über Pompeji, interessant, zu empfehlen), mal Beach-Volleyball unter Flutlicht, Chillen am Strand, Meeting im Lido oder nen Ausflug mit den Teamern in den Ort, aber war eben nichts mit Party bis in die frühen Morgenstunden. Wie andere Frösche mir so sagten, liegt das wohl am Ferientermin und daran, dass sich zu der Zeit Frosch mit noch nem italienischen Club (mit Bambini-Animation) das Hotel teilt.

Kampanien

Blue Soul hat viele Ausflüge und Wanderungen angeboten, wovon der Ausflug nach Pompeji wohl richtig interessant war, die die mitgefahren sind, waren begeistert. Mich hatte allerdings der 2x zweistündige Transfer abgeschreckt, außerdem war ich mehr auf Aktiv-Urlaub aus, da ich auch nur eine Woche da war. Die Bootstour zur Blauen Grotte hätte ich auch gern gemacht, doch die war dann nicht so empfehlenswert, da aufgrund des Ferientermins wohl alles total überlaufen war.

Kampanien
Kampanien

Also ich fahr nicht mehr in den Ferien (und wenn der Sommer noch so schlecht in Deutschland ist), und das rat ich euch auch. Wenn ihr zu den Lehrern gehört, könnt ihr allerdings leider nicht anders, aber der Urlaub im Hotel Il Tempio ist trotzdem prima. Schöne klimatisierte Zimmer mit geräumigen Bad, aber etwas kurzen Betten; zu empfehlen sind die Zimmer mit Terrasse. Leckeres Frühstücksbuffet mit viel frischem Obst. Zum Mittag empfehlen die Teamer nen Italiener (äh, das war jetzt typisch deutsch), wo man leckere und günstige Steinofenpizza bekommt. Abendessen mit vier Gängen, wovon man bei zweien wählen kann, Fischfans kommen auf ihre Kosten, mmmmhhhh! Die Italiener sind Weintrinker, was sich an den Preisen für Wein oder alternativ Bier zum Essen bemerkbar macht; wenn ihr sparen wollt, trinkt Wein.Bis zum nächsten Frosch-Urlaub (das wird Korfu im September).
Billie aus Düsseldorf, im Juli 2004

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