24. August 2004

Unbekanntes Kampanien

Reisebericht von Oliver (oliwin200 at yahoo.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Il Tempio in Marina di Casal Velino, Cilento – Italien

Als wir im Bekannten- und Freundeskreis erzählten, dass wir nach Kampanien reisen werden, wussten nur wenige, wo das genau liegt. Somit lag ein Urlaub vor uns, ohne dass jemand umfangreiche Tips geben konnte – mal von Neapel und dem Vesuv abgesehen.

Kampanien

Die unbekannte Schönheit Kampanien präsentierte sich bereits beim gut zweistündigen Transfer vom Flughafen in Neapel zum Hotel. Denn die Gegend in der das Hotel liegt, ist der Nationalpark Cilento, der auch Unesco Weltkulturerbe ist.
Als wir ankamen, erwartete uns ein gepflegtes Hotel, in welchem Frosch ein Kontigent hatte. Die Zimmer waren gut. Die von Hecken zu den Nachbarzimmern abgegrenzte Terrasse nutzten wir, um nach diversen sportlichen Aktivitäten die Beine hochzulegen. Das Hotel war unmittelbar am Strand. Da das Wasser Ende Mai noch recht frisch war, waren wenig Schwimmer im Wasser. Mehr vom Wasser hatten die „Seefahrer“ unter den Frosch-Gästen: Sie kamen beim Surfen und Segeln auf ihre Kosten.
Die Lufttemperatur war mit ca. 26 Grad sehr angenehm. Abends kühlte es sich jedoch ordentlich ab, so dass wir eine Jacke oder einen Pullover tragen mussten.

Das Frühstück war reichhaltig und vielfältig. Das Servicepersonal bemühte sich und war immer zu Scherzen aufgelegt. Das Abendessen bestand aus einem mehrgängigen Menü. Die Hungrigen konnten auch einen Nachschlag „ordern“. Und übrigens! Das italienische Bier ist besser als sein Ruf. Interessant war, dass alle Gäste Punkt 20.00 Uhr beim Abendessen erschienen: Das muss preussische Disziplin sein. Die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Hamburgern und Schwaben waren allgegenwärtig und haben immer wieder für ein Lachen gesorgt.
Da unsere Reise während der Pfingstferien stattfand, konnten wir ein erhöhtes Pädagogen-Aufkommen unter den Gästen feststellen. Das führte dazu, dass deren Schulprobleme ein wenig zu oft Gegenstand von Gesprächen war. Aber es soll Schlimmeres geben.

Abends rückte die Hotelbar in den Mittelpunkt. Allerdings nicht bei allzu viel Gästen. Man hatte den Eindruck, dass viele von ihren sportlichen Aktivitäten müde waren und sich frühzeitig in ihre Gemächer zurückzogen Anders war es aber dann, als die Teamer die eine oder andere Party veranstalteten und landestypischen Limonenschnaps reichten. Bei Disco-Musik war für gute Stimmung gesorgt.

Kampanien

Kampanien

Was die Tagesaktivitäten anbelangt, hatten wir einen guten Mix aus individuellen Unternehmungen und Gruppenaktivitäten gewählt. Als vorbildlich ist der Ordner zu erwähnen, in welchem sämtliche vom Frosch-Team angebotenen Wanderungen, Radtouren und Ausflüge beschrieben wurden. Die Angabe von Höhenmetern und Entfernungen ermöglichte es, dass man seine Woche ausgewogen planen und gestalten konnte. In unserem Falle waren dies zwei Wanderungen und zwei Radtouren in der Gruppe. Dabei kamen wir an einer griechischen Ausgrabungsstätte und an wilden Bächen vorbei. Im Hinterland konnten wir auch wilde Zitronen ernten, um sie dann in unsere Wasserflasche zu träufeln. Bei einer individuellen Radtour zu einer das Hinterland zierenden Normannenburg waren wir ohne Karte unterwegs und konnten auf dem Gipfel, wo auch ein kleines Dorf war, Bier zu nur 1 Euro trinken. Folglich tauften wir den Ausflug „1 Euro-Experience-Tour“. Amüsant war, dass sich dort gleich die Dorfältesten um uns versammelten und mit uns plauderten. Viele waren bereits als Gastarbeiter in Deutschland, so dass keine profunden Italienischkenntnisse notwendig waren.

Von den Frosch-Teamern wurden auch Ausflüge auf den Vesuv und nach Pompeiji organisiert. Jedem kulturell und historisch Interessierten geht dabei das Herz auf. Beim Frosch-Ausflug in das Stadtzentrum von Neapel konnten wir von Glück reden, nicht von irgendeinem Verkehrsmittel beim Shoppen überfahren worden zu sein. Die Stadt ist ein absolutes Verkehrschaos. Für einen Ausflug an die malerische Amalfi-Küste hat leider die Zeit nicht mehr gereicht.

Kampanien

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Kampanien-Reise eine gelungene Kombination aus sportlichen sowie kulturell-historischen Aktivitäten war und weiterempfohlen werden kann.

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