27. August 2007

Ich bin fremdgegangen – und ich bereue nichts!!!

Mein Leben in Kampanien – aus dem Reisetagebuch einer Froschkönigin; bin nicht adlig, aber froschsüchtig…

Reisebericht von Birgit Emundts (bemundts@gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub „Il Tempio“ in Marina di Casal Velino, Cilento/Kampanien

Samstag, 07.07.2007
Ein Datum, an dem zig Heiratswütige vor den Traualtar ziehen, ist für mich das Symbol einer Hoffnung auf Sommer, Sonne, gute Laune, denn alle diese Dinge haben sich in der letzten Zeit nicht mehr blicken lassen und noch am Vortag bin ich mit langem Gesicht und Regenjacke durch Nieselregen im 16° kalten Aachen gelaufen.
Der Flieger in Köln startet pünktlich um 11.55h und schon 2 Stunden später komme ich im sonnigen Neapel an; die Stimmung steigt spürbar.
Nachdem ich als bekanntes Gesicht nur Jürgen von der Lippe am Kölner Flughafen getroffen habe, sichte ich die ersten Frösche erst beim Empfang in Neapel. Und alles ist dabei: Familien, die auf den Transfer ins Hotel „Relais le Magnolie“ warten, in den „Frosch-Kinderclub“, der in der Nähe meines Hotels „Il Tempio“ liegt, Mädels, die bereits in den Startlöchern für einen Segeltörn entlang der Amalfiküste sitzen, und solche wie ich, die einfach nur ins Hotel „Il Tempio“ wollen, um dort ein wenig zu sporteln, auf hoffentlich nette Leute zu treffen und es sich einfach gut gehen zu lassen.
Anja, Birgit und Alexandra sitzen dann mit mir gemeinsam im kleinen Bus, der uns zügig ans Ziel bringt, wobei schon die ca. zweistündige Fahrt ins Hotel einen Vorgeschmack auf eine herrliche Landschaft gibt.
Da ich in den letzten Jahren nahezu sämtliche griechischen Ziele mit Frosch abgegrast und eher planlos Kampanien gebucht habe – hier erklärt sich das „Fremdgehen“J –, sind meine Erwartungen zunächst recht gedämpft: Die beste Voraussetzung für einen meiner genialsten Urlaube, wie ich schon bald merken soll.

Kampanien

Ankunft im Hotel: Ja, Stefan, es sei dir als Froschteamer verziehen, dass du im Pool die Zeit vergessen und uns vier Mädels nicht begrüßt hast;-). Dafür gibt die Hotelleitung ihr Bestes und nach einer kurzen Einführung in diverse Hotelbesonderheiten wie z.B. die Benutzung der Getränkekarte geht’s auf die Zimmer.
Ein schönes, kühles Doppelzimmer mit Terrasse wartet schon auf meinen Einzug; die Erste bin ich allerdings nicht; meine „Nachbarin“ hat sich bereits eingerichtet und die Spannung steigt, welche Person wohl zu den Klamotten gehört.
Das Geheimnis wird gelüftet, nachdem ich erste Geländeerkundungen mit den mitangereisten Fröschinnen und die erste abkühlende Dusche hinter mit habe. Ins Zimmer kommt Birte gerauscht und sie hat noch keine zwei Worte gesagt, da weiß ich: Mit ihr werde ich richtig viel Spaß bekommen – weibliche Intuition eben.

Sonntag, 08.07.2007
Alle Froscherfahrenen wissen: Der erste Urlaubstag liegt immer ganz im Zeichen des Schnupperns; alles, was das Herz begehrt, darf be- und erschnuppert werden: Mountainbiketouren, erste leichte Wanderungen, sämtliche Wassersportarten. Mancher Zeitgenosse neigt bereits hier zu ersten Stressflecken im Gesicht; ich nehm’s gelassen und ziehe erst mal meine Wanderschuhe für die Feld- und Wiesenwanderung mit Stefan und drei weiteren Wanderinnen an. Um einen ersten Eindruck von der Landschaft und vom Ort Marina di Casal Velino inklusive Eisstopp zu bekommen, ist’s genau die richtige Tour und schlauer wird man auch, da Stefan fast sämtliche Pflanzen am Wegesrand bestimmen kann.
Nach einer längeren Mittagspause am hoteleigenen Strand schnuppere ich dann am Spätnachmittag noch mit Thomas und einer größeren Froschtruppe auf den Mountainbikes durch die Gegend und auch hier lässt sich gut er-fahren, unter welchen Bedingungen die angebotenen Touren stattfinden werden.

KampanienAbgerundet wird der Tag dann mit der legendären Welcome-Party. Und auch, wenn ich bisher aufgrund der Reiseberichte den Eindruck gewonnen habe, dass es ums Feiern in Kampanien nicht so gut stände, haben wir den Lido gerockt. Zwischenzeitlich stößt nämlich noch Katja aus Ulm zu Birte und mir – klein, aber oho! Immerhin wird bis ca. 3 Uhr unter freiem Himmel oberhalb des Meeres gefeiert; ein kleiner Erfolg nach den angeblich eher tanzfreien Wochen vorher.

Montag, 09.07.2007
Der erste „richtige“ Urlaubstag: Erst einmal ein gemütlicher Spaziergang mit Birte in den Ort, um am Hafen mit Blick auf die tolle Küste einen Caffellatte zu genießen; ab mittags dann Powerbeachen, Schwimmen im Meer und viel – Blödsinn – mit Birte und Katja machen. Hier deutet sich dann auch bereits an, dass wir drei für den Rest der Woche mit einem Dauergrinsen herumlaufen würden, weil’s einfach passt zwischen uns.

Kampanien

Dienstag, 10.07.2007
Keine Sorge; da ich insgesamt zwei Wochen geblieben bin – eine dritte wäre auch nicht langweilig geworden – mach ich jetzt mal einen kurzen Zeitraffer, denn sonst wird der Reisebericht eher zum Kettenbrief.
Also, auch wenn manch Mitreisender aufgrund des großen Angebotes an Wanderungen, Ausflügen, Mountainbiketouren und Fitnesseinheiten wirklich hektisch wurde, habe ich mich mit Birte für die sanftere Variante entschieden: Ein Tag Power, den nächsten relaxen.
Ergebnis dieses Programms:
Mountainbiketouren habe ich abgesehen von der Einsteigertour keine gemacht; werde ich aber vielleicht schon bald nachholen können, denn die Lust, im September noch mal ins „Il Tempio“ zu fahren, ist groß und ich neige ja zu Wiederholungstaten.

Kampanien

An größeren Ausflügen bzw. Wanderungen habe ich mich für die CilenTour und die Amalfiküstentour von Ravello nach Amalfi entschieden; beide unter der Führung von Johanna, die ihren Job richtig klasse gemacht hat. Fazit beider Wanderungen: Traumhaft; die jeweils recht langen Bustransfers haben sich in jedem Fall gelohnt.

Kampanien

Kampanien

Kampanien

Schön waren auch kleinere Touren vom Haus aus wie eine Wanderung nach Paese und die Büffel-Genuss-Tour, bei der man sämtliche Köstlichkeiten aus Büffelmilch wie Joghurt und Mozzarella frisch probieren konnte.
Kulturelles Highlight war in meiner zweiten Woche die Fahrt zum Vesuv und nach Pompeji. Vor allem die Führung in Pompeji durch einen „richtigen“ Italiener, der ein geniales Deutsch sprach, hat mich wirklich begeistert; auch wenn man sich nach der Vesuvbesteigung in der Mittagshitze nicht mehr taufrisch fühlt.
Zu diesen Programmpunkten kamen ein abwechslungsreiches Fitnessprogramm und lustige Aktionen im Rahmen der Abendgestaltung wie Volleyball im Flutlicht – leider haben wir die italienischen Gegner nicht besiegen können – Chillout am Strand, Casal Velino by night – Danke für den schnellen Transfer zurück, Thomas;-) – und Welcome- und Farewellpartys.
Sicher gab’s viele weitere persönliche Highlights, an die ich mich noch gerne erinnere, aber es würde einfach zu ausführlich, diese alle zu beschreiben.

KampanienFür mich waren es in jedem Fall 1000% gelungene zwei Wochen Urlaub und ich habe mich lange nicht mehr so schwer getan, den Einstieg in den Alltag zu meistern. Vor allem habe ich wieder tolle Menschen kennenlernen dürfen und hoffe, den ein oder anderen noch einmal wiederzusehen. – Schön, dass es bei uns, Birte und Katja, schon geklappt hat. Remember „Undercover – Mission to rock“!
Und auch, wenn’s nicht für jeden Leser interessant ist. Folgende Frösche möchte ich an dieser Stelle besonders lieb grüßen:

  • Meine Lieblingszimmergenossin Birte – nie war deine Stimme so schön wie nach dem legendären Caipirowska
  • mein Katjes-Baby – konnten wir eigentlich auch nur einen Satz normal reden?
  • Michaela und Norbert – auch wenn ihr nicht so richtige Frösche wart, ich hab selten so viel Spaß gehabt; und noch mal Danke für die geile Cattour und den Minimokeausflug: Do simmer dabei!!!
  • Thomas – vielleicht liest du ja zufällig mal den Bericht, während du dir’s auf Sardinien gut gehen lässt; ich wollte dich wirklich nie ärgern und die Sache mit dem Elmex Gelee werd ich auch nicht mehr vergessen, du Spätzünder;-)
  • Stefan – gib’s doch zu, das Leben mit drei Wanderschlampen kann doch wirklich schön sein und übrigens Danke für die Information, wann denn das Openairkino im Ort geöffnet hat;-)
  • und last, not least Maike, das absolute Energiebündel – schade, dass wir nur eine gemeinsame Woche hatten, aber vielleicht gibt’s ja wirklich ein Wiedersehen im September; und denk dran: Durch uns bist du auf den Geschmack von Kaffee und anderen Getränken gekommen…

Natürlich hab ich auch noch mit anderen Fröschen zu tun gehabt und nicht genannt zu werden soll bitte keiner persönlich nehmen; denn als Frosch gehört man ja automatisch zu einer riesigen Familie…
Bis zum nächsten Urlaub! Ciao! Es war einfach sau-bene!!!

Birgit Emundts

2 Gedanken zu „Ich bin fremdgegangen – und ich bereue nichts!!!

  1. Angelika und Michael

    Hi Birgit,

    auch wir ( Angelika und Michael ) sind fremd gegangen.
    Bis dato war ich absoluter Griechenlandfreak und Angelika
    hat Griechenland und andere Destinationen bei Frosch schon besucht.
    Kampanien ist eine Reise wert, werden nächstes Jahr noch einmal
    Fremdgehen.
    Alleine die Tatsache, dass man 4,5 Wochen braucht, um das
    ganze Programm abzuarbeiten spricht für sich.

    Wir waren nur eine Woche dort, haben Pompeji besucht, Wanderungen
    gemacht und gebiked.
    Aber unser Motto war auch: Nur keinen Terminstress aufkommen lassen.
    Schließlich wollten auch das Meer und der tolle Pool zu ihrem Recht kommen, abgesehen davon, hat man im Alltag Stress genug.
    Abgerundet wurde das Ganze durch das leckere italienische Essen,
    was man uns vieleicht teilweise mit mehr südländischer Gelassenheit ( gemach, gemach) hatte servieren können.
    Aber dieser kleine Mangel wurde durch unser super Zimmer mit Meerblick (
    vom Bett aus ) ausgeglichen.

    Also bis denne ( oder auf der Froschfete )

    Angelika und Michael

  2. Kasel

    Super artikel auch ich bin schonmal fremdgegangen bin sonst totaler Amerika fan hab mich dann aber doch mal für GB entschieden war aber eine gute erfahrung.

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