12. Juli 2008

Reisebericht Crans Montana 21.-28.6.2008

Reisebericht von Kai Nitschke (kainitzschke at gmx.net)
FROSCH Reiseziel Sportclub Carlton in Crans Montana, Wallis – Schweiz

Nachdem ich als Frosch-Urlauber bislang nur Mittelmeer-Ziele angesteuert hatte, fiel meine Wahl diesmal auf Crans Montana in der Schweiz, wobei mich vor allem das Sportangebot in schöner Landschaft und das gute Preis-Leistungsverhältnis lockte.

Crans Montana

Bei der Anreise entschied ich mich für die Bahn (178 Euro mit Liegewagen/hin- und zurück von Hamburg nach Sierre) und kann dies auch weiter empfehlen: Der Liegewagen ist zwar nicht allzu bequem, aber man ist bereits frühmorgens in Basel und hat dann nur noch wenige Stunden Zugfahrt durch die Schweiz und trifft schon gegen 10 Uhr in Sierre ein. Von dort kommt man dann mit dem Bus (11.80 Franken) in einer halben Stunden nach Crans Montana. Die „Frosch“-Haltestelle (TelĂ© Crans) ist nur wenige Meter vom Sportclub Charlton entfernt

Den ersten Tag nutzte ich dann mit einigen anderen Neuankömmlingen um Crans Montana und Umgebung zu erkunden. Der Ort ist eher verschlafen langweilig, aber in unmittelbarer Umgebung des Sportclubs findet man alles, was man zum Leben braucht: Einen Supermarkt mit ganz viel Schweizer Schokolade, ein Geschäft mit Postkarten und deutschen Zeitungen sowie die Tourist Information mit Kartenmaterial.
Uns zog es aufgrund des schönen Wetters jedoch zunächst an den Badesee, der ebenfalls vom Sportclub fußläufig zu erreichen ist, allerdings im Juni auch noch ziemlich kalt. Dafür gibt es eine schöne Liegewiese und ein CafĂ© mit Eisverkauf.

Crans Montana

Crans Montana

Am Abend folgte dann die obligatorische Frosch-Vorstellungszeremonie: Es gibt natürlich eine Frosch-Hausleitung sowie zwei Wanderguides und einen Mountainbikeguide aber auch noch einen Guide für die diversen Kletteraktivitäten (Hochseilgarten, Kletterwand und Naturfels). Zudem arbeiten anders als an einigen Mittelmeerzielen im Charlton auch ausschließlich froscheigene Servicekräfte und Köche. Es gab deshalb ziemlich gutes und gesundes Essen, wie unter anderem selbst gebacktes Vollkornbrot und jede Menge Obst zum Frühstück. Das Abendessen bestand immer aus vier Gängen (Suppe, Salat, Hauptgang, Dessert) und enthielt auch stets ein spezielles Angebot für Vegetarier. Beim Frühstück gab es zudem die Möglichkeit, sich ausreichend Brote und Obst für den Tag einzupacken.

Der erste richtige Urlaubstag begann dann mit Schnupper-Wandern und Schnupper- Moutainbikefahren durch den Ort, aber am Nachmittag gab es auch schon eine erste richtige Wanderung auf den direkt hinter dem Sportclub liegenden Berg. Allerdings ging es nicht hinauf bis zum Gipfel, sondern nur bis zu einer Hütte mit guter Aussicht auf Crans Montana.

Crans Montana

In den folgenden Tagen teilten sich die rund 80 Urlauber im Charlton dann meistens in vier wechselnd große Gruppen: Moutainbiker, Wanderer, Anhänger anderer Aktivitäten (Klettern, Nordic-Walking, Beachvolleyball etc.) sowie die Bucher der speziellen Wanderwoche. Die letztere Gruppe von rund 15 Personen hatte gegen einen Aufpreis von 69 Euro intensivere Touren gebucht und war daher die gesamte Woche mit einem eigenen Guide separat unterwegs. Wir anderen konnten uns täglich neu entscheiden, wobei an allen Tagen außer Mittwoch mindestens eine Wanderung und eine Fahrradtour im Angebot war. Aufgrund der ausgezeichneten Lage des Sportclubs (am Ortsrand direkt am Berg) gingen alle Wanderungen und Radtouren auch direkt dort los.

Ich entschied mich schwerpunktmäßig fürs Radfahren, was angesichts der steilen und teilweise auch holperigen Wege eine gewisse Übung und Vertrautheit mit dem Mountainbike voraussetzt. Allerdings bestand bei allen Touren die Möglichkeit, vorzeitig umzudrehen oder aber auch zu verlängern. Zudem war es nach Versorgung mit Karten von der Tourist Information kein Problem, gänzlich auf eigene Faust zu wandern oder Rad zu fahren, zumal alle Wege auch gut ausgeschildert sind.
Wer gerne in den Bergen Rad fährt, findet in Crans Montana optimale Bedingungen: Man kann querfeldein oder downhill durch die Wälder rasen, aber ebenfalls problemlos öffentliche Straßen nutzen, denn es gibt nicht allzu viel Verkehr und meistens rücksichtsvolle Autofahrer. Zudem radelt man häufig durch Weinberge oder andere landwirtschaftlich genutzte Wege.

Crans MontanaDie organisierten Fahrradtouren oder Wanderungen starteten immer zwischen neun und zehn Uhr und endeten meist gegen 15 Uhr. Zwischendurch gab es natürlich eine Mittagspause, die regelmäßig auf der grünen Wiese verbracht wurde, da die „Hüttenkultur“ in der Schweiz nicht so ausgeprägt ist wie in Österreich.
Nach Rückkehr ins Charlton bestand die Möglichkeit dort im clubeigenen CafĂ©/Bar oder auf der Liegewiese abzuhängen. Um 16 Uhr öffnete zudem immer die Panorama-Sauna im obersten Stockwerk. Zudem verfügt der Sportclub über ein sehr hübsches Salonzimmer, dass aufgrund des schönen Wetters während meines Urlaubes aber ungenutzt blieb. Zentraler Treffpunkt nach dem Abendessen um 19 Uhr war hingegen das CafĂ©/Bar, welches auch über eine Außenterrasse verfügt. Im Vergleich zu den mir bekannten Mittelmeerzielen geht es in Crans Montana allerdings deutlich ruhiger zu; außer an zwei Abenden blieb die Tanzfläche ungenutzt.
Insofern ist der Sportclub Carlton sicherlich weniger für ausgeprägte Partyfans geeignet, sondern eher etwas für Froschurlauber, die Ruhe und sportliche Entspannung in den Bergen suchen. Für diese sind die Rahmenbedingungen dann aber optimal für einen wirklich schönen Urlaub.

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