28. Juni 2009

Reisebericht Crans Montana 13. Juni 2009

Reisebericht von Andrea Fluse (AFluse at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Carlton, Crans Montana – Wallis

Nachdem ich bislang nur Frosch- Sonnenziele besucht hatte, hatte ich nun zum ersten mal die Berge gebucht, Crans Montana. Direkt die erste Woche der Saison, in der Hoffnung dass das Wetter mit spielt.

Nach meiner Ankunft am späten Nachmittag konnte ich gleich das Zimmer beziehen und war beeindruckt von der tollen Aussicht! Das Zimmer ging nach vorne raus (was schwierig sein könnte für Leute die Ruhe brauchen beim Schlafen da man doch Musik und Gespräche von der Bar mit bekommt und das Fenster besser zu lässt) und hatte somit eine klasse Sicht auf die schneebedeckten 4000er.

Ich hatte ein Zimmer mit Etagenbad was jetzt kein Problem war, immer frei und sauber. Wie es ist wenn das Haus ausgebucht ist weiß ich allerdings nicht. Ansonsten kann man zu dem Haus sagen dass es etwas älter ist aber eine tolle Atmosphäre hat, sehr stilvoll, schön und gemütlich.

Das Essen war auch immer hervorragend. Eine leckere Suppe, Salatplatte, ein Hauptgericht, manchmal als Tellergericht mit Möglichkeit zum Nachholen, manchmal direkt als Buffet. Einen leckeren Nachtisch gab es auch täglich.
Das Frühstück war vielseitig und es lagen Tüten aus um sich Brote für unterwegs zu machen.

Die Möglichkeiten den Tag zu verbringen waren vielfältig. Die Mountainbiker bildeten eine Gruppe, dann die Wanderer der Wanderwoche und ansonsten gab es auch genug Möglichkeiten die Zeit zu verbringen mit weiteren Angeboten.

Am Sonntag hatte ich die Wanderung der Wanderwoche mit gemacht. 800 Höhenmeter bei strahlendem Sonnenschein. Erst mit einem kostenlosen Bus ein paar Minuten Fahrt, dann begann die Wanderung. Vorbei an kleinen Bächen durch den Wald

bis zu einem Felsen auf dem Pause gemacht wurde mit herrlicher Aussicht, unter anderem zum Matterhorn, das von hier allerdings eine andere ungewöhnliche Form hat als man es von Ansichtskarten aus Zermatt kennt.

Nach der Pause ging es dann über weite Flächen zu einem Gipfel, Petit Mont Bonvin. Hier war es ziemlich windig, aber so stellte sich auch ein echtes Gipfelgefühl an.

Während sich der Rückweg dann erstaunlich lang zog bis zum Hotel wurde die Gruppe doch ruhiger und der Gedanke dass man hiermit bereits die anstrengendste Wanderung der Woche hinter sich haben sollte war irgendwie beruhigend.
Die weiteren Wanderungen der Wanderwoche hab ich nicht mehr mit gemacht da es so viel anderes zu entdecken gab, sie waren aber durchweg interessant wie erzählt wurde. Vor allem auch dadurch dass man nicht nur am Haus gestartet ist sondern auch in Fahrgemeinsdchaften andere Täler und Berge erkunde hat und damit viel Verschiedenes sehen konnte.

Da die Kletterwand in Hotelnähe grade restauriert wurde ging es zum Schnupperklettern gleich an einen echten Felsen im Wald. Auch hier sind wir wieder mit Fahrgemeinschaften hingefahren (grundsätzlich muss man sagen dass die Ausflüge mit Fahrgemeinschaften für einige nur deshalb eine echte Herausforderung waren da die Strassen allesamt kurvig sind (Hotel liegt auf 1500 Metern Höhe) und dies für Beifahrer nicht immer angenehm ist).
Heike und Anne haben dann ein Seil oben am Fels gesichert so dass man ohne Probleme probieren konnte wie weit man es schafft. Hier war sehr unterschiedlich wie viel man sich zugetraut hat. Die Einweisung war aber sehr gründlich (Knoten, Sichern) und Heike und Anne sind die ganze Zeit dabei geblieben und haben darauf geachtet dass richtig gesichert wird und Tipps gegeben. War ein tolles Erlebnis!

Eine weitere Wanderung war sportlich nicht so anstrengend, aber ein visuelles Erlebnis. Mit der Bahn direkt am Haus ging es hoch auf den ersten kleinen Berg Cry d’Er, von dort auf den ersten Gipfel 300 Meter höher, dann abwärts durch Wiesen wo wir erste Murmeltiere sahen. Dann über den Murmaltierpfad weiter zur Violett von woaus es dann mit der Gondel auf den nächsten Gipfel ging in fast 3000 Metern Höhe. Oben lag noch Schnee, es war sehr windig und gab ein richtiges Expeditionsgefühl. Durch die vielen Gondelfahrten war es nicht anstrengend aber beeindruckend.

Weitere Aktivitäten wie Hochseilgarten, Nachtwanderung, Jogging in der Früh… waren angeboten, aber zu viel für eine Person in einer Woche.
Es gab auch immer ein Abendprogramm (Quiz Nacht, Kicker Turnier, Nachtwanderung, Lagerfeuer) das man dann beliebig lang an der Bar ausdehnen konnte

Ich denke grundsätzlich dass die Wanderungen anspruchsvoller sein könnten für einen Sportreiseveranstalter, da sie normal zwsichen 200 und 450 Höhenmeter betragen und nicht so lang gehen. Damit fühlten sich doch viele unterfordert, teilweise nur Spaziergänge. Es ist eine gute Idee die Wanderwoche dazu zu buchen da man dort wirklich etwas sieht und erlebt und auch etwas gefortert ist sportlich. Da die Plätze für die Wanderwoche aber begrenzt sind kann ich mir vorstellen dass bei vollem Haus einige Wanderer eher etwas in eigener Regie unternehmen werden.
Hier gibt es zB in einem Nebental tolle Felsen (leider nur zu besichtigen, nicht zu besteigen)

Ansonsten hat es mir sehr gut gefallen, das Team war sehr engagiert, immer ansprechbar und freundlich, fröhlich. Werde in jedem Fall noch mal hinfahren um auch die Aktivitäten auszuprobieren die ich nicht mehr geschafft habe in der einen Woche.

Ein Gedanke zu „Reisebericht Crans Montana 13. Juni 2009

  1. Reiko

    Ich habe auch eine Woche (vom 12.09.-19.09.08) in Crans Montana verbracht. Mir hat es dort ebenfalls gut gefallen. Besonders schön fand ich die täglichen Angebote. Für mich waren die Wanderungen interessant, die mitunter entlang an Felsen, vorbei an Weinbergen ging. Die für mich anspruchvollste Wanderung ging zum Bella Lui. Dazu mussten wir 1000 Höhenmeter überwinden. Es hat sich aber gelohnt. Man hatte eine tolle Aussicht auf die 4000er u. a. dem Matterhorn und dem Mont Blanc. Eine Wanderung an der ich teilnahm, ging zur Amadeusbar (550 Höhenmeter). Es ging schon früh 5:00 Uhr los. Dort konnten wir mit Blick auf die 4000er Berge den Sonnenaufgang genießen. Also Crans Montana kann ich auch empfehlen.

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