29. Dezember 2006

Crans Montana 30.9.06 – 7.10.06

Zum Frosch Reiseziel Sportclub Carlton in Crans Montana, Schweiz

Es war einmal eine junge Frau, die wollte unbedingt die Berge sehen und Abenteuer erleben. Sie sehnte sich so sehr danach, dass sie schließlich ganz alleine aufbrach.
Die Herberge entpuppte sich als ein Gasthaus im Charme der 30er Jahre. Nicht luxuriös, jedoch sauber und geräumig und mit einem fantastischen Ausblick auf Berge und Täler.
Am Abend lernte die junge Frau die anderen Gäste kennen, mit denen sie nun die kommende Woche bestreiten sollte. Viele Abenteuer würden sie gemeinsam bestehen.

Nach dem Abendmahl verabredete man sich in der Hausschenke, um die kommenden Tage zu planen. Der Wein floss reichlich und die junge Frau wusste, dass sie eine spannende Woche erleben würde. Mit einem zufriedenen Lächeln schlief sie ein.

Die Sonne weckte die junge Frau und lud zum Frühstück ein. Richtige Abenteuer sollten heute noch nicht bewältigt werden. Stattdessen bereitete man sich auf kommenden Herausforderungen vor. Zunächst machte man sich mit den Metallpferden vertraut und erkundete damit die nähere Umgebung.
Im Anschluss galt es, sich auf ein weiteres Abenteuer vorzubereiten: Das Klettern an einem Fels. Um dieses Abenteuer zu bestehen, war es erforderlich, an einer künstlichen Kletterwand zu üben. Diese befand sich nur wenige Schritte vom Gasthaus entfernt und bot den Abenteurern eine kleine Trainingsmöglichkeit.
Die letzte Übung an diesem Tag bereitete die Gruppe auf Wanderungen über Stock und Stein vor.
Zum Ausklang traf man sich zu einem gemütlichen Schweizer Abend mit Flädli-Suppe und Raclette. So stärkten sich alle für die kommenden Strapazen. In der Hausschenke wurde schließlich noch ein Schlachtplan für die nächsten Abenteuer erarbeitet.

Crans MontanaSpontan schloss sich die junge Frau am nächsten Morgen der Wandergruppe an. Einen Berg wollten sie erklimmen und wilde Tiere zähmen. Die Belohnung war eine wunderschöne Aussicht bei strahlendem Sonnenschein und eine Schar Eichhörnchen, die dankbar Nüsse aus der geöffneten Hand der jungen Frau annahmen.
Das Wetter war eine Herausforderung für sich. Noch gestern hatte die junge Frau in ein dickes Fell eingehüllt gefroren und heute saß sie leicht bekleidet in der Sonne.

Eine Disziplin war noch nicht angetastet worden. Nun wurde es Zeit dafür. Das Schlagen eines kleinen Balles mit zielgenauer Ausrichtung auf ein Bodenloch. Der Hausherr persönlich lud zu diesem seltsamen Sport in den Garten hinter dem Haus. Ein Spaß, der nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch äußerste Konzentration erforderte.

Jetzt war die Gruppe endgültig gerüstet.
Das Ballspiel durfte in freier Wildbahn praktiziert werden und nun wurde erst recht deutlich, dass nur die Nervenstärksten eine Chance haben. Schritt für Schritt tasteten sich die Anwärter an die Bodenlöcher heran und versagten oft auf den letzten Zentimetern.
Nach dieser Erfahrung nahm die junge Frau Abschied von weiteren Abenteuern für diesen Tag. Stattdessen fand sie sich mit ein paar Musikanten zusammen und sang den ganzen Abend.

Der nächste Tag stand unter dem Stern des Felskletterns. Mit kompletter Ausrüstung machte sich die Gruppe auf den Weg, den Fels zu bezwingen. Obwohl die junge Frau bereits Erfahrung im Umgang mit Steilwänden hatte, stellten die Griffe und Tritte ungeahnte Schwierigkeiten dar.

Crans Montana

Mit vereinten Kräften schaffte man doch schließlich den Aufstieg und feierte den Sieg mit einem ausgiebigen Gelage am Abend. Die Gäste kostümierten sich und maßen ihre Kräfte im Tischfußball.
Die junge Frau lernte ihren Traummann kennen. Er war zwar etwas übergewichtig, aber dafür richtig cool. Und Kohle hat er auch. Leider folgte er ihr nicht, sondern verblieb in der Hausschenke.

Crans Montana

Die Bodenlöcher übten eine magische Anziehungskraft auf die junge Frau aus. Sie konnte nicht anders, sie musste noch einmal die Bälle schlagen und gegen unebenes Gras kämpfen. Das war ihre Disziplin. Diese komische Sportart würde sie auch zu Hause weiter praktizieren.

Crans Montana

Sie verdrängte den Gedanken an die Abschlussprüfung, die am letzten Tag auf sie wartete.
Doch schon am nächsten Morgen war diese Mutprobe präsenter denn je.

Adrenatur – dieses Wort hing wie ein Plakat über dem letzten Tag. Seilbahnen über tiefe Schluchten, reißende Wasserfälle, wackelige Brücken und dünne Seile. Und immer wieder die Tiefe, die ihre Arme nach den Abenteurern ausstreckte. Nur darauf wartete, endlich einen von ihnen zu erwischen.
Nur im Team war diese Aufgabe zu bewältigen. Immer wieder sprach man sich gegenseitig Mut zu und freute sich gemeinsam über jede gemeisterte Teufelei.

Erschöpft und glücklich fiel die junge Frau in ihr Bett. Teils traurig, teils freudig trat sie am nächsten Morgen die Heimreise an und schwor sich: „Crans Montana – ich komme wieder.“

Tina Sopp

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