1. August 2005

Schnee im Sommer – Die Frösche erkunden die Schweizer Berge

Reisebericht von Heike Ernst (wanaka.kea at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Carlton in Crans Montana, Wallis – Schweiz

Von Frosch Urlauben hatte ich vor meiner Reise zwei Dinge gehört: 1. Man trifft super nette Leute und 2. bloß nicht zu viele Bücher einpacken, denn zum Lesen kommt man sowieso kaum. Ob diese Aussagen stimmen, wollte ich als absoluter Bergfan in Crans Montana testen. Ich buchte für Anfang Juli ein halbes Doppelzimmer. Über die Frosch Homepage fand ich Katrin, die zum gleich Termin fahren wollte und noch Mitfahrer suchte. Sie holte mich dann auch pünktlich in Ludwigshafen ab. Schon unsere Fahrt war ein lustiger Einstieg, da wir von Anfang an auf einer Wellenlänge lagen.

Crans Montana

Im Carlton angekommen, erfuhr ich, dass ich ein Doppelzimmer für mich alleine haben könne, denn das Hotel war Anfang Juli noch nicht ausgebucht. Da ich mich mit Katrin jedoch so gut verstand, lud ich sie ein, mit mir ein Zimmer zu teilen – zumal mein Zimmer im Gegensatz zu ihrem einen Balkon mit wunderschönem Bergblick hatte.

Wir waren gespannt auf die anderen Frösche, die wir beim Sektempfang vor dem Abendessen zum ersten Mal beschnuppern konnten. Wie sich herausstellte, waren wir mit 18 Urlaubern nur ein eher kleines Grüppchen. Die Leute, deren Alter zwischen 24 und Mitte 40 lag, waren mir auf Anhieb sympathisch: natürlich und offen, aber keine totalen Sportcracks, wie ich befürchtet hatte.

Beim Abendessen stellten sich auch die Teamer vor und erklärten, was sie mit uns die Woche über vorhatten. Wandern, Mountain-Biken, Klettern, Golfen und Abendprogramm – Langweile würde sicher nicht aufkommen. Tatsächlich konnte man jeden Tag etwas mit den Frosch Teamern unternehmen. Oft musste man sich auch entscheiden, da verschiedene Aktivitäten zur gleichen Zeit angeboten wurden. Mir blieb die Qual der Wahl erspart, denn ich nahm fast nur an den Wanderungen teil. Diese waren wunderschön und abwechslungsreich. Wir gingen durch Wälder mit Eichhörnchen, bestiegen die 2000er in der Umgebung, tranken auf der Alm frische Milch und bestaunten Wasserfälle, die an den Bergen herabflossen und in Suonen mündeten. Mein Highlight der Woche war die Wanderung am Moiry-Gletscher. Hier ging es zunächst vorbei an Schneefeldern sowie an Gebirgsseen mit unbeschreiblich türkisblauer Farbe. Als wir oben auf der Hütte ankamen, fing es sogar an zu schneien. Und das im Juli!

Wenn wir von den Wanderungen nach Hause kamen, konnten wir uns in der herrlichen Sauna des Carlton entspannen und uns bereits auf das Abendessen freuen. Das war nämlich, ebenso wie das Frühstück, sehr reichhaltig und sehr, sehr lecker. Mir ist immer noch unklar, wie das kleine Küchenteam jeden Tag ein solch abwechslungsreiches Menü zaubern konnte. Schon allein für das Essen würde sich ein Besuch im Carlton lohnen. Aber auch die Teamer verdienen kräftig Lob. Sie waren hoch motiviert und engagiert. Ich hatte immer das Gefühl, sie haben Spaß daran, etwas mit uns zu unternehmen. Außerdem zeigten sie Flexibilität. Als es für Lagerfeuer zu kalt war, organisierten sie spontan einen Kaminabend mit Glühwein. Vielleicht auch weil wir eine recht kleine Gruppe waren, entwickelte sich ein sehr persönliches Verhältnis zwischen den Teamern und Teilnehmern.

Ich könnte noch erwähnen, dass das Wetter in meiner Urlaubswoche eher bescheiden war. Aber es störte mich nicht wirklich. Die Wanderungen waren trotzdem schön. Außerdem fand ich den Urlaub zusammen mit den anderen Frosch Reisenden so lustig, dass das Wetter zweitrangig war. Als ich wieder nach Hause kam, musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, all die netten Leute nicht mehr um mich herum zu haben. Ich hätte mich am liebsten ins Auto gesetzt, um zurück nach Crans zu fahren. Die Gerüchte über das Gruppengefühl bei Frosch, die ich am Anfang meines Reiseberichts erwähnt habe, stimmen also. Und wie sieht es mit den Büchern aus? Von den 500 Seiten meines einen Buches habe ich nicht mehr als 50 geschafft. Ob das in Kalabrien ähnlich sein wird? Dorthin will ich nämlich im Herbst. Auch wieder mit Frosch!

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