21. Februar 2018

Reisebericht Crans Montana/SnowFit-Woche im Februar 2018

Reisebericht von Conan – 2. bis 11. Februar 2018 / SnowFit- & Singlewoche
FROSCH Reiseziel SnowFit-Wochen im Sportclub Carlton in Crans Montana, Schweiz

Mit einem skialpinbegeisterten Freund wollte ich bereits seit längerer Zeit gemeinsam in den Winterurlaub. Da ich seit einem Meniskusriss keinen Abfahrtsski mehr mache, entschieden wir uns, in die Schweiz nach Crans Montana zu fahren.

Im dortigen Sportclub Charlton bietet Frosch für Nichtskifahrer zum Preis von 59 Euro ein Zusatzpaket mit dem schönen Namen SnowFit an. Das Angebot beinhaltet vier geführte Wanderungen mit Schneeschuhen, zwei Massagen zu je 20 Minuten sowie zwei je einstündige Sportkurse, wie man sie aus deutschen Fitnessstudios kennt.

Anreise

Angereist sind wir von Hamburg mit der Bahn. Zwar hätte auch die Möglichkeit bestanden, ab Münster über Nacht mit dem Frosch Bus zu fahren. Das war uns aber zu stressig. Zudem kostete die Bahnfahrt aufgrund frühzeitiger Buchung und eines entsprechenden Sparpreisangebots nur rund 90 Euro pro Person (hin- und zurück).

Los ging es am Samstag gegen 6 Uhr mit dem ICE nach Basel, von dort aus weiter über Bern und Visp nach Sierre. In Sierre muss man dann vom Bahnhof entlang einer auf dem Pflaster gezogenen Linie einige hundert Meter bis zu einer Standseilbahn (Funiculaire) laufen, die einen den Berg hinauf nach Crans Montana bringt.

Alternativ kann man auch einen Bus nehmen, was aber deutlich länger dauert und längst nicht so schön ist. Zudem ist der Preis für den Funiculaire im Bahnticket enthalten (jedenfalls wenn man bis nach Crans Montana bucht). Oben angekommen, braucht man von der Funiculaire-Station bis zum Froschclub zu Fuß rund 20 Minuten. Es fährt auch ein Stadtbus, der umsonst ist. Aussteigen muss man an der Station TĂ©lĂ©phĂ©rique.

Der Frosch Sportclub

Der Sportclub war mit rund 70 Gästen im Februar gut gebucht, ist aber auch recht weitläufig. Außer dem Essensraum und der Bar, gibt es einen großen Salon sowie einen sehr schönen großen Wellnessbereich mit zwei Saunen und einem Ruheraum im obersten Stockwerk. Von dort sowie von der darüber liegenden Dachterrasse hat man einem herrlichen Blick über Crans Montana auf die Schweizer Bergwelt.

Das Froschpublikum war bunt gemischt. Es gab (auch in der Singlewoche) einige Paare, teilweise mit Kindern im Teenageralter. In der Mehrzahl waren es aber Alleinreisende im Alter von geschätzt Anfang dreißig bis Ende fünfzig. Die meisten waren geübte Skifahrer und viele auch Froschstammkunden. Es gab aber auch eine kleine Anfängergruppe mit eigenem Guide.

Die SnowFit-Woche

Die SnowFit-Woche hatten neun Teilnehmer gebucht, die Obergrenze liegt bei zehn Personen. Die erste Schneeschuhwanderung startete am Sonntag nach dem Frühstück. Technisch ist es nicht schwierig: Man schlüpft mit einem festen Schuh in die Schlaufen des Schneeschuhs und zieht diese fest zu. Dann kann man aufgrund der breiten Fläche des Schneeschuhs auch auf weichem Schnee laufen, ohne jedes Mal tief einzusinken.

Allerdings sind sehr viele Wanderwege in der Region Crans Montana ohnehin sehr gut präpariert, sprich der Schnee wurde dort mit entsprechenden Fahrzeugen zusammen gedrückt, so dass man auch mit normalen Wanderschuhen unterwegs sein kann, ohne einzusinken. Der Vorteil der Schneeschuhe ist vor allem, dass man auch abseits der Wege durch den Wald oder am Rande von Skipisten laufen kann.

Entsprechend wurden die Strecken von unserem SnowFit-Guide Kathrin dann auch gewählt. Am ersten Tag waren wir überwiegend in der Nähe des Sportclubs unterwegs, danach ging es zu einer schon längeren Tour auf eine Berghütte. Am dritten Tag sind wir dann mit einer Bergbahn auf den Gletscher gefahren und waren dort mehrere Stunden unterwegs. Die Abschlusstour startete wieder mit einer Bergbahn, von wo aus es rund 90 Minuten bergauf und danach natürlich auch wieder herunter ging.

Insgesamt waren alle Touren für jeden halbwegs sportlichen Menschen problemlos zu bewältigen. Meistens war die Gruppe schon zwischen 14-15 Uhr wieder im Sportclub. Da es auch immer Pausen und meistens eine Hütteneinkehr gab, dürfte die reine Gehzeit regelmäßig bei drei bis vier Stunden gelegen haben.

Wer wollte, konnte natürlich auf eigene Faust am Nachmittag noch einmal losgehen, was aufgrund der guten Ausschilderung in Crans Montana auch gut machbar ist.

Zudem gibt es ein nicht allzu großes aber schönes Loipennetz, das man gegen eine Tagesgebühr von zwölf Franken nutzen kann. Langlaufskier kriegt man für sechs Franken Leihgebühr am Tag im Froschclub, allerdings sind nicht alle Größen vorhanden. Alternativ konnte man ab 16 Uhr in die Sauna gehen, in die Froschbar einkehren oder für 20 Franken mit der Bahn auf einen der reichlich vorhandenen Berge fahren. Das sogenannte Food und Panorama Ticket bietet die Möglichkeit, für die 20 Franken in einer der Hütten einzukehren, sprich man zahlt nichts oder nur einen geringen Zusatzbetrag.

Wer die SnowFit-Woche gebucht hatte, brauchte aber natürlich auch Zeit für seine beiden Massageeinheiten sowie die Sportkurse. Als gelernte Physiotherapeutin gestaltete Guide Kathrin diese Einheiten eher entspannungsmäßig. Es gab also keine Skigymnastik, sondern Rückentraining sowie auch zwei Rückenmassagen. Da es mir als Norddeutscher ohnehin auf die Bergwelt ankam und das Wetter superschön war, habe ich die zweite Sportstunde geschwänzt und war auf eigene Faust noch ein wenig wandern.

Ein typischer Urlaub mit Frosch

Ansonsten war sehr vieles wie im Frosch Urlaub üblich: Das Abendessen startete immer zwischen 18-19 Uhr, meistens gab es ein 4-Gänge-Menü mit einer Suppe als Starter, anschließend Salat, danach Hauptgang und Nachtisch. Vegetarisches Essen oder andere Sonderwünsche waren aber kein Problem. Dafür hatte der froscheigene deutsche Koch immer ein offenes Ohr.

Nach dem Essen folgten die froschüblichen Abendaktivitäten, wie zum Beispiel das obligatorische Kicker-Turnier, eine nächtliche Fackelwanderung mit Tütenrutschen oder auch einmal ein kleines Ratespiel. Am Ende landete man eigentlich immer in der Froschbar, in der ab dem dritten Abend zu späterer Stunde auch immer getanzt wurde. Après-Ski-Stimmung wie man sie aus Österreich kennt („Ich bin der Anton aus Tirol“) gab es aber (glücklicherweise) nicht.

Fazit: Insofern ist die SnowFit-Woche in Crans Montana ein gutes Reiseziel für Frosch-Gäste, die als Nichtskifahrer einen sportlichen Winterurlaub mit einem Gruppenerlebnis verbinden wollen.

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