30. November 2006

Reisebericht vom 5.6.-19.6.06 nach Dalyan / Türkei

Zum Frosch Reiseziel Sportclub Holiday Calbis in Dalyan, Türkei

Sport, Spaß und Geselligkeit…
…könnte das Motto für diejenigen sein, die nach Dalyan fahren und etwas erleben wollen. Bei Frosch steht das Erleben im Vordergrund. Viel Spaß mit netten Leuten, die Möglichkeit, bis zum Exzess Sport zu treiben und intensiv zu leben. Für die eigene Erholung muss jedoch jeder selbst sorgen. Gelegenheit gib es in Dalyan genug: romantische Bootsausflüge, tolle Wandertouren und herrliche Badebuchten in einer herrlichen Natur. Das kleine hochmotivierte Team (Vivi als Reiseleiterin & Wanderführerin, Olaf als Mountainbike), die tolle Hotelanlage mit türkischen Leckerbissen und die Natur sind sehr überzeugend.

Dalyan

Die Entscheidung
Als Silber-Frosch hatte ich schon viele sehr schöne Erlebnisse in den unterschiedlichsten Frosch-Clubs erlebt, die schwer zu überbieten sind. So stellte sich auch dieses Mal die Frage nach einem neuen Reiseziel. Die Entscheidung fiel auf Dalyan, da dieser im Sommerkatalog sehr gute Kritiken bekommen hatte.

Die Ankunft
Nach einem „suboptimalen Versand der Reiseunterlagen“, die jedoch keinen Beispielcharakter für andere Dalyan-Interessierte haben soll, kam ich nach einem reibungslosen Flug gegen 21 Uhr hungrig im Hotel an. Nach einer kurzen Vorstellung der Anlage und des Zimmers gab es sogar noch ein tolles türkisches Abendessen. Doch wo sind all die anderen? Richtig, an der Frosch-Poolbar. Zu meinem Erstaunen wurde mir erzählt dass wir nur 24 Personen diese Woche sind und mit mir nur drei Männer. Donnerwetter! Dalyan ist etwas für Single-Männer. Laut Reiseleiterin „Vivi“ ist das wahrscheinlich nur wegen der Fußballweltmeisterschaft so, sonst ist es ausgeglichen. In der zweiten Woche waren wir dann über dreißig Personen und sieben Männer.

Die Anlage
Dalyan Die Anlage ist super auch wenn sie nicht am Meer liegt. Im eigenen Forsch-Pool mit eigener Bar kann man es gut aushalten, wenn man nach einer anstrengenden Tour Entspannung sucht. Dadurch wird man von den anderen Nichtfrosch-Gästen getrennt und ist mehr unter sich. Wer sportlich ist fährt mit dem MTB (ca. 40 min, 130 Hm) zum Strand. Entspannter geht es mit dem Dolmosch (ca. 20 min) oder mit dem Boot (ca. 30 min). Der Hit ist der Zimmerservice (s. Foto).

Das Essen
Das Frühstück besteht aus einem Büffet, welches sicherlich nicht vergleichbar ist mit Crans Montana oder Hinterglemm und auf die Dauer sicherlich ein wenig eintönig wirkt. Es gibt Müsli, Wurst, Käse, Brot, Quark und Früchte. Positiv hervorzuheben ist der kostenlose Omelette-Service. Negativ ist dass man sich nichts mitnehmen kann für die Ausflüge.
Abends wird ein Büffet mit sehr leckeren Vorspeisen, Gemüse und Fleisch angerichtet. Nach den anstrengenden Touren weiß man das zu schätzen. Mittwochs wird außer Haus in einem Forellen-Restaurant oder im Gölbai-Restaurant gegessen. Insbesondere letzteres hat Flair und hervorragendes Essen. Die Anfahrt erfolgt teils abenteuerlich mit einem kleinen Bus.

Das Programm
Frosch bietet ein buntes Programm aus Wandern, Mountainbiking, Fitness und Bootsausflügen an. Es wird durchgeführt von Vivi (Wanderguide & Reiseleiterin) und Olaf (Mountainbike-Guide). Wandern oder Mountainbiking wird alternativ angeboten. Zu erwähnen ist noch der hauseigene Volleyball-Platz, der sogar nachts mit Flutlicht genutzt werden kann, wenn es etwas kühler ist.

1. Wandern
Wanderschuhe sind nicht erforderlich. Die Topalar-Wasserfall-Wanderung sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier wandert man in einem schönen kühlen Wäldchen einem Fluss entgegen bis es nicht mehr weitergeht. Baden kann man dann mit den Türken in einem großen Gumpen. Die Frauen werden sehen wie schnell sich ihre Blicke auf sie richten. Interessant ist auch eine eigenständige Wanderung auf den Hausberg, wo man nach ein wenig Klettern einen herrlichen Blick auf den Ort und die Umgebung genießen kann (Achtung: nicht bei Nässe begehen, da man im Schilf sonst einsackt!).

2. Mountainbiking
Dalyan Eingefleischte MTB-Fahrer kommen in Dalyan nur bedingt auf ihre Kosten, da es keine richtigen Wege gibt und auch keine Karten. Insgesamt waren 25 MTB’s verfügbar, die neu angeschafft wurden. Diese mit einer 9-Gang-Narbenschaltung ausgestatteten Bikes waren jedoch nur bedingt für einige Touren geeignet. Wie ich gehört habe, hat Frosch hat auf die Kritik einiger Gäste reagiert und lässt diese nun wieder gegen andere austauschen. Zu empfehlen sind folgende Touren:

  • Tour nach Epinec (447 Hm, 2:33h): schöne mittelschwere bergige Tour mit herrlichen Ausblicken, belohnt wird man mit der Talabfahrt und dem Mittagessen auf dem Boot.
  • Mengenli-Tour (161 Hm, 3:15h,45 km): einfache Tour durchs schöne Hinterland.
  • Tour nach Sultanje (260 Hm, 1:30h, 20 km): Einfache schöne Tour auf Teerstraße am Koycegiz-See entlang, das Picknick mit Grill und anschließender Bootsfahrt lässt Urlaubsgefühle frei.
  • Tour um den Koycegiz-See (479 Hm, 6:30h, 70 km): Lange mittelschwere schöne Tour inmitten der Natur.
  • Tour zur Radarstadion (693 Hm, 4:40h, 40 km): schwere Tour auf Schotterpisten, herrlicher Blick auf das Delta (s. Foto), mit Schwimmstopp am Izuzu-Beach kombinierbar (786 Hm, 3:28h, 50 km), da kam selbst Olaf ins Keuchen!

3. Ausflüge
Dalyan Das schöne an Dalyan sind die Bootsausflüge die größtenteils im Preis enthalten sind. Dabei lassen sich die Touren wahlweise kombinieren, so dass Wanderer und Biker auf ihre Kosten kommen. Nach vollbrachter Arbeit geht es dann mit dem Boot entspannt zurück. Das Sonnendach auf Ali’s Boot lädt natürlich zum Sonnenbaden ein. Wer die gemütlichere Variante bevorzugt kann auch nur mit den Boot fahren. Bei einer Tour gab es einen Badestopp, wo sich unterirdisch heiße Schwefelquellen befinden, die den begehrten Heilschlamm produzieren. Es ist ein besonderes Erlebnis einfach runterzutauchen und auf dem Meeresboden den Schlamm zu holen. Man schwimmt wie durch einen unterirdischen Gysier. Neben dem Bootsfahren sollte man die Ausflüge zu den antiken Felsengräbern und in das antike griechische Städtchen Kaunos nicht vergessen. Wer Lust hat kann sogar in die Felsengräber reinklettern und sich wie vor Tausenden von Jahren fühlen! Nicht vergessen sollte man allerdings das Hamam (türkisches Bad), wo man durch die porentiefe Reinigung schnell seine Urlaubsbräune verlieren kann (Achtung: Der 110kg-Türke kann einem fast die Rippen brechen, wenn er sich auf Dich legt!)

4. Parties
Dalyan eignet sich für Parties nur bedingt. Man ist zwar am Pool unter sich, doch muss die Musik gegen 23 Uhr schon leiser gedreht werden. Das ist in anderen Frosch-Clubs (z.B. Sarti, Crans Montana) anders. Trotzdem lud z.B. am Wasserpfeifen-Abend eine türkische Musikgruppe mit orientalischen Klängen einmal anders mit einem Tanz um den Pool herum ein.

Das Team
Vivi als Reiseleiterin spielt ihre Erfahrung in der Türkei voll aus und motiviert so ziemlich jeden – ob beim Aqua-Jogging oder bei der täglichen Ansage. Olaf als MTB-Guide hielt seinen Mann auch bei schweren Touren oder beim Frühaufstehen, als wir bereits um 6 Uhr aufbrechen wollten. Alles in allem eine sehr führsorgliches Team, was die vielen Aktivitäten ganz allein toll durchgeführt hat. Erwähnenswert ist auch noch der Hausherr ein junger deutschsprechender Türke, der während des WM- Eröffnungsspiels noch eine 2m-Parabolantenne auf dem Dach installiert hat, damit wir das Spiel in Deutsch sehen konnten – dem gebührt mein Respekt!

Vielen Dank an das Team und alle Mitreisenden.

Till

Ein Gedanke zu „Reisebericht vom 5.6.-19.6.06 nach Dalyan / Türkei

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere