14. Juni 2007

Mein DolomitiSuperSkiUrlaub 2007

Reisebericht von Peter Zangl (Peter.Zangl@t-online.de)
FROSCH Reiseziel Hotel Maria Teresa in Alba di Canazei, Dolomiten – Italien

Ziemlich überarbeitet und ohne viel Zeit für umfangreiche Reisevorbereitungen stand ich Anfang März vor der Aufgabe, bis zum ersten April eine Woche Resturlaub aufzubrauchen. Um meinen inneren Akku, der tief im Minus war, wieder aufzuladen, wollte ich in diesem Winter, der wenigstens in Deutschland keiner war, noch einmal zum Skifahren. Von einem Kollegen bekam ich den Rat, in den Dolomiten läge noch genug Schnee. Eigentlich keine schlechte Idee, die Gegend kannte ich nur aus dem Sommer und wollte mir das schon immer einmal auf Skiern anschauen. Aber leider konnte ich niemanden motivieren, so auf die Schnelle und gleich eine ganze Woche mitzukommen. Den einzigen Strohhalm, den ich als Antwort bekam, war ein guter Rat: Fahr doch mit Frosch, die haben das im Programm, da kannst Du nicht viel falsch machen, das sei bestens organisiert und da führen nur nette Leute mit.

Mit den Skiern im Kofferraum und der Reservierungsbestätigung im Rucksack gings also dann Mitte März über den Brenner ins Fassatal in der italienischen Provinz Trentino. Ich hatte das Hotel Maria Teresa in Alba di Canazei gebucht. Mit der Beschreibung in der Resibestätigung war es auch ohne Navi gut zu finden.

Claudia, die Wirtin, empfing mich und zeigte mir meine Unterkunft. Das Zimmer hatte etwa zehn Quadratmeter, war sauber, mit eigenem Bad und Dusche ausgestattet und im übrigen recht zweckmäßig eingerichtet. Für die zwei Sterne, mit denen das Maria Teresa sich schmücken darf, sind die Zimmer mehr als in Ordnung. Da hatte ich in Bella Italia schon mit drei Sternen Schlimmeres erlebt und so mancher Bruchbude, die als Sportclub der Abrissbirne entgegen geurlaubt wird, ist es mindestens um seine zwei Sterne voraus.

Noch während des Ausladens tauchten auch die beiden Frosch-Reiseleiter Martina und Geert auf. Sie waren schnell mal in einem entlegen Teil des Skigebiets, um die Schneequalität zu testen. Martina nahm mich gleich ins Gebet und erledigte die ersten Formalitäten: Getränkezettel für die Bar, Lage von Skikeller, Sauna , Dorfladen etc.

Ich hatte bei meiner Buchung Skikurs angeklickt. Da Frosch in den Dolomiten keine eigenen Skilehrer beschäftige, werde man in die Scuola di Sci Canazei-Marmolada eingebucht. Dazu müsse sie noch wissen, wie gut ich führe und was ich noch dazulernen möchte. Die Preisangabe im Katalog sei sowieso falsch angelegt und sie müsse bei allen Kursteilnehmern mit der Skischule feilschen, so dass man genau das bekomme, was man will. Zur Not könne man den Wochenkurs auch in zwei Tage mit Privatskilehrerin umwandeln. Danach gab es Abendessen und einen geheimnisvollen Begrüßungscocktail, dessen genaues Rezept Claudias Geheimnis bleiben wird.

Spätestens da hatte sich die recht übersichtliche Gruppe mit ihren neun Teilnehmern bereits kennen gelernt. Es waren gottseidank weder Machos noch Zicken dabei. Das Gerücht, dass bei Froschreisen nette Leute mitfahren, hatte sich bestätigt.

Martina gab mit dem Überblick über das Wochenprogramm noch ein paar Tipps, verteilte die DolomitiSuperSkipässe, ermahnte uns, die Akkus von Handy und Kamera gut aufzuladen, damit bei der Kälte in knapp dreitausend Metern Höhe weder die Kamera angesichts eines gigantischen Alpenpanoramas noch das Handy im Notfall ihren Geist aufgäben. Mein innerer Akku war noch immer leer. Müde von der Anreise und zum Teil vom ersten halben Skitag schlich sich die Truppe bald auf die Zimmer.

Domenica: Bella Italia

Für den ersten Tag entschließt sich fast die ganze Gruppe, dem Team zur Skigebietsführung ins Hausskigebiet von Alba, dem Ciampac zu folgen. Nachdem die beiden Teamer einen Eindruck vom Können der Sciatori gewonnen haben, wird bei jedem Päuschen ein Überblick über die Region gegeben: Skifahren kann man mit dem DolomitiSuperSkipass auf über tausend Kilometern fast in ganz Südtirol und dem Trentino östlich der Etsch sowie in der zum Veneto gehörenden Provinz Belluno. Mittendrin und von Canazei aus spielend zu erreichen liegt das Gebirgsmassiv der Sella, drum herum gruppieren sich die Täler Grödnertal, Alta Badia (beide Südtirol), Fassatal (Trentino) und Arabba (Veneto). In allen vier Tälern sprechen die Einheimischen Ladinisch, eine Form des Rätoromanischen, was man an den mehrsprachigen Orts- und Strassenschildern erkennen kann. Gelegentlich unterhalten sich Skilehrer und Seilbahnpersonal schon einmal in dieser für deutsche Ohren sehr eigenartige klingenden Sprache. Im übrigen ist die bevorzugte Touri-Sprache im Fassatal und in Arabba Italienisch, nur in Südtirol verstehen so gut wie alle Deutsch.

Geert kümmert sich darum, die Namen der einzelnen Berge zu erläutern und gibt Tips, wo der Schnee angesichts des hohen Kunstschneeanteils noch am pulvrigsten, das Alpenpanorama am atemberaubendsten, die Hütten am urigsten und die Skipisten am schwärzesten sind. Letztere sind etwas versteckt über das Skigebiet verteilt, welches zum großen Teil auf flachen Hochalmen liegt und schon mal eine blaue Abfahrt als rote Piste deklariert, um den Eindruck zu vermitteln, steiler zu sein, als die Topographie es tatsächlich hergibt.

Währenddessen klärt uns Martina über gewisse Besonderheiten beim Skifahren in Bella Italia auf. Als Reaktion auf eine sehr hohe Unfallrate werden Raser und Pistenrowdies gnadenlos von der im gesamten Skigebiet präsenten Polizei (Carabinieri) kassiert und es droht der Entzug der Liftkarte. Anders als in Tirol, gibt es für den Hüttenzauber keine MegaPartyStadel, sondern viele kleine, aber feine Hütten, die für jeden Geschmack etwas bieten. Ins Tal kommt man in der Regel aber nur auf Skiern zurück, da die Gondeln fahrplanmäßig um fünf Schluss machen und säumige Zecher von der Polizei eine Viertelstunde später ins Tal geleitet werden. Wer Anton aus Tirol sucht, hätte auf der Brennerautobahn vorher links abbiegen müssen.

Noch vor der Mittagspause haben wir so ganz beiläufig alles wichtige über das Skigebiet erfahren und wissen, dass der Kick beim Skifahren in den Dolomiten beim Finden der schönsten Hütten, des prächtigsten Panoramas, des fabelhaftesten Schnees und der herrlichsten Pisten besteht. Während wir auf eine Bahn warten, die uns auf die andere Talseite zum Skigebiet am Rosengarten bringt, erkundigt sich Martina noch schnell beim Seilbahnpersonal, wann diese Woche ein Nachtskilaufen angeboten wird.

So also kann eine professionelle Reiseleitung aussehen! Ein wohltuender Kontrast zur ‚Ich bin so schön, ich bin so toll, mach schnell mal Party in Tirol‘- Einstellung, die ich schon bei anderen Reiseveranstaltern erlebt hatte.

Nach dem Mittagessen in der Sonne fahren wir die schwarze Talabfahrt nach Alba so lange, bis die Carabinieri uns freundlich aber entschieden ins Tal geleiten. Der Urlaub beginnt zu wirken!

Lunedi: Neve Pericoloso

Mit Panorama ist heute nix. Über Nacht sind dicke Wolken aufgezogen, aus denen es zu schneien beginnt. Also auf in den Skikurs zur selezione! Bis wir am Berg sind, liegen schon zwanzig Zentimeter Neuschnee auf den Pisten. Molto pericoloso! Wer es schafft, da ohne hinzufallen, die Skilehrer zu erreichen, wird der Fortgeschrittenengruppe von Maestro Fausto zugeteilt. Ich bin der einzige Deutsche, ansonsten lauter ItalienerInnen.

Wenigstens Fausto spricht Deutsch und erklärt mir, was ich an meiner Technik noch so alles verbessern kann. Nach dem ersten Lifteln geht’s gleich mal weg von der Piste. Dort sieht Maestro Fausto wirklich jeden kleinen Schnitzer. In der Zwischenzeit ist es sowieso egal, ob man Piste fährt oder nicht. Es liegt überall schönster Tiefschnee und ausgestattet mit der Lizenz zum Blindflug entlässt Fausto uns für heute ins Schneegestöber.

Ich treffe die Frosch-Gruppe auf der Sass BecĂ©- Hütte, der zentralen Hütte im Skigebiet von Canazei, wo wir gemeinsam zu Mittag essen und unsere Ausrüstung auftauen. Die Gruppe war mit Geert im Grödnertal, wo es genauso viel geschneit hat. Ohne zu wissen, wohin ich eigentlich fahre, folge ich am Nachmittag der Truppe über fabelhafte Abfahrten. Der Schnee ist einfach zu schön, um aufzuhören. Irgendwann gelangen wir ins Tal und gönnen uns in Reichweite der Skibushaltestelle und außerhalb der Zuständigkeit der Pistenpolizei im Giardino delle Rose unser verdientes Après-Ski. Besonders lecker sind das gratis Popcorn und die gratis Pizzaschnitten, die bei diesem Après-Ski Ă  la Italiano zu Eros Ramazotti und Italopop, deutschem Bier und diversen Grappi oder Willii serviert werden. Nur wenige, die bei diesem Schnee so lange durchhielten, haben noch Kraft, auf den Tischen zu tanzen, so dass wir den Tag gemütlich ausfeiern und mit dem Skibus die drei Kilometer ins Hotel zum Abendessen fahren. Nach dem üppigen Abendessen will niemand mehr in das anhaltende Schneetreiben hinaus, um das Nachtleben in Canazei zu erkunden. Unsere Reiseleitung hat es schon mehr als einmal ausprobiert und beruhigt uns, dass da nicht viel zu versäumen sei.

Martedi: Madonna, che disastro!

Claudia ist erschüttert! Über einen halben Meter Neuschnee auf einmal hatte die Saison noch nicht gesehen und kein Anzeichen, dass es aufhören könnte. Genau das richtige Wetter, um bei Fausto Skikurs zu machen. Danach treffe ich mich auf der Pizzahütte mit einem Teil der Frosch-Gruppe. Nach dem Mittagessen lässt der Schneefall etwas nach und den Pistenraupen gelingt es langsam, wieder einen Unterschied zwischen Piste und Tiefschnee herzustellen. Die anderen haben im Schneegestöber schon eine urige Hütte am Col Rodella entdeckt, in die wir noch einkehren. Sie hat den Vorteil, dass man ohne Seilbahn über die Talabfahrt zurück nach Canazei gelangt. Dann the same procedure as yesterday im Giardino delle Rose.

Beim Abendessen stellen wir fest, dass Mensch und Material dem extremen Wetter nicht so ganz gewachsen sind. Die ersten Blasen, Druckstellen und sonstigen Wehwehchen werden gemeldet. Martina hat für solche Fälle ein Sortiment an Wundersalben und Pflastern in petto und versorgt die ersten Invaliden. Für alle Fälle hätte sie auch noch ein Paar Krücken in ihrem Kofferraum gehabt, doch hat die gottseidank niemand gebraucht. Für heute Abend war eigentlich Nachtskifahren geplant, was aber bei diesem Wetter von einer absoluten Mehrheit abgelehnt wurde. Wer noch dazu in der Lage war, kam lieber mit ins Nachbarhotel zum Billardspielen.

Mercoledi: Oggi, Neve de velocitĂ .

Der Schneefall hat nachgelassen, die Pisten sehen wieder wie Pisten aus und Fausto nimmt uns mit ins Grödnertal, zerrt den ganzen Kurs in einen Funpark und da die Lawinengefahr nachgelassen hat, auch noch einmal von der Piste weg. Wir kommen gut voran und mein Fahrstil gleicht langsam dem eines Lamborghini.

Geert hat die Gruppe auf die berühmte Sella Ronda geführt und da der Schnee heute so schnell ist, treffen wir uns schon zur Mittagspause am Sass Pordoi. Obwohl ich meinen Handy-Akku geladen habe, gelingt es mir nicht, Geert eine SMS zu schicken. Scheint ein Problem im Zusammenspiel zwischen deutschen und italienischen Netzen zu sein. Übrigens mein innerer Akku ist schon wieder bei 40%.

Von der Terrasse des Rifugio Maria am Sass Pordoi in fast dreitausend Metern Höhe hat man einem genialen Ausblick über die ganzen Dolomiten. Die Teamer verbieten uns jedoch mit Nachdruck, die Tourenabfahrt durch die berüchtigte Pordoi-Scharte anzugehen. Als wir die Strecke von der Gondel aus sehen, verstehen wir auch, dass das etwas für Freerider mit Bergführer ist und speisen erleichtert darüber, da nicht runter zu müssen, zu Mittag. Etwas getrübt wird der Genuss , als Signora Maria die Rechnung für ‚Wurstel con bella vista‘ Ă  16€ präsentiert.

Am Abend besuchen wir noch das Eisstadion, das, wenn nicht gerade Eishockey gespielt wird, dem Volk zum Eislaufen zur Verfügung steht. Einige wagen sich sogar auf die Kufen und drehen ein paar Runden zu Italopop, während wir anderen eine Zapfanlage entdeckt haben, aus der kühles deutsches Bier fließt. Bei der Gelegenheit treffe ich Alfredo und Paula aus meinem Skikurs. Für Italiener ist Eislaufen zur Musik von Eros Ramazotti mit einem kühlen deutschen Bier ein ausgesprochenes Vergnügen, das die fehlenden Bars und Discos in Alba bei weitem aufwiegt.

Die beiden jammern, dass in ihrem Hotel das Essen gar nicht gut schmecke. Ein Problem, um das wir uns im Maria Teresa noch gar keine Gedanken gemacht haben. Es gab zum Frühstück Müsli und Vinschgauer (eine Seltenheit südlich der Grenze zu Südtirol) und abends immer reichlich frischen Salat, leckere Vorspeisen, ein erlesenes Hauptgericht sowie eine süße Nachspeise. Der einzige Grund, nicht alles aufzuessen, war die Größe der Portionen. Kaum nachzuvollziehen, dass Claudia erst ihr zufriedenes Lächeln aufsetzte, wenn mehr als zwei Gäste einen Nachschlag verlangt hatten, den sie so lange der Vorrat reichte auch prompt servierte.

Giovedi: O sole mio!

Das ‚O Sole Mio‘ singen mit Alfredo gestern abend hat gewirkt. Das Wetter hat sich beruhigt und die Sonne scheint wieder. Da heute keine Führung angeboten wird, entschließen sich die Frösche, das Skigebiet auf eigene Gefahr zu erkunden. Fausto fährt mit unserem Skikurs bei traumhaftem blauen Himmel und bestem Pulverschnee die schwarzen Pisten in Arabba. Meine Ski laufen, als ob Enzo Ferrari persönlich die Kanten nachgeschliffen hätte.

Da sich die anderen Frösche irgendwo an den entlegensten Stellen der Dolomiten herumtreiben, mache ich mich nach dem Mittagessen selbständig und nutze den schnellen Schnee, um das Südtiroler Grödnertal und das fantastische Panorama etwas näher zu erkunden. Und siehe da, die Piste zwischen Seceda und Col Raiser wird mit Austropop beschallt. Hüttenzauber wie im Zillertal. Hier hat Anton sich also versteckt! Doch die Zeit drängt. Geert hat mir eingeschärft, wenn ich am Nachmittag so weit kommen sollte, müsse ich stets gegen die Uhr fahren, um rechtzeitig an der Talabfahrt im Fassatal zu sein. Zur Sicherheit hat er mir noch einen Spezial-Pistenplan mitgegeben, damit ich mich ja nicht verfahren kann. Zu spät, und man muss ein Taxi über die Pässe nehmen, was nur zu horrenden Preisen angeboten wird.

Pünktlich um fünf bin ich dann wieder in Canazei, um den Skibus zu erwischen. Doch der kommt nicht zur gewohnten Zeit. Zum nahenden Saisonenden werden diverse Linien eingestellt und man muss, wenn man Pech hat, fast eine Stunde warten…

Endlich im Hotel angekommen, sitzt Geert bereits in der Bar, präpariert mit einem fetten Eding die Buspläne und x-t die gestrichenen Linien aus, damit niemand mehr an der Bushaltestelle zu erfrieren brauche.

Durch die lange Wartezeit an der Bushaltestelle ist es bald auch schon wieder Abendessenszeit. Wie jeden Tag unterhalten sich Martina und Geert über irgendwelche, eigentlich belanglose organisatorische Details. Ausgehend von ‚wir haben bis zum Abendessen für Euch gearbeitet‘ folgt die Frage: ‚Und was habt ihr Urlauber heute Schönes gemacht‘. Damit sammeln sie alle positiven Erlebnisse ein und beginnen eine Konversation, die sich spätestens nach dem Salat nur noch um glückliche Urlaubserlebnisse dreht und einem Hüttenkoller oder dem Frust über die gestrichenen Busverbindungen gar keine Chance läßt. Eigentlich hatten sie diese Masche schon die ganze Woche praktiziert, aber so unauffällig, dass sie mir erst heute auffällt. Entsprechend motiviert sind dann auch alle, mit zur Bowling-Bahn zu gehen und ein paar Runden zu kegeln.

Venerdi: Pisti con rifugi misti

Heute werde ich den Skikurs schwänzen. Scusa Fausto, was ich lernen wollte, habe ich gelernt und die letzte Skigebietsführung hört sich interessanter an:

Wir stehen früh auf, nehmen den ersten Skibus, die erste Gondel und schaukeln bei minus elf Grad und schneidendem Wind durchs Alta Badia. Fast schon am Ende des Skigebiets angelangt, haben wir uns den leckersten Obstsalat der Dolomiten im Hotel Armentarola redlich verdient. Mit dem Bus geht es über den Valparola-Pass zum Falzarego-Pass, von dort mit der Gondel auf den Lagazuoi. Dieser Berg, der im ersten Weltkrieg von Italienern und Österreichern fast weggesprengt worden wäre, bietet heute eine herrliche schwarze Piste mit Blick auf Cortina d’Ampezzo und die bizarren Gipfel der venetischen Dolomiten. Auf der anderen Seite geht’s dann hinunter an den Felswänden des Piz Conturines entlang zur Scotoni Hütte, wo es den besten Grillteller in den ganzen Dolomiten gibt. Zu allem Überfluss wird er auch noch von einer reizenden blonden Bedienung im Dirndl serviert. Doch so schön es auch in der Sonne ist, wir müssen wieder zurück, um nicht der Taxi-Mafia in die Hände zu fallen.

Um auf der Abfahrt von der Scotoni-Hütte, die bald von knackigem rot in ein tiefes blau wechselt, um schließlich ganz flach zu werden, nicht zu viel stochern zu müssen, zieht uns ein Pferdeschlitten zum nächsten Lift. Über die Almen von Alta Badia durch einen sonnigen Nachmittag mit Rundum-Panorama und Blick bis zum Alpenhauptkamm (schönen Gruß ins schattige Zillertal) schweben wir zurück. In La Vizza legen wir noch eine Pause bei einem urigen Senner mit Pelzmütze ein, der seine selbst destillierten Grappa-Kreationen feilbietet. Dann weiter über Arabba und das Pordoi-Joch und hinauf auf den Sass BecĂ©. Geschafft, Viertel vor fünf. Das reicht noch für einen Stop in der Kristiana Hütte auf der Talabfahrt.

Dort sitzen wir nun auf der Terrasse in der Sonne bei einem Latte Macchiato, vor uns die letze Talabfahrt, auf der noch immer der neve de velocitĂ  liegt, hinter uns die Sella, die uns mit ihrem besten Alpenglühen anlächelt und warten drauf, dass die Carabinieri uns ins Tal begleiten.

Um meinen Akku brauche ich mir keine Sorgen machen. Er ist wieder zu 150% mit Endorphinen aufgeladen. Ein rundum geglückter DolomitiSuperSkiurlaub.

Ein Gedanke zu „Mein DolomitiSuperSkiUrlaub 2007

  1. Christian Schöss

    Moin Moin,

    ja ja nicht in der Schweiz vorbei kommen aber in den Dolomiten Vollgas geben…..
    Das werde ich mir merken *g

    See you next Winter
    Gruss Schöss

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