12. November 2014

Reisebericht Froschurlaub Mai 2014 Villa da Filicaja Montaione Toskana, Italien

Reisebericht von Daniela Preller
FROSCH Reiseziel Sportclub Fattoria San Antonio in Montaione, Italien

Wir waren schon x-mal mit Frosch unterwegs. Diesmal fiel unsere Wahl auf die Toskana (irgendwer hatte uns erzählt, dort könne man gut Urlaub machen…J) und wir buchten kurzfristig eine Woche in der Villa da Filicaja. Mitte Mai schien eine gute Reisezeit zu sein; sonnig und warm, aber nicht zu heiß. Schließlich sind wir nicht direkt am Meer.

Die Anreise mit Ryanair ab (Frankfurt) Hahn gestaltete sich trotz meiner ausgeprägten Skepsis erstaunlich gut. Wenn man die Geschäftigkeit, Hektik und Lautstärke des echten Frankfurter Flughafens gewohnt ist, kommt einem Hahn vor wie eine nostalgische Zeitreise. Spätestens als die Check-In-Mitarbeiter die Blechschilder der Zielorte eigenhändig über ihren Check-In-Schaltern aufhingen, konnte ich nicht mehr und ging vor Lachen in die Knie. Dieser Urlaub muss ein Knaller werden!

In Pisa angekommen wartete bereits der blaue Himmel, Sonnenschein und ein freundlicher Fahrer auf uns. Nach ca. einer Stunde Fahrt durch eine atemberaubende Landschaft stiegen wir gut gekühlt aus der schwarzen Limousine und staunten nicht schlecht, als wir das Anwesen betraten. Sensationell ist schon die alleenartige Einfahrt. Holla die Waldfee – wie im Film! Leider habe ich kein Foto gemacht.

An der Villa begrüßte uns die Hausleiterin Dany und gab uns die ersten Informationen. Wir bezogen unsere Zimmer „Camera di Tito“ im Obergeschoss der Villa und waren sofort im Urlaubsmodus. Der Blick aus unseren Fenstern fiel direkt auf dem Pool. Das macht Lust auf mehr. Am Anreisetag gibt es kein Programm – also los geht’s Villa und Umgebung erkunden.

Die Villa liegt etwas außerhalb des Ortes Montaione, den man in ca. 15 min zu Fuß oder in knapp 10 min mit dem Rad erreichen kann. Es gibt auch eine Bushaltestelle direkt vor der Villa und die Busse fahren pünktlich! Im Ort findet man eine Bank mit Geldautomaten, kleine Geschäfte, einige Eisdielen, Bars und Restaurants. Hier geht alles etwas langsamer und beschaulicher zu ohne Hektik und Stress. Wie im Urlaub!! Den kleinen Laden von Mama Maria neben der Kirche St. Regulus müsst ihr unbedingt besuchen und ein frisch belegtes Panini essen – sensationell!!!

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An einem Abend sind wir in einem netten kleinen Restaurante im Ort eingekehrt. Die Pizza war lecker, der Wein süffig und der Ausblick von der Terrasse einfach toll. Wir hatten viel Spaß.

Aber zurück zum Anreiseabend. Da trafen sich alle im Speisesaal genannt Cantina. Das Team stellte sich – und für die Neu-Frösche das übliche Prozedere eines Frosch-Urlaubes – vor, es wurde gegessen und getrunken und natürlich wurden auch die dringendsten Fragen eines Froschurlaubers geklärt. Wer war wann wo und wie oft schon mit Frosch im Urlaub? Und woher kenne ich bloß den Koch?

Das Team bietet die froschtypischen Wanderungen und Radtouren an, die im Verlauf einer Woche i.d.R. anspruchsvoller werden. Da ich lieber wandere als Rad fahre, habe ich mich der Wandertruppe angeschlossen und diese wunderschöne Landschaft zu Fuß erkundet. Dany erzählt Geschichten zu Land und Leuten und erklärt die Flora und Fauna. Und wenn man ganz viel Glück hat findet man eine (oder auch mehrere) Stachelschweinborsten. Also Augen auf!

Die Wanderungen sind auch für ungeübte Läufer zu schaffen. Aber in dieser Umgebung vergisst man eh sofort alle Strapazen, sobald man den Berg oder die Anhöhe erklommen hat und sogleich die sensationellen Ausblicke genießen kann. Im Mai ist das Wetter optimal zum Wandern, aber man sollte immer ein Flasche Wasser dabei haben. Zur Belohnung gibt es dann noch ein Eis oder einen leckeren Cappuccino oder selbstgemachte Zitronenlimonade.

Die Städtetouren nach Florenz und Siena (werden im wöchentlichen Wechsel angeboten) sind sehr empfehlenswert und werden durch eine echt nette deutschsprachige Reiseleitung begleitet. Da wir nur eine Woche da waren, waren wir mit „den Fröschen“ in Siena und auf eigene Faust in Florenz. Beide Städte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen und die Bus-/Bahntickets bekommt ihr direkt bei der Hausleitung. Mir persönlich hat Siena besser gefallen. Diese Stadt atmet Kultur und sie hat sich trotz der vielen Touristen einiges vom mittelalterlichen Flair erhalten. Der Dom Santa Maria ist absolut beeindruckend. Nehmt euch die Zeit und lasst diese Schönheit auf euch wirken. Und nebenan kann man von der Aussichtsterrasse des Museum dell‘ Opera Metropolitana auf die Stadt und weit ins Land schauen.

Der Ausflug nach San Gimignano hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Wanderer sind per Bus und zu Fuß dorthin gekommen, die Radler natürlich mit dem Rad. Gemeinsam haben wir dann die Stadt erkundet. San Gimignano nennt man auch das mittelalterliche Manhattan wegen seiner berühmten Geschlechtertürme. Von denen es noch 14 oder 15 geben soll (darüber streiten sich die Gelehrten). Ich habe 13 gezählt.

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Das Eis in der Gelateria Dondoli verdient und trägt den Titel Weltmeistereis! Sehr zu empfehlen!

Und wer ganz wagemutig ist, geht in ein Geschäft in dem alles aus Wildsau hergestellt wird. Ich habe mich nicht getraut – nur ein Foto geschossen.

Eigentlich bin ich ja ein Morgenmuffel, aber das Frühstück bei Frosch war echt super. Alles da: Marmelade, Honig, Eier (gerührt oder gekocht), Müsli, Joghurt, Obst, Tomaten, Gurken, Oliven, Käse, Wurst, Salami, Schinken, verschiedene Brotsorten, Kaffee, Tee, Säfte, …
Da fiel sogar mir das Aufstehen nicht schwer.

Das Abendessen war ebenfalls abwechslungsreich, mehrgängig und mit viel Liebe und Kreativität zubereitet. Es war ganz sicher für jeden etwas dabei. Am Anreisetag kann man dem Koch Vorlieben oder Abneigungen, bestehende Allergien oder Unverträglichkeiten mitteilen. Dies wird dann bestmöglich im Menüplan berücksichtigt.

Die Getränke stehen in den Kühlschränken in der Cantina oder auf der Terrasse. Wer was nimmt macht einfach einen Strich auf der Getränkeliste. Aber Achtung – nicht die Rotweinflaschen mit dem Oliveröl verwechseln. Die Preise sind moderat und ganz ehrlich – ich hab´ Urlaub, da schleppe ich doch keine Getränke vom Supermarkt in die Villa. Der Rotwein ist im übrigen sehr zu empfehlen.

Apropos Wein: Die Wein-/Ölverkostung mit dem Herrn Grafen darf keinesfalls unerwähnt bleiben. Der Herr des Hauses in der 13. Generation ist Graf Antonio Nardi-Dei da Filicaja Dotti, ein smarter Italiener, der seinem Namen alle Ehre macht. Die Cantina war schön herausgeputzt und er erzählte amüsant und kurzweilig über die Familiengeschichte und wirklich interessante Dinge über Wein und Olivenanbau. Salute!

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Was soll ich sagen ein rundum gelungener Abend.

Ach ja, rund um die Villa befinden sich die Pferdekoppeln der Italian Horse Foundation. Details dazu gibt es beim Schnupperrundegang um die Villa oder bei Dany oder zum Nachlesen in den verschiedenen Unterlagen/Broschüren.

Mein Fazit: Die Toskana ist auf jeden Fall eine Reise wert. Aber eine Woche ist definitiv zu kurz. Ich kommen wieder. Wer sich in einer wunderschönen Landschaft sportlich betätigen möchte, das italienische süße Leben kosten will sowie Kunst und Kultur mag, der ist hier absolut richtig. Das Frosch-Team war echt toll. Danke für den rundum gelungenen Urlaub.

Arrivederci! … bis zum nächsten mal!

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