22. August 2011

Reisebericht Griechenland – Lesbos vom 06.07.2011 – 20.07.2011

Reisebericht von Claudia Arens (claudialisa07 at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Aphrodite aus Lesbos, Griechenland

Nachdem wir uns lange weder für ein bestimmtes Urlaubsziel noch einen konkreten Zeitraum entscheiden konnten, fiel unsere Wahl dann sozusagen in letzter Minute auf Lesbos. Da dies unsere erste Sommerreise mit Frosch und überhaupt unsere erste Reise nach Griechenland war, werden wir hier keine Vergleiche mit anderen Domizilen anstellen können. Euch erwartet also in den folgenden Zeilen ein subjektiver aber ungeschönter ‘erster‘ Eindruck dieser Frosch-Reise. Von anderen Reiseberichten und der Beschreibung im Katalog ermutigt, haben wir gleich zwei Wochen gebucht. Vorweg gesagt, wir haben es nicht bereut!

Das Hotel Aphrodite liegt etwas außerhalb des Ortes Molyvos und machte auf uns schon direkt bei der Ankunft einen sehr guten Eindruck. Unser Zimmer im Haupthaus (Kat. C: Hauptgebäude. DZ mit Du/WC (ca. 20 m²), Balkon) war sehr modern eingerichtet und frisch renoviert. Die Zimmerwände in zartem Lindgrün harmonisierten sehr schön mit der Möblierung aus dunklem Holz, kombiniert mit hellen Stoffen und Bezügen. Das Bad war zwar klein, bot aber ausreichend Platz für eine Person und war ebenfalls sehr geschmackvoll renoviert. Zum Zimmer gehörte neben einer Klimaanlage, einem Fernseher (mit 2 manchmal auch mit 3 deutschen Programmen) und einem Safe auch ein kleiner Balkon, den wir allerdings ausschließlich zum Trocknen von Wäsche und Handtüchern nutzten. Die Balkone im Haupthaus sind extra dafür mit einer kleinen Wäscheleine ausgestattet.  Alles in Allem waren wir mit der Unterkunft sehr zufrieden. Das Strandhaus ist zwar sehr schön gelegen, jedoch gab es während unseres Aufenthaltes doch schon das eine oder andere Problem mit Insekten, der Klimaanlage und der Warmwasserversorgung. Das Rauschen des Meeres direkt vor dem Fenster hat jedoch so manchen Gast für diese kleinen Unannehmlichkeiten entschädigt. Müssten wir uns noch einmal entscheiden, würden wir jedoch auf jeden Fall wieder ein Zimmer im Haupthaus wählen.

Auf Lesbos geht es mit dem Bike (und auch zu Fuß) fast grundsätzlich nur bergauf oder bergab. Das macht sich dann auch in der Schwierigkeit der Touren bemerkbar. Wirklich leichte Touren gibt es eigentlich nicht. Trotzdem lohnt es sich die eine oder andere Anstrengung in Kauf zu nehmen; und schließlich beinhalten die Touren auch immer einen wirklich leckeren Schlemmerstop (der griechische Joghurt in Skala Sykaminia ist sehr zu empfehlen)! Macht man sich auf, so wird man allmorgendlich vom Hausberg begrüßt, an den man sich aber nach ein paar wenigen Tagen gewöhnt hat. Sollte man mal auf eigene Faust nach Molyvos aufbrechen wollen, was übrigens auch sehr zu empfehlen ist, muss man ebenfalls den Hausberg überwinden, es sei denn, man hat das Glück gerade den kostenlosen Shuttletransfer des Hotels zu erwischen. Die Teamer haben wir als sehr dynamisch und engagiert wahrgenommen, die sich auch noch bei 37°C Luft- und über  50°C Asphalttemperatur mutig der Sonne entgegenstellten und mit den echten Cracks ihre Touren fuhren/gingen. Wir haben in diesem Moment, im wahrsten Sinne des Wortes, die Segel gestreckt und sind auf Wassersport umgestiegen. Auch hier findet man in der kleinen Bucht des Hotels viele Möglichkeiten sich sportiv die Zeit zu vertreiben. Der Wind ist zwar auch schon mal etwas launisch, so dass ab und zu als Surfer auf dem Wasser steht, Segel im Anschlag und man minutenlang nicht von der Stelle kommt, aber im Großen und Ganzen sollte hier jeder auf seine Kosten kommen.

Neben den zahlreichen Tourenangeboten der Teamer, war es uns wichtig die Insel auch mal auf eigene Faust zu erkunden. Roller sind vor Ort schon für 10 € pro Tag zu haben, für den Quad haben wir 25-29 € pro Tag bezahlt. Wenn man ein wenig abseits der Hauptstraßen fahren will, eignet sich ein Quad auf jeden Fall besser als ein Roller – wir haben es ausprobiert – und macht auch ein bisschen mehr Spaß. Ein Ausflug über die Insel lohnt sich in jedem Fall, denn es gibt viel zu sehen. Will man sich abseits touristischer Knotenpunkte bewegen, braucht man allerdings zumindest einen guten Reiseführer und eine Karte, am besten ein GPS-Gerät. Da die Insel nicht unbedingt auf Tourismus ausgelegt ist, sind interessante „Sehenswürdigkeiten“ nur sehr vereinzelt ausgeschildert. Es mangelt des Weiteren auch an Informationstafeln, etc. Diese Informationen muss man dann dem Reiseführer entnehmen.

Wer sich für GPS-gestützte Schatzsuche interessiert, wird sich auch über allerhand kurioses freuen dürfen. So findet man mitten im Nirgendwo eine Ruine einer antiken Kirche, dessen Sakristei  anscheinend bis heute instand gehalten wird, für religiöse Momente genutzt wird und offensichtlich noch so etwas wie Relikte/Gebeine enthält. An anderer Stelle kann einem auf einem Sandstrand auch schon mal ein Panzerwrack begegnen.

Zum Schluss das Wichtigste: das Essen! Das Abendessen, das von den Froschgästen immer gemeinsam an einer langen Tafel eingenommen wird, ist sehr abwechslungsreich, vielfältig, frisch und sehr, sehr lecker! Eisgekühltes Wasser gibt es immer kostenlos dazu. Leider kann das Frühstück mit dem Abendessen in keinster Weise mithalten. Weder abwechslungsreich, noch vielfältig in der Auswahl und leider, bis auf die Orangen und Melonen, auch geschmacklich etwas fad.

Unser Fazit:

Die Insel Lesbos, der Ort Molyvos und das Hotel Aphrodite sind auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt sehr viel zu entdecken und zu unternehmen. Mit Teamern wie wir sie vorgefunden haben, an dieser Stelle ein dickes Lob an Tim, Saskia und Henning, werden auch 2 Wochen bestimmt nicht langweilig. Auch für jeden, der keine Bettenburgen anschauen möchte, wie in weiten Teilen Spaniens üblich sind, sei Lesbos eine wirkliche Alternative. Wir werden bestimmt früher oder später wieder kommen und freuen uns schon auf unsere nächste Griechenlandreise mit Frosch.

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