6. Oktober 2004

Reisebericht Kalabrien vom 28.8.-11.9.04

Reisebericht von Sandra Cortmann (scortmann at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Ferienanlage Grotticelle, Kalabrien – Capo Vaticano

Meine zweite Froschreise stand an. Endlich war der Urlaub da. Vorfreude auf Sport, Landschaft, Sonne, Meer und nette Leute. Am Flughafen angekommen schaute ich mir die Reisenden an und halte Ausschau nach anderen „Fröschen“. Meist sind sie schnell entlarvt. Hat man sie nicht schon am orangen Ticket erkannt sieht man es spätestens am Schuhwerk und dem passenden Rucksack als Handgepäck. So traf man sich dann natürlich auch. In der Eincheckreihe neben mir ein eindeutiger Frosch. Ein kurzes „Hallo“, ein Stutzen und die Frage, ob man sich nicht kennt? Da waren wir uns letztes Jahr schon auf Korsika begegnet. Lustig, das fängt doch gut an.

KalabrienIn Lamezia Terme gelandet fanden sich dann auch die anderen Frösche ein. Aber ein Froschschild? Erstmal war nichts zu sehen.
Bis uns ein Italiener mit geübten Blick uns gezielt ansprach: „Frosch?“ Und ihm entging keiner.
Und da war auch schon das bekannte Froschschild. Irmi kam angehetzt und entschuldigte sich für die Verspätung. „Rückreisestau“. Auf der Fahrt zum Hotel sahen wir dann was sie meinte. Ein ziemlich langer Autocorso schlängelte sich an uns vorbei. „Gott sei Dank“ wollten die alle in die andere Richtung.
Auf der Fahrt wurden uns die größten Sehenswürdigkeiten von unserem Fahrer „Nazareno“ erklärt. Pizzo – Gelatti – Tartufo – Super! Cipolla – Super! Mare – Belissima! Dazu die Nationalhymne als Popversion – Bella Italia – ich bin da.

Angekommen im Hotel bin ich sehr angetan vom schönen Ambiente. Ich war sehr gespannt, denn das gebuchte Appartement war für zwei. Wer wird denn da wohl die Zweite?
Ulrike wurde es – was für ein Glück, denn sie hatte die „Rescue-Salbe“ dabei, die schon bald zum Einsatz kommen sollte.
Das Appartement war sehr großzügig, mit Küche, großem Bad und Balkon . Und wir hatten sogar Meerblick! Man ist das schön!

Tja und dann änderte sich die Ausrichtung meines Urlaubes schlagartig. Für den nächsten Urlaub wird auf jeden Fall ein Ziehkoffer angeschafft. Leider verhob ich mich nämlich an meiner Reisetasche, somit gestalteten sich die ersten Urlaubstage etwas steif und unbeweglich. Aber die Rescue-Salbe (Danke Ulrike!) und die Sonne halfen.

Trotz meiner eingeschränkten Möglichkeiten war der Urlaub sehr ausgefüllt. Eine nette Truppe von 14 Leuten und eine entspannte und freundliche Irmi machten die 2 Wochen zu einem sehr schönem Erlebnis.

Kalabrien

Und nicht nur für das Tagesprogramm war gesorgt, auch das Abendprogramm war liebevoll zusammengestellt. Und das, obwohl Irmi ohne ihren Mountenbikeguide auskommen musste. Steffi lag noch krank in Deutschland und verstärkte das Team sympatisch in der zweiten Woche.
Auch wenn man kein Sportcrack ist, die Wanderungen sind gut zu schaffen und auch von den Radtouren kamen alle wieder zurück. Was man wissen sollte, bei jeder Radtour wartet ein Auf und Ab, und das nicht zu knapp. Das wurde mir so aus erster Hand berichtet, mein Rücken ließ leider nur eine kleine Schnuppertour zu.
Neben dem sportlichem Programm gibt es viel Kultur, Städte wie Pizzo, Tropea, Scilla, und Reggio di Calabria sind gut mit dem Zug zu erreichen. Das meiste wird auch im Programm angeboten. Man sollte sich eine Zugfahrt wirklich nicht entgehen lassen. Wenn man dann noch den richtigen Schaffner erwischt bekommt man neben dem puren Eisenbahnerlebnis auch noch einen guten Tourführer, der einem die vorbeirauschenden Sehenswürdigkeiten erläutert, auf schöne Küstenabschnitte hinweist und einem einen kurzen Abriss über die kalabrische Geschichte gibt. „Italienische Gastfreundschaft“!

Die pure Entspannung mit schöner Überraschung bietet der Katamaranausflug mit Miriam, die auch Segel- und Surfkurse anbietet.

Der Hausstrand ist nicht weit entfernt. Ein kurzer dafür um so steilerer Berg führt einen hinab zu einer Bucht die fast alle Beachträume erfüllt. Es ist zwar immer viel los, aber deswegen braucht man auf ruhigeren Strand nicht verzichten. Man schnappe sich ein Tretboot oder ein Kajak – beides bezahlbar- und begibt sich zu einer von zahlreichen, traumhaften Buchten die schnell zu erreichen sind.

Kalabrien

Auch das Schnorcheln sollte man sich nicht entgehen lassen. Es ist vielleicht nicht so faszinierend wie ein großes Korallenriff, aber ich war dennoch total begeistert wie viele Fische sich so nah am Strand tummelten.

Einziger Wehrmutstropfen war der Beachvolleyballplatz. Aber dennoch ist es ein Erlebnis gewesen italienische Improvisation erleben zu dürfen. Alles was sich da so am Tage auf dem Platz breit gemacht hatte wurde kurzer Hand umplaziert.

Ein besonders gutes Beispiel für ein so schön vorbereiteter Programmpunkt war der Chill-Out Abend am Strand. Ich möchte allen denjenigen die noch den Weg nach Kalabrien in diesem Jahr finden sollten nicht zu viel verraten. Nur soviel – es ist einfach nur schön!!!

Den Ausflug nach „Stromboli by night“ sollte man sich auch nicht entgehen lassen.
Eine zweistündige Bootsfahrt bringt einen zu einem der wenigen noch aktiven Vulkanen. Nach dreistündigem Bummeln durch viele enge und verwinkelte Gassen, ein gemütliches Essen und dem Genießen der Atmosphäre ging es zurück aufs Boot. Um die Ausbrüche, die alle 10-15 Minuten stattfinden, besser beobachten zu können fährt man etwas um die Insel herum. Wir hatten Glück, 4 Ausbrüche, hoch geschleuderte Lava, wie bei einem Feuerwerk, veranlassten das ganze Boot zu melodischen „Uhh – Ahh – Ohh“! Ein tolles Schauspiel, Und dazu hatten wir noch das Glück, Delphine auf der Hinfahrt zu sehen. Ein unvergesslicher Tag.

Kalabrien

Noch so vieles was man berichten könnte. Aber besser ist – selber erleben. Also auf nach Kalabrien!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.