17. September 2006

Korfu – Der perfekte Tag

Zum Reiseziel Frosch Sportclub Korfu, Griechenland

Reisebericht von Susanne W.

7.30 Uhr
(ja, ihr lest richtig!) Hallo Wach Gymnastik mit / bei Eva am Pool. Trotz der frühen Stunde ein Genuss: die Luft ist traumhaft frisch und würzig, die Sonne gerade aufgegangen. Alle nicht-sporttreibenden Gäste schlafen noch, nur die Vögel und Grillen sind hörbar gerade wach geworden. Die 5 Tibeter und die sanfte Musik passen 100% zur Stimmung. Und bis zum Frühstück kann man ja noch mal ins Bett gehen…

8.30 – 09.55 Uhr
…muss man aber nicht, wenn man (wie ich) Hunger hat und es genießt, auch mal allein auf der Dionyssos-Terrasse zu sitzen. Das Frühstück ist wie gehabt super (siehe Bericht von 2004) und allmählich tauchen auch andere Fröschinnen auf.
Trotz der immer noch recht frühen Tageszeit haben wir ein immer noch aktuelles Gesprächsthema: die Fußball-WM. Hätte die deutsche Mannschaft ohne Ballack im Halbfinale gewinnen können? War Zidanes „Ausfall“ nach dem Finale menschlich nachvollziehbar oder für einen Profi, der sein letztes Spiel absolvierte, schlichtweg unwürdig? Wird das fröhlich demonstrierte Nationalbewusstsein der Deutschen Bestand haben?
Diese und andere sportlich schwerwiegende Fragen beschäftigten uns, bis zwei männlicher Frösche sich an unseren Tisch setzten und ein neues Thema anschnitten: Die Qualität von Korbstühlen und passenden Sitzkissen.
Irgendwas ist seit der WM anders geworden….

Korfu

10.00 – 12.50 Uhr
Eva ist (natürlich, denn wir wissen ja aus dem Katalog, dass die Teamer/Innen fast rund um die Uhr für uns da sind) schon wieder fit für uns, denn: Laut Programm ist eine Wanderung nach Marathias angesagt. Klein, aber fein, was bedeutet: ein Froschstiefel. Dies kann ich nachträglich bestätigen: die höchste Steigung betrug gefühlte 7%.
Bald nach dem Feldweg hinter dem Dionyssos geht’s es in die Olivenhaine, wo Eva ihr Hintergrundwissen unter Beweis stellt: Anzahl der Olivenbäume, Ursachen ihrer fleckenhaften Beschaffenheit uvm. (Bei Interesse nachzulesen in Bericht s.o.)
Aber es gibt auch neue Infos, z.B. Unterscheidungsmerkmale von männlichen und weiblichen Zypressen (wird hier nicht verraten, aber unbedingt merken! Wird bei der Abschiedsfete in Form eines table-quiz abgefragt).
Und immmer wieder Evas berechtigte Erinnerung; ist der Durst erst da, ist es eigentlich schon zu spät zum Trinken.
Weitere erleichternde Erkenntnis während der Wanderung; es gibt Männer, mit denen man über anderes als Korbstühle reden kann! Konkret: Islam, Fundamentalismus, Türkei in die EU.
Nebenbei und immer wieder traumhafte Aus- und Einblicke ins Grüne und mittlerweile Blaue: Trotz Hochsaison gibt es einsame Strände! Und als Zugabe: Sand mit Goldsprenkeln und das Blau des Meeres in allen Schattierungen. Was will Frau /Mann eigentlich mehr??
Eva verabschiedet sich am „frosch – anderen Ende“ von Agios Georgios von uns Wanderern und bekommt Beifall – nach ihrer Aussage ihren ersten als Teamerin. Schade eigentlich!

Korfu

12.51 – 14.00
Zeit für die 1. Pause und einen frappĂ©-natürlich im Malibu (meiner Stammtaverne an diesem Ortsende) mit traumhafter Aussicht auf Strand und Meer und super nettem Personal. Anschließend bedarf es zum kurzen Abchillen der Hängematte beim Swimming-Pool ….

14.00 – 16.30
Der Tag ist noch lang, MB stehen zur Verfügung, was spricht also gegen eine kleine Radtour? Nach kurzem Blick in die Karte heißt es: ab aufs Fahrrad und an den nahe gelegenen Korission, einem nördlich von Agios Georgios unmittelbar hinter dem Strand gelegenen Binnensee. Nach dem bereits bekannten Feldweg hinter dem Dionyssos ist zwar Straße angesagt. Doch die Grillen zirpen derart gruppenstark und intensiv, dass sie selbst lästige weil lärmende Motorradfahrer ansatzweise übertönen. Und nach wenigen Kilometern geht es auch schon wieder links ab in die grüne, schilfumsäumte Einsamkeit.
Setzt euch einfach hin und genießt den Ausblick. Am See ist oft trotz Hochsaison kein Mensch zu sehen, dafür aber mit etwas Glück Graureiher, Kormorane und (für mich) namenlose blaue Vögel. (Bitte nicht zu nahe ans Ufer gehen: der Korrission ist ein Naturschutzgebiet, an / in dem seltene Tiere leben und brüten!). Und: Ein Fernglas ist hier ebenso angesagt wie Sonnenschutz (kein Schatten!) und viel Geduld!
Falls Ihr auf dem Rückweg durstig geworden seid oder euer mitgenommenes Wasser mehr als lauwarm ist: auf dem Rückweg zur Hauptstraße lädt eine kleine, schattig gelegene Taverne zum Verweilen ein.

Korfu

17.00 – 18.00
Nicht zu glauben, aber wahr: Eva ist schon wieder für uns da!
Diesmal ist Aerobic zum Aufwärmen und BOP angesagt. Jede Menge Spaß, gute Musik und Bewunderung meinerseits für eine 83jährige Fröschin, die nicht nur das Fitness-Programm mitmacht, sondern fast jeden Tag auf dem Surfbrett steht.

18.15 – 18.50
Date mit Nikos (direkt unterhalb der Harley-Bar) zum Parasailing. Meine eigentlich als Spaß gemeinte Frage wird ernsthaft beantwortet: der letzte Hai wurde am Vorabend ca. 200m vor der Küste gesichtet. Nikos fährt mich, zwischen Schirm und Boot in der Luft schwebend ganz schön weit raus…. (Aber Haie sollen ja sowieso mehr auf seelöwengerundete Surfbretter stehen).
In jedem Fall: es lohnt sich – nein, es ist ein Traum, besser als Ballonfahren, besser als Kollossus ( wer sie nicht kennt: die höchste Holz-Achterbahn Europas im Heidepark Soltau, die euch ziemlich steil und 60km tief in 120 km/h fallen lässt) und besser als ..… (Zutreffendes nach eigenem Belieben bitte einfügen).

Zurück zum Parasailing: Der Blick über die Bucht und das Meer sowie den Korission-See ist ebenso gigantisch wie das Gefühl der absoluten Freiheit!

Korfu

18.51 – 19.30
Nach diesem Highlight ist ein drink angesagt. Die Entscheidung zwischen meinen Stammkneipen (an diesem Ortsende) Harley-Bar und Palladium fällt schwer. Lieber andere Frösche treffen, Schöne Hintergrund-Musik hören, mit Anita klönen und Leute auf der Straße beobachten? Oder direkt am Meer sitzen, den Wind um die Nase wehen lassen und Komplimente vom Chef anhören? Heute entscheide ich mich für die letzte Variante und genieße das gut gekühlte Mythos-Bier im wunderschönen Henkelglas (von denen es leider immer weniger auf der Insel gibt, was nicht an mir liegt!).

22.00 – 23.30
Nach dem wie gehabt traumhaften Abendessen in der Magno-Bar (vgl. nahezu alle Korfu-Berichte) ist der Tag noch lange nicht zu Ende. „Schnuppertanzen“ ist laut Programm angesagt, was bedeutet: Ingo (Hausleitung Sportclub und u.a. ehemaliger Tanzlehrer) führt alle Gar-Nicht- und Wenig-Könner/innen in den Disco-Fox ein. Tolle Idee –wenn die meisten der männlichen Froschgäste nicht solche Tanzmuffel wären.
Vorteil für mich: ich habe zeitweilig das Vergnügen von Ingo selbst geführt zu werden. Geduldig und nur wenig verzweifelt weist er mehr als einmal darauf hin, dass ER die Regie hat und die Drehungen vorgibt….Erinnerungen an dirty-dancing lassen sich nicht ganz verdrängen…
Tipp: auch und gerade an männliche Froschgäste: unbedingt mitmachen!!

23.35
Letzter Blick von der Terrasse der magno-Bar in den sternenklaren Himmel. Mit etwas Geduld und dem richtigen Blick seht ihr garantiert Sternschnuppen. Denkt daran: immer etwas wünschen, z.B. dass der morgige Tag genauso schön und erlebnisreich sein wird!

Zuviel action für euch? Kein Problem! Als Frosch-Gast könnt ihr euch auch einfach den ganzen Tag ans Meer, den Pool oder die Hängematte begeben und keiner stört euch oder hält euch davon ab.
Aber vielleicht mögt ihr ja den einen oder anderen Programmpunkt ausprobieren. Viel Spaß dabei!

Herzlichen Dank an Vera Gehling für die Zur-Verfügung-Stellung der Fotos!

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