21. Juli 2007

Korfu im Mai – Jassu!!!

Reisebericht von Toralf
FROSCH Reiseziel Sportclub Korfu in Griechenland

Korfu – diese sagenumwobene Insel, ist vielseitig, interessant und beliebt. Ende Mai ist eine ideale Reisezeit, wenn man viel sehen, sporteln und erleben will – und auch Sonnenbaden und Baden im Meer kommen nicht zu kurz.

Bei Ankunft am Flughafen mussten wir etwas warten, bis der Bus abfuhr, was aber größtenteils an den Flugverspätungen lag. Aber die Münsteraner, die fast noch zwei Stunden länger gewartet hatten, taten uns schon etwas leid. Das Gute war aber, dass man gleich Anschluss gefunden hatte.

Die Zimmer im San Georgio sind wunderbar. Einige Bäder waren neu renoviert, auch sonst haben sowohl Zimmer als auch Balkon einen sauberen Eindruck gemacht. Gäste des Kantas berichteten leider auch mal von Eskapaden wie „nur kaltes Wasser“ oder „nur heißes Wasser“. Ein Moskitonetz für die Nacht ist ratsam, Deckenhaken sind vorhanden und man ist vor Mücken sicher.

Gleich zum Abendessen konnten wir sowohl die Mango-Bar als auch den schönen Ausblick von der Terrasse genießen. Chefkoch Thorsten mit seinem Team gibt sich wirklich jeden Abend Mühe, alle seine Gäste zu begeistern. Manchmal sind es aber auch die kleinen Sachen, die besonders köstlich sind, z. B. der Honig mit Zimtaroma als Dessert (Danke, Marcel!). Auf unseren Wunsch hin ließ sich Thorsten auch dazu überreden, das Tzatziki mal etwas schärfer anzubieten.
Die Getränkepreise gehen allgemein in Ordnung (großes Mythos-Bier €3,00, Liter Wein €7,00), aber der Ouzo dürfte etwas preiswerter sein als €2,00 … Und auch nur je eine Sorte Weiss- und Rotwein sind für Griechenland etwas dürftig.

Beim Frühstück geht es einfach zu, aber für Griechenland immer noch OK. Besonders schön ist es, wenn die Morgensonne so nach und nach die gesamte Frühstücksterrasse erfasst und man schon zur Sonnenbrille greifen muss. Wer ganz früh essen will/muss, sollte sich darauf einstellen, bei den Frühstücksvorbereitungen selbst mit anpacken zu müssen. Direkt um 8.00 stand das Frühstück selten bereit …

Im San Georgio selbst findet man beste Voraussetzungen für Sport vor. Nur die Mittagsruhepause zwischen 14.00 und 17.00 nervt, naja Gesetz ist eben Gesetz. Aber man kann das ganz gut überbrücken mit Schwimmen im Pool, Sonnenbaden, Abhängen in den Hängematten oder einem Imbiss an der Poolbar.
Der Tennisplatz ist super. Wir spielten hier auch mal Fußball oder machten Zirkeltraining unter Inas Anleitung. Überhaupt waren Inas Kurse (Rücken, Bauch, Aqua Gym usw.) sehr gut gestaltet.
Beim Tennisspielen sollte man sich darauf einstellen, dass Bälle auch mal über die Umzäunung fliegen. Das zieht meistens eine Suche in dichten Hecken und dornigen Sträuchern nach sich – nicht ganz so angenehm. Vielleicht kann das FROSCH-Team ja mal eine Rodung vornehmen?
Auch das Volleyballfeld war gut frequentiert. Da es windgeschützt liegt, geht Spielen nahezu immer. Die Bikes waren alles SCOTTs, leider etwas zu wenig. Auch das System mit den Reservierungen hat nicht immer richtig geklappt. Apropos zu wenig: auch die Poolliegen reichen über Mittag selten aus.

Einige Highlights möchte ich noch hervorheben:
Vistonas Bike Tour: man sollte etwas Übung bzw. gute Kondition haben, denn die Tour liegt so zwischen 60 und 70 km. Man sieht viel von der Insel, erkundet seine körperlichen Grenzen (Serpentinen!) und in der Gruppe macht es einfach Spaß. Tipp: zum Anfang, auf den steilen Kieswegen, erst mal langsam angehen lassen (Sturzgefahr).

Bootsausflug Paxos und Antipaxos: diese öffentlich angebotene Tour wurde zu ca. 80% nur von Fröschen belegt, was dem Spaß an Bord durchaus dienlich war. Dazu konnte Marlen etliche Geschichten aus der griechischen Mythologie beitragen. Es macht einfach Spaß, solche Geschichten zu hören, wenn man an beeindruckenden Klippen oder aus dem Wasser ragenden Einzelfelsen vorbeischippert (dank Marlens Beiträgen ist es dann wie Fernsehen inkl. Ton). Zum Badestopp hielten wir vor einer Bucht von Antipaxos. Man konnte vom Boot abspringen, die 4 m im Flug voll genießen, um dann ins klare, erfrischende Wasser einzutauchen. Schwimmt man die ca. 200 m bis zum Ufer, kann man sich am grobkörnigen, weißen Strand erholen und fühlt sich wie in der Karibik.

Korfu

Auf dem Rückweg hatten wir noch das Glück, woran selbst der Kapitän schon nicht mehr glaubte: vor uns tauchten etwa 5 Delfine auf. Großes Gejohle an Deck, ein paar Mal zeigten sie sich noch, ehe sie wieder verschwanden. Seegang war an unserem Tag nur sehr gering. Von anderen Touren wurde berichtet, dass einige Leute doch etwas blass heimkehrten …

Kerkyra: es wäre übertrieben zu sagen, es sei eine wunderschöne Stadt … aber sie hat was. Der Blick von der Neuen Festung offenbart eher eine chaotische Beton-Ansammlung.

Korfu

Die Stadt hat diesen venezianischen Charme und gerade im Mai blühen überall noch die Blumen farbenfroh. Sieht man genauer hin, entdeckt man schöne Ecken und kleine Gassen, in denen am späten Nachmittag das Leben erst so richtig erwacht. Man hat Aussicht auf die vielen Fährschiffe und von der Alten Festung blickt man zurück auf die Promenade, abends sehr hübsch beleuchtet.

Korfu

Sissi-Schloß: eine Kultstätte nicht nur für Österreicher. Einige wenige Exponate sind ausgestellt, aber alles mit viel Liebe zum Detail. Der Garten ist übersichtlich und schön gestaltet. Dazu hat man einen herrlichen Ausblick zum Meer und bis rüber zum Festland. (Leider zog hier ein Gewitter auf, damit fiel auch der Foto-Stopp an der Mäuseinsel „ins Wasser“.)

Motorroller, eigene Tour: verbringt man 2 Wochen auf Korfu, bietet es sich an, dass man den Sonntag nutzt (Einweisungstag für die Neuen, außerdem sind die Straßen leerer), sich einen „Scooter“ zu mieten. Man schafft es, die gesamte Nordtour abzufahren und an den schönsten Plätzen zu halten: Agios Gordis, Paleokastritsa, Kassiopi. Man sieht auch die Meerenge zu Albanien, etwa nur 4 km breit und viel Bootsverkehr.

Korfu

Vielleicht bleibt auch noch Zeit für Kerkyra am Abend, dabei hat man natürlich mit dem Scooter enorme Parkplatzvorteile. Von Kerkyra bis Agios Georgios hat man noch ca. 70 min Heimweg (nur für die, die Angst haben, das Abendbrot zu verpassen).
Sicher sind die Scooter nicht ganz ungefährlich, aber man muß ja nicht so rasen … Bei GEORGE bekommt man einen für 20 Euro, für Stammkunden auch mal nur 15 Euro, Zitat George: „ … now you belong to the family!“. Man mietet sie am besten von abends bis abends, so dass man morgens keine Zeit mit der Abholung verliert. Empfehlenswert ist, dass man den Scooter vorher kurz testfährt und auf alles Wichtige kontrolliert.

Glühwürmchen: sowohl über den Wiesen im San Georgio als auch entlang des Weges zum Dionyssos sieht man nachts Glühwürmchen. Das ist schön und auch schön romantisch.

Die Kofioter sind total nette Leute. Sie grüßen zurück, wenn man ihnen bei Ortsdurchfahrten ein „Kalispera“ zuruft und lächeln zufrieden. Sie helfen einem, wenn man Hilfe braucht und holen dafür auch gerne Bekannte ran, die Deutsch sprechen. Man hält hier scheinbar jeden, der mit Bike unterwegs ist, für einen Deutschen. Dazu folgende Anekdote: bei einer Tour stellte ich mein Bike vorm Supermarkt ab, um mir was Trinkbares zu besorgen. Wortlos stellte ich die Flasche an der Kasse hin und der (etwas ältere) Verkäufer sagte in fast sauberem Deutsch „90 Cent bitte“. Natürlich haben wir uns dann noch kurz unterhalten – aber so etwas spricht doch Bände!

Das Team der Teamer war ein tolles Team, obwohl Annabelle und Patrick praktisch selbst erst die ersten Wochen vor Ort waren. Von Marcel waren viele gute Tipps zum Biken zu bekommen („Bike-Workshop“), auch wenn uns dabei ein kurzer Regenschauer überraschte. Und Marlen war sozusagen die „Mutter der Kompanie“, die sich um uns kümmerte, wo sie nur konnte.

Die Destination auf Korfu liegt gut und bietet viel. Wem es hier langweilig wird, dem ist nur noch schwer zu helfen … Wir waren wieder eine gute Truppe und viele Leute (auch Neufrösche) waren sich einig, dass das nicht der letzte FROSCH Urlaub war. Mein zweiter FROSCH Urlaub konnte damit den guten Eindruck des ersten weiter bestätigen.

Von hier aus nochmal herzliche Grüße an alle Leute, die mit mir diesen Urlaub verleben durften sowie natürlich an die Teamer. Und irgendwann trifft man sich bestimmt mal wieder!

3 Gedanken zu „Korfu im Mai – Jassu!!!

  1. Michael

    Jassu Toral,
    ich weiss nicht was Du im Kühlschrank hast, aber ich habe nicht jeden Morgen
    3 Arten von Eiern, 5 Sorten Marmelade, English Frühstück,
    und und und.
    Ach ja, was machen alle eigentlich immer Panik um diese Mücknen.
    Wir hatten kein Mückennetz, keine Klimaanlage und KEINE einzige Mücke im Zimmer.

  2. Oli

    Hallo Toralf,

    danke für Deinen Bericht, der wiederspiegelt auch ungefähr meine Meinung wieder.

    Vielen Dank noch einmal an das tolle Team. Es hat Spaß gemacht mit Euch. Nur noch ein Tipp: Wenn Ihr die Kostüme für die Caribean-Party schon fertig im Schrank habt, zieht sie doch auch an. Das kommt immer gut an.

    Die „Mittagsruhe/ Siesta“ von 14 bis 17 Uhr fand ich gar nicht schlecht. Sonst hätte ich den ganzen Tag Beach-Volleyball gespielt und mir gar keine Erholung gegönnt. Das kann gut beibehaten werden. Außerdem soll ja die meckernde Nachbarin auch mal ihre Ruhe haben. Wollen wir mal nicht so sein.

    Mücken hatten wir auch nicht viele gehabt. Die paar nervigen Dinger, die sich mal ins Zimmer verirrten, konnte man totschlagen. Gut, der eine oder andere Stich bleibt nicht aus, dafür ist die Wand auch mit ein wenig „Grafiti“ bedacht worden.

    Die Preise für Bier und Co finde ich ausreichend. Das sollte definitiv nicht teurer werden. Obwohl bei 50 Cent weniger pro Bier oder Ouzo die Marge immer noch ausreichend hoch sein sollte bei den m.E. ziemlich geringen Einkaufspreisen. Und der Absatz stimmtja auf jeden Fall. Wir haben doch ordentlich Menge abgenommen.

    Ansonsten kann ich immer nur bestätigen: Korfu ist eine tolle Destination, es lohnt sich auf jeden Fall. Das das Beach-Camp im Mai ist Klasse. Da ist es noch nicht ganz so heiß. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei. Und ein Besuch bei Anita in der Harley-Bar ist auch immer nett.

    Viele Grüße an alle Lesenden
    Oli aus Berlin

  3. Zamum

    Dein Bericht bereitet richtige Lust auf Urlaub. Leider ist das zur Zeit aus zeitlichen Gründen bei mir nicht möglich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere