13. März 2006

Reisebericht Korfu

Zum Reiseziel Sportclub Korfu: Hotel San Georgio und Studios Dionyssos

von Sharon

Da meine letzten zwei Urlaube mit Frosch ein voller Erfolg waren gab es für mich dieses Jahr keine Fragen zum Sommerurlaub. Lediglich die Qual der Wahl wohin… Viele Bedingungen gab es nicht, nur Surfen sollte enthalten sein. Ich überzeugte noch ein befreundetet Pärchen und so flogen wir zu viert nach Korfu.

Am Flughafen wartete schon die erste Überraschung auf mich. Erika! Sie fuhr als Reiseleitung für’s Dionyssos und als Fitnesstrainerin mit. Ich kannte sie aus meinem letzten Urlaub auf Sarti, wo sie uns viele schöne Stunden mit Fitness gequält hatte. Ich habe mich riesig gefreut. Das Fitnessprogramm war gerettet.

Wir hatten zu viert ein Viererzimmer, was sich dann doch als 2 Doppelzimmer herausstelle, gebucht. Ein Zimmer war ein Durchgangszimmer mit Balkon und Kühlschrank, so dass wir stets kalte Getränke hatten. Die Zimmer waren sehr groß und sauber. Auf dem Balkon haben wir diverse After-Strand-Nachmittage mit Ouzo verbracht.

Der Strand ist direkt gegenüber vom Hotel, eigentlich. Aber… will man zur Surfstation, wo sich meistens alle Frösche treffen, hat man ein gutes Stück zu laufen. An der Surfstation wird man mit Strandmatten und Sonnenschirmen für den weiten Weg belohnt.

Wir hatten uns speziell für Korfu entschieden, weil wir surfen wollten. Leider sah Poseidon das etwas anders. Die ersten Tage gab es kaum Wind, selbst die Einweisung, bzw. die Schnupperstunden wurden verschoben. Dann kam endlich Wind, aber aus der falschen Richtung und brachte jede Menge Wellen mit sich. Nachdem die ersten Masten gebrochen waren und auch das Motorboot der Surfstation nicht mehr fahrtüchtig war, wurde die Surfstation vorrübergehend geschlossen, bzw. wir konnten nicht mehr surfen.

Wir wichen auf Alternativen aus. Radfahren und Wandern. Vom Radfahren war ich selbst nicht so begeistert, weil es mir einfach zu bergig war. Dafür machten mir die Wandertouren umso mehr Spass. An einem Tag machten wir eine Dünenwanderung (Achtung, geschlossenes, sandfestes Schuhwerk anziehen! ). Teilweise kam man sich vor wie in der Wüste. Überall nur Sand, der Wind hatte Verwehungen und Muster in die Dünen gezogen. Wir gingen bis zu einem Salzsee. Der Rückweg führte uns an der Küste zurück zur Surfstation.

Korfu

Eine weitere Tour führte uns in den Norden der Insel. Der Busfahrer ließ uns oben auf einem Berg aussteigen, sodass wir zunächst bergab gehen konnten. Die Aussicht war phantastisch, in Serpentinen ging es dann ein Stück bergab, bis wir in einen kleinen Weg, der uns zur Festung Angelokastro führte, abbogen. Zur Burg, über kleine Schotterwege und viele Treppen.

Nach dem Abstieg von der Burg haben wir uns zu einer kleinen Stärkung in einer Taverne getroffen. Die Frösche, die eine Woche zuvor die Festung erklommen hatten, haben uns schon den Mund wässrig gemacht. Sie sollten Recht behalten. Es gab einen Griechischen Salat und überbackenen Schafskäse. Tzatziki mit reichlich Knoblauch durfte natürlich auch nicht fehlen. Es war einfach phantastisch. Ich hatte die leise Hoffnung, der viele Knoblauch würde von nun an die Bremsen besser abschrecken als unsere chemischen Keulen, die Biester schrecken aber leider vor nichts zurück. So ging es dann, verfolgt von Bremsen und Mücken, durch die Olivenhaine runter in Richtung Strand, wo wir in den Bus einstiegen, der uns dann zum Männerkloster Theotokos tis Paleokastritsas brachte.
Das Kloster ist ein wahres Blumenmeer. Es strahlt eine richtige Idylle aus. Zwischen den Blumen liegt hier und da eine friedlich schlafende Katze. Von hier aus fuhren wir dann völlig erschöpft zurück ins Hotel.

Korfu

Ein weiteres Highlight war Korfu bei Nacht. Zunächst besichtigten wir das Archillion. Sissi liess es einst erbauen und gab ihm den Nahmen ihres Lieblingshelden dem Archill. Die Außenanlagen sind sehr liebevoll angelegt.

Der Garten ist in viele kleine, bis ins Detail geplante und gepflegte Einheiten unterteilt. Es gibt viele schattenspendende Bäume. Im Garten hat man eine schöne Sicht über die Insel. Wenn man die Blicke schweifen lässt, sieht man bis zum höchsten Berg von Korfu, dem Pantokrátor.

Korfu

In dem Schloss selber ist viel Geschichtliches über die Kaiserein Sissi ausgestellt.

Es war zwar noch nicht Nacht, aber nun ging es Richtung City. Korfu-Stadt ( Kerkira) ist sehr venezianisch aufgebaut. Am schönsten sieht man dies, wenn man von der neuen Festung über die Stadt schaut. In den Läden, die leider fast alle noch geschlossen waren, als wir ankamen, gibt es alles mögliche an nachgemachter Kleidung, Parfüms etc., was zum größten Teil am Flughafen noch in Korfu wieder aus den Koffern gesucht wird und Deutschland nicht erreicht. Einige Läden haben Schnitzereien aus Olivenholz. Teilweise kann man bei der Fertigung selber zusehen. Am besten geht man abends durch die City, da haben dann auch alle Läden geöffnet. Die tagsüber verschlafen wirkende Stadt wird plötzlich lebendig. Überall wuseln Menschen herum, hier wird geplaudert, woanders sitzen Leute im Restaurant in den kleinen Gassen. Die Zeit vergeht wie in Fluge.

Korfu

Auch unser Urlaub neigte sich nun leider schon dem Ende zu. Der Abschied wurde uns durch das Wetter etwas erleichtert. Es regnete immer häufiger, so dass selbst das Fitnessprogramm nach innen verlegt werden musste. Erika wechselte von Fitness zu Beauty. So gab es dann Quark-Limetten-Gurken-Maske und ein Honig-Salz-Peeling. Es war eine riesen Gaudi.

Bevor ich meinen Bericht schließe, möchte ich Euch die Verpflegung nicht vorenthalten.
Schon zum Frühstück hatte man die Qual der Wahl. Ham and eggs, baked beens, Schafskäse, Müsli mit Obstsalat oder doch wie zu Hause Brot mit Aufschnitt.
Zu Abend gab es eine täglich wechselnde Salatbar mit mehreren verschiedenen Salaten, Tzatziki war jeden Tag dabei und immer sehr lecker. Die Hauptspeisen variierten, je nachdem was die griechischen Lieferanten so hergaben. Einmal pro Woche wurde gegrillt. Dabei gab es auch für Vegetarier Jede menge Köstlichkeiten.

Korfu

Alles in allem kann ich über einen vollkommen gelungenen Urlaub berichten. Korfu ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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