18. September 2006

Korsika – Bella Ciao

Zum Frosch Erlebnis- und Abenteuercamp Korsika

Meine 4. Reise mit Frosch ging nach Korsika, auf den Campo di Mare in Porto Vecchio. Und auch diese Reise war, wie alle vorangegangenen, superschön!

Korsika

Aber der Reihe nach:
Der Hinflug nach Korsika begann gleich mit einer Umleitung vom Zielflughafen Calvi nach Bastia wegen starkem Wind. Na toll, dachte ich. Und jetzt? Wer kommt uns jetzt hier abholen? Aber das sollte kein Problem sein, denn schon ertönte die Stimme der Stewardess, die alle Froschgäste aufforderte, sich am vorderen Ausgang zu treffen. Zu verdanken hatten wir das unserer lieben Frauke, die unsere ganz persönliche Reiseleiterin wurde. Nachdem sich (fast) alle Frösche gefunden hatten, managte Frauke mit einigen Anrufen bei Frosch, dass wir aus Bastia abgeholt wurden.
Nachdem wir auf dem Campo di Mare angekommen waren, bekamen wir von Jan erst einmal eine kleine Stärkung in Form von leckeren Baguettes und Getränken. Dazu gab es die ersten Erklärungen zum Camp.
Die dann zugewiesenen Holzhütten erwiesen sich als sehr nette Unterkünfte mit richtigen Betten. Die Toiletten und Duschen waren gleich in der Nähe und für Campingplatzverhältnisse sogar recht komfortabel.

Am gleichen Nachmittag bekamen wir von Jürgen die MTB Einweisung und dann fuhren wir mit ihm auch gleich zu einer Erkundungstour nach Porto Vecchio.
Nachdem später auch noch die neuen Gäste aus Frankfurt angekommen waren ging es zum Abendessen. Dort wurde uns dann das Wochenprogramm vorgestellt. Wanderungen mit Jan, MTB-Touren mit Jürgen und Ausflüge, z.B. nach Bonifacio.

KorsikaEinen Abend später stellte Ina dann noch ihre Adventure-Touren wie Canyoning, Via Ferrata oder Freeclimbing vor. Die Anmeldelisten waren im null komma nix voll.
Nachdem der erste Tag noch richtig ruhig war, folgte dann eine Action nach der anderen. Die Gruppe teilte sich tagsüber in die Biker, Wanderer oder zu den Adventure Touren. Abends saßen dann alle wieder mehr oder weniger pünktlich, dafür aber glücklich strahlend und erschöpft beim Abendessen. Dort mussten wir natürlich unsere Erlebnisse des Tages austauschen. Nach dem Essen wurde der Abend noch durch ein kleines Boule-Turnier, durch eine Mini-Strandparty, eine Fahrt nach Porto Vecchio oder durch Fraukes Döner-Quartett abgerundet. Oft wurde es sehr spät und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich manchen Abend verpasst habe, weil ich meine Augen vor Müdigkeit einfach nicht mehr aufhalten konnte und mich mit letzter Kraft in meine Hütte geschleppt habe. Dort bin ich dann mit einem zufriedenen Grinsen eingeschlafen.
An dieser Stelle ein Kompliment an meine Mitbewohnerin Diana: Sie hat das Party-Programm voll durchgezogen und trotz einem Minimum an Schlaf hat sie das tägliche Power-Programm wie Biken, Canyoning, Freeclimbing etc. 2 Wochen lang mit bravour durchgehalten!

Neben verschiedenen Wanderungen, Kanutouren oder dem Ausflug nach Bonifacio war mein Highlight der ersten Woche die Via Ferrata. Ich hatte vorher noch nie einen Klettersteig absolviert und so war ich mächtig gespannt. Mit Helm und Hüftgurt gingen wir mit Ina in den Klettersteig und nach einer kurzen Einweisung kletterten wir Stahlstiegen hoch, bezwangen zwei mongolische Brücken, überwanden Schluchten mit Seilrutschen und erklommen ein Kletternetz. Das alles fotografiert von Ina und somit eine tolle bleibende Erinnerung. Nach ca. 5 Stunden hatten wir es geschafft.
Erschöpft und glücklich gingen wir zum Ausklang im Fluß Solenzara schwimmen.
Seitdem bin ich mit dem Klettervirus infiziert und checke kommende Reisen nach der Möglichkeit, zu klettern, ab. Ina hatte uns ja gewarnt…!

Korsika

Viel zu schnell ging die erste Woche vorbei und einige von uns mussten leider schon wieder nach Hause fahren. Aber nicht, ohne von Olli und Thomas mit einem selbstgeschriebenen Text und auf die Musik von „Bella Ciao“ gebührend verabschiedet zu werden. Es gab tosenden Applaus!
Am „Wechseltag“ hatten wir einen programmfreien Tag und jeder konnte den Tag nach Lust und Laune verplanen.
Aber schon am nächsten Tag ging es munter weiter. Eine Wanderung zum Wasserfall „Piscia di Gallo“, dann eine schaurig schöne Wanderung durch Nebel und stürmischen Wind auf den „Vacca Morta“ (1314m).

KorsikaAm Dienstag stand dann der Ausflug nach Corte mit Ina an. Wir fuhren morgens mit Ina und Ali nach Corte, stiegen dort in den Zug und fuhren in die Berge nach Vizzavona.
Dort begann unsere Wanderung auf Teilstrecken des GR 20 zum Monte d`Oro. Eine sehr schöne Wanderung mit einem Badestopp in einem ziemlich kalten Gumpen. Danach wanderten wir zurück zur Bahnstation und fuhren zurück nach Corte. Dort sprangen wir erst nochmal zum „putzen“ in einen Fluß, zogen uns um und schon konnte unser Abendprogramm in Corte beginnen. Erst haben wir uns die Stadt angeschaut und danach haben wir in einem sehr schönen, gemütlichen Restaurant zu Abend gegessen. Wir konnten uns selber ein Menü zusammenstellen. Zum Nachtisch haben wir alle Kastanienkuchen gegessen. Mmmmhh, sehr lecker! Da Shanti an diesem Tag Geburtstag hatte, wurde ihr der Kuchen mit Geburtstagskerzchen serviert. Nach diesem schönen Ausklang und einem tollen Tag ging es wieder zurück zum Camp.

Am nächsten Tag, der auch unser letzter Tag war stand dann für mich mein absolutes Highlight an: Das Canyoning!
Wir fuhren Mit Ina und Ali zum Ausgangspunkt. Dort bekamen wir von Juliette (der zweiten Führerin) Helm, Gurt und Neoprenanzug. Zuerst gingen wir ein Stück oberhalb des Canyons zum Einstiegspunkt. Dort zogen wir dann unseren Neoprenanzug, Helm und Gurt an. Nach einer Einweisung durch Ina ging es los. Wir wateten durch den Flußlauf und schon kam der erste Sprung. Den überstanden ging es weiter zur Felsrutsche. Vom nächsten Felsen wurden wir liegend ins Wasser gerollt. Die nächste Felsrutsche wurde rückwärts gerutscht. Juhu, was für ein Spaß! Bei der nächsten Felsrutsche rutschten wir zu zweit und an einem Sicherungsseil eingehakt. Sehr lustig, erst recht, wenn man wie Andreas und ich, durch einen Knoten im Seil mitten auf der Felsrutsche hängen bleibt und keinen Millimeter mehr weiterkommt und das Wasser von hinten an einem vorbeischießt. Aber mit einigem Kraftaufwand, besonders von Andreas, konnten wir uns dann befreien und weiterrutschen.

Korsika

KorsikaZwischendurch immer wieder Sprünge, bis zu 11 Meter tief. Das war mir eindeutig zu hoch. Bis ca. 6 Metern bin ich mitgesprungen. Danke Thilo, dass Du das genauso gesehen hast.
Zum Schluß kam noch eine Rutsche, bei der die Jungs oben einen Staudamm simuliert haben, so dass auf Kommando eine Wasserflut die Rutsche hinunterschoß und wir, rückwärts liegend, mit. Einfach super!

Nach ca. 3 Stunden waren wir dann am Ende unserer Tour. Es war ein absolut tolles Abenteuer mit extremen Nervenkitzel. Danach stand für mich fest, dass muss ich auf jeden Fall nochmal machen! Erschöpft aber glücklich sind wir dann noch zum Cheeseburger-Essen gegangen und danach wieder zurück zum Camp gefahren.

Der letzte Abend stand an. Eine neue Herausforderung für unsere Sängerknaben Olli und Thomas. Wieder war der musikalische Beitrag einen dicken Applaus wert. Ina, Jan und Jürgen bekamen zur Erinnerung noch kleine Geschenke von uns und wir genossen den letzten gemeinsamen Abend. Um 4.30 Uhr wurden wir zum Flughafen gefahren. Einige machten (fast durch), andere hätten die Abfahrt verschlafen (Grüße an Thorsten und Thomas), aber dank Jan fanden wir dann doch alle mehr oder weniger pünktlich den Bus.

Die Fahrt nach Calvi verlief sehr ruhig. Wir waren alle damit beschäftigt, unser Schlafdefizit aufzuholen. Nachdem wir uns von Ali und Jan verabschiedet hatten, hieß es dann für uns: Korsika – Bella Ciao !

Es war ein unvergesslich schöner Urlaub!

Nicole V.

2 Gedanken zu „Korsika – Bella Ciao

  1. klarabella

    Also…WAS SICH LEUTE SO TRAUEN…so hoch klettern…also ICH würd das ja nich machen…aber ich bin ja nich ihr *g*

    klara

  2. Claudia

    Vielen Dank für die tollen Ausführungen deiner Erfahrungen und Aktivitäten. Bin schon ganz gespannt und freudiger Erwartung auf diesen Urlaub!

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