19. Juni 2009

Reisebericht Kreta Juni 2009, eine Woche im Sporthotel in Almirida

Reisebericht von Silke Ulm (silkeulm at yahoo.de)
FROSCH Reiseziel Sporthotel Hotel Dimitra in Almirida, Kreta – Griechenland

Aufgrund einer schönen Frosch Sportreise letztes Jahr nach Samos haben wir uns erneut für ein Froschziel in Griechenland entschieden. Gregory wegen des Vorhandenseins der UCPA (ein französischer Wassersportreisenanbieter) vor Ort, der mit Frosch günstigere Konditionen ausgehandelt hat und kooperiert und ich, weil ich vor dem hier berichteten Aufenthalt im Sporthotel noch an einer 1-wöchigen Kretatrekkingtour teilnehmen konnte.

Wir haben um Ostern gebucht und erst mit dem heranrückenden Abreisetermin begann uns klar zu werden, dass es sehr warm werden wird und vielleicht eine Sportreise dann etwas schwierig werden könnte. Aber gebucht ist gebucht und irgendwie haben es ja andere Froschreisende auch schon überstanden.
Meine Anreise war etwas überschattet dadurch, dass bei Ankunft die Reisetasche eines Froschreisenden fehlte, die eines weiteren beschädigt und mein Rucksack offen, mit danebenliegenden Teilen ankam. Es hat sich die verlorene Tasche, aber wieder finden lassen. Anreise und Ankunft im Hotel waren problemlos. Ich war nachdem ich eine Woche Trekking schon hinter mir hatte, einfach nur froh meine Sachen endlich mal wieder waschen zu können und aus der Tasche auszuräumen.

Zimmer fand ich gut. Im weiteren Verlauf erwiesen sich, der fehlende Mückenschutz, die in der Woche zweimaligen abendlichen Stromausfälle mit dann ausfallendem Wasser und Toilettenspülung auf den Zimmern und der nur zweimal pro Woche stattfinde Handtuchwechsel als etwas störend. Aber genug gejammert. Die abendlichen Büffets haben unsere Wünsche hinsichtlich Qualität und Quantität nie unerfüllt gelassen und auch die Empfangsdamen vom Hotel waren immer freundlich und hilfsbereit, soweit man nicht mit versandeten Füßen im Hoteleingang auftauchte.

Mit dem Abendessen begann die Einführung, was wir in der Woche alles machen können und wir lernten die Teamer (Sylke und Klaus) und 5 weiteren Froschgäste kennen. 7 Gäste erwies sich als angenehme Gruppengröße.

Nach dem Abendessen zeigte uns Sylke Ihre Bilder von Kreta und den Touren bei ‚Francoise’, dem Cafe in Almirida, wo man immer hingeht, weil es zu jedem Warmgetränk einen kleinen Kuchen gibt. Diese gaben uns einen schönen Einblick.

Am nächsten Tag nahm die ganze Truppe an der Mountainbike Einführung und Schnuppertour zu Leuchtturm, Grotte im Meer und eine Taverne in Plaka teil. Er kam auch zu einer beeindruckenden Vorstellung von, wie Klaus fast in Sekundenschnelle Reifenplatten beheben kann. Nachdem es die ersten beiden Tage ordentlich Wind hatte, testete Gregory im Anschluß begeistert, die Surfmöglichkeiten ca. 150 m weit entfernt vom Hotel. Leider flaute der Wind dann konstant ab, so dass nur noch gelegentliches Katamaransegeln möglich war – was sich als lustige Alternative herausstellte. Übrigens muss man sich bei der Surfstation, wegen nicht vorhandenen Segel- oder Surfscheinen nicht stressen. Man bekommt eine kurze französische oder frengliche Einführung und darf dann los. Es gibt aber ein Motorboot, was, wenn nötig, wohl für Rückholaktionen eingesetzt werden könnte.


Am Abend brachte uns Theo (niederländischer Betreiber des für die Frösche zuständigen Reisebüros vor Ort und in Kreta seit 20 Jahren niedergelassener Griechenversteher und Kretas größte niederlaendicus encyclopeadia ) nach Chania, wo uns Sylke gleich in die Markthalle zu Ihrem Degustierstand führte. Dort begannen wir uns sofort mit den nötigen kretischen Leckereien und Tees zu versorgen. Die anschließende Ledergasse war jetzt nicht so meins, aber die netten Gassen, der Hafen und das gemeinsame Abendessen in einer kretischen Traditonsgaststätte haben uns gut gefallen. Auch dass wir zu diesem Zeitpunkt uns untereinander auch gut kennen lernen konnten.


Am nächsten Tag ruderten wir mit Zweierbooten auf das Meer zu einem Stand, ca. 1h von Almirida. Hinzu bei klarstem glatten türkisfarbenen Wasser, zurück nach ausgiebiger Bade- und Tavernenpause (Teigtaschen mit Frischkäse gefüllt und Honig, sehr fein) bei etwas rauerer See. Zu der nachmittäglichen Spontanwanderung mit Sylke kann ich wegen Verschlafens nichts sagen, muß aber gut gewesen sein.

Am nächsten Tag fuhren dann alle Gäste, Sylke und Theo mit dem Taxi und dem Fahrradanhänger in die Diktamosschlucht. Theo setzte zunächst uns ab, damit wir zu Fuß die Schlucht hoch wandern konnten. Wir starteten etwas spät und kamen damit echt in die Wärme. Die Schlucht war verglichen, mit denen, die ich von der Trekkingwoche her kannte ganz schön steinig, mit wie ich fand einigen respekteinflößenden Kletterpartien. Oben in Stylos angekommen warteten die Räder und eine ‚einsame’ Taverne. Die mit unserem Eintreffen sofort aus ihrem Dornröschenschlaf erwachte und einen kretischen Snack für jeden Geschmack produzierte. Im Anschluss ging es dann mit den Mountainbikes zum Hotel.


Nach den Erfahrungen mit Hitze und Höhenmetern wurde von den Teamern, die Tour mit den Bikes nach Georgioupolis so angepasst, dass nach Meinung der Teamer alle teilnehmen konnten. Nach einem Sommer kennen sich die Teamer echt super in der Gegend aus. Vor allem Klaus präzise Kenntnisse der Schotterwege zwischen den Olivenhainen haben mich schwer beeindruckt. Am nächsten Morgen startete dann die ganze Truppe. Hinzu wurde eine neue Route mit kulturellen Highlights, wie einem alten Kloster, einer verfallenen Kapelle und einem schönen Ausblick über Schotterwege getestet. Diese war dann doch länger als erwartet, so dass in Georgioupolis vor, bevor direkt der Süßwassersee von Kournas angefahren wurde, ein längerer Supermarktaufenthalt nötig wurde. Aufgrund der Zeitknappheit konnte ich mir nur einen kurzen Badeaufenthalt am See erbetteln, leider musste auch die Besichtigung der Schildkröten ausfallen. Dafür waren wir lange in einer Taverne mit schönem Blick auf den See und dann auch noch lange am Strand auch wieder mit Taverne, da hätte ich mir statt einer Taverne die Schildkröten gewünscht, aber mei. Auf dem Weg zurück zu Hotel, waren einige konditionell etwas am Ende. Gut war hier, dass Klaus zusah, dass er beim Schlusslicht blieb. Die super Abfahrten haben den Verrücktesten von uns einen riesen Spaß beschert.

Nach diesen beiden Tagen waren wir etwas erschöpft. Die Tour zur Samariaschlucht ließen wir also ausfallen. Ich hatte die Wanderung auch schon während der Trekkingwoche unternommen. Die teilnehmenden Gäste waren aber sehr angetan. Wir nutzten den Tag zum Ausruhen Strand und Segeln, nicht mal zu einer Besichtigung der Nachbarstrände reichte es.

Tags drauf wurde die Biketour erneut unseren Bedürfnissen angepasst, so dass wir auch den Steingarten anfuhren. Dieser war für mich dann aber eher eine Enttäuschung. Der Sinn und künstlerische Hintergrund dieses Steindorfs erschloss sich mir nicht so ganz. Bei dieser Tour zeigte sich erneut, dass Kreta im Juni sehr heiß sein kann und unser Wasserverbrauch war ernorm. Die Tour war aber sehr schön, vor allem einsame Landstrassen, Schotterwege und aberntbedürftige Maulbeerbäume. Da es Dienstag war, handelte es sich bereits um den letzten Tag und Sylke lud zu Wellness am Strand ein. Sie brachte dann selbst hergestellte Jogurt-Olivenöl Paste für die sonnengestresste Haut, sowie ein Salz-Honigpeeling für Hände und Füße mit, mit der wir uns nach herzenlust einreiben konnten mit. Ebenso sorgten die Teamer mit Bowle, Weißbrot mit Olivenöl für unser leibliches Wohl am Strand. Auch wurden mehrere Vorschläge für den weiteren Ablauf des Farewellabends gemacht. Wobei alle eher der chilligen Variante mit Getränken am Strand vor ‚Francoise’ und einer erneute Bilderschau von Sylke am Laptop zustimmten.


Nach dem leckeren Abendessen kaufte sich der GrĂ©gory gleich 2 farbigen Frosch T-Shirts. Der Abend war dann stimmungsvoll, vor allem wegen des Stromausfalls, welcher uns einen nächtlichen Strandaufenthalt bei Kerzenlicht bescherte. Am nächsten Tag konnten wir dann gut erholt, nach dem allerletzten Meerbad den Heimflug antreten.

Einen schönen Aufenthalt auf Kreta wünschen, GrĂ©gory & Silke

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