23. August 2007

Kreta Juni 2007

Reisebericht von Andrea Ganninger [Andrea-Ganninger at web.de]
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Dimitra auf Kreta, Griechenland

Mit einer etwas unsanften Landung setzen wir in Chania auf. Nachdem ich meinen exakt 20 Kilo schweren Koffer vom Band gefischt habe, begebe ich mich in Richtung Ausgang. Dort treffe ich prompt auf Angelika, die ich an Ihrem Frosch Adressaufkleber erkannt habe.
Kurze Zeit später stürmt Theo unser Taxifahren, mit einem Froschschild in die kleine kühle Flughafenhalle. Nun sind wir komplett und Theo bringt uns in griechischem Fahrstil und mit lauter Musik nach Almirida ins Hotel Dimitra.

Kreta

Almirida liegt auf der Halbinsel Apokoronas am Kap Drapanos. Die Fahrt dorthin dauert ungefähr 45 Minuten und ich und Angelika bekommen einen ersten Eindruck von einer der ursprünglichsten und schönsten Gegendenden Kretas. Theo erklärt uns, dass es im Mai und Anfang Juni noch sehr viel geregnet hat und die Insel deshalb noch so grün ist. Normalerweise ist die Insel um diese Zeit schon viel karger. Theo weißt uns auch gleich darauf hin, dass eine enorme Hitzewelle am Wochenende auf Griechenland zu kommen soll (merken wir später noch deutlich). Im Hotel Dimitra checken wir gleich ein und ich beziehe mein Zimmer, das ich mir mit Ulrike Teile. Danach packe im nur die Badesachen aus, ziehe mich um und nehme das erste Bad im schönen klaren Meer.

Kreta

Der Strand ist ca. 5 Minuten vom Hotel weg und gesäumt von richtig gemütlichen kleinen Taverne und Cafes. Später entdecke ich auch den super leckeren Bäcker, der auch direkt am Stand ist.

Nach etwa einer Stunde gehe ich zurück ins Hotel um mich für das erste Abendessen fein zu machen. Ich bin schon gespannt auf die anderen Froschgäste und unsere Teamer. Beim Abend Essen stellt sich raus das wir nur 8 Gäste sind und für sonstige Verhältnisse eine richtig kleine Gruppe. Die Teamer Tanja und Max lernen wir auch kennen und sie geben uns die ersten Informationen über die Insel, das Hotel und die Aktivitäten die wir im laufe der Woche machen können.

Nach dem Essen gehen wir zum ersten mal in eine der Bars direkt am Strand. Ich finde es super, dass wir so eine kleine Gruppe sind, man lernt sich so einfach schneller kennen und kennt auch ruckzuck die Namen.

Kreta

Am nächsten Morgen machen wir unsere erste klein Radtour. Wir starten von Almirida, nach einem kurzen Anstieg (man merkt die 38C° sehr deutlich) erreichen wir den Nachbarort Plaka. Von dort haben wir einen wunderbaren Ausblich auf die Lefka Ori, die weißen Berge Kretas und das wunderbar blaue Meer. Auch fahren wir an einem Leuchtturm alla „Rosamunde Pilcher“ vorbei. Ein paar Kilometer später besichtigen wir eine Grotte direkt am Meer. In der Grotte soll angeblich ein Abdruck von einem Elefant sein, da wir nicht wirklich einen Abdruck erkennen, wird alles mögliche als Elefant gedeutet. Auf dem Rückweg führ uns Max zu einer tollen Badebucht wo wir erst mal ein kühles Bad nehmen um von den 38°C wieder etwas runter zu kommen. Nach einer ausgiebigen Pause geht es erst mal wieder kräftig den Berg rauf und dann wieder runter nach Almirida. Den restlichen Tag verbringen wir an dem echt erfrischenden Hotelpool (keine Ahnung wie die den so kalt bekommen). Abends gibt es wie auch die zukünftigen Tage ein echt leckeres warmes und kaltes Bufett. Wo wir auch immer kräftig zu schlagen. Später am Abend gehen wir ins „Nikitas Place“ wo unser Versuch einen echten einheimischen Wein zu trinken kläglich scheitert. Ich trinke in Zukunft immer nur noch Mythos, da der Wein immer zu warm ist oder eine komische Farbe hat oder eher ein Sirup ist. Das mit dem Wein war auf Kreta immer kompliziert.

Kreta

Abends ist es noch so warm, dass man immer noch im Top rumlaufen kann und an einen Pullover nicht zu denken ist. Morgen soll es noch heißer werden, über 40°C.

KretaAm zweiten Tag starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit unserer ersten Wanderung. Man merkt am Morgen schon deutlich, dass es heute sehr heiß wird, denn schon beim Frühstück im Schatten fange ich an zu Schwitzen. Die ersten Kilometer wandern wir auf Nebenwegen und schmalen Pfaden durch das Hinterland von Almirida. Uns läuft die Soße nur so runter, jeder hat schon eine rote Birne und wir merken alle, dass es eigentlich zu heiß zum wandern ist. Aber wir gehen tapfer weiter und erreichen den kleinen Ort Douliane und laufen von dort aus nach Gavalochorie. Auf den schmalen Wegen huschen überall aufgescheuchte Eidechsen rum. In dem kleinen Dorf Gavalochorie machen wir Pause und essen einen herrlichen griechischen Salat. Als alle satt, etwas ausgeruht und der Schweiß wieder getrocknet ist, laufen wir durch Olivenhaine wieder zurück zum Hotel.

Abends laufen wir den Berg nach Plaka hoch. Es ist schon dunkel und ohne den Planet am Himmel ist das mal richtig angenehm. In Plaka gehen wir in eine Bar, wo Livemusik gespielt wird. Und genießen einen schönen lauen Abend.

KretaAm Samstag machen wir den ersten richtig großen Ausflug. Wir fahren morgens nach Rèthymnon. Das ist eine alte schöne Stadt mit venizianischem Kastell und Hafen. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel durch die schalen Gässchen suche ich mir mit Ulrike eine gemütliche Taverne direkt am Meer. Wir trinken erst mal einen kalten Frappe und schauen den Einheimischen beim baden zu. Sie gehen nämlich niemals ohne Kopfbedeckung ins Wasser. Später treffen wir uns dann am Auto und fahren zum orthodoxen Kloster Arkádi, dass südöstlich von Réthymnon in den Bergen liegt. Für viele Einwohner Kretas ist Arkádi das Symbol ihres ungebrochenen Wunsches nach Freiheit. Außerdem ist es eine steinerne Mahnung an die Zeit der türkischen Fremdherrschaft, die am Kloster in ungeheuerlicher Grausamkeit gipfelte. Eine Tragödie ereignete sich 1866 an diesem abgeschiedenen Ort. Tausende türkische Soldaten hatten das Kloster umstellt, in dem sich kretische Zivilisten sowie einige Soldaten verschanzt hatten. Als es den Türken gelang, in das Kloster einzudringen, begingen über 400 Männer, Frauen und Kinder Selbstmord. Sie wollten den Türken nicht in die Hände fallen. Auf dem Gelände des Klosters ist heute noch die alte Klosterkirche zu sehen. Der Platz ist von wunderschönen Blumen und Pflanzen gesäumt.

Anschließend fahren wir zu der antiken Ausgrabungsstätte Eleftherna. Wo wir ein altes Römerdorf bewundern können und riesige römische Zysternen, wo unzählige Liter von Wasser gesammelt wurden.

Danach machen wir noch einen Abstecher in das bekannte Töpferdorf Mageritas, wo ein Töpfergeschäft das andere säumt und es wunderschöne Sachen zu kaufen gibt. In diesem Dorf hat man das Gefühl die Zeit ist stehen geblieben. So ursprünglich und ruhig ist es dort. Danach geht es wieder zurück in das Hotel nach Almirida.

Die nächsten 2 bis 3 Tage verbringen wir am Pool oder gehen in eine der netten Tavernen direkt am Meer. Für Wanderungen oder Radtouren ist es uns allen zu heiß. Man schwitzt schon morgens beim Frühstück und ein Bad im kühlen Pool oder im Meer bringt auch nur für einige Minuten Abkühlung.

Abends machen wir dann noch mal einen Ausflug nach Chania. Wir laufen durch die große, schöne Altstadt mit vielen tollen Schmuckgeschäften und sehr, sehr alten Häusern. In einer großen Taverne ohne Dach und Fenster, essen wir zu Abend. Das essen ist super und es gibt richtig gute traditionelle live Musik. Wir bleiben bis spät in die Nacht dort und genießen das bunte Treiben.

KretaSo langsam neigt sich der Urlaub dem Ende zu. Und ich und Ulrike freuen uns schon ein bisschen auf das kalte Deutschland.

Der Urlaub auf Kreta war richtig erholsam. Schön fand ich vor allem, dass die Gruppe so klein war. Wir haben uns alle gut verstanden und haben viel miteinander gelacht und uns amüsiert. Die Teamer waren auch auf zack. Vor allem Tanja hat sich kulturell sehr gut ausgekannt und war auch bei großer Hitze immer motiviert etwas zu unternehmen.
Ich fand es ein bisschen schade, dass es so arg warm war. Sonst hätten wir wahrscheinlich einfach noch mehr Sport gemacht.

Das Hotel fand ich richtig schön und das Essen war auch immer lecker. In Almirida werden gerade noch viele Hotels und Häuser gebaut. So hatten wir ab und zu ein bisschen Baulärm um uns herum. War aber alles noch im Rahmen.

Liebe Grüße an meine Frösche, vor allem an Ulrike, mit der es Spaß gemacht hat das Zimmer zu teilen. Auch wenn sie mich diskret darauf hingewiesen hat, dass ich etwas schnarche.

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