24. August 2006

Hinterglemm im Sonnenschein (15. bis 22.07.2006)

Zum Frosch Reiseziel Sportclub Zwölferkogel in Saalbach-Hinterglemm

DER ANFANG
Es war Mitte Juni 2006 und ich hatte keine Ahnung, wo ich meinen diesjährigen Sommerurlaub verbringen sollte. Im groben war klar: Österreich. Aber allein? Frosch-Sportreisen kannte ich da noch nicht – wohl bemerkt noch nicht … (die Homepage mehr per Zufall gefunden)

Also ausprobieren: Ein kurzer Anruf in Münster, eine Internet-Buchung und schon abends lagen Buchungsbestätigung und Voucher in meinem Mail-Postfach. Fing ja gut an …

Keine zwei Wochen später befand ich mich nach kurzem Zwischenaufenthalt im Tiroler Oberland auf dem Weg nach Hinterglemm. Völlig unkomplizierte Anreise über österreichische Landstraßen.

Der Sportclub Zwölferkogel (gern auch nur „12er“ genannt) war schnell erreicht, das Zimmer gefunden, die Mitbewohnerin geweckt … – die Buchung eines halben Doppelzimmers ist ja immer spannend. Bei uns hat es aber gut funktioniert.

Ganz unkompliziert gestaltete sich das Kennen lernen der anderen Alleinreisenden – wie von selbst saßen wir nach der Teamervorstellung zum Abendessen am gleichen Tisch. Und da wir alle mehr fürs Wandern denn fürs Biken waren, haben wir uns direkt als Gruppe gefunden.

DIE AUSFLÜGE
Saalbach-HinterglemmSchnupperwandern am Sonntag, Reiterkogel am Montag, über Huber- und Hackelbergalm zum Bergstadl am Mittwoch, Pinzgauer Spaziergang am Donnerstag – das Wandern mit Susen war lustig und abwechslungsreich.
Die zahlreichen Almen an den Routen laden zur Rast ein und gelegentlich auch zur Abgabe ungeladener Mitwanderer, wie dem legendären Ziegenbock, den Haushund Athos auf sich und uns aufmerksam gemacht hatte. In diesem Zusammenhang noch einmal vielen Dank an unseren „Geisen-Peter“, der den Bock mutig bei den Hörnern packte und so dessen Wanderschaft mit uns ein Ende setzte – auch wenn bei ihm dann an diesem Tag aufgrund des fragwürdigen Ziegen-Odeurs keiner mehr wirklich nah am Tisch sitzen wollte …

Den Pinzgauer Spaziergang begannen wir an der Schmittenhöhe in Zell am See. Die Bergfahrt mit der Gondel absolviert haben wir dann bei strahlendem Sonnenschein und entsprechender Wärme die gewaltige Fernsicht genossen (beispielsweise zum Kitzsteinhorn, gelegentlich auch bis zum Großglockner). Nach gut 5 Stunden mit vorsichtigem Überqueren einer Stier-Weide und angestrengtem Lauschen des Murmeltier-Pfeifens waren wir wieder am „12er“ und brauchten nur noch die Autos aus Zell am See zurückholen.

Saalbach-Hinterglemm
Saalbach-Hinterglemm

Ein weiteres Highlight der Woche war mit Sicherheit der Paraglide–Tandem-Flug. Nach kurzer Überlegung beschlossen 2 „Wanderfrösche“ und ich uns am Dienstag vormittag den Piloten anzuvertrauen und vom Schattberg aus ins Glemmtal zu fliegen. Dass wir alle drei gleichzeitig in die Luft konnten, war nur das Tüpfelchen auf dem I. Vielen Dank hierfür an Hausleiter Sven (auch für die kleine Achterbahnfahrt zum Schluss unseres Fluges), dass er ausreichend Piloten organisiert hat.
Jedem, der im „12er“ urlaubt, kann ich dieses Erlebnis nur empfehlen… Ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, durch die Luft zu gleiten und die Natur zu genießen.

Saalbach-Hinterglemm
Saalbach-Hinterglemm

Über die Bike-Touren kann ich aus eigener Erfahrung nur wenig berichten. Allerdings machten auch die Radl-Fahrer stets einen hochzufriedenen Eindruck, so dass ich mal von positiven Erlebnissen ausgehe. Bei den Fahrrädern handelte es sich um (zum Reisezeitpunkt) nagelneue Scott-Bikes in verschiedenen Größen, so dass für jeden ein passendes dabei war.Zum Aktiv-Urlaub gehörte bei mir neben dem Wandern und Fliegen auch noch einen Rafting-Ausflug. Der großen Wärme wegen hatte unser Wanderguide Susen entschieden, dass der letzte Urlaubstag wanderfrei bleibt. Recht spontan fiel dann der Entschluss, zum Raften nach Lofer zu fahren. Wir waren also 9 Frösche, die sich den Fluten der Saalach aussetzten. Aufgrund des heißen Juli war der Wasserstand zwar nicht mehr sooo hoch – es reichte aber allemal aus, den Rafting-Guide eines anderen Bootes (Michel aus Holland) zum Tour-Abschluss ins kühle Nass zu befördern.
Als kleines Schmankerl legten wir auf halber Strecke einen Zwischenstopp ein. Hier konnte jeder mal „Klippenspringen“, denn am Ende einer kleinen Klamm befindet sich ein Wasserfall, der in einem kleinen, tiefen „Naturpool“ endet.
Also Helm aufbehalten, Augen zu und hinein … Achtung: DAS Wasser ist RICHTIG kalt!

DIE ABENDE
Saalbach-HinterglemmDas Essen im „12er“ war wirklich lecker. Normalerweise gibt es zum Abend ein Menü (wahlweise auch vegetarisch). Das gute Wetter ermöglichte auch einen Grillabend. Alles was man grillen kann, lag auch überm Feuer und mundete hervorragend. Anschließend bot die Glut beste Voraussetzungen für ein kleines Lagerfeuer.
Den Abend danach verbrachten wir am Bergstadl gemeinsam mit allen Teamern bei Kasnockerln und Rippchen. In recht geselliger Runde verging die Zeit dort wie im Fluge. Kicker-Turnier (ich habe zumindest an Erfahrung gewonnen) und Sauna-Abend komplettierten die Urlaubswoche.

DER ABSCHLUSS
Der letzte Abend war gekommen – unglaublich, dass eine Woche so kurz sein. Bevor die Tanzfläche eröffnet wurde, zeigte Hausleiter Sven eine große Auswahl unserer in der Woche geschossenen Bilder per Videoleinwand. Wer wollte konnte hierzu am Morgen des letzten Tages seine Speicherkarte abgeben. So konnten wir die Woche noch einmal Revue passieren lassen und das Adressen austauschen abschließen.

Fest steht: In Hinterglemm war ich nicht das letzte Mal – unter dem Motto: Einmal Frosch – Immer Frosch!

Annette Laack

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