26. Oktober 2007

Reisebericht Samos Anfang Oktober 2007

Reisebericht von Jörg Wiesner (joergwiesner at arcor.de)
FROSCH Reiseziel Sporthotel Helen Yolanda, Samos – Griechenland

Generell: Nach einer wunderschönen Woche auf Samos möchte ich Euch einen kleinen Einblick gewähren, was Euch auf Samos erwarten kann. Und „erwarten“ ist genau das richtige Stichwort für einen Einstieg.
Meines Erachtens steht und fällt dieser Urlaub mit den richtigen Erwartungen der Reisenden. Wer einen Hotelurlaub mit Verwöhnambiente, eine zweisame Strandidylle oder einen Ersatz für den schon ausgebuchten Cluburlaub sucht, der ist hier definitiv nicht richtig. Dieser Urlaub lebt von den offenen und kontaktfreudigen Menschen, die einfach eine gute Zeit ungezwungen unter Menschen verbringen wollen und dies mit Hilfe von erfahrenen ortskundigen Teamern auf einer traumhaften Insel.
Es war mein erster Frosch-Urlaub und daher können meine Eindrücke letztlich auch nur auf diese Samosreise bezogen werden.

Samos

Das Oktoberwetter
Dank eines Reiseberichtes vom Oktober 2006 habe ich mich mit einem recht guten Gefühl für diese Reise angemeldet, auch wenn mir klar war, dass aus Sicht eines Windsurfers die beste Zeit schon vorüber war. Die Winde waren zwar stets da, aber nicht so gleichmäßig und nicht häufig über 3 Windstärken … das liegt halt am „Meltemi“, einem rein thermischen Wind.
Neben dem stetigen Lüftchen, was sehr angenehm bei allen Aktivitäten war, war auch die Sonne in unserer Woche stets präsent und bescherte uns angenehme 27-30C.
Dennoch nicht vergessen einige leichte Pullover einzupacken, um sich auch abends auf der Tavernenveranda (quasi direkt am Strand) auch nach 22h wohl zu fühlen und nicht von Erfrischungs- auf Heißgetränke umsteigen zu müssen.

Samos

Das Hotel
Die Unterkunft ist ein einfaches familiengeführtes griechisches Hotel, dass sowohl von außen wie von innen einladend wirkt, wenn es auch wenig gemeinsam hat mit einem „Verwöhn-Hotel“, und somit ist auch sofort klar, dass keiner des Hotels wegen gebucht hat. Die Ausstattung ist ausreichend und !ganz wichtig! die Zimmer und die Sanitäranlagen waren stets hygienisch sauber. Da macht ja keiner gerne Kompromisse.
Das Frühstück ebenfalls einfach, aber wahrscheinlich kann es in den meisten Fällen mit einem Frühstück eines Berufstätigen zu Hause mithalten – setzt mit Melone, Joghurt & Honig u.ä. möglicherweise noch was drauf.

Samos

Der Ort
Kokari zieht sich unweit vom Hotel an der Küste entlang und wartet mit zahlreichen einladenden Tavernen mit direktem Strandzugang, einem idyllischen Ortskern und reichlich leckeren Restaurants auf. Zum Tanzen habe ich jetzt nichts direkt gesehen … haben wir (die Gruppe) doch mehr das gemütliche Entspannen gesucht. Ansonsten bietet darüber hinaus der Ort alles was man zum Leben im Urlaub braucht (Vermietstationen, kleine Supermärkte, Geldautomaten). Mein Bedenken, dass so spät in der Saison vieles schon geschlossen haben könnte, haben sich nicht bestätigt. Die ein oder andere Taverne sicherlich … aber die Auswahl weiterhin mehr als ausreichend. Generell war aus meiner Sicht saisonbedingt angenehm wenig an touristischem Volk unterwegs.

Samos

Sport / Events / die Teamer:
Ein großes Lob an unsere Teamer Annabelle und Mario. Trotz Saisonende war den beiden keine Abgeschlagenheit anzusehen. Sie haben ein nettes Programm an Aktivitäten angeboten, dass vom Grundsatz den Schwerpunkt „Biken“ oder „Wandern“ beinhaltete, aber stets mit z.B. Tavernenbesuchen, einem Event auf halber Strecke (z.B. Wasserfälle durchklettern oder Stadtbesuch) oder ähnlichem angereichert war – nicht selten auch mit einem Treffen der anderen Gruppe. Wer alternativ zum Programmangebot der Teamer etwas unternehmen wollte, konnte sich auf die tatkräftige Unterstützung von ihnen verlassen, so dass der Ausflug nur gelingen konnte. Das Highlight aus meiner Sicht, und da würden sich wahrscheinlich fast alle mir anschließen, war die ganztägige Jeepsafari. Drücken wir Mario die Daumen, dass er weiterhin Auto-Vermieter findet, die akzeptieren, dass sie die Automarke bei Rückgabe vor lauter Offroadfreude (sprich STAUB) nicht direkt wieder erkennen.

Samos

Für alle Freunde des Windsurfens: Die Surfstation ist gut mit modernem Material ausgestattet und lässt eigentlich keine Wünsche offen.
Die Abende haben wir übrigens meist in der kompletten Gruppe (völlig ungezwungen) in verschiedenen Tavernen verbracht.

Fazit: Mein erster Froschurlaub war auf jeden Fall ein voller Erfolg. Die mitreisenden „Frösche“ waren einerseits sehr heterogen, anderseits aber als Gruppe sehr homogen … aufgeschlossen, lebenslustig und kommunikativ … so dass völlig ungezwungen, stets situativ, sich neue interessante Gruppen für einzelne Aktivitäten fanden – kurz: man hatte stets nette Leute um sich herum und seine Ruhe, wenn man sie wollte.

Sehr gut gefallen hat mir die Abwechslung von Sport und Erholung … so war man zum Beispiel vormittags in den umliegenden Bergen Moutainbiken (und hat es auf sehr ordentlichen Material „krachen“ lassen) und anschließend ging es zum Erholen an den Strand … dort traf man sie dann alle wieder … quickfidele Frösche.

Ich erinnere mich gerne zurück an diese gute Zeit!

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