2. November 2012

Reisebericht Samos Ende August 2012. Wälder, Berge und das blaue Meer

Reisebericht von Anja Woelfer (staunen at ist-einmalig.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Helen Yolanda, Samos – Griechenland

Einem Tipp meiner Kollegin folgend, habe ich zusammen mit zwei Freundinnen 14 Tage Samos gebucht. Unser Doppelzimmer sollte im Erdgeschoss liegen…strategisch geplant: kurze Wege in den Pool, zum Essen und wieder zurück ins Zimmer…ohne lästiges Hoteldurchqueren…auf Skiatos hatte sich das bewährt!
Als ich als letzte im Hotel Helene Yolanda ankam, war aus dem Erdgeschoss wegen Schimmelbefall das 2. OG mit Dachterrasse geworden. Ein wirklicher Glücksfall, denn der Ausblick von dort ist einfach toll!! Die riesige Terrasse, auf der es am Nachmittag bereits etwas Schatten gibt, teilt man sich mit drei weiteren Zimmern. Vor den Terrassentüren gibt es Fliegengitter, so dass man bei offener Tür schlafen kann, ohne nachts von Mücken ausgesaugt zu werden. Das ist wirklich super!
Merkwürdig waren nur die Blumenkübel mit üppigen aber vertrockneten und daher traurigen Pflanzenresten. Der starke Wind in den folgenden Tagen hat das Elend dann einfach davon geweht.

Im Hotel kann man das Wasser aus dem Hahn trinken, so dass lästiges kaufen, schleppen und transportieren wegfällt. Ein großer Vorteil bei starker Hitze! Auf den Touren kommt man zusätzlich immer wieder an Quellen vorbei, wo durstige Wanderer und Biker ihre Wasservorräte auffüllen können. Es müssen also nicht viele Liter Wasser die Berge hoch getragen werden!

Das Hotel hat inzwischen auch einen Polbereich, ziemlich betonlastig und trist aber für ein schnelles Bad oder eine erholsame Siesta nach sportlicher Betätigung reicht es! Der Pool ist auch ein guter Treffpunkt für das Feierabendbier. In der Nacht, wenn die Hotelbeleuchtung ausgeschaltet ist, kann man von dort aus den Sternenhimmel genießen. Aber bitte nur ganz leise, denn das Helene Yolanda liegt so zwischen den Hügeln, dass Gespräche, wie in einem Amphitheater, weithin gut zu hören sind.
Darauf hat uns Mario in seiner Ansprache am ersten Morgen immer wieder hingewiesen. Der Vortrag war überhaupt sehr informativ, umfangreich und dabei so unterhaltsam, dass ich ihn mir ganz entspannt in der zweiten Woche noch einmal angehört habe.

Neben Verhaltenstipps ( niemals lästern, wenn man nicht weiß ob das Gegenüber deutsch spricht ) über die möglichen Verletzungsgefahren bei den sportlichen Betätigungen, ausgeschmückt mit blutigen Erfahrungsberichten, bis hin zu gastronomischen Empfehlungen war alles dabei.
Mario, der schon seit acht Jahren Teamer auf Samos ist, wurde in unserer Reisezeit von Ricardo unterstützt. Beide waren ein super Team und haben sich gut ergänzt!
Ricardo war mit uns „Wanderuschis“ unterwegs und hat Zumba angeboten. ( kannte ich bisher nur aus Erzählungen, wusste gar nicht, dass man bei Fitness so viel lachen kann! ) Außerdem war er für die Tanzpartys zuständig.

Schon die Schnupperwanderung hat mich positiv überrascht, weil es nicht nur direkt in den Ort Kokkari ging. Die prächtige Natur in der Umgebung hat mich schnell begeistert und wir konnten uns einen ersten Eindruck davon machen, was uns auf den folgenden Wanderungen erwartet. Ich fand die Wanderungen alle schön, und gut zu bewältigen. Lecker Essen gab es auch meistens irgendwo, oft in Vourliotes bei Eleni, wo es u.a. einen köstlichen rote Beete Dip gibt!
Mario macht die Biketouren, die Jeepsafari ( schön staubig und einfach toll!! ) und führt zum Wasserfall ( abenteuerlich und nass, sollte man nicht verpassen! ) Er kümmert sich wirklich gut um seine Gäste, auch wenn sich diese unentschlossen kurzfristig um entscheiden, den abendlichen Ansagen nicht richtig zuhören und daher nachfragen müssen. Aber Achtung, quatscht einer zu oft dazwischen gibt’s Schelte.

In der zweiten Woche bin mit auf die Schupperbiketour gefahren. Obwohl ich in der Stadt viel mit dem Fahrrad unterwegs bin, fühle ich mich auf dem Mountainbike nicht besonders wohl. Ich wollte es aber trotzdem noch einmal versuchen. Wie erwartet, habe ich die Bergabfahrten mit angezogener Bremse und voller Panik hinter mich zu bringen versucht. Mario ist das aufgefallen und hat versucht mich locker zu machen und mir viele gute Tipps gegeben. Trotzdem wird aus mir wohl nie eine Mountainbikerin werden. Denjenigen, die Lust haben, das Berg hoch- und runter – fahren zu lernen, kann ich Mario empfehlen, weil er sich Zeit für jeden nimmt. Als Anfänger kann man sich auf seine Erfahrung verlassen und für die Profis wird es trotzdem nicht zu langweilig.

Das Frühstück im Helene Yolanda findet unter freiem Himmel hinter dem Hotel statt. Es ist einfach aber ausreichend.
Das Abendessen wird im „ Garden Restaurant “ serviert. Es gibt zwei Haupterichte zur Auswahl, davon eins vegetarisch, Salat und verschiedene Griechische Vorspeisen und immer einen Nachtisch. Am Vorabend entscheidet man sich für eines der beiden Hauptgerichte.  Alle Frösche sitzen an einer langen Tafel, was ich schön finde. Mir hat es meistens gut geschmeckt, besonders die Vorspeisen.

Nach dem Abendessen ging es immer es los, das Nachtleben von Kokkari zu erforschen. Zuerst hat mich das irritiert, aber am Hotel gibt es keine Bar, nur einen Kühlschrank zu Selbstbedienung für den spontanen Durst.
Im Nachhinein hat mir das gut gefallen, weil man etwas vom Ort sieht und der abendliche Spaziergang am Meer nach reichlichem Essen von Vorteil und einfach schön ist.
Allerdings habe ich die gesamte Zeit zu wenig Schlaf bekommen! Lange Nächte und dann früh raus in die Berge! Aber das bin ich inzwischen von Frosch gewöhnt und die Erholung stellt sich trotzdem ein.

Mittwochs war der Abend des Dorflehrers und seines Kinderchors, die auf dem Platz am Hafen für ein musikalisches Unterhaltungsprogramm gesorgt haben. Bis Mitternacht gab es Lieder von Bob Dylan und danach, dank Ricardos Liebe zum Tanzen, Disco. Die Party unter freiem Himmel war für mich ein Highlight, zu der Touristen und Einheimische gleichermaßen gekommen sind und die bis in die frühen Morgenstunden ging. Ob diese Partys auch ohne Ricardo stattfinden werden ist fraglich. Aber bei der Abschlussparty und bei live Musik am Freitag kann auch in den kommenden Jahren bestimmt getanzt werden.
Die Strände in der Nähe vom Hotel sind schön, besonders gut hat mir der Tsamadou beach gefallen.

Ein Ausflug mit dem Boot nach Samiopoula lohnt sich. Den Sandstrand dieser kleinen Insel hat man fast privat für sich und es gibt frischen Fisch vom Grill. Auf der Bootsfahrt hat man viel Zeit, die Küste von Samos und das Meer zu betrachten. Mit Glück sieht man, so wie wir, Delphine!

Zum Abschied hat jeder Gast ein Foto von sich bekommen, was im Laufe des Urlaubs geknipst wurde. Mario und Ricardo fotografieren die gesamte Zeit über und zurück in Deutschland kann man sich alle Fotos seiner Reisezeit über einen Link ansehen. Eine großartige Idee mit vielen lustigen Überraschungsbildern! Danke!

Ich habe mich auf Samos sehr wohl gefühlt und hatte einen schönen Urlaub. Wen wundert es da noch, dass es so viele Wiederholer gibt!

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