6. Juli 2006

Reisebericht Samos – perfekt für eine Woche unkomplizierten Urlaub

Zum Frosch Reiseziel Hotel Helen Yolanda auf Samos

Es gibt hier schon einen super umfassenden Reisebericht zum Thema Urlaub auf Samos, der so weiterhin absolut zutrifft und Vieles so beschreibt, wie es auch ist was Hotel, Samos selbst usw. betrifft. Mit meinem kurzen Bericht ergänze und aktualisiere ich diesen Text etwas.

Kurz gefasst
Kurz gefasst vorab: Samos ist ein schönes Ziel, vor allem wenn man was Nettes für eine Woche Urlaub sucht. Auf die Katalogbeschreibung von Frosch kann man sich auch hier voll verlassen. Ich war Anfang Mai 2006 für eine Woche auf Samos im Helen Yolanda in Kokkari.

das Hotel wirklich im Grünen

Anreise
Das Gute an Samos ist, dass man schon nach kurzem Flug da ist: Ab Düsseldorf z.B. schon nach ca. 3 Stunden. Anschließend ging es für uns mit dem Taxi nach Kokkari. Die knapp 45 Minuten Fahrt kamen mir gar nicht so lang vor, saßen wir doch zu viert im Taxi, lernten uns und Samos kennen.

Weil unsere Gruppe an dem Tag zu sehr unterschiedlichen Zeiten eintrudelte, wurden wir alle fast individuell ausgiebig begrüßt und bekamen schon erste Infos. Dann bezogen wir unsere Zimmer, konnten in Ruhe auspacken und bis zum Treff für das Abendessen den Tag selbst gestalten und z.B. ganz langsam mit der Erkundung beginnen, wo man denn so gelandet war.

Hotel
Das Hotel ist klein und gemütlich. Das Personal sieht man nicht oft, aber wenn, dann sind die Leute freundlich und hilfsbereit. Ich fand es auffällig sauber dort. Vor allem auch in den Zimmern und dort speziell im Bad. Das hab ich so bisher in Hotels nur ganz selten erlebt, noch nicht mal in Deutschland!

Die Doppelzimmer sind in der Tat sehr eng, aber man kommt schon klar. Es spielt sich sicher immer schnell ein, wo man was am besten platziert und aneinander vorbeikommt.

Meine Zimmerkollegin, die ich auf Samos zum ersten Mal kennen lernte, und ich hatten ein Balkonzimmer im ersten Stock. Der Meerblick und der Blick auf das Grün davor waren einfach nur schön. Auf dem Balkon war Platz für zwei Stühle und einen Tisch. Das reichte für einen langsam beginnenden Morgen oder kurzen entspannenden Zwischenstopp vor dem Essen. Und immer wieder dieser Blick…

Der Blick vom Balkon

Hotels im Süden sind nun mal hellhöriger als deutsche, hier hört man aber eher Geräusche vom Flur als aus dem Zimmer nebenan oder von oben. Und wenn die „Spätheimkehrer“ etwas Rücksicht beim Schließen der Türen nehmen, dann können eigentlich alle gut schlafen.

Die kleine Straße vor dem Haus führt zu einem weiteren Hotel und Appartements. Da ist dann an den An- und Abreisetagen ein wenig Busverkehr – meist aber tagsüber. Sonst habe ich nicht viele Autos bemerkt. Einige Male in der Woche allerdings kommt morgens die Müllabfuhr und die sind ja bekanntlich etwas lauter. Aber: Wenn man wandern geht oder einen schönen langen Tag erleben will, dann ist man dann eh schon wach.

Von dem im Katalog beschriebenen Liegen im Garten hatte ich mir allerdings mehr versprochen. Das fand ich eher unmöglich in der Ausführung. Aber dafür ist der Strand ja nicht weit und eh schöner.

Auch in unserer Gruppe wurde das Frühstück diskutiert. Von „Also ich finde es OK. Man findet alles, was man so braucht.“ bis zu denen, die sich schließlich fast selbst versorgt haben, war alles vertreten. Mein Fazit war: Es gab Brot, Wurst, Käse, Marmelade, Müsli, mal Joghurt mit Honig oder Eier, Obst und Kuchen. Wer morgens nicht der große Esser ist und es bis zum Abendessen aushalten will, dem wird das Frühstück nicht reichen. Ich habe immer mal mittags eine Kleinigkeit gegessen.

Abends geht es dann in den Ort zum Essen. Jeden Abend wird ein anderes Restaurant ausprobiert. Am Abend vorher wählt man aus zwei Vorschlägen aus, was man möchte. Dies wird dann von den Teamern bestellt. Die Abendessen bieten dann immer Gelegenheit, alle aus der Gruppe wieder zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Und da gibt es ja immer viel zu erzählen …

Ort, Strände und Samos
Nach ca. 5 Minuten ist man vom Hotel aus am Lémonakia Beach. Ein Kies- bzw. Steinstrand – wie überall in der Gegend – ausgestattet mit Restaurant, Toiletten und Liegenvermietung. Das Tollste aber ist der Blick von oben auf den Strand und das Wasser – völlig klar und türkis, dunkelblau und einfach nur durchsichtig – einfach schön. Zum zweiten Strand bin ich nur mal mit dem Rad gefahren, unten an dem Strand selber war ich aber nicht. Von der Straße aus sah es jedoch auch nett aus dort.

der Strand Lémonakia Beach
Blick auf den Strand und Kokkari

Im Ort ist man vom Hotel aus in so etwa 15 Minuten zu Fuß. Es ist ein kleiner Ort, der sich halt auf Touristen ausgerichtet hat, den ich aber dennoch ganz nett fand. Man findet sich schnell zurecht und weiß dann, wo alles Notwendige für den Urlauber ist: Post, Supermärkte, die auch Telefonkarten für 4 Euro und Briefmarken verkaufen, EC-Automat und Telefone. Und eben die Restaurants und Bars für das Abendprogramm…

Übrigens ist es kein Problem, abends als Frau allein zu Fuß zurück zum Hotel zu gehen, falls alle andern doch noch einen Ouzu mehr möchten und man selbst lieber nicht J

Sonst ist zu sagen, dass Samos eine Insel für Naturfreunde ist. Hier kann man gut wandern und Vieles per Mountainbike erkunden. Dies spiegelt sich wohl auch im Alter der Reisenden wider. Bei uns waren wohl die meisten so Mitte 30, Anfang 40.

In meiner Woche Samos bin ich fast nur gewandert. Und das geht auf Samos sehr gut. Es gibt viele Routen, deren Ausgangspunkte man gut mit dem Bus erreichen kann. Oder man fährt noch ein kurzes Stück mit einem Taxi, die auf Samos nicht teuer sind und fast überall herumkurven.

Unterwegs beim Wandern
Unterwegs beim Wandern

Schön waren auch immer die Stopps in den Bergdörfern Vourliotes und Manolates oder auch Stavrinides. Die Orte mögen manchmal die gleichen sein, die Wege dahin sind aber immer verschieden und abwechslungsreich. Steffi hatte immer nette Touren ausgesucht und für Abwechslung gesorgt, besonders gut war z.B. die Tour durch das Nachtigallental.

Wer gern mal in einer kleinen Gruppe allein wandern möchte, dem kann ich den Rother Wanderführer für Samos empfehlen. Da ist eigentlich alles gut beschrieben und man kommt mit dem Bus zu den meisten Ausgangspunkten hin. Sonst gibt es im Ort genug Roller- und auch Autoverleiher oder eben Taxen.

Unterwegs beim Wandern
Unterwegs beim Wandern

Teamer
Unsere Teamer waren Steffi (wandern) und Mario (biken). Die zwei hatten alles super organisiert und Mario z.B. verfiel auch nicht in Panik, weil die Jeeptour auf Grund des Wetters einen Tag verschoben werden musste. Die beiden haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Urlaub auf Samos so entspannt war und in lockerer Atmosphäre stattfand. Es gab jeden Tag was Nettes zu erleben, wenn man sich nicht allein beschäftigen wollte oder keine Lust auf Strand hatte. Steffi wurde einen Tag sogar zur exklusiven Wanderführerin für zwei und ging auf unseren Tourenwunsch ein. Dafür den beiden auch hier noch mal vielen Dank.

Ellen Jahnke

Ein Gedanke zu „Reisebericht Samos – perfekt für eine Woche unkomplizierten Urlaub

  1. Holgi

    Samos ist immer eine Reise wert.Ich war nun auch schon vier mal dort und es war immer wieder toll.Natürlich hat jeder gewisse Vorstellungen und Ansprüche, aber
    diese muß man halt bei der Urlaubsplanung (vorher) auch ein bischen zumindest erroieren.Für tolle Landschaften, Wandern, zurückgenommenen Tourismus ist
    hier ein ideales Ziel.

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