6. Oktober 2007

Wegen Mafiamord nach Sarti vom 13.09.-20.09.07

Reisebericht von Birgit Schulte [bsch at fantasymail.de]
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Pontos, Sarti – Griechenland

Eigentlich wollte ich nach Sizilien, aber dann kam der Mafiamord dazwischen und ich habe mich kurzfristig um entschieden. Das war auch gut so, denn damit hatte ich ein paar Tage länger zum Kofferpacken.
Am Flughafen in Thessaloniki fiel mir direkt auf, dass hier etwas anders war als sonst. Zum einen standen mehr Männer als Frauen am Bus, zum Anderen hatten diese auch durchweg mehr Gepäck für eine Woche dabei, als wir Frauen. Spitzenreiter war dabei ein Nordlicht mit 26 Kg für 1 Woche! Das waren 10 Kg mehr als mein Koffer wog!! Zu seiner Verteidigung sei gesagt, er hatte darin wenigstens einen dickeren Reiseführer und war damit der einzige unter den Männern!

Ein kleiner Sprinter brachte uns (5 Männer, 3 Frauen) am Morgen bei angenehmen Temperaturen vom Flughafen in knapp 2 Stunden nach Sarti.

Das schwere Gepäck der Männer führte dazu, dass unser Fahrer bergauf ganz schön zu kämpfen hatte. Und als er bergab endlich wieder laufen lassen konnte, nahm ihm ein kleiner roter Touri Wagen den ganzen Schwung. Vor lauter Aufregung griff unser Fahrer seinem Beifahrer ans Knie und dessen trockener Kommentar war dazu nur: „Da kann ich dir auch nicht helfen, da musste nun alleine durch!“ und das im schönsten Norddeutsch!

Es stellte sich bald heraus, das wir echte Nordlichter an Bord hatten, die das Nörgeln nicht lassen konnten und die ihre Reise zu dritt gebucht hatten. Alle anderen hatten alleine gebucht.

Mein netter Sitznachbar aus Geilenkirchen, der schon mit mir von Köln angereist kam, fühlte sich bemüßigt mich auf mein dunkles Kellerloch für die kommende Woche vorzubereiten. Ich hatte ihm nämlich erzählt, dass ich ein halbes DZ im Souterrain gebucht hatte.
Er hatte vorsichtshalber seine Schwester als Spähtrupp vorgeschickt, um alle Risiken auszuschließen und sich einen erholsamen Urlaub ohne Freundin zu sichern.

Später hat er sich allerdings noch meinen vollen Respekt verdient, da er sich traute mit mir einen Disco Fox auf Modern Talking zu tanzen, obwohl ihn das verächtliche Blicke und den Spott des nordischen Dreigestirns einbrachte.
Nachdem er sich damit geoutet hatte, konnte er auch beim Abendessen die Frauen mit Toffifee für sich einnehmen und die anderen alt aussehen lassen 😉

Weiter zum Reisebericht: Über die kurvige Küstenstraße kamen wir schließlich zu unserer Bucht und konnten einen ersten Blick auf Sarti werfen. Wir sahen einen wunderschönen Strand, superblaues Wasser und jede Menge Straßencafes.

Kurze Zeit später hielten wir im Hotel Pontos, das keine 5 Min von Sarti entfernt liegt. Der erste Eindruck war sehr angenehm, grüne Umgebung und landestypische Bauweise. Sonja, die Chef Teamerin, empfing uns mit 1 Begrüßungscocktail und den ersten Ansagen. Dann erhielten wir unsere Zimmerschlüssel und wurden quasi zu unserer Unterkunft geleitet.

Nachdem ich schon auf das Schlimmste vorbereitet war, wurde ich auf das Angenehmste überrascht.
Mit einem schönen, hellen Souterrainzimmer auf der Aussenseite des Hotels und einer kleinen Terrasse vor der großen Fenstertür konnte ich mich ganz schnell anfreunden.

Sarti

Meine Zimmerkollegin war noch nicht eingetroffen und so konnte ich erst mal in Ruhe auspacken . Dies ist eine gute Einrichtung, denn als sie dann kam, konnte ich ihr kurz Hallo sagen und erst mal das Terrain überlassen und die Umgebung sondieren. Das sah dann so aus, dass ich mit 3 anderen Neuankömmlingen erst mal am Strand nach Sarti lief, um eine Kleinigkeit zu essen. Das hatten wir uns dann auch verdient, denn das Laufen im nachgiebigen Sand ist ganz schön anstrengend. So entschieden wir uns dann auch für den Rückweg die Straße zu nehmen. Dabei erfuhr ich das Udo und Christoph sich für ein 4er Appartement entschieden hatten. Das wäre nun nichts für mich, denn das heißt 1 Bad für 4 Leute. Mit meiner Zimmergenossin Claudia hatte ich auch die ideale Mitbewohnerin. Neben ihrer Herzlichkeit und dem angenehmen Wesen, war sie auch morgens die erste im Bad und abends wurden wir uns auch immer ganz schnell einig 😉 Das war echt super mit Dir, liebe Claudi!!!!

Für 19.00 Uhr war das Abendessen angesetzt und vorher traf man sich an der Poolbar auf einen Aperitif und um schon mal im Groben abzuklären, wer mit wem wo sitzen will. Nachdem sich unser Bus für einen großen Tisch entschieden hatte und noch Platz frei war, konnte ich meine Mitbewohnerin mit ihren Mitankömmlingen dazuholen.

Nach dem Hauptgang – der übrigens sehr lecker und reichlich ist – stellen die Teamer das Programm für den nächsten Tag vor. Das ist auch eine sehr gute Einrichtung, denn nicht jeder kam am Info-board vorbei oder war in der Lage so viele Informationen aufzunehmen und zu speichern ;-).

Für Freitag stand als erstes ein Orientierungsspaziergang oder für die Biker eine Orientierungstour an.
Wir lernten noch einen anderen Weg nach Sarti kennen. Vorbei an einem alten, verlassenen Kloster und einem fast 1000 Jahre alten Olivenbaum!

Sarti

In Sarti wurden wir auf die wichtigsten Einrichtungen wie EC Automat, Shoppingmeile, Doktor und Apotheke hingewiesen. Wie in Fourka, lohnt sich auch hier das Eindecken mit Aspirin, Bepanthen die Wund- und Heilsalbe für die Kratzspuren nach den Wanderungen u.ä..

Schließlich nahmen wir in einem Strandlokal Platz und genossen den Blick auf das Meer und den Frappee oder ähnliches. Die Biker waren allerdings schon da, ist ja klar!

Sarti

Was noch anders war in diesem Urlaub: es waren direkt ein paar Invaliden dabei und wer sich noch fit fühlte, bekam halt noch ein kleines Magenproblem, oder Hals- oder Ohrenschmerzen oder blieb mit dem großen Zeh im Sand hängen. Dabei kann ich mir eine kleine Anmerkung nicht verkneifen:
Alle Männer sind Helden ………………. – bis sie Schnupfen bekommen!!!

Okay, meine Mitbewohnerin hat Pech gehabt, da der Sprinter für den Transfer keine Klimaanlage besaß, blieben die Fenster geöffnet und sie hatte Zug auf’s Auge bekommen. Gott sei Dank hatten wir ja einen Urologen aus Köln dabei, der erste Hilfe leistete, Udo der Pillen verteilte und Elke (oder war es Iris?) die heißen Tee und trocken Brot ans Bett brachte.

Aber wir waren ja abwechselnd angeschlagen und so tat es der guten Stimmung keinen Abbruch und es wurde richtig gefeiert und gebechert!!
Zum Feiern gab es immer einen Grund: ob es nun der 40. oder der 27. Geburtstag war, oder einfach die Tatsache, dass wir Urlaub, Sommer, Sonne, Strand, gute Laune und lecker Essen hatten. Hier noch ein Hinweis für die weiblichen Gäste: wenn der Koch blinzelt, dann ignoriert es einfach oder geht davon aus, dass er etwas im Auge hat, sonst kommt ihr aus der Ouzo-Nummer nicht mehr so leicht raus.

Schöne Höhepunkte gab es aber auch: ob es die Kajak Tour war oder das Power Aqua zum guten Preis. Auch George’s Pub in Sarti ist die Reise wert. Vor allen Dingen am Samstagabend ist die Bude rappelvoll und George legt selber auf und gibt auch eine Live Vorstellung mit seinem Instrument.

SartiDie Teamer haben gute Arbeit geleistet, bis auf eine kleine Sache in punkto Info zu den Landessitten:
Hier fehlte der wichtige Hinweis, dass beim Moped fahren Helmtragen für die Touris Pflicht ist, sonst wird es teuer, wie einer von uns schmerzlich erfahren musste!!!

Der Service im Haus hat auch funktioniert, nur die Leute die 14 Tage Urlaub machten, hatten leider keine Möglichkeit eine Waschmaschine zu benutzen obwohl es im Internet so dargestellt wurde.

Auf jeden Fall waren uns die Götter gut gesonnen, denn wir hatten eine super Woche bei strahlend blauen Himmel mit sympathischen Fröschen ! Das die Romantik bei manchen Froschmännern zu kurz kam, lag wohl an den kalten Abenden, so dass der eine aus dem Mathematikbuch rezitierte und der andere noch eins draufsetzte und von schwarzbunten Schweinereien und Mülltonnenreinigung erzählte. Nun ja, man/frau kann nicht alles haben und das es da noch andere gibt, haben wir ja gesehen als wir morgens um 7.00Uhr abgeholt wurden.

Wir warteten vor dem Hotel und konnten beobachten wie paarweise verschiedene Frösche aus den Dünen zurückkehrten. Die hatten das Motto beherzigt: Sei kein Frosch! Oder lag es vielleicht doch an dem Bagger, den es zum 40. Geburtstag gab???

Apropos die Anlage ist ein richtiges Froschhotel in denen die richtigen Frösche nachts auf allen Wegen anzutreffen sind, dies ist kein Scherz!

So langsam verschwinden die guten alten Fotoapparate, die noch mit Filmen gefüttert wurden. Dafür werden nun die Digitalen mit Batterien gefüttert und es wurden Wetten abgeschlossen, welche Höchstzahl an Bildern pro Kamera in 1 Woche geschossen wurden.
Meine hat es auf immerhin knapp 300 gebracht – es war auch ihr erster Einsatz an der Front!
Von Benedikt dem Surfer habe ich allerdings schon die Zahl 600 genannt bekommen. Viel Spaß beim Bearbeiten und ich bin gespannt auf die Schnappschüsse!
An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Udo, der mir die besonderen Fähigkeiten meiner Kamera auf sympathische Art und Weise näher brachte.

Mein Fazit: es war ein super gelungener Urlaub und ich habe lange nicht so viel gelacht – wohl auch Dank des norddtsch. Dreigestirns und den Urlaub einfach nur genossen. Ich könnte mir sogar vor-stellen, dort auch mal zwei Wochen zu buchen, um den Kat Schein zu machen, obwohl ich noch viele andere Plätze sehen will und daher eigentlich nicht zweimal an den selben Ort fahren möchte. Aber hier haben einfach so viele Faktoren gestimmt, so dass ich der Firma Frosch zu dieser Hotelwahl nur gratulieren kann. Zumal sie mit den Profis Uwe und Ellen auch die richtigen Wassersportler im Boot haben und Sarti ein super Gebiet für den Wassersport ist. Bis Mittag eher ruhiges Wasser und dann frischt der Wind auf.

Die Manager haben auch ein gutes Händchen bei der Zimmerbelegung gezeigt, vielleicht standen aber auch nur die Sterne günstig oder die Götter haben es einfach nur gut gemeint mit uns!!!

Sarti

2 Gedanken zu „Wegen Mafiamord nach Sarti vom 13.09.-20.09.07

  1. Ilka

    welch nette, einladende Beschreibung……..ich will im kommenden Jahr mit „Frosch“ vereisen!!! Leider bin ich schon 50 + , darf ich trotzdem mit ???

  2. Kurt

    Sehr schön, danke…
    Aber wenn ich wegen einem „Mafiamord“ ne Reise umbuchen würde, dann hätte ich mich schon um ein paar traumhafte Ziele gebracht, von New York bis Tarifa (was ja nah am bööösen Algeciras liegt).

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