22. November 2006

Sarti – selbst erlebt!

Zum Frosch Reiseziel Sportclub Hotel Pontos, Sarti – Griechenland

Nachdem ich bereits im Vorfeld von sehr vielen Leuten hauptsächlich Gutes über Sarti gehört hatte, wollte ich doch endlich meine eigenen Erfahrungen machen.
Die Entscheidung für dieses Reiseziel hatte ich längst getroffen. Nach meiner Woche Fourka im September 2005 war klar: So einen Urlaub möchte ich wiederholen, allerdings etwas ausgedehnter. Als großen Pluspunkt freute ich mich auf den Strand direkt vor der Haustüre.

Um es vorweg zu nehmen: Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ich hatte zwei wunderschöne Wochen und kam trotz vielen Unternehmungen und wenig Schlaf sehr erholt nach Hause zurück.

Zum Hotel wurde an dieser Stelle ja bereits einiges gesagt. Ich war im Nachhinein jedenfalls sehr froh über alle, die mir empfohlen hatten, ein Zimmer mit Balkon (und nicht im Souterrain) zu buchen, es war wirklich die richtige Entscheidung. (Danke Katrin, für alle anderen Tipps ebenfalls!)
Ich hatte auch das Glück, ein Zimmer mit Meerblick zu bekommen, und Glück hatte ich auch mit beiden Mitbewohnerinnen, sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Urlaubswoche.

Sarti

Die Anlage des Hotels Pontos ist nicht so großzügig gebaut wie anderswo, das hat aber den Vorteil, dass es fast nur kurze Wege gibt: Zur Fitnesswiese, zur Restaurant-Terasse, zur Poolbar und wirklich unschlagbar: Zum Strand.
So konnte man Nachmittags auf einen Kaffee an die Poolbar kommen und wieder zurück zum Strand gehen, wo man garantiert auf einige andere „Frösche“ traf und sich nie alleine vorkam.

Wer viel Kultur im Urlaub sucht, ist in Sarti sicher falsch. Rund um den Ort gibt es Berge, Strand, Meer, Wald, Klippen und Gebüsch – dazwischen immer wieder sehr schöne Badebuchten und ab und an mal ein kleines Dörfchen. Da zu meiner Zeit auch die Ausflugsfahrten nach Thessaloniki und die Sithonia Rundfahrt jeweils ausgefallen sind, gab es wirklich nicht viel zu besichtigen.

Obwohl ich Ausflüge und „Sightseeing“ normal auch sehr schätze, habe ich dennoch nichts vermisst.
Es wurden verschiedene Wanderungen angeboten, wie die Panorama-Tour, die Wanderung zum Afri-CafĂ©, zur Goa-Bucht oder die Quellenwanderung. Meistens gingen diese Touren nicht auf Wegen entlang, sondern quer durch die Pampa. Ausspruch eines Teamers: „Wenn Ihr Glück habt, ist hier schon einmal eine Ziege vor Euch langgelaufen.)
Dementsprechend sahen dann auch die Beine der Wanderer nach einer Woche aus, ziemlich zerkratzt, aber das war uns egal: Wir hatten Spaß und bekamen wunderschöne Landschaften zu sehen.

Sarti
Sarti
Sarti

Etwas schade war allerdings, dass Anfang / Mitte September schon viele der „Kult“-Strandbars geschlossen hatten – so kann ich leider nicht vom „Africafé“ oder dem „CafĂ© del Mar“ schwärmen.
Immerhin hatte das Restaurant „Five Steps in sand“ geöffnet – die sogenannte „Joghurtbucht“. Ein Ausflug dorthin ist wirklich absolut lohnend, und der Joghurt ist superlecker.

Für Fahrradfahrer wird genau so viel geboten wie für Wanderer – da ich mich aber eher fürs Wandern entschieden habe, kann ich nicht so viel dazu sagen – ich bin nur zur Portokali-Bucht mitgefahren, die aber ebenfalls sehr schön ist und wo die Bar sogar noch geöffnet hatte!

Sarti
Sarti

Vom Wassersportprogramm – Segeln und Surfen – habe ich mich komplett fern gehalten. Man kann in zwei Wochen unmöglich alle angebotenen Aktivitäten ausprobieren. Eine Ausnahme habe ich aber gemacht: Die Kajaktour! Und obwohl sie für mich sehr anstrengend war, hat es doch total Spaß gemacht, an den Klippen entlang zur Goa Bucht und zurück zu paddeln.

Sehr geschätzt habe ich auch Ninas Fitnessprogramm. Es wurden sehr viele verschiedene Sachen angeboten, von Nordic Walking über Pilates, Six Pack, Body Workout, Rückenfit bis hin zu Step-Aerobic, und das alles sehr qualifiziert. Entspannung gab es natürlich auch, mit einer schönen Quarkmaske (auch wenn manche Herren darüber die Nase rümpften).

Das Highlight der ersten Woche war natürlich die Bootstour, obwohl wir aufgrund des Windes und der Wellen lange darum zittern mussten.
Schließlich fuhren wir trotz Wellengang, und es hat sich echt gelohnt! Wir hatten einen Badestop und fuhren danach zu einer verlassenen Bucht, wo die Schiffscrew für uns Suflaki grillte und mit Tzatziki und Salat servierte – dazu gab es Wein und hinterher natürlich Ouzo.

Sarti
Sarti

Das Highlight der zweiten Woche war für mich der 1. Sarti-Triathlon. Dafür fanden sich Teams zusammen, von denen die erste Person im Meer schwimmen, die zweite mit dem Fahrrad nach Sykia und zurück fahren und die dritte nach Sarti und zurück laufen musste. Es gab sogar drei „Verrückte“, die gleich alle drei Disziplinen hintereinander absolvierten!

Zuerst konnte ich mich nicht dafür begeistern, bin aber wirklich froh, dass Svea mich noch überredet hat: Auch wenn wir, das einzig reine Frauenteam (mit mir als Schwimmerin), den letzten Platz belegten: Dabei sein ist alles und Spaß hat es allemal gemacht, nicht zuletzt durch die vielen, die uns angefeuert haben und durch die kleinen „Extras“, wie die Sportlerbar.

Auch abends gab es immer jede Menge Programm, so dass einem gar nicht langweilig werden konnte – von den obligatorischen Welcome und Farewell Partys über einen Griechischen Abend mit Livemusik bis hin zu einem Lagerfeuer am Strand.

Leider habe ich es nicht geschafft, alle Leute kennen zu lernen – dafür ist die Gruppe in Sarti (um die 90 Leute) einfach doch zu groß. Dennoch haben sich immer Leute zusammen gefunden, da – wie ich – sehr viele andere auch alleine angereist waren.
Von mir kann ich sagen, dass ich einige sehr nette Bekanntschaften geschlossen habe – teilweise waren mir die Leute auch schon aus früheren Urlauben oder aus dem Chat bekannt – und wir immer sehr viel Spaß miteinander hatten.

Ich könnte jetzt noch sehr vieles schreiben. Manche fragen sich sicher, was denn nun das Besondere an diesem Urlaub war – schwer zu erklären.
Macht es doch einfach wie ich: Vor meinem Urlaub wollte ich am liebsten gar nichts mehr über Sarti hören und einfach alles selbst erleben!

Reisebericht von Monika King

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