8. November 2005

Singles in Fourka – ’Jassu!

Reisebericht von Moni King (moni.king at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Tropical – Club 30+/- für Singles und Alleinreisende

Im vergangenen Sommer war ich alleine, wollte aber auf jeden Fall eine Woche „weg“. Da ich bereits ein Mal mit Frosch im Urlaub war, allerdings im Winter, kannte ich diese Art des Reisens bereits. Also suchte ich mir die Homepage im Internet heraus und ließ mir den Sommerkatalog zuschicken.

Ich wollte auf alle Fälle ein Reiseziel, das ich noch nicht kannte. Griechenland interessierte mich schon länger, und als ich entdeckte, dass es auch ausgesprochene Singlereisen gab, fiel die Wahl schnell auf Fourka.

Fourka

Wenige Wochen vor der Reise lernte ich übers Chatboard „Mitreisende“ kennen, aber auch Leute, die vor mir in Fourka waren und einige wertvolle Tipps geben konnten (Danke Rainer!).

Super war auch, dass ich bereits am Frankfurter Flughafen eine Verabredung hatte und ich deshalb schon vor und während des Fluges nicht alleine war. Schade fand ich hingegen, dass der Abflug ab Frankfurt so spät war und deshalb vom ersten Urlaubstag nicht viel übrig blieb. Da hatten es die Leute aus Düsseldorf doch wesentlich besser!

Am Flughafen in Thessaloniki angekommen, wurden meine Mitfliegerin und ich direkt erwartet, und wir trafen auf fünf weitere „Single“ – Reisende, so dass sich während des Transfers nach Fourka die ersten lustigen Gespräche ergaben.

Nachdem wir die anderen Froschgäste in Polychrono abgesetzt hatten, kamen wir nach insgesamt etwa eineinhalb Stunden Busfahrt über die Kassandra-Halbinsel im Hotel Tropical an und wurden gleich sehr nett von der Reiseleiterin Meike empfangen. Da wir, die Spätankömmlinge, uns danach auch gleich noch an der Poolbar trafen und uns für den nächsten Morgen zum Frühstück verabredeten, kam ich mir schon gar nicht mehr „allein reisend“ vor.

Fourka

An unserem ersten „richtigen“ Urlaubstag wurden wir dann noch einmal ausführlich begrüßt und eingewiesen, das Hotelteam stellte sich vor, wir lernten Jan und die Bikes sowie Bianca mit ihrem Fitnessangebot kennen. Der Urlaub konnte losgehen!

Im Endeffekt war die eine Woche, die ich gebucht hatte, viel zu kurz für das, was angeboten wurde. Das „Board“ war jeden Tag voll mit reizvollen und attraktiven Angeboten: diverse Wanderungen, Mountainbiketouren, Ausflüge, dies alles umrahmt von zahlreichen Sportangeboten (Tae Boe, Step, Nordic Walking, Beach Volleyball, Aqua Fit, Hallo Wach…)

So manches Mal hatte ich die Qual der Wahl, wollte ich doch so viel wie möglich erleben, aber auch mal ganz relaxed am Strand oder Pool liegen.

Besonders gut haben mir persönlich die Wanderungen gefallen, durch die wunderschöne Landschaft, super geführt von Meike, die auch in jedem Dörfchen eine nette Taverne kannte, zu jedem Ort eine Geschichte erzählen konnte und stets kleine Überraschungen im Rucksack hatte oder uns unterwegs mit frisch gepflückten Datteln und Nüssen versorgte.

Auch die Radfahrer kamen immer begeistert von ihren Touren zurück. Obwohl ich jahrelang auf keinem Rad mehr gesessen hatte, ließ ich mich auch davon anstecken und machte die „leichteste“ Tour mit, es ging zum Markt nach Kassandria.

Montags gab es den Relax-Tag, an dem wahlweise ein Boots- oder Busausflug angeboten wurde. Ich nahm an der Kassandra Entdeckungstour mit dem Bus teil, der mit einem Badestop am schönen Sani Beach endete. Auch die Teilnehmer der Bootstour kamen begeistert zurück. Passend dazu gab es im Anschluss eine Massage-Stunde und nach dem Abendessen noch eine Chill-Out Night vor der Poolbar.

Fourka

Aber auch sonst kam das Entspannen nicht zu kurz, sei es am Strand, zum Beispiel bei einem Frappé in der dortigen Bar, oder am Hotelpool. Sehr schön war auch die Blue Hour mit Biancas Traumreisen.

Angenehm war insgesamt, dass es so viele verschiedene Angebote gab – aber kein „Mitmach-Zwang“. Wer Lust hatte, war da und machte mit. Und auch untereinander ergaben sich immer wieder spontane Unternehmungen, beispielsweise Fahrradfahrten oder Spaziergänge zum Strand oder ins Dorf.

Auch abends wurde es nie langweilig, selbst da hatten die Teamer immer etwas tolles vorbereitet. Vom Kennenlernabend über das Musikquiz oder die Karibische Nacht bis hin zu einem lustigen Abschlussabend mit „Wetten das…?“.

Nicht zu vergessen auch den Barbecue Abend oder die langen Nächte in der Poolbar, die musikmäßig für jeden Geschmack etwas zu bieten hatten.

Ich denke, dass ich insgesamt eine tolle Gruppe von Teilnehmern erwischt hatte. Nicht nur, dass wir alle sportinteressierte Alleinreisende waren – man konnte jederzeit alleine zum Frühstück oder zum Abendessen gehen und fand immer einen Platz in netter Gesellschaft, wo sich so manches Gespräch ergab. An der Poolbar war man nie lang allein, wenn man dies nicht wollte.

Fourka

Ganz bewusst hatte ich ein halbes Doppelzimmer gebucht und würde das auch jederzeit wieder so machen. Es war einfach schön, auch mal beim Aufwachen mit jemandem zu reden, und wenn es übers aktuelle Wetter war. (Gesprächsstoff gaben in dieser Woche natürlich auch die Bundestagswahlen?). Probleme gab es bei meiner Mitbewohnerin und mir keine, auch wenn wir meistens unterschiedliche Aufsteh- und Schlafzeiten hatten.

Noch ein bisschen was zum Hotel: Eine wunderschöne Anlage, inmitten von Baumwollfeldern und Olivenhainen, etwa ein Kilometer vom Meer entfernt, dafür ein riesiger Pool (der leider morgens meistens erst um neun Uhr benutzt werden konnte), saubere und gut eingerichtete Zimmer (ich hatte mittlere Kategorie) und ein Restaurant mit zwei Dachterrassen, von denen man einen schönen Blick auf den Pool hatte.

Das Essen hat mir persönlich super geschmeckt, es gab eine sehr große Auswahl beim Frühstück, vor allem immer viel frisches Obst und Gemüse. Auch abends war eine gute Auswahl an Vorspeisen und Salaten, Hauptgerichten und Nachspeisen aufgebaut, die ständig nachgefüllt wurden.

Insgesamt gesehen war es eine super Woche für mich, ich konnte mal richtig abschalten und eine tolle Zeit mit netten Leuten verbringen. Der Abschied fiel nicht nur mir sehr schwer und es flossen so manche Tränen. Aber vielleicht bleiben ja ein paar der neu geknüpften Kontakte bestehen – und meine letzte Reise dieser Art war es ganz bestimmt nicht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere