12. Januar 2008

Reisebericht Sportclub ONU vom 2.01. bis 5.01.08

Reisebericht von Dirk Teichert (dirk.teichert at osnanet.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Onu, Champéry, Portes du Soleil, Schweiz

Was sagte mir mein Arbeitskollege am 07-01-08 (erster Arbeitstag dieses Jahr) …“die letzte Woche war echt Mist. Nach Neujahr hab ich den … nicht mehr hochgekriegt und ratzfatz war Samstag und die Woche rum“… nun zu meiner Version.

Am 01-01-08 ging es abends nach Münster um den Reisebus nach Champery in die Schweiz zu besteigen. Dazu gleich eines, wer mit dem Auto von Osnabrück nach Münster fährt sollte damit rechnen, dass es keine kostenlosen Parkplätze in Nähe des Busbahnhofes gibt. Somit bleiben folgende Möglichkeiten Parkhaus, Wohngebiet ohne Anwohnerausweis… oder sich auf den DB Parkplatz mogeln, feststellen das die Jungs schnell einen neuen Poller setzen können (wo sonst nur Verspätungen sind) und trotzdem wegfahren, weil manche Autos es von der Höhe her unter einer Schranke herschaffen. Busfahren wird nie mein Ding werden, mit Liegeplätzen lässt sich das ganze allerdings etwas besser ertragen. Trotzdem bleiben 12-13 h Fahrzeit im beengten Reisebus.

Champery

Ziel war es, 4 Tage Ski zu fahren und den neuen Sportclub ONU zu genießen und um es vorweg zu nehmen, es hat einwandfrei geklappt. Wer sich jetzt noch mit meinen persönlichen Reisebericht beschäftigen möchte, viel Spaß.

Da der SC Onu erst am 25-12 seine Türen für die Gäste geöffnet hat, war bei mir schon die Frage, ob alles eingespielt ist. Ich sag es mal so, das Einzige was ich bemängeln könnte, wären die fehlenden Stühle auf den Zimmern um z.B. Kleidung abzulegen. Elli, die Hausleitung, sagte aber, dass das Problem ab Samstag (05-01) der Vergangenheit angehört. Somit bleibt nichts über. Kurz zu den wichtigsten im Frosch Team als da wären Elli (Hausleitung), Vera (Reiseleitung), Steffen (Skileitung also alles um den Bereich…) und Fabian (hinter dem Tresen, wichtigster Mann). Außerdem sollte man NIE gegen Alex (ey, Du alter Berliner) und Dennis kickern. Hat keinen Sinn, es sei denn man verliert gerne. In Grenzsituationen zeigte sich dann, dass die Teamer doch noch nicht zu einer Einheit verschmolzen sind. Wer bei „Wetten dass…“ mit seiner eigenen Wette so klar verliert, der muss halt mal wieder zu Ice Ice Baby tanzen (draußen im Schnee, in Badeklamotten…) fand ich aber gut, hatte das Lied ewig schon nicht mehr gehört.

Champery

Die Lage des Hauses ist Top, wer mit Skiern anreist macht bereits die Fahrt zum Haus auf den Brettern und die andern laufen, evtl. grinsend wie ich, 15 Minuten bis zum Haus. Interessant ist auch immer wieder das Phänomen, das man total gerädert aus dem Bus steigt und kaum ist man oben auf dem Berg, sieht Sonne plus Schnee, ist alles wie weggeblasen. Wer lustige Fotos schießen will, viele ziehen sich nach der Busfahrt um… Kurz zum Haus, es hat zwei Stockwerke, Licht mit Bewegungsmeldern die extrem empfindlich sind, eine Sauna für 8-10 Personen und einen Raum mit beheizten Skischuhständer (herrliches Aroma, aber schön morgens in warme, trockene Schuhe zu steigen). Das Haus wurde frisch renoviert und man bekommt sofort ein heimeliges Gefühl, kennt man die Kollektion eines schwedischen Möbelherstellers. Im Erdgeschoss der Raum zum Speisen, die Bar und ein Raum zum Entspannen inklusive offenen Kamin. Von hier gibt es eine tolle Aussicht auf die Berge.

Champery

Das Frühstücksbuffet sah exakt wie in Crans Montana aus, muss wohl an der Schweiz liegen?! Zu meckern gibt es nichts, spontan fällt mir folgendes ein 4 Sorten Brot, Wurst, Käse, frisches Obst, Müsli, Quark und süße Brotaufstriche. Dazu dann Kaffee, Tee, Apfel und Orangensaft. Tüten zum Einpacken der Pistenbrote und das macht auch Sinn, denn die Schweiz ist schon teuer, aber wer in Frankreich einkehrt… puuhhh. Ich glaube 8 Euro für eine Bratwurst aus herrlich stinkenden, qualmenden Friteusen und dazu Pommes für 4 Euro.
Von der guten französischen Küche war leider nichts zu spüren, schade sonst hätte es einem ja fast egal sein können. Als ich einen Tag, um den Elektrolythaushalt aufzubessern, eine Suppe geordert habe, gab es erstens nur eine Vegetarische und die war 100%ig geschmacklos. Andere Länder, andere Sitten 😉 Jeder kann sich selber die Frage stellen ob 9 Euro hierfür gerechtfertigt sind.
Das Skigebiet ist riesig und sehr vielseitig, der Pistenplan weit weg von detailliert. Vera (Reiseleitung) war super hilfsbereit gerade auch bei Fragen bezüglich des Weges.

Ich, mit der Orientierung wie ein GPS Empfänger in geschlossenen Räumen, hab mich direkt an Mario (der kannte immer den Weg) und Ina (natürlich nur wegen der gut sichtbaren Jacke) gehalten. Mario, es war schön wie Du unter Zeitdruck meintest …“wir müssen doch noch einmal mehr mit dem Lift fahren“… aber wir haben es immer rechtzeitig geschafft und auch im Nachhinein noch mal danke, dass Du immer schön vorne weg gefahren bist. Wer es übrigens nicht rechtzeitig zurück in die Schweiz schafft, der übernachtet halt in Frankreich, ist bestimmt genauso günstig wie das Essen oder man fährt für 200 Euro ausgiebig Taxi, kann ja auch Spaß machen.

Champery

Trotz der Kürze des Urlaubes hat Frosch Skikurse angeboten und somit stand ich nach dem Einteilen (Anfänger, F 1 und F 2) neben der 13jährigen Merle, wobei ich gestehen muss, dass Sie besser fährt als ich liegt wohl am Alter. Birgit, unsere Skilehrerin, hat den F 2 Kurs geleitet, der am ersten Tag aus einer 4er Gruppe am zweiten Tag nur noch aus Merle und mir bestand. Hat super viel gebracht und nach dem Snowcross bei Avoriaz fühlte ich mich eh unsterblich, war der Hammerkurs Birgit, somit vollstes Lob an dieser Stelle! Die Kurse fanden von 10-13 Uhr statt und danach trafen sich ein Großteil der Gäste an einer von den Teamern abgesprochenen Hütte. So konnte man sich kurz stärken und danach schnell in neuer Konstellation weiter fahren.

Falls jemand überlegt Schweizer Franken mitzunehmen, dem sei gesagt, man kann überall mit Euro bezahlen. Ich weiß nicht genau ob der Umrechnungskurs immer 100%ig passte, aber Geldtauschen ist nicht wirklich nötig und ab Frankreich, z.B. Avoriaz, gilt ja eh wieder der Euro.

Bleibt noch die Rückfahrt die in einem anderen Bus stattfand und leider auch insgesamt mit zwei Bussen. In unserem Bus (Schlafbus) herrschte dann ein Defekt oder was auch immer, jedenfalls hatten wir die ersten Stunden ca. 35°C mit eingedrückten Umluftschalter (das Wasser lief an den Scheiben runter und man konnte die Heizkörper nicht anfassen!!!!) nach bitten und betteln wurde dann runter geregelt, ab jetzt hatte man gefroren. Das alles hat allerdings nicht abgehalten mit Alexa, Denise, Andreas, Erkan und natürlich meinem Kumpel Basti ordentlich zu feiern bis 23:30 Uhr um nach einer 30 minütigen Pause um 24 Uhr auf den Geburtstag von Denise anzustoßen. Also Grüße nach Köln von hier aus an die witzige Rasselband. Zum Rest im Bus, sorry wenn wir zu laut waren und an den Kollegen der tatsächlich noch die Frage an uns rangetragen hat …“könnt ihr euch vorstellen warum ich einen Schlafplatz gebucht hab“… was soll ich sagen, ja schon, aber mit der Frage gibt’s Du einem eine Wahnsinns Steilvorlage. Nicht böse sein, schließlich ist Denise 30 geworden.

Zum Fazit, auch die 4 Skitage haben sich gelohnt. Gerade in dieser halben Woche wo man ja meistens doch nichts Richtiges auf die Beine stellt, war der Urlaub eine tolle Abwechslung wo ich super von der Arbeit oder anderen Problemen abgelenkt wurde. Gerne wieder.

2 Gedanken zu „Reisebericht Sportclub ONU vom 2.01. bis 5.01.08

  1. Christian Küpper

    Hallo!
    Ich merke es hat dir gut gefallen.
    Einen sehr locker und lustien Text hast du da geschrieben.
    Da ich mitte Feb. auch in den SC Onu fahre, wollte ich fragen, ob du mir noch ein paar mehr Foto´s zukommen lassen könntest? So vom Haus ……….
    Oder auf welcher Webseite ich noch mehr finde ???
    Gruß Christian

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