7. März 2008

Sportclub Alpengarten, Mallnitz im Februar 2008

Reisebericht von Vio Becker (viobecker at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Alpengarten in Mallnitz im Mölltal, Österreich

Anfahrt nach Mallnitz: Endlich war es soweit, die Anreise zum Sportclub Alpengarten stand am 15.02.2008 an. Diesmal hatte ich die Zugfahrt im Liegewagenabteil gebucht und war schon gespannt, wie diese Fahrt verlaufen würde. Also stellte ich mich pünktlich an den Beueler Bahnhof und wartete auf den Zug nach Österreich. Die Abfahrtszeit war auf 19:56 Uhr festgelegt. Um diese Uhrzeit kam weder eine Lautsprecherdurchsage, noch ein Zug eingefahren. Auch keine weiteren Gäste mit Gepäck waren in Sicht. Ich wartete. Es kamen Lautsprecherdurchsagen für Regionalzüge, teilweise auch mit Verspätungshinweisen. Zwischenzeitlich waren schon mehrere Regionalzüge eingefahren und auch wieder abgefahren. Es war zwischenzeitlich 20:20 Uhr. Es gab weder ein Hinweis noch eine Durchsage, dass mein Zug überhaupt fuhr oder Verspätung hatte. Also rief ich einen guten Freund an und erklärte ihm die Situation. Dieser versprach mir, sich zu erkundigen, was mit dem Zug los sei. Er rief die Bahnauskunft in Köln an. Diese gaben ihm die Auskunft, dass die Bahn regulär verkehren würde und dieser Zug keine Verspätung habe. Durch diese Auskunft noch mehr verunsichert, wartete ich ganz alleine mit meinem Gepäck und den Skiern auf dem Bahnhof Beuel. Dann kam eine Lautsprecherdurchsage: „Achtung ein Schnellzug fährt durch!“ Der angekündigte Schnellzug kam auch in Sicht. Zu meinem Erstaunen bremste dieser Schnellzug jedoch ab und kam am Bahnhof-Beuel zum Stillstand. Vor mir Zugwaggons mit Autos. Die vorderen Personenwaggons waren bereits außerhalb des Beueler Bahnhofs. Sollte dies etwas mein Zug sein? Ich nahm schnell mein Gepäck und rannte zum Ende des Bahnsteigs und konnte noch den Schaffner erwischen. Es war tatsächlich mein Zug nach Österreich. Glücklich, dass ich diesen Zug nicht verfehlt hatte, stieg ich 50 Minuten nach der geplanten Zeit in den Zug ein und informierte meinen guten Freund, dass der Zug doch noch eingetroffen sei.

In meinem Abteil war noch eine weitere Frau untergebracht, mit der ich erst einmal interessante Skigebietserlebnisse der vergangenen Jahre austauschte. Von anderen Froschgästen gab es weit und breit noch keine Sicht. In den anderen Abteilen neben mir gab es viele holländische Familien, die den Zug nutzten, um nach Österreich zum Skifahren zu fahren. Teilweise hatten die Kinder bereits Krokusferien, die von den Holländern gerne für Skiurlaube genutzt werden.
Nach Frankfurt, der letzten Zustiegsmöglichkeit in Deutschland, machte ich es mir auf meinem Bett gemütlich.
Ich habe im Gegensatz zu Nachtbusfahrten eine sehr gute Nacht mit viel Schlaf genossen.

Liebe Frosch-Fans, lasst euch nicht von den schlechten Bahndurchsagen verunsichern, eine Reise im Liegewagen eines Nachtszuges kann ich wärmstens weiterempfehlen.

Mallnitz erreichten wir gegen 08:30 Uhr.

Vom Bahnhof Mallnitz wurden wir pünktlich abgeholt und ins Hotel gebracht.

Mallnitz

Sporthotel Alpengarten: Unweit des Bahnhofs von Mallnitz (etwa 2 Minuten mit dem Auto entfernt) befindet sich das schöne, sonnig gelegene Sporthotel Alpengarten. Dort wurden wir erst einmal herzlich empfangen und konnten ein ausgiebiges Frühstücksbuffet genießen und ab 14 Uhr die Zimmer beziehen. Einige verbrachten den Tag bereits mit einem Skitag und andere sahen sich erst einmal die Umgebung und Mallnitz an. Ich unternahm eine wunderschöne Wanderung mit einem weiteren wanderbegeisterten Froschgast und wir machten auch Bekanntschaft mit dem kleinen verschlafenen Örtchen Mallnitz, das im Gegensatz zum Hotel leider nicht so viel Sonne abbekommt und vielleicht auch deshalb bei mir wenig attraktiv herüberkam. Abends wurde das Frosch-Team, bestehend aus Floh und Maria, dem Koch samt Küchenteam und dem Barkeeper vorgestellt, ein kurzer Aktionsüberblick gegeben und dann folgte ein geniales 3-Gang-Wahl-Menü mit zusätzlichem Salatbuffet.
Die Zimmer des Hotels, übrigens nach Feng Shui Gesichtspunkten eingerichtet, haben mir auch deshalb so gut gefallen, weil alle Zimmer sehr hell eingerichtet sind, man überall genügend Platz gefunden hat und eigentlich überall einen schönen Blick aus dem Fenster genießen konnte. Das Kaminzimmer hat es mir auch angetan, weil die Wärme des Kamins nach einem sportlich verbrachten Tag an der Luft besonders gut tut.
Den Wellness-Bereich habe ich leider nur ein einziges Mal genutzt. Dieser hat mir sehr gut gefallen, insbesondere das Kräuterdampfbad. Aber auch die Sauna und die Infrarot-Kabine wurde von den Frosch-Gästen sehr häufig frequentiert.
Am Abreisetag habe ich mir noch einen Whirlpool mit Frischwasser gegönnt. Die Becken sind besonders groß und man möchte gar nicht wieder aus dem Pool aussteigen.

Alpinski: Absolute Schneesicherheit und Sonnenreichtum verspricht das Gebiet um Mallnitz. Dieses Versprechen wurde bei meiner Reise auch eingehalten, denn zum einen hatten wir Schnee auf den Alpinstrecken und auch auf den Langlauf- und Nordic-Skating-Strecken und zum anderen reichlich viel Sonne. Von den 8 Tagen waren nur 1 ½ nicht ganz so sonnig, aber leider auch ein wenig zu warm für die Jahreszeit. Der Schnee auf dem Ankogel und im Mölltaler-Gletscherskigebiet war aber gut und durch beide Skigebiete hatten man auch etwas Abwechslung. Insbesondere die schöne Aussicht bzw. der Panoramablick auf die Dolomiten, dem Großglockner und dem Großvenediger sind hier besonders zu erwähnen.

Mallnitz

Etwas nachteilig hat sich allerdings die Busfahrt zum Mölltaler-Gletscherskigebiet gestaltet, da diese Fahrt doch etwas langwierig war(30 Minuten bis zu einer Stunde, je nachdem welche Strecke der Bus genommen hatte) und man genaue Rückfahrtszeiten, 15:45 und 16:45 zu beachten hatte. Außerdem war die Busfahrt zum Gletscher nicht im Skipass inbegriffen, so dass jeder für die Hin- und Rückfahrt 3 Euro zuzahlen mußte.

Als schönste und beste Skihütte im Mölltaler-Gletscherskigebiet hat sich die Duisburger Hütte entpuppt, die an der schwarzen Piste 10 liegt, zum einen, weil sie nicht so überlaufen ist und man immer noch einen sonnigen Platz ergattern kann und zum anderen, weil das Essen richtig gut war bzw. die mitgebrachten Pistenbrote dort auch offensichtlich gegessen werden durften.

Das Hausskigebiet, d.h. die Pisten am Ankogel konnte man mit dem Skibus in etwa 15 bis 20 Minuten erreichen.
Oben im Skigebiet an der Mittelstation gibt es leider nur eine Hütte, die aber auch sehr gemütlich ist. Empfehlenswert ist allerdings auch der Gasthof Alpenrose, direkt neben der Talstation mit gemütlichem Biergarten. Hier sollte man nach der Nudelkarte fragen. Einfach einmalig sind diese Nudeln, insbesondere die Mohnnudeln.

Langlauf und Nordic Skating: Den Langläufern bietet Mallnitz mit den beiden mit dem Kärtner Loipengütesiegel ausgezeichneten Loipen im Seebach- und im Tauerntal eine gute insgesamt 20 km lange klassische- und Skating-Spur in einer sehr schönen Landschaft, die zum Nationalpark Hohe Tauern gehört.

Mallnitz

Mir persönlich hat die Strecke im Seebachtal an dem Stappitzer See besonders gut gefallen, auch deshalb, weil man weit in das Tal hineinblicken kann und am Ende der Tour ein schöne Einkehr in der Alpenrose möglich ist, z.B. auf der schönen Sonnenterrasse mit einer Nudelspezialität (Nach der Nudelkarte fragen.).

Die Ausrüstung für Langlauf und Nordic Skating konnte man problemlos bei den Teamern erhalten, für lediglich 5 € pro Tag. Da es sich um Allround-Langlaufskier handelte, konnte man mit diesen sowohl die Loipen als auch Nordic-Skating Technik anwenden.

Langlauf und Nordic Skating-Kurs: Der Langlaufkurs und auch der Nordic Skating-Kurs hat mir sehr viel Spaß gemacht. Durch den systematischen Aufbau unterschiedlicher Bewegungsabläufe, d.h. aufbauende Übungen, konnte ich mir sehr schnell beide Techniken aneignen (je Kurs 2 Stunden), so dass ich danach auch schon Langlauf- bzw. Nordic-Skating-Touren mitmachen konnte.

Wandern: Es existiert ein Winterwanderweg, der vom Seebachtal über Mallnitz bis ins Tauerntal reicht. Eine sehr schöne Strecke.
Aber es gibt auch reichlich Wanderwege, die bei geringer Schneehöhe auch bewandert werden können. Die Gegend eignet sich auf alle Fälle für mindestens einen Wandertag.

Mallnitz

Schneeschuhwandern: Das kann ich einfach empfehlen. Einfach einmal mitmachen. Es macht einfach Spaß, hält fit, man kann dabei die Landschaften genießen und kommt auch in entlegene Gebiete. Oder man versucht sich im Schneeschuhhüpfen oder Schneeschuhrennen. Spaß gibt es allemal.

Mallnitz

Hüttenabend, Schlittenfahrt und Fackelwanderung: An einem Abend wurde ein Hüttenabend angeboten mit oder ohne Schlittenfahrt. Die Rodelstrecke ist eigentlich eine Straße, die nicht freigeräumt wurde und die man zunächst per Kleinbus hochbefördert wird. Die Beleuchtung auf der Strecke fällt zwar spärlich aus, aber dafür ist die Tour runter umso spannender. Wir durften die Strecke zweimal befahren und danach hieß es, sich aufwärmen in der schönen aber kleinen Stokkerhütte, in der wir ein deftiges Abendessen bekommen haben mit dem in Österreich bekannten Estragonsenf. (Natürlich nur, wer wollte und den Senf auch mochte.) Danach konnte man entweder per Bus wieder nach Hause fahren oder die Fackelwanderung mitmachen. Die meisten entschieden sich für die Fackelwanderung bis zum Dorf. Dort konnte man nochmals in den Bus einsteigen und zum Hotel zurückfahren. Ich und auch einige anderen wanderten bei Vollmond die Strecke weiter bis zum Hotel, wo wir den Abend in der Bar ausklingen ließen.

Mallnitz

Mir hat diese einwöchige Tour sehr viel Spaß gemacht, auch insbesondere wegen der netten Skigebietsführungen, des sehr guten Langlauf- und Nordic-Skating-Kurses und der Schneeschuhwanderungen.

Für diese Specials waren Floh und Maria zuständig. Ich möchte mich bei beiden hiermit besonders für den gelungenen Urlaub bedanken.

Vielleicht bis bald, auf irgend einer anderen Froschreise.

Gruß
Viola Becker

2 Gedanken zu „Sportclub Alpengarten, Mallnitz im Februar 2008

  1. Mareke

    Liebe Viola,

    auch wir waren unlängst im Sportclub Alpengarten und möchten Deine Bericht um einige Kleinigkeiten erweitern, die für unsere Frösche sicher notwenig sind:
    1. Mallnitz erreicht man nur über einen Sonderzug, in den alle Auto- und Busfahrer umsteigen mussten. wenn man mit dem schneeexpress anreist, bedeutet das, nach Ankunft in Schwarzach noch 3 mal umsteigen und man Ă©rreicht den sportclub nicht um 8.30 Uhr sondern um 11.15 Uhr.
    2. Für diejenigen, die dann noch auf die Piste wollen, wirds eng, denn der letzte Skibus vor der Mittagsoause geht um 11:45 Uhr, dann erst wieder um ca. 13.20 Uhr bzw. 14.00 Uhr. Da unsere Skipässe und unser Material noch nicht da waren, waren wir erst um 15.00 Uhr an der Piste…
    3. Der sog „TOP-Skiverleih“ ist ein Standard-skiverleih, denn es gibt nur die einfachen szandard-ski von Head, VIP -Ski gibt es nur für Rennfahrer. Im Ort ist aber noch ein Skiverleih (Wollenberger), der über Ski in allen Kategorien verfügt. Diese können nach Probefahren auch gekauft werden (Anfänger-ski z.B. gebraucht aus dieser Saison für 200 euro). Der Verleih beim Frosch-Vertragspartner Jamnig lohnt sich nur, wenn ein sog. Kombi-Paket (Skikurs mit Verleih gebucht wird) für 130 bzw. 150 euro für 5 Tage. Leider bietet Frosch dies nicht an.
    4. Der Sportclub Alpengarten ist ein Raucherclub, in der Bar darf geraucht werden. Leider ist diese vom angrenzenden Kaminzimmer, dem einzigen Aufenthaltsort nach Schließung des Restaurants, nicht abgetrennt (offene Tür), so dass Nichtraucher keinen Aufenthaltsort haben. Insofern widerspricht dies den Frosch-Richtlinien, die Sportclubs seien Nichtraucherclubs.
    5. Die Rodelfahrten sind ein einzigartiges Erlebnis, aber leider nur für vollkommen gesunde, denn die stokkerhütte zur Einkehr ist bitterkalt (1 Feuer für alle bei minus 15 grad) und mit dem „deftigen“ Essen hatten wir bis in die Nacht zu kämpfen (lauwarmes Sauerkraut an fetten Würsten). Eine Auswahl gab es nicht. Leider war auch das Warten im Bus auf die Wackelwanderer sehr kalt. Als ergebnis lagen 2 der Gruppe tags darauf mit grippe im bett.
    6. Die zimmer sind – sorry – niemals feng shui. woher dieses Bezeichnung kommt, haben wir alle gerätselt. auch die 4 sterne stammen aus besseren zeiten. es gibt sehr schöne große zimmer im dritten stock (ohne Fahrstuhl) aber auch sehr laute im 1. stock über der bar. die betreuung durch die Wirtsleute, ist erstklassig – 5 sterne sozusagen. Wir wurden vom Chef persönlich zur Bahn gefahren. das essen ist toll, die Athmosphäre mit den lieben kuschelhunden und dem Streichelzoo (Esel, Ziege usw.). Alles in allem ein tolles preis-leistungsverhältnis und ein toller urlaub, kann man bedenkenlos buchen – wie alle Froschclubs wahrscheinlich
    und : ich bzw. wir alle würden sofort wieder hinfahren, wenn wie könnten.

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