11. Januar 2008

Zillertal, Hotel Schwarzer Adler vom 21.12. bis 30.12.07

Reisebericht von Viola Becker (viobecker at web.de)
FROSCH Reiseziel Hotel Schwarzer Adler in Zillertal, Österreich

ZillertalMeine Reise ins Zillertal startete am Freitagabend, den 21.12.2007 am Köln-Deutzer Bahnhof. Dort versammelten sich Frosch-Reisende mit diversen Zielen in Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich mit dem Abfahrtort Köln. Ich unterhielt mich mit einigen Leuten, die nach Saalbach fuhren und zum ersten Mal dabei waren und sich über die Menge Leute wunderten. Die Abfahrtszeiten in die unterschiedlichen Destinationen waren laut meiner Information alle gleich, nämlich 22:15 Uhr. Ich erzählte, dass ich schon zweimal in Saalbach gewesen sei und mir Saalbach sehr gut gefallen habe, insbesondere der sogenannte Skizirkus, ein endlos verknüpftes Skigebiet. Da ich bei meinem letzten Skiurlaub sehr lange auf den Bus warten musste und dann auch noch bis ans andere Ende zu laufen hatte, war ich sehr erstaunt, dass der erste Bus mein Bus war und genau vor meiner Nase anhielt. Welch Glück. So stieg ich mit einigen anderen –nachdem alles verstaut war- in den Bus ein. Es stellte sich heraus, dass mit diesem Bus sowohl die Gäste ins Zillertal als auch ins Fassatal (Italien) befördert wurden. Ich machte mich mit einigen Fassatalgästen bekannt und bald waren wir so müde, dass wir bis zum anderen morgen durchschliefen. Der Bus war fast 2 Stunden zu früh am vereinbarten Zielpunkt vor dem Zillertal angekommen. Von dort beförderte uns ein Bus zum Hotel „Schwarzen Adler“ und die Fahrt der anderen Mitreisenden ins Fassatal ging weiter.

ZillertalNachdem ich das Hotel inspiziert und den Blick aus meinem Zimmer auf die sonnenbeschienenen Berge genossen hatte, entschied ich mich trotz meiner Müdigkeit zunächst irgendwo zu frühstücken und danach doch einen halben Tag auf die Piste zu gehen, denn das sonnige Wetter musste einfach ausgenutzt werden. Da es im Hotel kein Frühstück gab, da es erst nach den Betriebsferien an diesem Samstag wieder geöffnet worden ist, habe ich mir in dem unterhalb des Hotels gelegenen ADEC-Markt erst mal einen MilchcafĂ© und ein Brötchen genehmigt. In dem ADEC-Markt erhaltet ihr wirklich alles und die integrierte Bäckerei ist auch zu empfehlen.

Viele aus der Gruppe machten sich erst einmal einen gemütlichen Tag und wanderten ins kleine Dörfchen Ramsau. Andere fuhren mit dem Skibus in größere Skigebiete. Die Skibushaltestelle befindet sich übrigens direkt unterhalb des Hotels am ADEC-Markt. Ich allerdings hatte keine Lust direkt am ersten Tag einen solchen Aufwand zu betreiben, d.h. mit dem Skibus zu fahren, und lief zu unserem „Hausberglift“ in Ramsau. Mit Skioutfit ist dieser etwa in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. Dort bezahlte ich mein Halbtagesticket und schon ging die Reise zur Sonnalm los. Das kleine Skigebiet Gerlosstein mit 3 roten und 3 blauen Pisten entpuppte sich als Traumgebiet für mich. Dadurch, dass das Gebiet erst einen Tag zuvor geöffnet worden war, waren die Pisten ganz neu und nicht zerfahren. Des Weiteren war ich teilweise ganz alleine auf der Piste und musste auch nie an den Liften anstehen. Einfach genial zum Einfahren. Die Piste Nr. 2 hat mir besonders gut gefallen. Diese ist sehr abwechslungsreich und an einer Kurve hat man einen genialen Blick über das Zillertal. Dort in der Sonne eine Pause einzulegen und ins Tal zu blicken, sollte niemand verpassen.
Eigentlich wollte ich gar nicht so viel fahren am ersten Tag, doch irgendwie fuhr ich voller Begeisterung immer weiter und musste bald feststellen, dass ich mich beeilen musste, um nicht die letzte Abfahrt nach Ramsau zu verpassen. Der Lift von der Sonnalm den Ramsberg runter nach Ramsau ist leider nicht ganz so schön, denn es ist ein sehr alter Lift mit Einersitzern. Dies ist allerdings der einzige Nachteil. Für einen halben Tag kann ich das Skigebiet Gerlosstein ohne Einschränkung weiterempfehlen.
In den nächsten Tagen standen Skigebietstouren an. Einige hatten Skikurse gebucht oder wollten lieber alleine fahren, so dass die Gruppe für die Skigebietstouren überschaubar war.
Mit dem Superskipass Zillertal hat man Zugang zu 167 Liften und 639 Pistenkilometern. Das Skigebiet könnt ihr euch unter www.Zillertal.at oder www.zillertalarena.com genauer anschauen. Unser Favorit war das Skigebiet „Zillertalarena“, weil es zum einen 4 Berge umfasst und somit ein tagfüllendes Abfahrtsprogramm liefert und zum anderen überwiegend in der Sonne liegt.
Mit der Gruppe habe ich auch das Skigebiet „Hochzillertal“ mit „Hochfügen“ und „Penken“ kennengelernt. Die Gruppe war auch von dem Skigebiet „Hintertuxer-Gletscher“ begeistert.

Einige, die nicht jeden Tag auf die Piste wollten, haben das Schwimmbad in Mayrhofen angesteuert und ich habe eine 7-stündige Wanderung durch den Schnee unternommen. Die Wanderung verlief von Ramsau an der Ziller entlang (teilweise auch auf Wanderwegen am Hang) nach Mayrhofen. Dort bin ich den Brandberg über den Kapellenweg hochgekraxelt. Dieser steile Weg durch den Wald bietet schöne Ausblicke über das Tal. Weiter ging es bis zum Steinerkogelhaus, welches einen genialen Blick auf Mayrhofen und das Zillertal bietet, allerdings an diesem Tag geschlossen hatte. Danach habe ich den Wanderweg Nr. 50 genommen bis zur Sonnalm. Kurz vor der Sonnalm mündet der Wanderweg auf die Rodelstrecke „Gerlosstein“. Dort haben mich 2 Kinder mit ihrem Schlitten etwa 300 m bis zur Sonnalm mitgenommen. Ein wirklich schneller Abschnitt der Rodelstrecke, wie sich später noch rausstellen sollte. Dort an der Sonnalm habe ich den Ramsauberglift ins Tal genommen, um mich danach in der Sauna und im Whirlpool der Wellnessanlage des Hotels Schwarzer Adler zu erholen. Diese Wanderung hat mir sehr gut gefallen, sollte aber nur bei gutem Schuhwerk und bei nicht allzuhohen Schneeverhältnissen angetreten werden.
Die Wellnessanlage des Hotels hat jedem sehr gut gefallen und ist für die Größe des Hotels großzügig gestaltet.

In den Abendstunden haben wir uns meist gut unterhalten, einige haben auch mit Begeisterung einige Locations, u.a. eine Disko in Mayrhofen besucht. Der Transport mit Sammeltaxis gab keine Probleme und war sehr preisgünstig, etwa 2 € pro Person. In Ramsau selber können partybegeisterte Frösche leider nicht so viel unternehmen.

Ein weiteres Highlight in den Abendstunden war das Nachtrodeln auf dem Gelosstein. Die beleuchtete Gerlossteinrodelbahn von 7 km, die bis 1 Uhr beleuchtet ist und diverse Einkehrmöglichkeiten auf der Rodelstrecke bietet, hat uns allen viel Spaß bereitet. Die Geschwindigkeit sollte jedoch nicht unterschätzt werden, die man mit einem Schlitten erzielen kann und auch die Schlaglöcher. Einige sind von der Piste abgekommen und haben in den Schnee gebissen, anderen war es zu schnell und mussten den Schlitten ziehen, weil sie nicht die Geschwindigkeit aufbrachten, um gewisse Strecken, die nicht so steil waren, zu überbrücken.

Insgesamt hat mir das Skigebiet sehr gut gefallen. AprĂ©s-Ski und Party konnte man in dem nahegelegenen Mayrhofen haben und ansonsten gemütliche Abende an der Bar im Hotel.
Die Skibustouren zu den einzelnen Skigebieten haben uns für unterschiedlich schöne Gebiete entschädigt, aber ich habe doch die einfach vor der Nase vorhandenen Skipisten, wie z.B. in Saalbach vermisst. (Bin halt nicht so ein Fan von Skibussen.) Gut erholt und bereits einige Leute vermissend, ging die Reise im Bus wieder nach Köln zurück. Ein wirklich wunderschöner Urlaub ging zu Ende.

Viel Spass im Zillertal!

Viola Becker

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