16. Juni 2007

Reisebericht Champéry 02.02.-11.02.2007

Reisebericht von Jan Portscher (Bembeldom at web.de)
FROSCH Reiseziel Chalet Souvenir – ChampĂ©ry, Les Portes du Soleil – Schweiz

Die Buchung
… erfolgte ca. 3 Monate vor Abreise für 5 Personen online. Für uns erschwert wurde die Buchung auf Grund der 5 verschiedenen Buchungskategorien im Haus Souvenir in ChampĂ©ry. Zwei von uns wollten im Doppelzimmer, die anderen 3 im Dreierzimmer zusammen sein. Gebucht werden kann immer nur in einer Kategorie. Eine Sammelanmeldung war also leider nicht möglich. Trotzdem war die Buchung nach Rücksprache mit Frosch ohne weitere Komplikationen. Stets wurden wir mit freundlichen Informationen durch Frosch via Mail informiert. Unsere aktuellen Reisedaten konnten jeweils unter www.Frosch-Reisen.de nachgesehen werden. Toll!

Die Anreise/Abreise
… erfolgte mit einem passablen Doppeldecker Reisebus von Frankfurt um 1 Uhr Nachts. Der Bus war sehr gut mit seinen Froschlogos zu erkennen. Nach einem kurzem Halt in Karlsruhe, fuhren uns die beiden Busfahrer ohne weitere Pause sicher bis kurz vor unseren Zielort ChampĂ©ry. Kurze Umbaupause der Schlafsessel in normale Sitzgelegenheiten. Nach 6 1/2 Stunden Fahrt inklusive Pausen waren wir von Frankfurt aus im Urlaubsort angekommen. So schnell waren wir mit einem Reisebus noch nie in ChampĂ©ry.
Hausleiter Jan holte uns an der Hauptstraße mit seinem gelben Bullibus ab und transportierte unser schweres Gepäck ins 150m entfernt gelegene Chalet Souvenir. Die Schweiz hat sich wahrscheinlich unheimlich auf unser Kommen gefreut und ließ die Sonne in einem tiefblauen Himmel bei 10Grad PLUS Außentemperatur erstrahlen !!!

Das Chalet Souvenir
… liegt recht zentral im ruhigen Walliser Bergdorf ChampĂ©ry. Die Skigondel ist knappe 5 Gehminuten entfernt. Super!
Skiausrüster/Skiverleih, Supermarkt, Bank und eine Dorfdisco sind einfach und schnell fußläufig zu erreichen. Unser gemütliches Holzhaus Chalet ist ein rustikales, zweckmäßig eingerichtetes Haus und verfügt über recht geräumige Zimmer. Je nach Kategorie befinden sind Bad, WC, Dusche im Zimmer oder auf dem Gang. Teilweise verfügen die Zimmer auch über Balkone.
Das traumhafte Panorama der faszinierenden Bergwelt lässt sich in machem Zimmer sogar liegend im Bett bestaunen. Ahhhh !
Im Erdgeschoss befinden sich ein Speiseraum, ein Gesellschafts-/Partyraum mit Bar sowie das Lager der Ski/Skischuhe. Leider verfügt dieses Lager über keinerlei Heiz- und Trocknungsmöglichkeit, weshalb sich teilweise feuchte Socken, Jacken, Hosen, Skischuhe über einer Heizung im Zimmer stapelte. Im Obergeschoss befindet sich eine kleine Sauna mit Ruheraum und Dusche. Auch hier laden Liegen mit Blick auf die beschneiten Berge ein. Ein Traum!!!
Leider durfte in unserem Aufenthalts-Partyraum geraucht werde (Einziger Raum im ganzen Holzhaus). Es ist immer total ärgerlich, wenn man frisch geduscht und mit frischen Kleidern (wohlriechend) einen Raum betritt, wo bis zu 20 Personen gleichzeitig rauchen. Es blieb einem nur die Möglichkeit entweder auf dem Zimmer zu versauern, oder im stinkenden Dunst am Abend sich mit Frosch-Teilnehmern zu unterhalten. Eine Notwendigkeit, wenn man neue Freunde kennen lernen möchte. Schade. Unser Hauswirt konnte nichts machen, da die Ausschreibung von Frosch das zugelassen hat. Zum Leid der größeren Anzahl.

Das Essen
Les Portes du Soleil … war reichhaltig, ein Nachschlag war immer möglich. Zum Frühstück stand uns ein Buffet mit Brot, Cornflakes, Müsli, Obst… zu Verfügung. Lunchpackete durften auf die Piste mitgenommen werden. Abends wurde uns ein 4 Gänge Menü serviert. Suppe als Vorspeise, Salatbuffet, Hauptgang (Salzkrustenbraten, Fisch, Raclette…) und ein Dessert. Ein Lob an den tollen Koch. Das war wirklich ganz feines Tennis. Es hat jeden Abend sehr gut geschmeckt und der Speiseplan war sehr ausgewogen und abwechslungsreich !
Die gute Betreuung wurde von Elli, unserer Barfrau, mit Getränken (faire Preise) während des Essens sehr gut, freundlich und aufmerksam ergänzt. Die Teamer haben sogar Kellner gespielt und uns während des Essens rund um die Uhr bedient. Kenne ich aus anderen Freizeiten nicht. Der Speisesaal ist ein sehr halliger, lauter Raum mit einer schlechten Akustik. Kommunikation mit 40 weiteren Personen war sehr schwer. Größere Vorhänge könnten Abhilfe schaffen.

Les Portes du Soleil

An einem Abend in der Woche wurde ein Hüttentreff in einem örtlichen Restaurant organisiert. Es gab Käsefondue oder Spagetti Bolognese für 12 CHF plus Getränke. Der Abend in diesem gemütlichen Gasthaus war ganz nett, an das gute Essen im Souvenir kam das Restaurant allerdings niemals heran. Lieber hätten wir das übliche Vier-Gang-Menü im Chalet genossen! Aber unser Koch benötigt selbstverständlich auch einmal einen freien Tag.

Das Skigebiet
…Port du Soleil ist ein Skigebiet der Superlative. Es ist sogar nach 7 Tagen Skifahren noch möglich, auf unbekannten Pisten zu fahren. Die über 600 Pistenkilometer sind im Grenzbereich von Schweiz und Frankreich verteilt. Es ist unmöglich alle Pisten zu befahren. Für jede Ansprüche bleiben keine Fragen mehr offen. Genial!
Leider liegt das Skigebiet 500-1000m zu niedrig. Dieses Jahr war insgesamt der Winter zu warm. Viele Pisten auf der Schweizer Seite konnten kaum / nicht gefahren werden. Rundfahrten waren nicht möglich, da gesperrt. Schade. Trotz des warmen Wetter hatten die Skistationen gute Pistenverhältnisse ermöglicht. Wie auch immer die das geschafft haben.

Les Portes du Soleil

Der Skikurs
… begann erst am zweiten Tag. Der erste volle Skitag war für eine Gebietserkundung mit Teamer reserviert. Diese führte uns an den wichtigsten Liften vorbei und vermittelten uns wissenswerte Kenntnisse bzgl. der letzen Liftzeiten zwischen der sog. Schweizer und Französischen „Seite“.

Les Portes du Soleil

Ratsam ist bei einer Heimfahrt von Avoriaz, nicht später als halb vier heimwärts zu starten. 5 Minuten später und die Lifte nach ChampĂ©ry sind zu. Bei uns war es zum Beispiel ganz knapp. Kosten für das Taxi zum Chalet in Höhe von 180 € sind dann nicht zu vermeiden. Am zweiten Tag trafen wir uns wie an den restlichen vier Skikurstagen um 10 Uhr an einem Treffpunkt, um mit Warmmachübungen zu beginnen. Anschließend begab man sich nun in seine Skigruppe und fuhr dann bis 13 Uhr im Kurs. Mittags traf man sich nun mit allen Gruppen zusammen auf einer Hütte um dann nachmittags in anderen Konstellationen frei fahren zu können.
Leider gab es für die vielen Geißböcke nur einen Skilehrer. 12 Personen pro Gruppe sind schon sehr viel und erschwert einen individuelleren Skikurs. Julia hat dies trotz der Umstände sehr gut gemacht. Haben sehr viel gelernt.

Sonstiges / Drumherum
… war recht gut organisiert. Es wurden nette Abende im Barbereich wie beispielsweise die „Bad Taste Party“, Wetten Dass…? Quiz, Fackelwanderungen etc. angeboten. Das Ganze war nicht übertrieben, es bestand kein Zwang, sehr entspannend und trug zur Abwechslung / Unterhaltung bei.

Fazit
Wir hatten einen schönen Urlaub und ein gutes Team. Sie waren stets freundlich, hilfsbereit, lustig. Gelegentlich viel bei unseren Teamern einstudierte Texte, Mimik, Gestik auf. Wahrscheinlicher Grund: jede Woche kommen 40 neue Leute, immer wieder werden die gleichen Fragen gestellt, immer wieder muss das Gleiche gemacht werden. Und das für 5 Monate lang. Man wurde nicht mit allen richtig warm. Ich, als Reisegruppenleiter, kenne diese Schwierigkeit und es ist sehr sehr schwer, das zu umgehen. Diese Zeilen sollen also kein Vorwurf sein!!!
Es hat uns gefreut, wieder in Champéry gewesen zu sein. Wir empfanden die Woche als sehr angenehm und werden sie noch lange in guter Erinnerung behalten.
Champéry ist eine Reise Wert!!!

Les Portes du Soleil

Jan Portscher 2007 ©

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