5. Juni 2007

Die, die den Schnee ins Glemmtal brachten …

Reisebericht von Heike Georg (spinheike at yahoo.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Thuiner in Saalbach-Hinterglemm, Österreich

Frosch, die dritte. Wieder im Winter (zumindest kalendarisch sollte das so sein) und dieses Mal zog es mich nach Saalbach-Hinterglemm ins Thuiner.

Normalerweise ist Saalbach Ende Februar, auch wenn es auf nur 1.000 Höhenmetern liegt, schneesicher. Doch das waren in diesem Winter noch nicht mal die Gletscher … zumindest bis zur Singlewoche im Thuiner.

Statt (Schlaf-)Bus dieses Mal in Eigenanreise, nach Saalbach geht das flott, mautfrei und ganz entspannt. Bei knapp 14 Grad und Sonnenschein ging es über die Grenze nach Österreich, kein Schnee weit und breit. Aber mit bester Laune, ist nun mal Natur und immerhin hatte ich für spätestens Dienstag Neuschnee zum Tiefschnee fliegen bestellt. So mit offenen Schiebedach in den Wintersport zu fahren, hat auch was 😉

Saalbach-Hinterglemm

Der Sportclub ist einfach zu finden, liegt gleich an der Hauptstraße und entspricht noch in fast allen Bereichen einem typischen Hotel im österreichischen Stil. Positiv der erste Blick in die so genannte „Vordere Bar“. Hell, modern … leichte Lounge-Anmutung. Neu gemacht und toll gelungen. Die „Hintere Bar“ (öffnete sich erst am zweiten Abend) ist ebenfalls alles andere als typisch österreichisch und verdient meiner Meinung nach eher die Bezeichnung „Kleiner Club“. Hier hat Hausleiter Teja echt eine super Arbeit geleistet. Und wenn auch die anderen Bereiche des Hauses in den kommenden Jahren diese Handschrift bekommen, dann wird das mal ein rundum tolles Haus.

Die Zimmer (Kat. B) sind noch „alt-modisch“, die Matratzen aber neu und bequem. Was auch für die Bettdecken gilt, aber die Kissen waren dann doch eher unbequem und brachte so manche von uns zum Ecken anknabbern in der Nacht. Die waren doch etwas „prall gefüllt“, nun … mit nur dem Eckchen zum Schlafen ging es auch. Tisch und Couch standen auch noch drin, Platz für zwei Frauen absolut ausreichend. Und die brauchen ja bekanntermaßen etwas mehr Raum.

Prall war auch die Verpflegung. Immer ein super Frühstücksbuffet, abwechselnd mit Spezial-Käseplatte, Rührei, Lachs … topp! Und nachdem am ersten Abend Salatschüssel und Futter noch „nur o.k.“ waren, wurde es mit üppigsten Salatbuffets plus Suppe und Wahl-Hauptmenü „Fleisch“ oder „Vegi“ die restliche Woche echt genial. Immer noch ein lecker Nachtisch drauf. Kompliment an Sven und seine gesamte Küchencrew, die vor und hinter den Kulissen für beste Verpflegung sorgten. Auch im Thuiner ist der letzte Abend dem Candle-Light gewidmet. Dabei fallen dann die schon etwas sehr extremen Tierhaut-Kordel-Leuchten in der Futter-Oase auch nicht mehr auf 😉

Saalbach-Hinterglemm

Eigentlich kein Schnee und doch: am Sonntag ging es noch recht gut auf den Pisten. Talabfahrt war zwar mehr Wassermatschtoben, aber immerhin: für kaum Schneefall bisher und kuscheligen Temperaturen auf dem Berg und im Tal ging es recht gut. Noch ein Tag mehr ohne weiße Pracht und den frühlingshaften Temperaturen… dann wäre es wohl echt eine Schlammschlacht geworden. Aber der Schnee war bestellt, der Himmel zog zu, die Prognosen meldeten Schneefall in der Nacht.
Nach den etwas wilden Begrüßungsritualen an diesem Abend in der „Hinteren Bar“, machte ich mich gegen elf Uhr mal nach draußen „mal schauen, ob es schneit“. Und es schneite wunderschöne dicke Flocken. Ein Schneeball für ein paar freudige Stimmen mit nach drinnen genommen, ein Absacker und ab ins Bett, keine Party kann so gut sein, wie ein früher Neuschnee-Morgen auf der Piste.

Es kamen nicht nur ein paar Zentimeter runter, wie die Wochen zuvor. Nein. Richtig fett Neuschnee. Am nächsten Morgen war dann Freeriden angesagt. Etwas verwirrte Blicke folgten mir noch, als ich (meiner Meinung nach schon viel zu spät) gegen viertel vor neun im Tiefflug vom Hotel wegrauschte.

Neuschnee! Damit war ich als extrem tiefschneehungriger Boarder etwas raus aus der Gruppe. Aber auch für die Skigebietsführungen und Skikurse war bei den abendlichen Austauschritualen in der Futterstube nur Lob zu hören. Nur Frühstück erst ab acht, wenn die Lifte ab halb neun gehen, das werde ich wohl nie verstehen. Aber es reicht noch für einen schnellen Kaffee und zwei Brötchen für die Tüte und so verschwand ich am nächsten Morgen im Tiefflug um die Ecke, weil noch mehr Schnee in der Nacht die Hänge bereit zum absoluten Genuss am frühen Morgen machten.

Saalbach-Hinterglemm

Und dank lokaler Boarder-Begleitung durfte ich dann an meinem Geburtstag (im bestellten Neuschnee) morgens schon vor der Pistenkontrolle auf dem Berg sein. Dafür wurde extra der Lift oberhalb der Reiterkogelbahn angeschmissen (geht normal erst ab neun). So standen wir schon um kurz nach halb neun ganz oben. Absolute Ruhe, kein Mensch auf der Piste. Ein Traum. Danke an Tante Holle und die netten Herren am Lift. Ein ganz persönliches unfroschiges Highlight (was aber vielleicht ein wenig die verwirrende Frühstückszeit erklärt).

Damit waren alle weiteren Tage im Glemmtal gerettet, Sonne haben wir kaum oder gar nicht gesehen, aber dafür beste Pistenverhältnisse unter den Doppel- und Vierfachkanten.. Es schneite und taute im Wechsel, aber was weg ging, kam gleich wieder nach. Ihr habt den Schnee mitgebracht und wir lassen ihn gerne da, auf dass auch noch was für die Familienwochen Ende März bleibt.

Saalbach-Hinterglemm

Und sonst:
Wie immer ein rundes, reichhaltiges und unaufdringliches Angebot im Frosch-Sportclub. Man konnte wenn man wollte, aber auch nicht. Apré-Ski ist in Saalbach und Hinterglemm vielfältig. Wer hier keine Party findet, dem ist nicht zu helfen. Persönlich mag ich am liebsten den Goasstall an der Talabfahrt in die Mitte von Hinterglemm. So mancher hat das Abendessen verpasst oder kam gerade noch von der Piste noch in kompletter Montur. Man kann Nächte durchfeiern oder eine ruhige Woche verbringen. Ganz nach belieben.

Das Frosch-Rahmenprogramm:
Apré-Bar am Haus, Hüttenabend mit Fackelwanderung (in genialster Dream-Winterworld-Kulisse), Kickertunier und Cocktail-Abend durften natürlich auch nicht fehlen.
Den Chill-Abend mit Boarder- und Ski-Freestyle-Filmen per Beamer an die Wand im Kleinen Club (der „Hinteren Bar“) fand ich eine schöne Idee. Auch die Kuschelecke wurde gleich genutzt (von denen die erst nachdem das Abendmahl lange vorbei war im Haus eintrudelten ;-). Auch der Wellness-Abend in der Sauna war ein kleines Highlight, Tee, Obst und Gesichtsmasken,dazu richtig gute Aufgüsse (hier dann das Lob dafür an die heiße Runde von Mike und danke für den Kaffee bei der frühmorgendlichen Heimfahrt).

Rundum wieder eine gelungene Woche mit Frosch. Die dritte Reise und jede einzelne hatte ihren ganz eigenen Charakter. Und damit wieder ein Reisebericht, um den guten Schein dafür spätestens im nächsten Winter im nächsten Haus einzulösen.

Saalbach-Hinterglemm

2 Gedanken zu „Die, die den Schnee ins Glemmtal brachten …

  1. Karsten Rulf

    Da bin ich sicher nicht der einzige dem das späte Frühstück nicht gefällt. Dies war bei einigen Urlauben schon mal der Punkt, der schließlich dazu geführt hat, dass wir privat in eine Pension nach Hinterglemm gefahren sind.
    Bei meiner letzten Reise mit Frosch standen zum Teil über 20 Gäste um 8:00Uhr und warteten darauf, dass es endlich Frühstück gab. Geändert wurden die Zeiten nicht.
    Vermutlich werden wir auch das nächste Mal privat fahren.

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