8. Juni 2007

Singlereise Hinterglemm / SC Thuiner 23.02.-04.03.2007

Reisebericht von Antonio Rosa (a-ro at gmx.net)
FROSCH Reiseziel Sportclub Thuiner in Saalbach-Hinterglemm, Österreich

Saalbach-HinterglemmDie Reise nach Hinterglemm in den SC Thuiner hatten wir schon fast ein Jahr vorher beschlossen, nämlich während unserer Skifahrt in Davos (im SC Post Frauenkirch). Es war ziemlich erstaunlich, dass wir uns darauf sehr schnell einigen konnten (zeitlich, vom Club her), es sollte aber unbedingt Österreich sein – für unsere Après-Skihasen… und ich wollte endlich die Leute inkl. kompletter Skiausrüstung auf den Tischen tanzen sehen.

Am Frankfurter Flughafen sollten zwei Busse, ein Reisebus und ein Schlafbus, Richtung Hinterglemm abfahren. Meine Kumpels hatten den Schlafbus gebucht, ich nicht. Also stand ich am Schlafbus und „verabschiedete“ mich. Zur Sicherheit fragte ich den Reiseleiter, wann denn endlich der normale Reisebus kommen würde. Der antwortete, der Bus würde schon seit geraumer Zeit auf mich warten. Also packte ich meine sieben Sachen und flitzte an das andere Ende des Busbahnhofes – kein Frosch Reisebus nach Hinterglemm zu sehen. Zurück am Schlafbus, erfuhr ich, dass man jetzt doch ohne mich abgefahren war. Telefonisch wurde vereinbart, dass ich an der nächsten Raststätte in „meinen“ Bus wechseln sollte. Die Fahrt verbrachte ich samt Gepäck auf der Treppe des Schlafbusses, den bösen Blicken der Leute ausgesetzt, die an mir vorbeigingen („hier Sitzen ist aber nicht ungefährlich“).

Jedenfalls kannte mich jeder als ich in „meinen“ Bus stieg, da andauernd Durchsagen gemacht wurden, man würde noch auf einen weiteren Reisenden warten. Egal, ich war mehr als froh, den Bus im wahrsten Sinne des Wortes nicht verpasst zu haben.
Eine ähnliche, aber weitaus erlebnisreichere Geschichte machte in den nächsten Tagen die Runde: Ein Mitreisender plante in Köln in den Bus zu steigen, nahm aber von Duisburg aus einen falschen Zug nach Mönchengladbach, von dort dann mit einem weiteren Zug nach Köln: Der Bus war logischerweise schon weg. Also setzte es sich in einen ICE Richtung Frankfurt und konnte dort am Flughafen in den Bus steigen. Zu dieser ziemlich teuren Variante des Reisens kam auch noch hinzu, dass er seine Skihose zu Hause vergessen hatte. Also hieß es in Hinterglemm eine kaufen, was ja hier äußerst (un-) günstig ist… ;o))

Saalbach-HinterglemmIm SC Thuiner angekommen (und auch schon vorher) konnten wir feststellen, dass es seit langer, langer Zeit nicht geschneit hatte. Lediglich die Pisten waren mit (Kunst-) Schnee bedeckt und zogen sich linienförmig von den Bergen herunter. Kein wirklich schöner Anblick! Dennoch haben wir es uns nicht nehmen lassen und sind gegen 11 Uhr los zum Ski schnuppern… Dass dies einer der schönsten Skitage werden sollte, war uns allerdings nicht bewusst. Denn ab Montag änderte sich das Sonnenwetter gewaltig: Schnee und Wolken ohne Ende, es hörte einfach nicht auf zu schneien. Neuschnee ist etwas wunderbares, aber bitte nur nachts und schon gar nicht tagelang. Zwar hellte es ab und an auf und man konnte teilweise gut fahren, aber insgesamt war es fahrtechnisch keine sehr schöne Woche! Für die „Cracks“ und Neuschnee-Fetischisten, die bei jedem Wetter unterwegs sind, fand Ostern und Weihnachten in einer Woche statt. Ich als bekennender Schön-Wetter-Fahrer konnte da nicht die gleiche Freude aufbringen (insbesondere als an einem Tag der Schnee in Regen überging und man nach einer knappen halben Stunde total durchnässt war). Schön anzusehen war das Schnee bedeckte Tal schon, gebe ich unumwunden zu!

Saalbach-HinterglemmDas Frühstück im SC Thuiner war gut, auch wenn es nur an zwei Tagen richtige Körnerbrötchen (und nicht die normalen Luftbrötchen) gab, an einem Tag konnten wir sogar Croissants genießen, lecker. Die variantenreiche Müsli-Bar möchte ich nicht unerwähnt lassen! Das Abendessen war wirklich super lecker, man(n) freute sich schon am Vorabend auf das Essen des nachfolgenden Abends: Das Menü wurde nämlich durch den Koch ankündigt (übrigens eine super Performance bzw. Inszenierung, was auch für die allgemeine Ansage durch die anderen Teamer gilt).
Die Teamer an sich, eine tolle Truppe, immer hilfsbereit und für die Gäste jederzeit ansprechbar. Allerdings wurde unsere Duschbrause während der gesamten Woche nicht in Ordnung gebracht, sie hatte nämlich den „Kopf hängen“ lassen, was sich sehr störend auf den Duschgenuss auswirkte. Unser Zimmer der Kategorie A (obwohl B gebucht) war groß, das Bad aber leider ohne Fenster. Der Mini-Fernseher bot keine allzu großer Auswahl an Programmen. Genutzt haben wir den nur am ersten Samstag Abend für die Bundesliga-Ergebnisse… Fußball natürlich!
Unter den Teamern gab es ein Original: Mike, ein Skilehrer, der in unserer Woche lediglich als Guide zum Einsatz kam (die „Wellness“-Führungen durch das Skigebiet waren immer sehr originell). Er hat sehr lockige, blonde Haare, was ab und zu das Lied „Du hast die Haare schön“ heraufbeschwor – und zwar von der gesamten Reisegruppe. Der arme Kerl, richtig wehren konnte er sich ja nicht. Aber er nahm es wie ein Mann, auch wenn er sich während des Hüttenabends sogar genötigt sah, ein Statement abzugeben („Das sind seine Haare und so bin ich.“). Ein berauschender Applaus hat dieses Bekenntnis beantwortet. Ob das Lied nun durch DSDS und eine Casting-Kandidatin oder durch eine Hommage an Rudi Völler bekannt wurde, konnten wir nicht abschließend klären. Es hat aber immer riesig Spaß gemacht, mit zu singen.

Saalbach-HinterglemmVon den Events während der Woche (Welcome Party, Songs raten, „crazy hat“ oder doch „head“?, Farewell Party) war der Hüttenabend auf der Mittelstation des Westkogels das Highlight, das typische Essen (Rösti und/oder Käsespätzle) ging so einigermaßen. Aber darum ging es ja nicht wirklich. Mike forderte uns nach dem Essen auf, die Tische zu brechen, d.h. jetzt war endlich Tanzen auf den Tischen angesagt. Aber da wir nicht mit Skiausrüstung zum Hüttenabend erschienen (wir hatten uns vorher im SC getroffen und wurden mit einer Bimmelbahn zur Talstation gefahren), blieb von meinem Traum nicht viel übrig. Die Musik (Oldies + deutscher Ski-Schlager, übrigens genauso schlecht wie im Thuiner) sagte mir nicht wirklich zu. Dafür hat mir aber um so mehr die Fackelwanderung hinunter ins Tal gefallen. Über einen Waldweg, durch Neuschnee (es schneite unter Vollmond) wandern und sich dabei mit einer sehr netten Dame zu unterhalten, ist schon ein sehr schönes Erlebnis – was gibt es Romantischeres?

Ein harter Kern von ca. 15 Leuten machte die Nacht zum Tag. Die meisten waren wohl zu müde und verkrümelten sich in ihren Zimmern. Das kam sicherlich vom Skifahren.
Tatsächlich gab es aber Einige, die nicht wirklich zum Skifahren da waren, Party war angesagt. Okay, eine Abfahrt wurde Vormittags eher unwillig durchgeführt, aber entweder man saß dann in einer Hütte, fuhr direkt zum Après-Ski oder eben in den SC um mal richtig aus zu schlafen… ;o))
Die Damen waren während dieser Singlereise übrigens in der Mehrheit. Von einigen Damen habe ich aber gehört, dass die „Auswahl“ an Herren nicht gerade prickelnd sei…! Im Gegensatz dazu war das Attraktivitätsniveau bei den Damen überdurchschnittlich hoch, keine Ahnung woran das lag!
Was auch noch auffiel: Sehr viele „Alleinreisende“ gab es nicht wirklich, die meisten Leute – so wie ich – sind in einer Gruppe angereist. Das macht es naturgemäß etwas schwieriger in die jeweiligen Gruppen „einzudringen“. Die obligatorischen Pärchen durften auf der Singlereise natürlich auch nicht fehlen… ;oP

Saalbach-Hinterglemm

Der SC Thuiner ist kein Frosch-Club im üblichen Sinne, eher ein Hotel. Es hat demgemäß, den Nachteil, dass das Haus relativ groß ist. Bei knapp 80 Reisenden verliert man(n) den Überblick. Da kommen ja wahre Horror-Vorstellungen auf, wenn man an das Carlton in Crans Montana denkt, das ist ja noch mal größer. Im Übrigen wurde ich am Abreisetag sogar noch gefragt, ob ich gerade angekommen sei… das ist mir noch nie passiert!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.