15. Juni 2007

Skiurlaub in Zermatt

Reisebericht von Gregor Müller (gregormueller at freenet.de)
FROSCH Reiseziel Skihütte Morgenrot in Zermatt, Schweiz

Zermatt – eines der Top-Skigebiete überhaupt, hoch gelegen, ein Haufen Berge über 4.000 Meter drumrum, einzigartiges Panorama des Matterhorns, interessante Pisten – als Ende Januar die Frosch-Homepage dem Spätbucher doch noch freie Plätze im Haus Morgenrot anzeigt ist klar: dieses Jahr ist es Zermatt.

Zermatt

Mit dem Schlafbus geht es in Richtung Süden und am anderen Vormittag gibt es das erste Highlight: das Verladen des Gepäcks in Helinetze und vor allem das Absetzen der Netze vor dem Haus Morgenrot, zu dem man gemütlich eine halbe Stunde bergauf geht. Auch wenn der Heli zig Meter über einem schwebt: wir haben gelernt, den Kaffee vorher auszutrinken und leichte Gegenstände wegzustellen…

Kurz danach gibt es kein Halten mehr für die meisten von uns: Skisachen gezückt, umgezogen, runtergefahren, Halbtageskarte gekauft, raufgefahren bis es nicht mehr weitergeht – und dann erst mal Augen und Mund aufgerissen und geguckt und gestaunt. Sehr schön, hier würde man es wohl acht Tage gut aushalten (und eigentlich auch noch länger…).

Man kann den Nachmittag noch richtig gut ausnutzen, es ist mehr als ein bloßes Einschwingen am ersten Tag. Und so kommt man rechtschaffen müde und zufrieden zurück und genehmigt sich ein Bierchen auf der Terrasse des Morgenrot, mit einem der schönsten Ausblicke Zermatts und damit der Alpen wohl überhaupt.

Noch ein paar Fakten zum Haus: auf einer Anhöhe über dem Tal, mit schöner Terrasse und Blick aufs Hörnli, zwei Gemeinschaftsräumen, sauberen Sanitäranlagen in ausreichender Zahl auf den Etagen, kein Neu- und kein Luxusbau, aber solide und gemütlich. Ich bin was Lärm angeht normalerweise recht empfindlich, hatte aber am Morgenrot nichts auszusetzen und verstehe deshalb die Bemerkung auf der Frosch-HP nicht ganz, nach der es recht hellhörig sein soll.

Das Skigebiet ist gigantisch. Vom Haus aus steigt man direkt in den Teil Sunnega/Rothorn ein (nach einer für Anfänger nicht so gut geeigneten kurzen Abfahrt Richtung Talstation), von dort kann man wechseln zum Gornergrat und schließlich zum Kleinen Matterhorn. Die beiden ersten gehen bis 3100 m hoch, letzteres hat eine gewagte Seilbahn-Bergstation in 3800 m Höhe, ein Erlebnis schon an sich. Hier gibt’s auch den Übergang in den italienischen Teil des Skigebiets, nach Cervinia. Ein großer Vorteil ist natürlich die Höhenlage, selbst in diesem schneearmen Februar 2007 kann man bis zum späten Nachmittag (und bis zum Haus Morgenrot) gut abfahren.

Zermatt

Die Hütten im Skigebiet sind zahlreich, schön gelegen und haben viel Leckeres – allerdings natürlich zu Schweizer 5-Sterne-Skigebietspreisen. Da ist es umso besser, dass man sich im Morgenrot Pistenbrote schmieren kann, soviel der Skianzug fasst. Ein Glühwein auf dem Heimweg bei Ottmars Hütte oder auf der wunderschönen Tufternalm ist dann aber „Muß“. Hier treffen sich ein paar oder auch mehr Frösche und beginnen die Matterhorn-Sonnenuntergangs-Betrachtung, die dann auf unserer eigenen Terrasse fortgesetzt wird.

Abends wird man mit einem 3-Gang-Menü verwöhnt. Etwas helfen muß man hier schon, doch der Begriff „Küchendienst“ hat schnell seinen Schrecken verloren, wenn man zu viert oder fünft bei einem Kaltgetränk Kartoffeln und Zwiebeln schält (stilecht mit Skibrille natürlich) und nach dem Essen die Spül- in eine Küchenparty übergeht… Die Partyintensität und –häufigkeit hängt natürlich von der Gruppe ab, da andere Gäste nicht im Haus sind.

Die Woche vergeht wie im Flug. Dank Schlafbus ist auch der Abreisetag noch Skitag, Skigebiet und Haus haben überzeugt – Zermatt und das Morgenrot sehn mich noch mal wieder.

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