4. März 2008

Harakiri, Ho und Hausmusik im Zillertal (28.01.07 – 06.01.08)

Ein Reisebericht von Ingrid Hagemann (bernd at ingha.de)
FROSCH Reiseziel Sporthotel Schwarzer Adler, Hippach-Ramsau im Zillertal

Endlich war es soweit: am Freitag, den 28. Januar 2007 ging es los in den Skiurlaub, und zwar mit Frosch-Reisen ins Zillertal/Österreich (Ramsau). Einstieg für uns (5 Leute aus Steinfurt, die gemeinsam gebucht hatten) war um 19 Uhr in Münster – und  pünktlich konnten wir starten. Besonders gespannt waren wir auf unseren mitgebuchten Schlafplatz – noch ließ sich nicht erahnen, wie sich dieser ganz gewöhnliche Reisebus in einen Schlafbus verwandeln sollte. Nach 3 Stopps in Essen, Köln und Frankfurt zwecks Zustieg weiterer Frösche war es dann um 2 Uhr nachts soweit: die Busfahrer bauten in beachtlich kurzer Zeit die eine Sitzseite des Busses zu einer doppelstöckigen Liegemöglichkeit um, die ein weinig an den Charme von Jugendherbergen aus  den Siebziger Jahren erinnerte. Zu zweit lag man nebeneinander entweder in der unteren Etage (nichts für Leute mit Platzangst!!) oder in  der etwas wackeligen oberen Etage (nichts für Leute mit unruhigem Schlaf oder Schwindelanfällen!!).  Die andere Sitzseite blieb unverändert für die Reisenden, die keinen Schlafplatz gebucht hatten. Mein Tipp: Schlafplatz buchen, oben liegen und Ohrenstöpsel nicht vergessen!

Zillertal

ZillertalAm Samstag morgen um 8 Uhr erreichten wir das Hotel „Schwarzer Adler“ in Ramsau  – nach einem stärkenden Frühstück und jeder Menge heißem Kaffee  waren die leichten Unpässlichkeiten der Nachtfahrt vergessen und ab ging es auf die Piste. Eine tolle abwechslungsreiche Woche mit 8 Skitagen lag nun vor uns. Am ersten Abend lernten wir unsere beiden immer engagierten Skiguides Ho und Horst  kennen. Mit HO waren wir in einer kleinen „schnellen“ Gruppe von 4 Leuten jeden Tag unterwegs –  Horst kümmerte sich derweil intensiv um die Anfängergruppe. In den Mittagspausen traf man sich meistens mit allen in einer der urigen Skihütten oder auch nach der letzten Abfahrt zum Apres-Ski. Dazu hatte man wahrlich genug Gelegenheiten: in allen Skigebieten waren die Hütten ab 15 Uhr spätestens voll mit Skileuten in absoluter Partylaune. Mayrhofen scheint das Mekka zu sein für alle Skihasen in Feierstimmung – hier geht wirklich in zig Kneipen und Discos die Post ab. Per Skibus, Zug und Taxi kommt man recht gut in alle Skigebiete – der Skibus hält übrigens direkt unterhalb vom Schwarzen Adler.

Durch unseren Skiguide lernten wir das ganze Skigebiet kennen –anstatt auf die für mich oft eher undurchsichtigen Pistenpläne zu gucken konnte ich einfach nur „Gas geben“ und  fast  jeden Tag ein anderes Gebiet kennen lernen. Toll war zum Beispiel die Rundtour in der „Zillertaler Arena“  über Gerlos, Zell und Königstein sowie der Skitag in der  Skiwelt „Zillertal 3000“ , an dem wir ehrfürchtig von unten die steilste und gefährlich vereiste  Abfahrt Österreichs, die „Harakiri“ beäugen konnten.

Zillertal

Zu empfehlen ist unbedingt ein Besuch in der Gourmet-Skihütte „Kristall“ bei Kaltenbach. Mitten im Skigebiet Hochzillertal mit einer Traum-Aussicht auf die Zillertaler Alpen genießt man hier das Ambiente, den Service, die Chill-out-Musik und den riesigen offenen Kamin und möchte einfach nicht wieder weg. Weitere highlights waren die Fackelwanderung und das Rodeln bei Nacht und Flutlicht am Gerlosstein. Krönender Abschluss war der letzte Abend im Hotel, an dem sich das Ski-Ass Stefan Eberharter (mehrfache Olympiamedaillen, Weltmeistertitel und  Weltcupsiege gehen auf sein Konto) persönlich zur „Session“ mit weiteren Musikern aus dem Ort im Restaurant traf, um dort bis spät in die Nacht zünftige Hausmusik zum besten zu geben.

Zillertal

Kurz zum Hotel: das Essen war wirklich ausgezeichnet: ein abwechslungsreiches Frühstück und ein 4-Gänge-Menue am Abend ließen keine Wünsche offen.  Die Zimmer (alle mit Balkon) samt Bad waren recht klein, aber sauber. Die Wellness-Abteilung mit einer Sauna, einem Whirlpool und einem Dampfbad war gut und sehr entspannend nach anstrengenden Skitagen. Schade war nur, dass es um 19 Uhr bereits Abendessen gab und man nur wenig Zeit hatte für diese Annehmlichkeiten.

Insgesamt war es eine tolle Woche in einem abwechslungsreichen, schneesicheren Skigebiet in einer wirklich guten Unterkunft. Empfehlenswert!

2 Gedanken zu „Harakiri, Ho und Hausmusik im Zillertal (28.01.07 – 06.01.08)

  1. Sandra MĂĽller

    Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Dass sind ganz schöne Impressionen aus dem Skiurlaub in Ramsau im Zillertal . Die Harakiri Piste ist bestimmt eine Abfahrt wert.

  2. Lisa Meitner

    Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Dass sind ganz schöne Impressionen aus dem Skiurlaub in Ramsau im Zillertal . Die Harakiri Piste ist bestimmt eine Abfahrt wert.

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