18. März 2014

Reisebericht Teneriffa aktiv & fun (01.03.-15.03.1014)

Reisebericht von Hildegard S.
FROSCH Reiseziel Teneriffa aktiv & fun

Nach einem Hörsturz im Januar 2014 war mir klar, dass ich dringend Urlaub brauchte. In Köln stand Karneval vor der Tür – und ich sollte laute Veranstaltungen meiden, um mein Ohr zu schonen. Mit Frosch hatte ich im vergangenen Jahr bereits meine erste Reise gebucht, die mir auch sehr gut gefallen hatte. Also recherchierte ich in den Last-Minute-Angeboten bei Frosch nach einer passenden Erholungsreise. Feststand für mich, es sollte in eine wärmere Region gehen und ans Meer – und somit fiel meine Wahl dann auf zwei Wochen Teneriffa in der ersten Märzhälfte.

Am Karnevalssamstag ging es mit einem Nachtflug um 3.35h ab Köln/Bonn nach Teneriffa Süd. Ich war gespannt und aufgeregt, da es sich um meine erste Reise handelte, die ich völlig auf mich allein gestellt unternahm. Gleichzeitig fühlte ich mich aber auch schon vor dem Abflug gut aufgehoben, da ich noch am Tag vor meiner Abreise eine Mail vom Veranstalter (Spanien-Aktiv) bekommen hatte, die genaue Informationen zur Ankunft inkl. eines Lageplans vom Flughafen Teneriffa Süd enthielt. Ich wurde dann auch persönlich um 7.00h am Flughafen abgeholt und die ca. 40km in das kleine Fischerdörfchen Alcalá gebracht, in welchem die über Frosch gebuchte Pension liegt.

Ankunftsmorgen_Alcala

Dort angekommen erfuhr ich, dass unsere Gruppe für die Woche aus insgesamt acht Personen bestand – vier männlich und vier weiblich. Beim gemeinsamen Tapasessen lernten wir uns abends in gemütlicher Runde kennen. Ich hatte vorher Bedenken gehabt, es könnte sich vorwiegend um Paare handeln, die eine solche Reise buchen, sodass man in einer kleinen Gruppe dann nicht so gut Anschluss findet. Diese Sorge stellte sich aber als völlig unbegründet heraus: Alle acht Personen waren allein angereist und kontaktfreudig, es war eine sehr nette und harmonische Gruppe und wir sollten in der folgenden Woche sehr viel Spaß miteinander haben.

Gruppe_der_ersten_Woche

Nachdem an diesem ersten Abend alle gesättigt waren, wurde uns der Plan für die Woche ausgeteilt und besprochen. Die Teamer hatten für uns ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Es gab zwei geführte Wanderungen und zwei Radtouren sowie einen Tag, an dem uns zwei Mietwagen zur Verfügung gestellt wurden, sodass wir in kleinen Gruppen auf eigene Faust die Insel erkunden konnten. Auch für diese Tour standen uns die Teamer mit sehr guten Ratschlägen und Empfehlungen zur Seite, sodass man an diesem Tag sehr viel zu sehen bekam. Optional konnte für den sechsten Tag eine Wanderung auf den Teide (höchster Berg von Teneriffa) gebucht werden.

Der_Teide

Eine Mitreisende und ich entschieden uns stattdessen, auf eigene Faust eine weitere Radtour zu unternehmen, was auch völlig problemlos möglich war, da jeder für die Woche ein festes Mountainbike zugeteilt bekommen hatte.

Natürlich kam auch das persönliche Miteinander in der Woche nicht zu kurz. Besonders gern erinnere ich mich an das Sonnenuntergangspicknick  am Strand, für das die Teamer extra für uns alle sehr lecker gekocht haben. Und auch sonst hatten wir an den Abenden viel Spaß und haben uns häufig erst spät in der Nacht nach dem einen oder anderen Gläschen Wein in die Zimmer unserer Pension verabschiedet.

Blick_auf_die_Mascaschlucht

Mein persönliches Highlight in der ersten Woche war die Wanderung durch die Masca-Schlucht. Im Grunde ist man mehr geklettert als gewandert, da die Tour durch ein fast ausgetrocknetes Flussbett vom Meer bis auf das 600m hoch liegende Dörfchen Masca verlief. Der Ausblick auf die gewaltigen Felsen war sehr beeindruckend und das Klettern über die Felsen und von Stein zu Stein springen, um keine nassen Füße zu bekommen, hat einfach viel Spaß gemacht.

Ausblick_von_Masca

Viel zu schnell ist diese erste Woche vergangen und ich war dann sehr froh, direkt zwei Wochen gebucht zu haben. Von unserer Gruppe sind noch zwei weitere Personen geblieben, die anderen fünf mussten leider abreisen (und haben uns ein bisschen um unsere Verlängerungswoche beneidet…).

Samstagabend kamen dann fünf neue Gäste an, die von uns „Alteingesessenen“ natürlich neugierig beäugt wurden. Auch die fünf Neuen stellten sich dann als nett und unkompliziert heraus, sodass auch die zweite Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Die Teamer haben sich alle Mühe gegeben, auch uns Zwei-Wochen-Reisenden immer wieder Neues zu bieten. D.h. es gab zwei komplett andere Wanderungen und Radtouren als in der ersten Woche, und es gab immer wieder neue Ecken der Insel zu erkunden und entdecken.

erste_Radtour

Anfang der zweiten Woche ist das ansonsten sehr gute Wetter für ein bis zwei Tage etwas eingebrochen – am Montagabend war es sehr windig und regnerisch, was wir dann aber über unseren lustigen Kniffel-Abend beim Italiener komplett vergessen haben. 😉 Und am Dienstag war es dann auch direkt wieder schön sonnig und warm, sodass man auch sofort wieder im Atlantik schwimmen konnte.

Das kleine Örtchen Alcalá eignet sich meiner Meinung nach perfekt für einen Urlaub wie diesen: Touristisch kaum erschlossen (wir haben eine ganze Weile gebraucht, bis wir den einzigen Laden des Ortes gefunden haben, in dem man Postkarten kaufen konnte), jedoch gibt es dort viele schöne Lokale und Bars, in denen man günstig und sehr lecker essen und trinken kann. Die nächsten sehr touristischen Orte sind nur wenige Kilometer entfernt, sodass man diese bei Bedarf bequem mit dem Rad oder dem Bus in wenigen Minuten erreichen kann.

Blick_auf_Alcala

Die Pension in Alcalá, in der wir untergebracht waren, empfanden manche der Mitreisenden als zu einfach. Das konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Die Zimmer und das Gemeinschaftsbad waren sauber, auf jedem Zimmer gab es ein eigenes Waschbecken, wie ich direkt nach der Ankunft sehr erleichtert feststellte. Und die Teamer hatten uns auch extra noch Seife aufs Zimmer gestellt und eine zusätzliche warme Decke aufs Bett gelegt. Natürlich handelt es sich um kein Luxushotel, aber das weiß ich ja vorher, wenn ich eine solche Reise buche. Und es gab auf Teneriffa so viel zu entdecken und zu erleben, dass man das Zimmer sowieso nur maximal zum Schlafen gebraucht hat.

Im_Nationalpark

Alles in allem kann ich diese Reise, die Frosch hier in Kooperation mit Spanien-Aktiv anbietet, wärmstens empfehlen. Teneriffa ist einfach eine zauberhafte Insel und die vor Ort Betreuung ließ keine Wünsche offen. Es lohnt sich auch auf jeden Fall, direkt zwei Wochen zu buchen, zumal die zweite Woche durch den fehlenden Flugpreis extrem viel preisgünstiger ist. Außerdem ist eine Woche Teneriffa einfach zu kurz und geht bei dem tollen Programm und den vielen neuen Eindrücken auch viel zu schnell vorbei.

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