20. Juli 2007

Reisebericht Montaione 30.06. – 07.07.07

Reisebericht von Anja (oceandance at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Fattoria San Antonio in der Toskana

Nach einigen Überlegungen, ob ich dieses Jahr überhaupt in den Urlaub fahren sollte, entschied ich mich zögerlich zum ersten Mal in meinem Leben alleine mit Frosch zu verreisen. Lange blätterte ich im Katalog und entschied mich am Ende für Montaione in der Toskana.

Als ich nach meinem verspäteten Flug aus Hannover in Pisa ankam, erlebten wir Froschgäste (insgesamt 3) eine nette Überraschung: anstatt (wie sonst häufig üblich) mit einem Massenbus vom Hotel abgeholt zu werden, stand draußen eine schwarze Mercedeslimousine, so dass bereits die Fahrt zur Villa ein Vergnügen wurde. Hier lernte ich also auch schon die ersten Mitreisenden kennen.
Bei unserer Ankunft in der Villa gegen halb elf wurden wir gleich von Martina herzlich empfangen und von Jutta noch mit warmem Abendessen verwöhnt.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück gleich auf eine Erkundungstour nach Montaione. Man konnte auswählen, ob man mit dem Bike fahren oder eine Wanderung machen wollte. Folglich lief ich mit der Wandergruppe eine 2,5 Stunden lange Strecke, um die Umgebung rund um die Villa kennen zu lernen und in Montaione das erste richtige italienische Eis meines Lebens zu essen (absolut empfehlenswert!!!).
Nachmittags gab es bei Kaffee und Kuchen eine kurze Vorstellungsrunde. Die verschiedenen Frosch-Guides stellten sich vor und danach wir Gäste. So lernte man dann nach und nach die unterschiedlichen Mitreisenden kennen.
Zu einer Mountainbike-Einführungstour wurden wir von Gerhard zum frühen Abend geladen. Er erklärte einiges Wissenswertes zu den Bikes und dann gings los. Was ich im Anschluss ziemlich schade fand, war, dass dies die einzige „Tour“ war, die man als Anfänger mitmachen konnte.
Nach dem (sehr üppigen und leckeren) gemeinsamen Abendessen, fand sich eine große Gruppe Froschgäste zur Weinprobe mit dem Grafen der Villa ein. Dieser erzählte viel über die Villa, seine Pferde und natürlich über die verschiedenen Sorten Wein, die er produziert. Dieser Abend endete feucht-fröhlich und wir konnten hinterher gut schlafen.

Toskana
Sicht vom Frühstückstisch auf die Villa

Montags morgens wollte ich nach dem Frühstück eigentlich wandern gehen. Spontan entschlossen wir aber mit mehreren Froschgästen am Frühstückstisch mit dem Taxi nach Volterra zu fahren, da die Gruppentour nach Volterra in dieser Woche nicht vorgesehen war.
So ging es wieder auf Tour in der schicken Mercedeslimousine, die uns sicher durch die hügelige Toskanalandschaft ans Ziel brachte.
Volterra selbst war sehr beeindruckend. Allein in den Alabasterläden konnte man sich schon stundenlang aufhalten. Dann gab es aber auch ein römisches Amphietheater, einige Kirchen und Museen zu sehen.
Abends war kochfrei für Jutta. Daher wurde angeboten, dass man in der Gruppe im „Carpe Diem“ günstig essen gehen konnte. Für einen Festpreis von 22 Euro konnten wir reichlich schlemmen. Es gab verschiedene Gänge mit Antipasti, Risotto, zwei Gänge mit unterschiedlichen Nudeln und zum Abschluss Tiramisu. Außerdem war für jeden Wein und Wasser im Preis bereits enthalten.

Dienstags ging es dann, mit allen die Lust hatten, nach Lucca. Eine interessante Stadt, die gleichzeitig auch viele Shoppingmöglichkeiten bot. Umringt wurde die Stadt von einer etwa 4 km langen Stadtmauer, auf der man gut spazieren gehen konnte und gleichzeitig einen super Überblick über die Stadt hat. Weiterhin ist der Piazza dell`Anfiteatro sehr zum empfehlen. Dort kann man gut zu Mittag etwas essen, einen Cafe trinken oder Eis essen.

Am Mittwoch war San Giminiano (das Manhattan des Mittelalters) das Ziel. Wiederum gab es die Auswahl zwischen Biken und Wandern, um am Ende der Strecke mit dem prämierten besten Eis belohnt zu werden. Mit guter Laune und leicht bewölktem Wetter machten wir uns auf den Weg dorthin. Besonders das bewölkte Wetter trug zu einer entspannten Wanderung bei, so dass wir trotz der 14km Strecke kaum ins Schwitzen kamen.
Nach der Freizeit in San Giminiano konnte man gegen Abend eine weitere Weinprobe besuchen. Diesmal gab es zwar nicht so viele Weine wie am Sonntagabend beim Grafen, dafür wurden aber lecker Anti-Pasti sowie Bruschetta serviert. Ich muss gestehen, dass ich erst dachte, eine zweite Weinprobe würde sich nicht lohnen, wurde aber doch eines besseren belehrt: für jeden Toskanabesucher kann ich nur empfehlen beide Weinproben mitzumachen, da sich die Weinproben inhaltlich sehr voneinander unterscheiden.

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San Giminiano

Nachdem wir am Mittwochabend nach dem (wieder mal legendären leckeren) Abendessen von Sylke noch einen Diavortrag über Florenz hören durften, ging es am Donnerstag mit öffentlichen Verkehrsmitteln in selbige Stadt. Die Tipps vom Vorabend verinnerlicht (kein Eis kaufen, wenn kein Preis in der Eisdiele steht – sonst kann das Eis unter Umständen 12 Euro kosten), zogen wir los, um uns den Dom, die Ponte Vecchio, den Palazzo Pitti und andere Sehenswürdigkeiten anzusehen. Aber auch Bummeln und Eis essen sollten nicht zu kurz kommen.
Nach einem langen Tag in Florenz gingen wir abends mit mehreren Froschgästen in Montaione noch Pizzaessen, da Jutta kochfrei hatte und nach ein paar anschließenden geselligen Gläsern Wein in der Villa fiel ich dann direkt ins Bett.

Nachdem ich die ganze Woche nur in Städten unterwegs oder Wandern war, wurde der letzte Tag in der Toskana ein ruhiger. Direkt nach dem Frühstück legte ich mich an den Pool und verbrachte den Tag dort. Nachmittags machte ich noch mal einen letzten Spaziergang durch Montaione, wo ich gleich wieder auf weitere Froschgäste zum Quatschen traf und abends gab es nach dem phantastischen Abendessen eine Abschiedsparty für die Gäste, die schon wieder fahren würden…

Am Samstag ging es für mich schon wieder nach Hause zurück. Allerdings stellte sich die Frage: wie am besten den Tag verbringen?!? Der Flieger nach Hannover startete schließlich erst um 20.45 Uhr. Es stellte sich heraus, dass die Stuttgarter bereits mittags flogen, so dass ich mitfuhr um mir noch Pisa anzusehen. Mein Gepäck haben die restlichen Froschgäste, die auch nach Hannover flogen, netterweise abends mitgebracht.
Im Nachhinein muss ich gestehen, dass sich der Ausflug kaum gelohnt hat. Es war zwar klasse, den schiefen Turm mal in natura zu sehen. Das Besteigen desselbigen sollte aber 15 Euro kosten, so dass ich die Idee wieder fallen lies. Der Rest von Pisa war ganz nett, aber nach dem Tag in Florenz konnte Pisa als Stadt nur „verlieren“.

Zum Abschluss muss ich mich an dieser Stelle für eine wunderschöne Woche in der Toskana bei den Frosch-Guides bedanken. Das Essen von Jutta (und Claudia) war einfach unübertrefflich. Martina machte fast jeden Wunsch möglich (u. a. besorgte sie für uns das Taxi nach Volterra) und Sylke wanderte sicher mit uns durch die Toskana.
Auch die Einführungstour fürs Mountainbikefahren mit Gerhard war gut. Es fehlten nur die Anschlusstouren für uns Anfänger.
Alles in allem ein gelungener Urlaub, super Frosch-Guides und nette Gäste – ich werde bestimmt wieder mit Frosch verreisen!!!

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